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 Jagd in der Presse 2012 

meinbezirk.at vom 08.02.2012

Zahme Fasane zum Abschießen gezüchtet

In Blumau legt sich Orts-Chef Gernot Pauer mit der Jägerschaft an - und kritisiert eine Fasanen-Zucht.

Es gibt viel Stoff für Zoff in Blumau. Und zwar zwischen der Bevölkerung und der Jägerschaft. Bürgermeister Gernot Pauer (PUL): „Die Leute klagen darüber, dass sie von den Jägern gar nicht zimperlich angepöbelt werden, wenn sie beim Spazierengehen ihre Hunde mal frei laufen lassen, auch dort, wo gar kein Jagdgebiet ist.“ Auch ein Zwist zwischen mit Hunden übenden Blaulicht-Organisationen und der Jägerschaft musste kürzlich am „runden Tisch“ auf der Bezirkshauptmannschaft bereinigt werden. Der Gipfel ist für Orts-Chef Pauer aber eine Fasanen-Zucht. Empört meint er: „Dort werden Fasane in einem Käfig gehalten, gefüttert und zutraulich gemacht. Nur um ein Jahr später dann abgeschossen zu werden!“

Haltung nicht verboten

Laut NÖ Tierschutzgesetz ist die Haltung von Fasanen (Federwild) nicht verboten. Es gibt aber gewisse Vorschriften – sowohl was die Ausstattung der Käfige betrifft als auch die Abschusszeiten. Ebenso müssen die Zuchten behördlich gemeldet sein. Dies ist nicht der Fall, wie Bezirkshauptmannstellvertreter Mag. Markus Sauer, auch zuständig für die Jagdabteilung, den BEZIRKSBLÄTTERN bestätigt. „Wir werden diese Fasanen-Zucht mit unserem Amtsarzt Dr. Sasshofer kontrollieren“, sagt Markus Sauer.
Jagdpächter und Jagdaufseher Engelbert Prenner aus Blumau will sich zu den Problemen gar nicht äußern. „Kein Kommentar“, sagte er den BEZIRKSBLÄTTERN und hängte auf.

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oe24.at vom 01.02.2012

Schakal-Alarm in Österreich 

Tier bei Unfall getötet: Erster nachgewiesener Schakal in Niederösterreich.

Langsam klang es nach echtem Jägerlatein: Erst die Meldungen über Elche, Luchse und Wölfe in Niederösterreich, seit Mittwoch dann auch noch Schakale. Doch es ist die Wahrheit. Ein erstes Exemplar des Wildhundes wurde im Industriezentrum Wr. Neudorf (Bez. Mödling) bei einem Verkehrsunfall getötet und anschließend eindeutig identifiziert. Die Ausbreitung des Goldschakals schreitet immer weiter voran.

Biologisch ist der Schakal zwischen dem Fuchs und dem Wolf anzusiedeln, vom Verhalten her aber mit letzterem viel enger verwandt. Wie der Wolf lebt er in Familienverbänden und jagt im Rudel. Das gefundene Tier war also mit Sicherheit kein Einzelgänger. Er verständigt sich über lautes Heulen. Mit 80 bis 95 cm Länge ist er deutlich größer als der Fuchs. Vom Sozialverhalten her erinnert er ebenfalls an den Wolf. Das Rudel wird von einem Rüden geführt, der männliche Nachwuchs verlässt nach einem Jahr die Gruppe und geht seine eigenen Wege.

Für Menschen ungefährlich

So ein junger Rüde auf der Suche nach einem neuen Territorium könnte jetzt auch der Schakal von Wr. Neudorf gewesen sein. Dies würde aber bedeuten, dass es weitere Vorkommen in der Gegend geben muss.

Vermutlich ist seine Familie über Ungarn und das Burgenland bis nach Mödling vorgestoßen. Schakale sind Raubtiere, die es auf kleinere Tiere abgesehen haben.

„Für den Menschen aber sind sie ungefährlich“, sagt Jagdaufseher Gerald Luef, der den ersten Schakal Niederösterreichs identifiziert hat.

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punkto.ro vom 21.01.2012

Wildschweinjagd: Ion Tiriac und europäischer Loden-Adel rücken der Sau zu Leibe 

Es ist mal wieder soweit: In Rumänien hat Unternehmer Ion Tiriac zur jährlichen Wildschweinjagd geladen, die wie immer in Balc steigt − dem im norwestlichen Landeskreis Oradea gelegenen Jagdrevier des Multimillionärs. Mehr als Hundert Treiber und Dutzende Waidmänner sind nach Angaben der Presse für die diesjährige, achte, Treibjagd angeheuert worden, die am Freitag losging und heute ihren krönenden Abschluss finden soll. Für das jährliche Wildschweingemetztel lässt der begeisterte Jäger Tiriac jährlich extra um die 700 Wildschweine vor Ort züchten.

Zu dem geladenen Lodel-Adel gehören diesmal Prinz Dimitri Sturdza, der Bürgermeister der Stadt Monte Carlo − George Marsan, sodann Erich Hampel − CEO der Unicredit Bank Austria, Ex-Magna-Chef und derzeitiger Aufsichtsratschef des GAZ-Eigners Russian Machines − Siegfried Wolf, Cartier-Juwelier Alfred Baumhauer, Wolfgang Porsche − Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG, Klaus Mangold − ehemaliger Chef der DaimlerChrysler Services, Österreichs Fruchtsaftkönig Franz Rauch, der österreichische Industriemanager und Politiker Rudolf Streicher sowie weitere Vertreter der politischen und Wirtschaftsprominenz aus In- und Ausland, berichteten die rumänischen Medien.

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orf.at vom 17.01.2012

Freilaufender Wolf im Lungau geortet 

Im Lungau wurde ein seltener Zuwanderer aus dem Süden geortet. Ein drei Jahre alter Wolf ist aus Slowenien über Kärnten und die Steiermark bis in den Raum Thomatal gewandert.

Seine Reiseroute und sogar seine Fressgewohnheiten sind bekannt, obwohl im Lungau noch nicht einmal seine Fährte gesichtet wurde. Der Wolf namens Slavko ist vorerst nur über Funksignale zu orten - slowenische Wildbiologen hatten ihm zu Forschungszwecken einen GSM-Sender verpasst.

Die Jägerschaft im Lungau bekommt deshalb mit 24 Stunden Verzögerung die Standortdaten von Wolf Slavko übermittelt. Zudem kennt man auch seine Fressgewohnheiten: „Man kann dann auf der Route schauen: Findet man einen Riss? Was bekannt ist, soll er einen Fuchs und ein Reh erbeutet haben“, sagt der Lunger Bezirksjägermeister Stefan Palffy, „Jetzt Bauern zu alarmieren, ist sicher nicht notwendig, weil das Vieh im Stall ist und da der Wolf keine Gefährdung ist. Für Wildfütterungen soll die Jägerschaft schon informiert werden, dass ein Wolf unterwegs ist.“

Von Karawanken durch Kärnten gewandert

Slowenische Wildbiologen hängten dem Karawankenwolf im vergangenen Juli den Sender um. Über Mobilfunkstationen lassen sich so die Stationen seiner Wanderschaft bis nach Thomatal nachzeichnen.

„Es ist ein dreijähriger Rüde. Das ist typisch für einen Wolf mit dem Alter, dass er das Rudel verlässt und Anschluss zu einer anderen Wolfspopulation sucht“, schildert Josef Erber von der Salzburger Jägerschaft, „Er ist am 28. Dezember nach Kärnten eingewandert ist innerhalb einer Woche von Süden nach Norden durch Kärnten gewandert, war letzte Woche im Bezirk Murau und ist diese Woche im Lungau geortet worden.“

Wolf soll bei Wanderung nicht gestört werden

Welche Richtung Slavko am Dienstag einschlug, wird erst am Mittwoch bekanntgegeebn. Die 24-Stunden-Verzögerung ist beabsichtigt, „dass der Wolf nicht gestört wird. Es ist wichtig, dass er in seiner Wanderung nicht behindert wird“, sagt Erber.

Ein Wolf als Gast ist der Jägerschaft willkommen. Ein ganzes Rudel würde hingegen Probleme schaffen, heißt es.

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heute.at vom 16.01.2012

Ein Waidmann wurde in Waidhofen an der Thaya zum Gejagten 

Eigentlich wollte Walter W. (64) bei der Streifjagd in Groß-Siegharts (Waidhofen/Thaya) mit 22 Kollegen einige Hasen schießen. Einen Volltreffer landete der Pensionist schließlich tatsächlich: Er traf Kollegen Christoph L. (27) aus 33 Metern in beide Beinen. Der Elektrotechniker wurde durch sieben Schrotkörner schwer verletzt.

Auf Flughäfen wird Jäger Christoph L. künftig wohl ein Problem haben, wenn regelmäßig der Metalldetektor Alarm schlägt, : "Ich habe alles abgegeben, außer den Schrot in meinen Beinen", könnte dann seine Erklärung lauten.

Die Vorgeschichte: Eine 23-köpfige Jagdgesellschaft war in Groß-Siegharts ausgezogen, um Niederwild zu erlegen. Ein Helfer scheuchte einen Hasen auf und gab Waidmann Walter W. ein Zeichen. Der routinierte Jäger fackelte nicht lange und gab einen Schuss mit seiner doppelläufigen Schrotflinte ab. Dem lauten Knall folgte ein noch lauterer Schmerzensschrei. Christoph L. sackte von sieben Schrotkugeln getroffen zusammen. Nach der Erstversorgung wurde L. ins Spital gebracht, Unglücksschütze W. angezeigt. "Ein dummer Unfall – es war jagdrechtlich alles in Ordnung", so ein Polizeiermittler. Die Schrotkugeln wurden indes nicht operativ entfernt, sie bleiben als unliebsame Erinnerungsstücke auf Dauer im Körper von Christoph L.

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kurier.at vom 11.01.2012

Prozess: Tod des Bären "Roznik" war keine Wilderei 

Mit Freispruch im Zweifel endete am Mittwoch in Klagenfurt der Prozess um den Tod des Braunbären "Roznik": Ein 48-jähriger Jäger und Fleischer aus Bad Eisenkappel, Kärnten, hatte stets bestritten, den geschützten Braunbären im Mai 2009 durch Herzschuss getötet, enthauptet, die Pranken abgeschnitten und das Fell abgezogen zu haben. Der Kadaver war erst nach Tagen im slowenischen Logartal gefunden worden.

Dem Freispruch voraus gingen zweieinhalb Jahre Untersuchungen mit mehr als 20 Zeugen und mindestens 7000 Euro für Gutachten. Auf den Fleischer war man erst nach Auslobung einer Prämie von 10.000 Euro für die Ergreifung des "Bärentöters" durch Hinweise aus der eigenen  nach einer Erbschaft zerstrittenen  Familie gestoßen. 15 Kriminalbeamte fanden auf seinem Gehöft samt Fahrzeugen jedoch keine Spur, die auf einen Bären hindeuten könnte.

"Es ist nicht nachvollziehbar, dass ein Einzelner ein 100 Kilo schweres Tier erlegt, aufgebracht und transportiert haben soll, ohne eine einzige Spur zu hinterlassen", begründete die Richterin den Freispruch. Der Staatsanwalt kann noch berufen.

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kurier.at vom 11.01.2012

Wolf tappte am Schneeberg in Fotofalle 

Puchberg ist die neue Heimat des seltenen Räubers, der aus Italien zugewandert ist. Die Jäger beobachten das Treiben.

Vor Jahren waren es die Bären, deren Wiederansiedelungsversuch für Diskussionsstoff gesorgt hat  und letztendlich gescheitert ist. Nun gibt es ein anderes Raubtier als würdigen Nachfolger. Der Wolf ist nach Jahrzehnten der Absenz zurück in Ostösterreich. Vor wenigen Tagen ist es in Puchberg am Schneeberg erstmals gelungen, ein Beweisfoto des scheuen Tieres zu knipsen.

Es ist ein Schnappschuss mit Seltenheitswert, gemacht von einer Fotofalle bei einer Wildfutterstelle. Nachdem sich seit dem Frühjahr 2010 die Schafsrisse am Fuße des Schneeberges gehäuft hatten, wurden Landwirte und die Jägerschaft misstrauisch. Mehrere DNA-Tests bestätigten schließlich das, was bereits vermutet worden war. Die Risse gehen auf das Konto eines männlichen Wolfes, der von einer italienischen Population zugewandert ist, erklärt Wolfsanwalt Georg Rauer. Durch die unzähligen Schafzüchter findet das Tier in Puchberg einen reich gedeckten Gabentisch. Mehr als zehn Mal hat er bereits zugeschlagen und Dutzende Schafe gerissen. Die Jägerschaft beobachtet das Treiben mit Argusaugen.

Uns ist wichtig, dass keine Panikmache stattfindet. Die Schäden der Landwirte werden vom Landesjagdverband ohnedies abgegolten, erklärt Hegeringleiter Herbert Roisky, der für den KURIER die Hegeringleiter-Stellvertreter und Aufsichtsjäger Franz Arnold, Johann Hausmann und Franz Michäler an einen Tisch gebracht hat.
Noch gibt es keinerlei Erfahrung, wie sich das Treiben des Räubers auf den Wildbestand auswirkt.

Es könnte bei hoher Schneelage problematisch werden, wenn das Wild zu den Fütterungen kommt und dann der Wolf dort nach Beute sucht, so die Weidmänner. Deshalb werden neuralgische Punkte mit Fotofallen kontrolliert: Es ist für uns Jäger sehr wichtig, die Sachlage nach Fakten und nicht nach Vermutungen zu beurteilen.

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