In Blumau legt
sich Orts-Chef Gernot Pauer mit der Jägerschaft an - und kritisiert eine
Fasanen-Zucht.
Es gibt viel Stoff für Zoff in Blumau. Und zwar zwischen der Bevölkerung
und der Jägerschaft. Bürgermeister Gernot Pauer (PUL): „Die Leute
klagen darüber, dass sie von den Jägern gar nicht zimperlich angepöbelt
werden, wenn sie beim Spazierengehen ihre Hunde mal frei laufen lassen,
auch dort, wo gar kein Jagdgebiet ist.“ Auch ein Zwist zwischen mit
Hunden übenden Blaulicht-Organisationen und der Jägerschaft musste kürzlich
am „runden Tisch“ auf der Bezirkshauptmannschaft bereinigt werden. Der
Gipfel ist für Orts-Chef Pauer aber eine Fasanen-Zucht. Empört meint er:
„Dort werden Fasane in einem Käfig gehalten, gefüttert und zutraulich
gemacht. Nur um ein Jahr später dann abgeschossen zu werden!“
Haltung
nicht verboten
Laut NÖ Tierschutzgesetz ist die Haltung von Fasanen (Federwild) nicht
verboten. Es gibt aber gewisse Vorschriften – sowohl was die Ausstattung
der Käfige betrifft als auch die Abschusszeiten. Ebenso müssen die
Zuchten behördlich gemeldet sein. Dies ist nicht der Fall, wie
Bezirkshauptmannstellvertreter Mag. Markus Sauer, auch zuständig für die
Jagdabteilung, den BEZIRKSBLÄTTERN bestätigt. „Wir werden diese
Fasanen-Zucht mit unserem Amtsarzt Dr. Sasshofer kontrollieren“, sagt
Markus Sauer.
Jagdpächter und Jagdaufseher Engelbert Prenner aus Blumau will sich zu
den Problemen gar nicht äußern. „Kein Kommentar“, sagte er den
BEZIRKSBLÄTTERN und hängte auf.
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oe24.at vom
01.02.2012
Schakal-Alarm
in Österreich
Tier bei Unfall
getötet: Erster nachgewiesener Schakal in Niederösterreich.
Langsam klang es nach echtem Jägerlatein: Erst die Meldungen über Elche,
Luchse und Wölfe in Niederösterreich, seit Mittwoch dann auch noch
Schakale. Doch es ist die Wahrheit. Ein erstes Exemplar des Wildhundes
wurde im Industriezentrum Wr. Neudorf (Bez. Mödling) bei einem
Verkehrsunfall getötet und anschließend eindeutig identifiziert. Die
Ausbreitung des Goldschakals schreitet immer weiter voran.
Biologisch ist der Schakal zwischen dem Fuchs und dem Wolf anzusiedeln,
vom Verhalten her aber mit letzterem viel enger verwandt. Wie der Wolf
lebt er in Familienverbänden und jagt im Rudel. Das gefundene Tier war
also mit Sicherheit kein Einzelgänger. Er verständigt sich über lautes
Heulen. Mit 80 bis 95 cm Länge ist er deutlich größer als der Fuchs.
Vom Sozialverhalten her erinnert er ebenfalls an den Wolf. Das Rudel wird
von einem Rüden geführt, der männliche Nachwuchs verlässt nach einem
Jahr die Gruppe und geht seine eigenen Wege.
Für
Menschen ungefährlich
So ein junger Rüde auf der Suche nach einem neuen Territorium könnte
jetzt auch der Schakal von Wr. Neudorf gewesen sein. Dies würde aber
bedeuten, dass es weitere Vorkommen in der Gegend geben muss.
Vermutlich ist seine Familie über Ungarn und das Burgenland bis nach
Mödling vorgestoßen. Schakale sind Raubtiere, die es auf kleinere Tiere
abgesehen haben.
„Für den Menschen aber sind sie ungefährlich“, sagt Jagdaufseher
Gerald Luef, der den ersten Schakal Niederösterreichs identifiziert hat.
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punkto.ro vom
21.01.2012
Es
ist mal wieder soweit: In Rumänien hat Unternehmer Ion Tiriac zur
jährlichen Wildschweinjagd geladen, die wie immer in Balc steigt −
dem im norwestlichen Landeskreis Oradea gelegenen Jagdrevier des
Multimillionärs. Mehr als Hundert Treiber und Dutzende Waidmänner sind
nach Angaben der Presse für die diesjährige, achte, Treibjagd angeheuert
worden, die am Freitag losging und heute ihren krönenden Abschluss finden
soll. Für das jährliche Wildschweingemetztel lässt der begeisterte
Jäger Tiriac jährlich extra um die 700 Wildschweine vor Ort züchten.
Zu dem geladenen Lodel-Adel gehören diesmal Prinz Dimitri Sturdza, der
Bürgermeister der Stadt Monte Carlo − George Marsan, sodann Erich
Hampel − CEO der Unicredit Bank Austria, Ex-Magna-Chef und
derzeitiger Aufsichtsratschef des GAZ-Eigners Russian Machines −
Siegfried Wolf, Cartier-Juwelier Alfred Baumhauer, Wolfgang Porsche
− Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG, Klaus Mangold −
ehemaliger Chef der DaimlerChrysler Services, Österreichs
Fruchtsaftkönig Franz Rauch, der österreichische Industriemanager und
Politiker Rudolf Streicher sowie weitere Vertreter der politischen und
Wirtschaftsprominenz aus In- und Ausland, berichteten die rumänischen
Medien.
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orf.at vom
17.01.2012
Freilaufender Wolf im
Lungau geortet
Im Lungau wurde
ein seltener Zuwanderer aus dem Süden geortet. Ein drei Jahre alter Wolf
ist aus Slowenien über Kärnten und die Steiermark bis in den Raum
Thomatal gewandert.
Seine Reiseroute und sogar seine Fressgewohnheiten sind bekannt, obwohl im
Lungau noch nicht einmal seine Fährte gesichtet wurde. Der Wolf namens
Slavko ist vorerst nur über Funksignale zu orten - slowenische
Wildbiologen hatten ihm zu Forschungszwecken einen GSM-Sender verpasst.
Die Jägerschaft im Lungau bekommt deshalb mit 24 Stunden Verzögerung die
Standortdaten von Wolf Slavko übermittelt. Zudem kennt man auch seine
Fressgewohnheiten: „Man kann dann auf der Route schauen: Findet man
einen Riss? Was bekannt ist, soll er einen Fuchs und ein Reh erbeutet
haben“, sagt der Lunger Bezirksjägermeister Stefan Palffy, „Jetzt
Bauern zu alarmieren, ist sicher nicht notwendig, weil das Vieh im Stall
ist und da der Wolf keine Gefährdung ist. Für Wildfütterungen soll die
Jägerschaft schon informiert werden, dass ein Wolf unterwegs ist.“
Von
Karawanken durch Kärnten gewandert
Slowenische Wildbiologen hängten dem Karawankenwolf im vergangenen
Juli den Sender um. Über Mobilfunkstationen lassen sich so die Stationen
seiner Wanderschaft bis nach Thomatal nachzeichnen.
„Es ist ein dreijähriger Rüde. Das ist typisch für einen Wolf mit dem
Alter, dass er das Rudel verlässt und Anschluss zu einer anderen
Wolfspopulation sucht“, schildert Josef Erber von der Salzburger Jägerschaft,
„Er ist am 28. Dezember nach Kärnten eingewandert ist innerhalb einer
Woche von Süden nach Norden durch Kärnten gewandert, war letzte Woche im
Bezirk Murau und ist diese Woche im Lungau geortet worden.“
Wolf soll
bei Wanderung nicht gestört werden
Welche Richtung Slavko am Dienstag einschlug, wird erst am Mittwoch
bekanntgegeebn. Die 24-Stunden-Verzögerung ist beabsichtigt, „dass der
Wolf nicht gestört wird. Es ist wichtig, dass er in seiner Wanderung
nicht behindert wird“, sagt Erber.
Ein Wolf als Gast ist der Jägerschaft willkommen. Ein ganzes Rudel würde
hingegen Probleme schaffen, heißt es.
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heute.at vom
16.01.2012
Ein
Waidmann wurde in Waidhofen an der Thaya zum Gejagten
Eigentlich
wollte Walter W. (64) bei der Streifjagd in Groß-Siegharts
(Waidhofen/Thaya) mit 22 Kollegen einige Hasen schießen. Einen
Volltreffer landete der Pensionist schließlich tatsächlich: Er traf
Kollegen Christoph L. (27) aus 33 Metern in beide Beinen. Der
Elektrotechniker wurde durch sieben Schrotkörner schwer verletzt.
Auf Flughäfen wird Jäger Christoph L. künftig wohl ein Problem haben,
wenn regelmäßig der Metalldetektor Alarm schlägt, : "Ich habe
alles abgegeben, außer den Schrot in meinen Beinen", könnte dann
seine Erklärung lauten.
Die Vorgeschichte: Eine 23-köpfige Jagdgesellschaft war in Groß-Siegharts
ausgezogen, um Niederwild zu erlegen. Ein Helfer scheuchte einen Hasen auf
und gab Waidmann Walter W. ein Zeichen. Der routinierte Jäger fackelte
nicht lange und gab einen Schuss mit seiner doppelläufigen Schrotflinte
ab. Dem lauten Knall folgte ein noch lauterer Schmerzensschrei. Christoph
L. sackte von sieben Schrotkugeln getroffen zusammen. Nach der
Erstversorgung wurde L. ins Spital gebracht, Unglücksschütze W.
angezeigt. "Ein dummer Unfall – es war jagdrechtlich alles in
Ordnung", so ein Polizeiermittler. Die Schrotkugeln wurden indes
nicht operativ entfernt, sie bleiben als unliebsame Erinnerungsstücke auf
Dauer im Körper von Christoph L.
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kurier.at vom
11.01.2012
Prozess:
Tod des Bären "Roznik" war keine Wilderei
Mit
Freispruch im Zweifel endete am Mittwoch in Klagenfurt der Prozess um den
Tod des Braunbären "Roznik": Ein 48-jähriger Jäger und
Fleischer aus Bad Eisenkappel, Kärnten, hatte stets bestritten, den
geschützten Braunbären im Mai 2009 durch Herzschuss getötet,
enthauptet, die Pranken abgeschnitten und das Fell abgezogen zu haben. Der
Kadaver war erst nach Tagen im slowenischen Logartal gefunden worden.
Dem Freispruch voraus gingen zweieinhalb Jahre Untersuchungen mit mehr als
20 Zeugen und mindestens 7000 Euro für Gutachten. Auf den Fleischer war
man erst nach Auslobung einer Prämie von 10.000 Euro für die Ergreifung
des "Bärentöters" durch Hinweise aus der eigenen nach
einer Erbschaft zerstrittenen Familie gestoßen. 15 Kriminalbeamte
fanden auf seinem Gehöft samt Fahrzeugen jedoch keine Spur, die auf einen
Bären hindeuten könnte.
"Es ist nicht nachvollziehbar, dass ein Einzelner ein 100 Kilo
schweres Tier erlegt, aufgebracht und transportiert haben soll, ohne eine
einzige Spur zu hinterlassen", begründete die Richterin den
Freispruch. Der Staatsanwalt kann noch berufen.
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kurier.at vom
11.01.2012
Wolf
tappte am Schneeberg in Fotofalle
Puchberg ist die
neue Heimat des seltenen Räubers, der aus Italien zugewandert ist. Die Jäger
beobachten das Treiben.
Vor Jahren waren es die Bären, deren Wiederansiedelungsversuch für
Diskussionsstoff gesorgt hat und letztendlich gescheitert ist. Nun
gibt es ein anderes Raubtier als würdigen Nachfolger. Der Wolf ist nach
Jahrzehnten der Absenz zurück in Ostösterreich. Vor wenigen Tagen ist es
in Puchberg am Schneeberg erstmals gelungen, ein Beweisfoto des scheuen
Tieres zu knipsen.
Es ist ein Schnappschuss mit Seltenheitswert, gemacht von einer
Fotofalle bei einer Wildfutterstelle. Nachdem sich seit dem Frühjahr 2010
die Schafsrisse am Fuße des Schneeberges gehäuft hatten, wurden
Landwirte und die Jägerschaft misstrauisch. Mehrere DNA-Tests bestätigten
schließlich das, was bereits vermutet worden war. Die Risse gehen auf das
Konto eines männlichen Wolfes, der von einer italienischen Population
zugewandert ist, erklärt Wolfsanwalt Georg Rauer. Durch die unzähligen
Schafzüchter findet das Tier in Puchberg einen reich gedeckten
Gabentisch. Mehr als zehn Mal hat er bereits zugeschlagen und Dutzende
Schafe gerissen. Die Jägerschaft beobachtet das Treiben mit Argusaugen.
Uns ist wichtig, dass keine Panikmache stattfindet. Die Schäden der
Landwirte werden vom Landesjagdverband ohnedies abgegolten, erklärt
Hegeringleiter Herbert Roisky, der für den KURIER die
Hegeringleiter-Stellvertreter und Aufsichtsjäger Franz Arnold, Johann
Hausmann und Franz Michäler an einen Tisch gebracht hat.
Noch gibt es keinerlei Erfahrung, wie sich das Treiben des Räubers auf
den Wildbestand auswirkt.
Es könnte bei hoher Schneelage problematisch werden, wenn das Wild zu den
Fütterungen kommt und dann der Wolf dort nach Beute sucht, so die Weidmänner.
Deshalb werden neuralgische Punkte mit Fotofallen kontrolliert: Es ist für
uns Jäger sehr wichtig, die Sachlage nach Fakten und nicht nach
Vermutungen zu beurteilen.
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