Unsere Katze wurde erschossen

Guten Tag.
Ich bin froh im Internet auf ihre Seite gestoßen zu sein.
Wir wohnen am Friedrichshof in der Nähe von Zurndorf im Burgenland.
Vor einem Jahr - im Mai 2007 ist unsere erste Katze verschwunden. wir waren sehr traurig, dachten aber noch - vielleicht ist sie einem Auto zum Opfer gefallen. wir haben sie nie gefunden. Kurz darauf entdeckten wir auf dem Weg nach Hause 2 ausgesetzte Babykatzen und nahmen sie kurzentschlossen mit.
Am 15.August dieses Jahres dann wurde unser Paulinchen (1/1/2J) erschossen. Zum Glück fanden wir die Leiche. Die Entfernung zum Haus liegt bei ca.150m. Wir wohnen direkt neben Mais und Sonnenblumenfeldern, in denen sich Pauline gerne aufhielt.
Beim Fund waren wir so schockiert, daß wir nicht richtig reagierten. Wir hätten sofort die Polizei rufen müssen, stattdessen brachten wir sie nach Hause und begruben sie im Garten.
Jetzt wurde uns klar, warum hier ständig Katzen verschwinden. Warum unsere erste damals verschwand.
2 Tage nach dem Unglück sah eine Freundin an der besagten Stelle einen jungen blonden Jäger. Er muß es getan haben.
Vorgestern plötzlich tauchten die 2 zuständigen Jäger (Hans W. und "der junge Blonde") gemeinsam hier im Landgasthof auf und tranken Wein.
Ich saß gegenüber mit den Leichenfotos von Pauline und traute mich nicht, ihn anzusprechen.

Wir hören täglich Schüsse und haben Angst um Paulines Bruder, den ich nur noch in der Nacht rauslassen mag. Denn ich denke bei Nacht ist er weniger in Gefahr?!
Ich fühle mich ohnmächtig den Jägern gegenüber und bin so wütend über ihre gesetzlich erlaubte Mordindustrie.

Wie sollen wir uns verhalten? Was sollen wir tun? Gibt es überhaupt eine Handlungsmöglichkeit?
Soll ich Anzeige erstatten? Ich dachte mir das bringt ja doch nichts.
Danke für eine Antwort
mfg, Sabine W.


Antwort von Christian Nittmann:


Liebe Frau W.!
 
Danke, dass Sie uns informiert haben. Wir bekommen immer wieder ähnliche Situationen geschildert wie die Ihre.
Den Jägern ist einfach nicht bewußt oder wollen es nicht wahrhaben, dass sie mit ihrer Schieß- und Tötungswut tiefes Tier- und Menschenleid verursachen und oft Familienmitglieder, denn meistens sind Haustiere zu solchen geworden, aus den Familien rausschießen.
Daher ist es wichtig, daß man sich von Jägern nicht alles gefallen läßt. Denn vieles ist nicht erlaubt, was sie machen. Umso besser man bescheid weiß, umso kleinlauter werden viele Jäger.
 
Nun, was kann man tun? Fotos machen, dokumentieren und unbedingt anzeigen.
Das das Erfolg haben kann, zeigte sich bereits 2007 in Ihrem Nachbarort Nickelsdorf, wo es offensichtlich Parallelen gibt.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei und hoffe, dass ich Ihnen wenigstens etwas helfen konnte.
 
Mit Antijagdgrüßen
Christian Nittmann
Initiative zur Abschaffung der Jagd


Sabine W. schrieb erneut:


Vielen Dank.
Ja der Fall ist mir bekannt. der Artikel erschien nach Verschwinden unserer ersten Katze letztes Jahr und ich hatte schon einen Verdacht. Mittlerweile haben wir durch viele Gespräche herausgefunden, daß insgesamt 10 Katzen hier vermisst werden. 2 sind ebenfalls mit abgeschnittenem Schwanz, wie wir unsere gefunden haben, entdeckt worden. Ganz in der Nähe haben wir Rehköpfe und Hirschkadaver gefunden. Einfach in die Büsche geschmissen. Aus den Häusern direkt dort über die Straße sind die meisten Katzen weg. Deshalb gehen wir davon aus, daß absichtlich dort eine sog."Ludergrube" errichtet wurde um ebendsolche Tiere anzulocken und zu erschießen.
Meinem Kater habe ich jetzt ein oranges Halsband gekauft in der Hoffnung, daß es den Mörder zurückhält abzudrücken.
Ich denke die Person - wir wissen ja schon ziemlich genau wer - ist zu überführen mit den sämtlichen Schwänzen der Katzen.
Ich hab gehört sie hängen die sich zu Hause als Trophäen auf?! Oder sie kassieren die Prämie (1,38€) und schmeißen sie dann weg? Ich weiß es nicht aber wir fotografieren, recherchieren und dokumentieren weiter.

"Den Jägern ist einfach nicht bewußt oder wollen es nicht wahrhaben, dass sie mit ihrer Schieß- und Tötungswut tiefes Tier- und Menschenleid verursachen und oft Familienmitglieder, denn meistens sind Haustiere zu solchen geworden, aus den Familien rausschießen."

Ich glaube es ist ihnen bewußt, aber sie verstehen die Gefühle nicht! Deswegen muß ich gestehen, daß meine Rachepläne kurz nach der Tat auf ihren Hund abzielten, um bei ihnen ein ähnliches Gefühl des Schmerzes und Verlust zu verursachen. Weil aber dadurch schon wieder ein armes Tier unschuldig sterben muß, gab ich diese Idee auf.
Aber ein Denkzettel wär schon nicht schlecht.

Danke daß sie sich Zeit genommen haben. Ich freu mich sehr daß es ihre Initiative gibt! Sollten sie noch Informationen zu dieser Verstümmelungs-Geschichte haben, lassen Sie es mich bitte wissen.
MFG Sabine W.

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