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Von Jägern erschossene oder verletzte Haustiere

b HauskatzeinFalleBILD10-03-03.jpg (150647 Byte) Neues Buch: "Fangschuss - Die Sache Hund"
Im Jahr 2006 stand die Autorin vor dem  Unfassbaren: Zwei Jäger erschossen ihre Hunde.

Über die Zahl der offiziell jagdbaren Tiere werden genaue Statistiken geführt. Wie viel Haustiere jährlich vorsätzlich oder "aus Versehen" bei der Jagd umkommen ist unbekannt. Die Schätzungen gehen von jährlich 40.000 Katzen und 3.000 bis 4.000 Hunden aus, die jedes Jahr in Österreich von Jägern erschossen werden. 

Die Aufstellung wurde lediglich aufgrund der uns vorliegenden Presseberichte erstellt - sie erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. 

Zur Wilderei neigende Hunde gehören unbedingt angeleint. Wir verurteilen jedenfalls das Töten von wildernden Hunden. Stattdessen ist der Hundehalter empfindlich zu bestrafen.

Datum

tot

ver-
letzt

Vorgang

Quelle

26.01.2010

2

 

Vorarlberg: Zwei Dackel verendeten bei einer Fuchsjagd im Fußacher Ried. Sie fielen in einen Abwasser-Graben und konnten sich nicht mehr befreien. "Neue Vorarlberger Tageszeitung", 26.01.2010
28.11.2009

1

Niederösterreich: In Winzendorf (Bezirk Wiener Neustadt) stellte der Täter verbotene Fangeisen direkt neben Wanderwegen auf. Darin geriet ein Hund. Ein beherzter Spaziergänger rettete den gefangenen Hund im letzten Augenblick. krone.at, 28.11.2009
13.10.2009

1

Burgenland: In Steinberg hat ein Jäger zunächst auf eine Katze geschossen und danach den Tierbesitzer mit der Waffe bedroht und verletzt. Dann flüchtete der Mann in den Wald. ORF, 13.10.2009
29.09.2009

10

10

Niederösterreich: in Obergänserndorf versteckte ein irrer Tierfeind im ganzen Ort in den vergangenen Monaten Schlagfallen (ursprünglich gegen Marder). Bilanz: 20 Katzen sind spurlos verschwunden, viele erlitten schwerste Verletzungen. "Kronen Zeitung", 29.09.2009
31.07.2009

1

  Niederösterreich: Ein einjähriger Kater wurde in der Nähe des Hauses seines Besitzers von einem Jäger erschossen. "NÖN", 17.08.2009
20.04.2009

1

 

Steiermark: Ein Hund wurde von Jäger erst angeschossen und Minuten später erst erschossen. "Kleine Zeitung", 23.04.2009
01.04.2009

1

Niederösterreich: Nicht einmal einen halben Meter vom Straßenrand entfernt und in der Nähe eines Kindergartens war ein Kater in eine Schlagfalle getappt. Das Tier wurde schwer verletzt. "NÖN", 01.04.2009
03.2009

1

 

Niederösterreich: Mehr als sechs Stunden dauerte der Todeskampf eines elfeinhalbjährigen Hundes im März in St. Martin, Bezirk Gmünd. Jetzt hat ein Gutachten ergeben, dass das Tier an einer Vergiftung mit Carbofuran gestorben ist. Jenem Nervengift, mit dem im Osten Niederösterreichs auch schon mehrmals Seeadler und andere Tiere getötet wurden. "Kurier", 05.05.2009
17.03.2009

1

Oberösterreich: Ein Rottweiler Mischling wurde an der Vorderpfote schwer verletzt. Der 70-jähriger Jäger, der die Falle aufstellte, hatte keine Berechtigung zum Fallenstellen. rundschau.co.at, 21.03.2009
11.03.2009

1

Salzburg: Auf einen freilaufenden Hund hat ein unbekannter Täter im Salzkammergut geschossen. Das Tier wurde in Aigen-Voglhub (Flachgau) im Grenzgebiet von Salzburg und Oberösterreich von mehreren Schüssen getroffen.  ORF, 13.03.2009
17.02.2009

1

 

Burgenland: . Mit einem streng verbotenen Fangeisen begaben sich Unbekannte auf Katzenjagd. Ein roter Kater geriet in die Falle und wurde schwerst verletzt. Seine Besitzer mussten das Tier einschläfern lassen. "Kronen Zeitung", 17.02.2009
09.02.2009

1

1

Oberösterreich: Beim Gassigehen geriet der Vierbeiner "Maxl" in der Nähe eines Güterweges bei Liebenau in eine Fuchsfalle. Mit Müh und Not konnte der verletzte Labrador-Mischling befreit werden. 
Auch ein anderer Vierbeiner sei in der Gegend in eine solche Falle getappt - er starb
"Kronen Zeitung", 09.02.2009
30.01.2009

1

Oberösterreich: Empörung in der Innviertler Gemeinde St. Willibald: Ein Tierquäler hat eine verbotene Tellerfalle aufgestellt - und der zehnjährige Kater "Felix" ist hineingeraten. Allerdings zum Glück nur mit den Spitzen der Vorderpfoten, sodass er überlebte - und sich sogar, im Eisen hängend, nach Hause schleppen konnte. Sein Frauerl hat Anzeige erstattet "Kronen Zeitung", 31.01.2009

August 2008
Ein pensionierter Arzt und sein Sohn haben im August 2008 auf einen frei laufenden Hund geschossen. Das Tier starb an den Schussverletzungen.

November 2007
Am 16. November hat in Zwentendorf, NÖ, eine 11 köpfige Jagdgesellschaft unmittelbar in der Nähe von Wohnhäusern geschossen. Aus Angst vor dem Lärm floh eine junge Hauskatze aus dem Garten und wurde von einem Jagdhund vor dem Augen eines 7 jährigen Mädchens, der Freundin der Katze, zerfleischt. Die Jäger schauten ruhig zu, ohne einzugreifen.

August 2007
In Karlstetten wurde der neunmonatige Boxer Bingo von einem Jäger erschossen, als er mit dem Nachbarshund Niki innerhalb eines Gatters Dam- und Muffelwild hetzte. 

August 2007
Am 13. August wurden 2 Jäger in Nickelsdorf im Burgenland verhaftet, nachdem sie seit dem Frühjahr 2006 insgesamt 66 Katzen erschossen hatten. Einer der beiden, ein 49-jähriger Jäger aus Nickelsdorf, hatte 20 Katzen mit der Falle in seinem Garten gefangen, anschließend in sein Revier gebracht und dort mit einem Gewehr erschossen. Außerdem schoss der Mann während einer Fahrt durch das Ortsgebiet aus dem Auto mit einem Schrotgewehr auf eine Katze. Der andere hatte an 4 verschiedenen Orten in Nickelsdorf 45 Katzen gefangen und an Ort und Stelle mit seinem Gewehr erschossen. Die Jäger sagten der Polizei, sie hätten das getan, weil es eine Katzenplage im Ort gäbe. Gegen die beiden wurde Anzeige wegen Tierquälerei und Verstoßes gegen das burgenländische Jagdgesetz erstattet.

Juli 2007
Am 12. Juli schoss ein Jäger bei Hollabrunn in NÖ auf einen frei laufenden Hund. Das schwer verletzte Tier wurde dann vor den Augen seiner Angehörigen, eines Kindes und dessen Vater, aus nächster Nähe durch 2 Schüsse getötet. Das geschockte Kind berichtete, dass der Jäger die Tat genossen habe. Es hätte den Hund mit der Flasche großgezogen.

April 2007
Am 26. April schoss ein Wiener Jäger bei Oberpullendorf irrtümlich auf eine Jagdhündin, weil er meinte, es wäre ein Reh. 

März 2007
Am 2. März saß die Katze Nina der Familie Enzensberger in St. Margarethen bei Knittelfeld plötzlich mit glasigem Blick vor der Haustür. Sie gab keinen Ton von sich, eine Vorderpfote war stark geschwollen und deformiert. Zuerst dachte die fünfköpfige Familie, das Tier sei von einem Auto angefahren worden. Eine Röntgenuntersuchung beim Tierarzt brachte jedoch die Wahrheit ans Licht: das Tier war von einem Jäger angeschossen worden. Die Verletzungen rührten von einem Schrotgewehr her, das Vorderbein war doppelt gebrochen, zwei Kugeln steckten gleich neben dem Herz. Es blieb nichts anderes übrig: Das schon 16 Jahre alte, aber bis zu diesem Zeitpunkt gesunde Tier musste eingeschläfert werden.

Februar 2007
Anfang Februar fand eine Familie ihren 6-jährigen Hund erschossen auf dem Zufahrtsweg zu ihrem Haus in Feldkirch in Vorarlberg. Der lokale Jäger hatte den Hund vom Auto aus erschossen. Zu seiner Rechtfertigung gab er an, er hätte dem Hund den Gnadenschuss gegeben, weil er vom Auto angefahren worden sei. Alle wissenschaftlichen Gutachter fanden aber keinerlei Hinweis auf einen Autounfall.

Januar 2007
In Breitenfeld bei Feldbach, Oststeiermark, verschwinden seit Monaten Katzen. Am 9. Jänner wurde eine Katze mit Schrotschussverletzungen und Hundebissspuren gefunden. Die Polizei vermutet, dass es sich um einen Jäger handelt, der Katzen anschiesst und sie von seinem Jagdhund als Beute bringen lässt.

Dezember 2006
Ein passionierter Jäger und Hundezüchter aus Zillingdorf im Süden von NÖ wurde am 30. November von einem Passanten dabei beobachtet, wie er seinen Jagdhund, der einen angeschossenen Fasan zerfledert gebracht hatte, stundenlang mit einem Elektrohalsband gequält hat. Das sei gängige Praxis bei diesem Jäger und der Hund habe sich danach nur mehr kriechend fortbewegt. Der Jäger wurde angezeigt.

Oktober 2006Der auf einem nahen Bauernhof lebende 13 jährige Hund Prinz war am 2. Oktober selbständig auf die 2366m hoch gelegene Meilerhütte im Wettersteingebirge in Tirol gestiegen. Die Hüttenwirtin, der der Hund bekannt war, gab das Tier Wanderern an der Leine mit, um ihn im Tal beim Bauernhof abzugeben. Am Weg ins Tal entriss der Revierjäger den Wanderern den Hund, band ihn an einen Baum und erschoss ihn. Er sei ein bekannter Wildererhund, gab der Jäger auf Befragen an.

August 2006
Am 19. August tötete ein Jäger auf einer Alm in Grosskirchheim, Kärnten, 5 Ziegen, weil diese Besitzstörung begangen hätten und sich nicht einfangen liessen.

August 2006
Am 21. August hetzte ein Jäger im Bezirk Rohrbach, OÖ, seinen Jagdhund auf eine Katze und nötigte den Hund die Katze vor den Augen von 4 kleinen Kindern zu zerreissen. Derselbe Jäger hatte bereits im Vorjahr einen Haushund erschossen.

Juni 2006
NÖ-Hausmening: Selbstjustiz übte ein Mann, der auch als Jäger tätig ist, an einer Katze. Er fühlte sich zum wiederholten Male von dem Tier belästigt, das sich in seinem Garten aufhielt. "Er hat es daher kurzerhand in sein Auto verfrachtet und zu einer Wiese gebracht", berichtet ein Polizeibeamter. Dort ließ der Mann das Tier laufen und erschoss es kurzerhand. Der Jäger hat von Seiten der Behörden mit keinen Sanktionen zu rechnen. Auch die Betreuerin der Katze setzte keine rechtlichen Schritte.

Mai 2006
Am 13. Mai hat wieder einmal ein Jäger auf Haustiere geschossen, diesmal in Steibrunn im Burgenland. 1 Hund starb, 1 Hund und 1 Katze wurden schwer verletzt. 

Dezember 2005
Am 25. Dezember schoss ein 46-jährige Jäger in der Salzach-Au bei Untereching dreimal auf einen freilaufenden ausgebildeten Lawinenhund. Der durch 27 Schrotkugeln schwer verletzte Hund konnte sich noch nach Hause schleppen und befindet sich nach wie vor in Lebensgefahr.

Dezember 2005
Jagdprozess: Jäger lügt. Ein Jäger hatte in Siegenfeld im Wienerwald 2 Hunde erschossen und behauptet, sie hätten ihn vorher angegriffen und sein Gewehr beschädigt. Er verlangte 1500 Euro Schadenersatz. Das Gerichtsgutachten beim Prozess ergab aber am 3. Dezember, dass mit Sicherheit kein Hund das Gewehr angerührt hatte.

Dezember 2005
Katze in Jagdfalle. In Rohrendorf bei Krems ging die Hauskatze „Stupsi“ in eine vom Jäger aufgestellte Marderfalle. Zum Anlocken der Raubtiere dienten lebende Dohlen, die in einem Käfig eingesperrt waren. Der Jäger erschlug die in der Falle gefangene Katze. TierschützerInnen erstatteten Anzeige.

November 2005
Jäger erschoss Jagdhund eines anderen Jägers. Am 17. November erschoss ein 70 jähriger Jagdpächter vom Hochstand aus den Jagdhund des Jagdobmanns des Bezirkes Melk in NÖ. Der als freundlich bekannte Hund war mit 4 Kindern spazieren und hatte sich zur Zeit des Todesschusses in Rufweite der Kinder befunden.

Juni 2005
Am 18. Juni band ein Jäger in  Poggersdorf, Kärnten, seinen Hund an der Anhängerkupplung seines Geländewagens fest und fuhr dann los, sodass der Hund nachgeschleift wurde. Erst eine Anrainerin konnte diese Wahnsinnsfahrt stoppen. Der zweijährige Rüde erlitt schwere Verletzungen an den Pfoten. Der 68-jährige Jäger wurde wegen Tierquälerei angezeigt.

Juni 2005
Am 17. Juni ließ eine 18-jährige Frau ihren Hund kurz von der Leine um sein Geschäft zu verrichten. Dabei wurde er von einem Jäger in den Unterleib geschossen und verstarb.

Juni 2005
Von einem Unbekannten ist der Hund einer Spaziergängerin in Ried im Tiroler Zillertal erschossen worden. 

Mai 2005
Am 2. Mai wurde am Ufer der Oichten in Nussdorf am Haunsberg eine von JägerInnen in einer Falle gefangene Katze bereits tot am Baum hängend entdeckt.

April 2005
Unbekannte TäterInnen haben am Abend des 28. April im Bezirk Waidhofen an der Ybbs ein 12-jähriges Pferd auf offener Weide durch einen gezielten Schuss in die Stirn erschossen. Von den Tätern fehlt jede Spur.

März 2005
Anfang März erschoss ein Jäger im Wienerwald bei Siegenfeld völlig grundlos zwei Hunde. Als er zwei Schüsse mit dem Schrotgewehr abgegeben hatte, griffen ihn die verletzten Tiere an und beschädigten sein Gewehr. Unglücklicherweise gelang es dem infamen Hundekiller dann doch noch, die beiden Tiere umzubringen. Zudem klagte er - in völliger Verkennung der Realität - den Hundeverantwortlichen wegen Sachbeschädigung seines Gewehrs auf mehrere tausend Euro.

Januar 2005
Ein Jäger aus Stubenberg in der Steiermark ist von der Gendarmerie als mutmaßlicher Giftleger ausgeforscht worden. Nachdem Ende 2004 ein Hund tot aufgefunden worden war, leitete die Exekutive Ermittlungen ein. Bei dem Jäger wurden schließlich mit Carbofuran – einem hochtoxischem Pestizid – „eingesalzene“ Fischköpfe und präparierte Eier sichergestellt. Der Jäger gab an, dass er damit Marder bekämpfen wollte. Er wurde angezeigt.

November 2004
Wie erst jetzt bekannt wurde, kam es in Lainach im Gemeindegebiet von Rangersdorf, Bezirk Spittal/Drau, Kärnten, bereits in der zweiten Novemberwoche zu einem grausigen Fall von Tierquälerei. Ein Jäger hatte in einer Wiese eine per Gesetz verbotene sogenannte Schlagfalle aufgestellt. In das Gerät verirrte sich jedoch nicht – wie vermutlich vom Fallensteller beabsichtigt – ein Fuchs, sondern eine neugierige Hauskatze. Das Tier dürfte mehr als drei Tage in der Schlagfalle gefangen gewesen sein, ehe es entdeckt und schwer verletzt gerettet werden konnte. Der Katze musste in einer Notoperation der Schwanz amputiert werden. Allerdings wäre auch ein Fuchs in einer äußert qualvollen Prozedur in der Falle umgekommen.

Februar 2004
Mit einem gezielten Schuss in den Kopf wurde Schäferhündin Nina am 26. Februar getötet. Von Jäger Christoph M. aus Wohmbrechts bei Lindau in Vorarlberg. Der Waidmann hatte die Hundedame nicht etwa beim Wildern erwischt: Nina machte nichts weiter als ihr Geschäft. Nur wenige Schritte vom Garten ihrer BetreuerInnen entfernt, als sie tödlich getroffen zusammenbrach.

 

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