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 Jagd in der Presse 2017 

heute.at vom 16.05.2017

Aus für Halali: Gatterjagd wird ab 2029 verboten

Jetzt macht auch NÖ Schluss mit der kritisierten Gatterjagd. Landesrat Stephan Pernkopf (VP) hat sich zu einem Verbot ab 2029 durchgerungen.

Die Betreiber und Besitzer der 71 Jagdgatter im Bundesland haben jetzt zwölf Jahre Zeit, um sich auf die neue Situation einzustellen. Es geht dabei hauptsächlich um die Planungssicherheit und Wahrung des Eigentums. In NÖ umfassen die eingezäunten Jagdgebiete eine Fläche von 23.000 Hektar, das ist 20 Mal die Fläche des Nationalparks Thayatal. Seit zwei Jahren sind neue Gatterjagden in NÖ verboten.

Der Entschluss zum Verbot stützt sich auf die Studie eines anerkannten Wildbiologen. Die Hauptgründe: Jagd in einem eingezäunten Gelände ist nicht waidgerecht, nicht sinnvoll und schadet der biologischen Vielfalt, denn Isolation ist schädlich.

Landesrat Pernkopf in seiner Begründung: "Ich setzte mich im vollen Umfang für eine waidgerechte Jagd ein und die kann nur in freier Wildbahn stattfinden."

Martin Balluch vom Verein gegen Tierfabriken (VgT) kämpft seit Jahren für ein Verbot und sagt in einer ersten Reaktion zu Heute: Die zwölf Jahre Übergangszeit sind zu lange, im Burgenland sind es nur sieben. Trotzdem bin ich froh, dass man endlich zur Vernunft gekommen ist."

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kurier.at vom 04.05.2017

Jäger fordert 100.000 Euro von Tieraktivist Balluch

Nach der einstimmigen Wahl zum Salzburger Landesjägermeister am Wochenende musste sich Gutsbesitzer Maximilian Mayr-Melnhof am Donnerstag wieder unangenehmeren Dingen widmen: Am Salzburger Landesgericht ist der Schlagabtausch mit seinem Intimfeind, Tierschutzaktivist Martin Balluch vom Verein gegen Tierfabriken (VgT), in die nächste Runde gegangen.

Im Fokus dieses Mal: 100 Hasspostings, in denen Nutzer auf der angeblichen Facebook-Fanseite von Martin Balluch über Mayr-Melnhof sowie dessen Frau und Kinder herziehen. "Meine Familie wurde in die Öffentlichkeit gezerrt", sagte Mayr-Melnhof, der wegen übler Nachrede und Beleidigung 100.000 Euro Schadenersatz von Balluch fordert.

Balluch behauptete, die betreffende Seite würde nicht von ihm betrieben. Es handle sich um fünf Autoren, die Beiträge online stellen. "Ich selbst habe keine Möglichkeit, diese Inhalte zu löschen. Ich habe auch kein eigenes persönliches Facebook-Profil", sagte Balluch.

Eineinhalb Stunden verbrachte Richter Peter Egger am Beginn der Verhandlung mit dem Versuch, die beiden Streitparteien doch noch zu einer Schlichtung zu überreden. "Meiner Meinung nach wäre es in diesem Verfahren das Beste, sich trotzdem die Hand zu geben", sagte Egger.

Doch die Versuche sind vorerst wirkungslos geblieben. Die Verhandlung wurde am Donnerstag neuerlich vertagt.

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heute.at vom 02.05.2017

Klopapier-Gate sorgt für Aufregung im Landhaus

Sämtliches Toilettenpapier im Regierungsgebäude soll ausgetauscht worden sein, die Rollen zeigen ein Gackerl-Symbol mit der Aufschrift "Gatterjagd".

Nur in Niederösterreich gibt es noch Jagdgatter. 74 waren es bei der letzten Zählung. Offenbar um dagegen zu protestieren, verteilten am Dienstag Tierschützer eigens gedruckte Klorollen mit Toilettenpapier in den Regierungsgebäuden des nö Landtags.

Die Papiere zeigen ein Exkrement mit der Aufschrift „Gatterjagd“ und einem darin steckenden Schild „Is fürn Oasch“. Auf sämtlichen Toiletten für Männer und Frauen sollen diese neuen Rollen installiert worden sein.

Hintergrund ist der Umstand, dass mit dem 1. Mai 2017 nun das neue Jagdgesetz im Burgenland mit einem Gatterjagdverbot, für das eine Übergangsfrist bis 2023 gilt, in Kraft getreten ist. Tierschützer fordern von Landesrat Stephan Pernkopf (VP), auch den Jagdgattern in NÖ ein Ablaufdatum zu geben. In Wien laufen bereits ebenfalls Übergangsfristen und in Salzburg steht ein Verbot vor der Tür. In sämtlichen anderen Bundesländern ist die Gatterjagd bereits abgeschafft.

VGT für Gatterjagdverbot

"Verein gegen Tierfabriken"-Obmann Martin Balluch: „Auch NÖ muss jetzt endlich die Zeichen der Zeit erkennen und ein Gatterjagdverbot erlassen. Es reicht nicht, wie im Herbst 2015 die Gatterjagd ein bisschen einzuschränken und Kontrollen anzukündigen. Eine perverse Tierquälerei, wie die Gatterjagd, muss verboten, nicht reguliert werden. Die große Mehrheit der Bevölkerung auch in NÖ hat kein Verständnis für diese Art der Abschießbelustigung. Wir fordern, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen."

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Kronenzeitung“ vom 27.4.2017

Jäger (81) stürzte von Hochstand: Tot

Getötet wurde ein 81-jähriger Jäger aus Münzkirchen (OÖ) bei einem Sturz von einem Hochstand in seinem Heimatort. Er war alleine hinaufgeklettert und wollte offenbar Äste als Sichtschutz drapieren, wobei er den Halt verlor und fünf Meter tief in den Graben stürzte. Die Leiche des Mannes wurde erst am nächsten Morgen gefunden.


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kurier.at vom 23.04.2017

Wie viele Wölfe verträgt das Land?

NÖ-Landesjägermeister Josef Pröll im Interview: "Wir lehnen alles ab, was aus weltfremden Ökofantasien angesiedelt wird".

Am Truppenübungsplatz Allentsteig wurden erstmals nach 100 Jahren wieder frei lebende Jungwölfe in Österreich fotografiert. Seither tobt die Debatte, wie viele Wölfe das Land verträgt. Der KURIER sprach darüber mit Josef Pröll. Der NÖ-Landesjägermeister hat bei einer Tagung zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Tier aufgerufen. Pröll nahm auch zu anderen Jagdthemen Stellung.

KURIER: Wie schätzen Sie das Image der Jagd ein?

Josef Pröll: Besser als sich das manche wünschen. Wir haben Umfragen, wonach über 70 Prozent der Bevölkerung der Jagd aufgeschlossen bis positiv gegenüber stehen.

Ist das die Sehnsucht der Menschen nach mehr Landlust?

Neben der Jagd gibt es Reminiszenzen zu mehr Ländlichkeit. Das sagen uns viele, die sich mit Tracht oder Urlaub am Land beschäftigen. Von dieser Stimmung profitiert auch die Jagd.

Es gibt 30.000 Jäger und 3300 Jagdgebiete in Niederösterreich. Was ist Ihr Kerngeschäft?

Da ist unsere Positionierung in der Mitte der Gesellschaft als wichtiger Faktor des Landes. Das zweite große Thema ist die Jagdausübung. Die ist untrennbar mit Eigentum verbunden. Unsere Rolle ist zu schauen, dass die Balance in den Wäldern und auf den Fluren passt.

Zuletzt ist die Jagd rund um den Wolf in die Schlagzeilen geraten. Ist das Thema hochgespielt?

Nein. Beim Wolf ist das ähnlich wie beim Fischotter und Biber. Beide sind bewusst von Ökoaktivisten ausgesetzt worden. Und jetzt stehen wir vor unglaublichen Schadenssituationen und es muss gehandelt werden.

Bei Fischotter und Biber wird die Jagd zum Abschuss gerufen.

Wir werden gerufen, weil man übersehen hat, dass die Balance erhalten bleibt.

Und beim Wolf?

Da muss ich deutlich sagen, der ist schon lange nicht mehr in Österreich gewesen. Wir spüren aber einen Druck, dass er kommt, wie am Truppenübungsplatz in Allentsteig. Deshalb haben wir eine Arbeitsgruppe zwischen Jagd und Landwirtschaft eingesetzt.

Was ist dort das Thema?

Das Auftauchen des Wolfes verändert vieles, von der Weidehaltung über die Landwirtschaft bis zum Tourismus und der Jagd. Wir werden nicht zuschauen, wie der Wolf von Kreisen forciert wird, die sich um die Schadens- und Bedrohungssituationen nichts scheren.

Heißt am Ende, der Wolf wird abgeschossen?

Das muss nicht gleich in Bejagung münden. Aber wir brauchen eine Zusammenarbeit aller Interessensgruppen bis hin zur Wissenschaft.

Mit dem Ziel?

Zu sagen, wie viele Wölfe ein Gebiet verträgt.

In Nachbarländern Österreichs ist das Tier wieder heimisch.

Wir sind nicht die Ukraine oder Russland mit endlosen Weiten, wir sind eine sehr dicht besiedelte Region.

Wolfspopulation ja, aber überschaubar?

Überschaubar, berechenbar und begleitet, um Schäden zu verhindern. Wir wollen rechtzeitig agieren können, wenn das aus dem Lot läuft.

Wo ziehen Sie die Grenze?

Was natürlich zuzieht, damit setzen wir uns sehr positiv auseinander. Wir lehnen aber alles ab, was aus weltfremden Ökofantasien angesiedelt wird.

Anderes Thema: Das Burgenland hat mittelfristig die Gatterjagd verboten. Soll Niederösterreich diesem Beispiel folgen?

Für mich als Landesjägermeister ist vorrangig interessant, wie gejagt wird und nicht wo. Also dass waidmännisch und im Rahmen der gesetzlichen Bedingungen die Jagd betrieben wird.

Sie wollen kein Verbot?

Ich appelliere an alle Beteiligten, die Diskussion sehr sorgfältig und redlich zu führen. Denn es geht hier um den Eigentumsschutz und die Wertschätzung von Jagdausübungsberechtigten, die im Rahmen der Gesetze jagen.

Tierschützer argumentieren völlig anders. Da heißt es, im Gatter wird Wild herangezüchtet, um es abzuschießen.

Klar ist, das sogenannte Befüllen von Gattern unmittelbar zu Jagdzwecken ist gesetzlich nicht erlaubt und für uns auch nicht akzeptabel.

Das heißt, so etwas gibt es in Niederösterreich nicht?

Die Gatter wurden vom Land auf Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben genau überprüft.

Stellen Sie sich der Debatte mit den Tierschützern?

Die sogenannten radikalen Tier-Rechtler werden wir niemals überzeugen können. Mit der Forderung nach Tier-Rechten haben diese Gruppen eine ganz andere Agenda. Hier geht es um einen sektiererischen Versuch, dem Rest der Welt die eigene Wahrheit aufzuoktroyieren. Damit will ich nichts zu tun haben.

Sie meinen mit dieser Kritik offenbar die VGT-Gruppe um Thomas Balluch.

Ich respektiere jeden Veganer und Vegetarier. Den selben Respekt erwarte ich mir als Jäger aber auch umgekehrt. Bei Menschen wie Herrn Balluch nehme ich einen Fanatismus und eine Radikalität wahr, die ich demokratiepolitisch für problematisch halte.

Es gibt immer mehr Wildkameras. Sind wir auf dem Weg zum überwachten Wald?

Nein. Wir haben die Jäger informiert, dass dort, wo Öffentlichkeit im Wald sein kann, es kein Recht auf Wildkameras gibt.

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orf.at vom 22.04.2017

Wölfe stehen verstärkt unter Beobachtung

Der Wolf breitet sich in Europa immer weiter aus, auch in Niederösterreich wurden bereits einige Tiere gesichtet. Beim Landesjägertag in Ziersdorf (Bezirk Hollabrunn) am Samstag wurde betont, den Zuzug verstärkt zu beobachten.

Am Truppenübungsplatz in Allentsteig (Bezirk Zwettl) gibt es nach Schätzungen der Jägerschaft derzeit etwa 20 Wölfe, in ganz Niederösterreich dürften es etwa 50 sein. Die Tiere kommen laut Wildbiologen großteils aus Tschechien und der Slowakei, sie sind strengstens geschützt und dürfen nicht geschossen werden.


Beim Landesjägertag in Ziersdorf wurde nun ein Managementplan diskutiert, wie man mit der Ausbreitung des Wolfes umgehen kann. „Wir wehren uns gegen das gezielte Aussetzen und Ansiedeln“, sagt Landesjägermeister Josef Pröll. „Man sieht, was mit dem Biber und dem Fischotter passiert ist, wo die Schäden jetzt enorm sind und wo jetzt andere eingreifen müssen. Das darf uns beim Wolf kein zweites Mal passieren. Alles, was natürlicher Zuzug ist, muss gemanagt und beobachtet werden, dafür werden wir uns einsetzen.“

Jäger, Landwirte und Tourismus suchen Lösungen

Es gehe nicht darum, das Tier wieder auszurotten, sondern in vernünftigen Bahnen zu behandeln. Neben der Jägerschaft setzt sich dafür auch die Landwirtschaft ein. Wenn sich der Wolf ungezügelt vermehren kann, könnte es nämlich nicht nur für das Wild, sondern auch für die Tiere in der Landwirtschaft gefährlich werden. „Die Alm- und Weidewirtschaft hat große Sorgen“, sagt Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes. „Es sind auch schon Schäden aufgetreten. Wir werden jedenfalls das Thema Wolf mit großer Vorsicht betrachten.“

Deshalb wurde bereits eine Arbeitsgruppe gegründet, in der Vertreter der Jägerschaft, der Landwirtschaft und des Tourismus gemeinsam das weitere Vorgehen besprechen und Lösungen suchen. Diese Ergebnisse sollen in einigen Monaten vorliegen.

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wildbeimwild.at vom 19.04.2017

Kanton Thurgau verbietet Baujagd endgültig

Als erster Kanton der Schweiz wird der Kanton Thurgau die Baujagd mit Hunden auf Füchse und Dachse verbieten.

Der Tierschutzverband wird eine entsprechende Initiative voraussichtlich zurückziehen. Die Baujagd mit Hunden auf Fuchs und Dachs ist umstritten: Tierschützer halten sie für grausam, Jäger hingegen finden sie berechtigt. Der Bundesrat hatte die Anforderungen für die Baujagd in der neuen Jagdverordnung 2012 verschärft, aber nicht verboten. Nun wird der Thurgau als erster Kanton die Baujagd verbieten, wie der Grosse Rat am Mittwoch den 19.4.2017 beschlossen hat.


Der Thurgauer Tierschutzverband hatte bereits seit 2010 ein Verbot der Baujagd gefordert (Wild beim Wild informierte). Um Druck auf die Politik auszuüben, lancierten die Tierschützer im vergangenen Herbst eine Volksinitiative für ein kantonales Baujagdverbot. Im März wurde das Volksbegehren eingereicht.

„Mit dem Verbot ist der Demokratie genüge getan. Ich werde dem Initiativ-Komitee deshalb vorschlagen, dass wir unsere Initiative zurückziehen“, sagte Reinhold Zepf, Präsident des Tierschutzverbands Thurgau, am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

In der Debatte gab es wenig Opposition gegen das geplante Verbot der Baujagd, obwohl eine Gruppe von Jägern die Kantonsräte mit Informationsmaterial eingedeckt hatte und am Morgen mit frischen Gipfeli für ein Verzicht auf das Verbot warb. Draussen auf der Strasse bliesen einige ins Jagdhorn. Die Jäger gingen ihrem Hobby verantwortungsvoll und mit hohen Ansprüchen an das Tierwohl nach. Es brauche keine Einschränkungen. Ein SVP-Vertreter stellte den Antrag, auf das Verbot zur Baujagd zu verzichten. Dieser wurde mit grossem Mehr abgelehnt. Die Ratsmitglieder seien angehalten, sich ihre eigene Meinung zu bilden. „Auf Drohungen gehen wir nicht ein“  sagte Stephan Tobler aus Neukirch.

Die Thurgauer Jäger seien beim Thema Baujagd gespalten, sagte ein Kantonsrat, der selbst Jäger ist. Die Baujagd werde kaum mehr praktiziert und werde von der Bevölkerung nicht goutiert, wie das rasche Zustandekommen der Initiative gegen die Baujagd gezeigt habe. Es liege deshalb im Interesse der Jäger, eine Volksabstimmung zu vermeiden.

Jäger müssen den Bestand an gesunden Füchsen überhaupt nicht regulieren, wenn sie etwas von Wildbiologie verstehen würden. Im Kanton Genf werden Füchse seit Jahrzehnte nicht reguliert und dort gibt es schweizweit z. B. den höchsten Feldhasenbestand. Das Land Luxemburg, Nationalpark Schweiz usw. kennen auch ein Fuchsjagdverbot und alles ist in bester Ordnung – ganz ohne die Tierquälereien der Jäger.

„Auch ohne Jagd habe es nicht plötzlich zu viele Füchse, Hasen oder Vögel. Die Erfahrung zeige, die Natur könne man sich selber überlassen,“ sagt Heinrich Haller – Nationalparkpräsident oder der Wildhüter Fabian Kern aus dem Kanton Zürich: „Wir haben beobachtet, dass Fuchsmütter dort, wo man die Tiere jagt, mehr Junge zur Welt bringen. Man könne zwar mit einem Abschuss punktuell eine Entlastung schaffen, doch in Kürze werden die freien Reviere wieder eingenommen. Die Natur reguliert das selbst.“

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wwf.at vom 19.04.2017

Hexenjagd auf Wölfe

Der WWF kämpft gegen die beginnende Hexenjagd auf Wölfe, die gerade zart wieder beginnen in Österreich heimisch zu werden.

“Kein Tier wurde in Österreich so erbarmungslos gejagt und ausgerottet wie der Wolf. Es war eine wahre Hexenjagd. Doch die Irrtümer haben seinen Tod überdauert und existieren auch bei seiner Wiederauferstehung noch. Wir müssen jetzt handeln und für ein friedliches Miteinander zwischen Mensch und Tier sorgen. Sonst werden die alten Ängste dem Wolf das Leben kosten.“

Der WWF schreibt weiter in einem dringenden Aufruf:

Österreichs erstes Wolfsrudel wird – wenn alles glatt geht – in den nächsten Wochen wieder Nachwuchs bekommen. Doch statt Freude über die Rückkehr dieses wunderschönen, heimischen Wildtieres regiert bei manchen Österreichern die Angst. Und es droht eine neuerliche Hexenjagd.

Denn mit den Wölfen kommen auch falsche Vorstellungen, Unsicherheit und Angst zurück. Und die haben schon einmal dazu geführt, dass der Wolf ausgerottet wurde. Für mehr als 100 Jahre.

Die Zeit drängt. Denn jetzt sind viele junge Wölfe, vor allem aus Österreichs Nachbarländern auf der Suche nach einem Revier. Einige werden sich auch bei uns niederlassen. Wir müssen daher jetzt die Rahmenbedingungen für ein konfliktfreies Zusammenleben von Mensch und Tier schaffen.“

Mit der Bitte um eine Patenschaft möchte man den Wölfen beistehen


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PRESSEMITTEILUNG vom 18.04.2017

Jagdfreistellung von Grundstücken lässt auf sich warten - 

Österreich riskiert eine Verurteilung vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

Auch wenn ein Kärntner Grundstücksbesitzer Ende vergangenen Jahres mit seinem Jagdfreistellungsantrag beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) keinen Erfolg hatte, ist der Widerstand gegen die antiquierten Landesjagdgesetze in Österreich, nach denen Grundeigentümer die Jagd auf eigenem Boden dulden müssen, ungebrochen. Der Kärntner hat bereits den
Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) angerufen. Fünf weitere Jagdfreistellungsbegehren sind mittlerweile beim VfGH anhängig.

Auch wenn der VfGH Ende letzten Jahres den Jagdfreistellungsantrag des Kärntner Waldbesitzers letztinstanzlich abgelehnt hat, ist der Widerstand gegen die Regelungen der (Landes)Jagdgesetze, wonach man auf dem eigenen Grundstück die Jagd nicht verbieten kann, ungebrochen – und durchaus sinnvoll, wie Mag. Christian Hölzl, Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins feststellt.

 „Die Entscheidung des VfGH hat meines Erachtens lediglich zur Folge, dass Grundstückseigentümer die Jagd auf eigenem Boden innerhalb eines absehbaren Zeitraumes noch weiter dulden müssen; die Landesgesetzgeber werden am Ende aber doch die einschlägigen Teile der Jagdgesetze adaptieren müssen, sobald der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) über den ersten österreichischen Fall befindet.

Tatsächlich ist die Rechtsprechung des EGMR bereits seit einigen Jahren eindeutig:
Das höchste europäische Gericht hatte im Jahr 2012 zulasten von Deutschland entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Damit folgte der Gerichtshof seinen Schlussfolgerungen aus zwei früheren Urteilen: Bereits 1999 stellte er im Falle französischer Kläger und 2007 im Falle einer luxemburgischen Klägerin fest, dass es gegen die Menschenrechte verstößt, wenn Grundstückseigentümer dazu verpflichtet werden, einer Jagdgenossenschaft zwangsweise beizutreten und die Jagd auf ihren Grundstücken zu dulden, obwohl die Jagd ihrer eigenen Überzeugung widerspricht. Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) als Vertragsvölkerrecht und ihre von der Republik Österreich unterzeichneten Zusatzprotokolle entfalten selbstverständlich auch in Österreich Wirksamkeit. In Deutschland mussten deswegen schon viele Grundstücke jagdfrei gestellt werden - und es werden immer mehr: So sind in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bayern bereits viele Wiesen, Wälder und Felder offiziell jagdfrei. Hunderte Anträge auf jagdrechtliche Befriedung sind weiters anhängig.

Die Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade und der Österreichische Tierschutzverein haben dafür gesorgt, dass diese in Deutschland losgetretene „Lawine“ nun auch in Österreich ins Rollen kam. Die Rechtsanwaltskanzlei Stefan Traxler in Mödling unterstützt die Grundeigentümer aus ganz Österreich, die Verfahrenskosten sind von den Antragstellern zu tragen (30 € für Rechtsmittel an Landesverwaltungsgerichte, 240 € an den Verfassungsgerichtshof).

Trotz Ablehnung des Freistellungsbegehrens aus Kärnten ist der Widerstand gegen die Jagd auf dem eigenen Grundstück ungebrochen – viele Grundstückseigentümer wollen die Jagd auf ihrem Grund nicht länger dulden. Aktuell sind bereits 5 Antragsteller – nachdem ihr Begehren vor der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft und vor dem Landesverwaltungsgericht abgelehnt wurde – beim VfGH angelangt. Unzählige weitere Freistellungen sind österreichweit bei den Behörden anhängig.

Dr. Christian Nittmann, Gründer der Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade ist überzeugt: „Ein Verbot der Jagd auf Grundstücken von Jagdgegnern ist in Österreich längst überfällig – ansonsten droht auch Österreich eine Verurteilung durch den EGMR. Die Jagdgesetze in Deutschland und Österreich basieren auf dem sog. „Reviersystem“. Insofern muss somit beinahe zwingend davon ausgegangen werden, dass auch die Republik Österreich letzten Endes vor dem EGMR unterliegen wird. Die Landesgesetzgeber täten gut daran, Grundbesitzern die Möglichkeit des Austrittes aus der Zwangsbejagung einzuräumen, wie es in anderen Ländern Europas mittlerweile eine Selbstverständlichkeit ist.“

Alle Grundstückseigentümer in Österreich, die die Jagd auf dem eigenen Grundstück nicht länger dulden wollen, können sich bei der Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade und /oder dem Österreichischen Tierschutzverein melden.

Rückfragehinweise:

Österreichischer Tierschutzverein

Mag. Christian Hölzl, Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins
Berlagasse 36, 1210 Wien
e-mail: zentrale@tierschutzverein.at
www.tierschutzverein.at

Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade

Dr. Christian Nittmann, Sprecher der Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade
Postfach 21, 1090 Wien
e-mail: info@zwangsbejagung-ade.at
www.zwangsbejagung-ade.at

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"Die ganze Woche" vom 12.04.2017

Grundstücksbesitzer Christian Aichinger ist empört:

"Jäger schießen unerlaubt in meinem Wald"

Tierschützer und Jurist Christian Aichinger will in seinem Wald die Jagd verbieten. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) lehnte allerdings seinen Jagdfreistellungsantrag ab. Deshalb reichte Aichinger den Antrag nun beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ein.

Er ist Waldbesitzer, aber kann als Herr nicht allein über seinen Grund und Boden bestimmen. Die Jäger machen Christian Aichinger das Leben schwer. Aus Protest gegen ihr Eindringen in seinen Besitz hat er Tafeln im Wald aufgehängt. "Jagen nicht erlaubt" steht da zu lesen. Leider sind das Verbotsschilder ohne Wirkung.

"Ich lebe vegan und möchte aus ethischen Gründen die Jagd in meinem Wald verbieten. Ich bin nicht damit einverstanden, dass auf meinem 6,5 Hektar großen Grundstück (das entspricht etwa der Fläche von sechs Fußballfeldern) in Kärnten Rehe und andere Tiere abgeschossen werden. Die Jäger schießen unerlaubt", erklärt Aichinger, der in Wien als Jurist arbeitet.

Deshalb hat der 35jährige bereits im Sommer 2014 einen Antrag auf Jagdfreistellung für sein Waldgrundstück im Bezirk Spittal an der Drau gestellt. Er brachte Beschwerden bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft und dem Landesverwaltungsgericht Kärnten ein. Doch beide Ansuchen wurden abgewiesen. Also zog der Kärntner vor den Verfassungsgerichtshof (VfGH). Doch auch dort wurde sein Wunsch nach einer Jagdfreistellung abgelehnt. Das regt auch andere Tierschützer und Grundbesitzer auf, die wie Aichinger machtlos gegen die Jägersind. "Meine gute Laune ist dahin, wenn ich wieder einmal einen dieser Waidmänner in meinem Wald herum trotten sehe", erzählt ein Besitzer, der nicht genannt werden möchte. "Die Jagd ist grausam und führt nur zur Ausdünnung und Ausrottung von Tierarten. Oft werden die Tiere auch nur angeschossen. Das ist Tierquälerei. Denn die Nachsuche dauert, sofern sie überhaupt erfolgt, oft Stunden und Tage. Im Vorjahr habe ich in meinem Wald ein angeschossenes Reh entdeckt, dessen Eingeweide bereits herausgetreten waren, aber es lebte noch. Ich habe dann soforteinen Jäger angerufen, damit er das Tier von dessen Leiden erlöst. Das war einfach grausam mitanzusehen. Wenn ich daran zurückdenke, kommt in mir noch immer die Wut hoch. Das allespassierte auf meinem Grundstück und ich kann nichts dagegen unternehmen."

Was der Besitzer genauso wie Christian Aichinger kritisiert, ist die Tatsache, dass sie als Waldbesitzer keine Einsicht in den Abschussplan der Kärntner Jägerschaft erhalten. "Ich weiß also nicht, wann es etwa zuletzt einen Abschuss gegeben hat oder wie viele Tiere in meinem Wald bereits erschossen wurden", sagt Aichinger, der weiterkämpfen will. Deshalb hat er nun den Antrag auf Jagdfreistellung beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Luxemburg eingebracht. "Dort wird entschieden, ob die Zwangsbejagung von Grundstücken in unserem Land mit der verfassungsrechtlich garantierten Freiheit des Eigentumsvereinbar ist. Der Gerichtshof hat bereits in drei Entscheidungen -betreffend Luxemburg, Frankreich und Deutschland -ausgesprochen, dass die Zwangsbejagung von Grundstücken der Freiheit des Eigentums, wie sie in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert ist, widerspricht", gibt sich Aichinger hoffnungsvoll. Allerdings dauert so ein Verfahren bis zu fünf Jahre.

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huffingtonpost.de vom 11.04.2017

Trophäenjäger posieren für Foto mit totem Löwen – dann schlägt die Natur zurück

Ein Mann und eine Frau posieren hinter einem toten Löwen und ballen die Faust. Ihr Opfer liegt tot vor ihnen. Die Frau hält in ihrer linken Hand ein Gewehr und lacht in die Linse.

Der Mann steht auf, um an der Kamera eine Einstellung vorzunehmen. Dabei verdeckt er die rechte Hälfte des Bildes.

Niemand bemerkt, dass sich aus dem Hintergrund ein zweiter Löwe anschleicht und die beiden angreift.

Schreie und Schüsse - dann ist das Bild weg

Die Kamera wackelt, man hört beide schreien und es fallen mehrere Schüsse. Wenig später läuft der Löwe noch einmal durch das Bild und schreitet gemütlich davon.

Die Aufnahmen sind das Werk des australischen Produktionsstudios "The Woolshed Company". Die Handlung ist in diesem Fall erfunden, aber dahinter steckt eine bittere Wahrheit. Denn es gibt genug Menschen, die Tiere töten, um sie als Trophäen auszustellen.

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heute.at vom 06.04.2017

Jagdhunde töten Pudel von Pensionistin

Trauriger Verlust für eine alte Frau im Waldviertel: Die 87-Jährige und ihr Zwergpudel wurden beim Gassigehen plötzlich von zwei Jagdhunden attackiert. Die beiden Deutsch Kurzhaar rissen den viel kleineren Hund von der Leine und zerfleischten das Tier.

In ihrer Verzweiflung versuchte die Seniorin noch mit einem Stock die Angreifer zu vertreiben. Kurz nach dem blutigen Drama stürzte auch schon der Besitzer der zwei ausgebüxten Tiere (ein Jäger) herbei, klopfte das Duo ab, lobte die Jagdhunde und brachte sie im Anschluss wieder nach Hause.

Zurück blieb eine völlig fassungslose Seniorin mit dem toten Pudel im Arm. Die Seniorin schleppte sich gebrochen heim, erzählte einer Bekannten davon – diese riet zur Anzeige. Die Polizei ermittelt.

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heute.at vom 04.04.2017

Jäger erschoss zwei Hunde: 1200 Euro Strafe

Ein steirischer Jäger ist am Dienstag im Grazer Straflandesgericht wegen Tierquälerei und Sachbeschädigung zu 1200 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Er hat vor einem Jahr zwei Hunde erschossen, die seiner Meinung nach gewildert hatten. Beide Tiere starben durch einen einzigen Schuss, der Angeklagte fühlte sich in keiner Weise schuldig und kündigte sofort Berufung gegen das Urteil an.

Die Hunde sollen, so der Jäger, schon seit Tagen gewildert haben, bevor er selbst einschritt. Einen Besitzer konnte er nicht ausfindig machen, denn die beiden waren rund 15 Kilometer von zuhause entfernt, wie sich herausstellte. Als der 69- jährige die Tiere selbst sah, wie sie auf einem Feld einen Hasen jagten, griff er zum Gewehr. Mit einem einzigen, wie er selbst sagte "Tausend- Gulden- Schuss", erlegte er die Schäfermischlingshündin "Senta" und den Dackelspitz "Jamie".

Jäger fühlt sich im Recht

"Ich habe nur auf den größeren Hund gezielt, den kleineren habe ich gar nicht wahrgenommen. Der große war sofort tot, der andere ist noch zwei Mal in die Luft gesprungen", beschrieb der Jäger den Vorfall vor Gericht. Er fühlte sich nach wie vor im Recht.

Unbedingte Geldstrafe, Urteil nicht rechtskräftig

Die Richterin sah das nicht so, ihrer Meinung nach seien die Hunde vermutlich nur am Straßenrand gesessen. Der 69- Jährige wurde zu einer unbedingten Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt, dem Hundebesitzer muss er 400 Euro an Schadenersatz und Schmerzensgeld zahlen. Der Angeklagte kündigte sofort volle Berufung an, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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krone.at vom 20.03.2017

Neue Tiere sollen Luchse im Nationalpark retten

Bereits ausgewildert. Wildernde Jäger hätten wie berichtet beinahe die Wiederansiedelung von Luchsen im Nationalpark Kalkalpen zu Fall gebracht. Es waren zuletzt nur noch ein Männchen und drei Weibchen übrig! Jetzt springt einmal mehr die Schweiz als Retter des Luchsprojektes ein. Die Eidgenossen schickten ein Raubkatzenpärchen nach Oberösterreich, das am Freitag ausgewildert wurde.

Ursprünglich bestand sogar die Gefahr, dass Oberösterreich wegen der Wilderei- Abschüsse keine neuen Tiere mehr aus dem Ausland bekommt. "Doch nun freuen wir uns über den Zuzug von Kuder 'Juri' und Katze 'Aida', frohlockt man im Nationalpark Kalkalpen. Das Luchspärchen wäre eigentlich für die Übersiedelung inden deutschen Pfälzerwald bestimmt gewesen. Weil sich dort aber die Abnahme verzögert hatte, wurden die beiden Tiere dem Nationalpark Kalkalpen angeboten.

Schadenersatz der Wilderer finanziert Projekt

"Juri" und "Aida" waren Anfang März im Süden des Schweizer Kantons Jura eingefangen worden, wurden dann in Quarantäne gehalten. Sie sind weder miteinander, noch mit den verbliebenen Tieren in Oberösterreich verwandt, sodass eine genetisch gesunde Population möglich ist, freut sich Franz Sieghartsleitner vom Nationalpark Kalkalpen. Finanziert wird der Erwerb des Luchspärchens mit dem Schadenersatz, zu dem das wildernde Linzer Jäger- Ehepaar verurteilt worden ist. Freitag um 16 Uhr wurden die Luchse ausgewildert.

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heute.at vom 19.03.2017

Vermisster Jäger (55) tot aufgefunden

Große Suchaktion am Sonntag in Weinburg (St. Pölten): Seit Mittwoch war ein 55-jähriger Jäger aus Hofstetten abgängig, 90 Helfer - Feuerwehr, Polizei, Rettungshunde-Staffel - waren im Einsatz.

Große Suchaktion am Sonntag in Weinburg (St. Pölten): Seit Mittwoch war ein 55-jähriger Jäger aus Hofstetten abgängig, 90 Helfer – Feuerwehr, Polizei, Rettungshunde-Staffel – waren im Einsatz.
Die Feuerwehren begannen mit der Suche in einem Waldstück von Aigelsbach Richtung Weinburg, zeitgleich waren die Organisationen der Rettungshunde von der anderen Richtung im Einsatz.

Nach eineinhalb Stunden die traurige Meldung: "Vermisste Person tot gefunden." Ein Rettungshund hatte den 55-Jährigen in einem Waldstück bei der Pielach entdeckt. Laut Ermittlern hatte sich der Jäger erschossen.

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Ybbstaler“ vom 16.03.2017

Erlegter Hirsch wird zum Kriminalfall

Ybbsitz. Ungeklärte Umstände beim Abschuss führten nun z einer polizeilichen Hausdurchsuchung. Ein zweites Projektil gibt Rätsel auf.

Mit einem massiven Polizeieinsatz und einer Hausdurchsuchung am Mittwoch, 8. März, erreichte eine Affäre im Ybbsitzer Jagdmilieu einen vorläufigen Höhepunkt. Gegenstand der Untersuchungen durch die Staatsanwaltschaft sind Unklarheiten bei einem Abschuss eines Hirschs im Herbst des Vorjahrs.

Zur Vorgeschichte: Im Oktober 2016 wurde von Besitzern einer Eigenjagd am Ybbsitzer Prochenberg ein offensichtlich „laufkrankes“ Tier, ein 2er-Hirsch, wahrgenommen und der Antrag um Abschuss bei der Behörde gestellt, da ein Hirsch dieser Kategorie nicht zum Abschuss frei war. Aufgrund von Berichten aus der Jägerschaft, aber auch anhand von Fotos einer Wildkamera konnte die Erkrankung des Hirschs eindeutig festgestellt werden und die BH Amstetten gab grünes Licht zum Abschuss. Der Schütze legte, wie in solchen Fällen vorgesehen, den erlegten Hirsch de m Tierarzt vor, der auch im Bereich des linken Ellbogengelenks eine schwere Verletzung (Trümmerfraktur) feststellte und aus Tierschutzgründen den Abschuss für gerechtfertigt beurteilte.

Dr. Ehebruster, der Ybbsitzer Tierarzt, konnte allerdings bei der Untersuchung des Tieres ein zweites Projektil feststellen. Um Klarheit zu erlangen, zeigte daraufhin die Behörde den Fall bei der Staatsanwaltschaft an, die die Polizei mit Ermittlungen beauftragte. Diese gipfelten nun über vier Monate danach in einer polizeilichen Durchsuchung im Haus des Jagdbesitzer, die den Abschuss des Tieres selbst beantragt hatten. Als Grund für die Hausdurchsuchung wurde angegeben, dass der Verdacht bestehe, die Verletzungen am linken Lauf des Hirschs samt dem zweiten Einschuss könnten erst nach dem Erlegen erfolgt sein. Gesucht haben die Beamten nach einer Waffe, die diese Vermutung untermauern würden. Die betroffene Familie weist auf Rückfrage des „Ybbstalers“ alle Anschuldigungen entschieden zurück und betont, alles korrekt durchgeführt zu haben. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, gibt es seitens der Staatsanwaltschaft derzeit keine näheren Auskünfte. Das Rätsel um das zweite Projektil lässt natürlich auch die Vermutung zu, dass es sich um einen missglückten Akt der Wilderei handeln könnte.

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orf.at vom 13.03.2017

72 Vogelarten bleiben im Winter da

Amseln, Drosseln und Finken ziehen im Winter nicht alle in den warmen Süden, sondern verbringen ihn oft in städtischen Parks, berichten Wiener Forscher. Sie fanden dort in der kalten Jahreszeit über siebzig Vogelarten.

Die Tiere werden offensichtlich durch ein üppiges Nahrungsangebot und vorteilhaftes Mikroklima angezogen, erklärte Christian Schulze von der Universität Wien. Der Biologe vom Department für Tropenökologie und Biodiversität der Tiere der Uni Wien und seine Kollegin Claudia Schütz streifen mit Studenten seit sieben Jahren mehrere Wochen im Winter durch 65 städtische Parks in Wien und vermerken akribisch, welche Vögel dort anzutreffen sind.

Insgesamt konnten sie 72 Vogelarten nachweisen. Manche davon sind nur selten in diesen Parkanlagen zu beobachten, aber mindestens 30 Arten gehören wohl zu den regelmäßigen Winterbesuchern, so Schulze. „Die Zahl der Vögel, die im Winter da sind, bleibt konstant. Es zeigt sich aber eine Veränderung in der Zusammensetzung“, sagte Schulze gegenüber wien.ORF.at. So würden Hausrotschwanz und Gerlitz verstärkt dableiben, aber beispielsweise viele Saatkrähen aus Rußland gar nicht mehr soweit in den Süden fliegen.

Wiener Parks bieten viel mehr Nahrung

Die Vögel, die dableiben, finden in den städtischen Parks eine beeindruckende Vielfalt an Lebensräumen, sagte Schulze. Manche Anlagen werden von Wiesen dominiert, andere haben eher waldartigen Charakter und in vielen finden sich sogar Gewässer. Teilweise beherbergen sie natürlichere Mikro-Lebensräume als intensiv forst- und landwirtschaftlich genutzte Flächen, wo man in der Regel weniger große alte Bäume findet als etwa im Augarten mitten in Wien. Der Mittelspecht profitiert zum Beispiel sehr von diesen alten Riesen, erklärte er.

Vor allem aber bieten die Wiener Parks den Vögeln im Vergleich zu den Natur- und Kulturlandschaften außerhalb der Stadt viel mehr Nahrung. Allesfresser wie Krähen profitieren von Essensresten, zum Beispiel Wacholderdrosseln und Amseln (die ebenfalls zur Familie den Drosseln gehören) von Ziersträuchern, die auch im Winter Früchte tragen, und Körnerfresser von der massiven Winterfütterung durch die Bürger.

Auch Raubvögeln wie dem Sperber kommen die Futterhäuser gelegen. „Sie müssen nicht viel Zeit und Energie in Suchen und Ansitzen investieren, weil dort vorhersehbar immer wieder Singvögel auftauchen“, erklärte er. So kommt es, dass die Vogeldichte in den städtischen Parks im Winter deutlich größer ist, als im Umland.

Saatkrähen als „Müllverwerter“

Am häufigsten kämen in den Parkanlagen Vögel mit geringer Fluchtdistanz vor, die sich von der Nähe zu Menschen kaum beeindrucken lassen, so der Forscher. Dazu gehören die Straßentaube, der Haussperling sowie Kohl- und Blaumeisen. In den größeren Parks gebe es aber auch sehr scheue Vögel wie den Grünspecht.

Auch für die Menschen hätte der Besuch der gefiederten Wintergäste Vorteile, sagte Schulze: „Die Saatkrähen überwintern in enorm hohen Zahlen in Wien und konsumieren dabei Tag für Tag Unmengen an essbaren Müll.“ Würden sie das nicht tun, hätte die Stadt wahrscheinlich mehr Probleme mit Wanderratten und müsste den Unrat arbeitsintensiv selbst beseitigen. Wenn man in den Parks viele verschiedene Vögel sieht, sei das auch umweltpädagogisch wichtig, um Menschen, die kaum aus der Stadt herauskommen, für den Naturschutz zu interessieren, meint er.

Man dürfe sich aber nicht der Illusion hingeben, dass Parks naturnahe Gebiete im Umland ersetzen könnten. Für viele Arten sind sie vor allem in der Brutzeit zu klein für ein eigenes Territorium, andere brauchen wiederum sehr spezielle Nahrungs- und Umweltbedingungen oder mehr Ungestörtheit vor Menschen.

Sonderausstellung und Schüler-Führungen

Schulze präsentierte seine Studienergebnisse im Rahmen der Veranstaltung „Über die Vielfalt der Natur in der Stadt“ im Naturhistorischen Museum (NHM) Wien. Sie ist Auftakt für eine Sonderausstellung namens „Public meets Biodivers.city“ im Vogel-Schausaal des Museums, die bis Jänner 2018 zu sehen ist. Außerdem werden in dieser Zeit vom NHM spezielle „Großstadtgezwitscher“-Führungen für Schüler angeboten.

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krone.at vom 27.02.2017

Jäger schoss Kater "Loki" bei Fuchsjagd an

Täter ausgeforscht - 30 Schrotkugeln hatte Kater "Loki" im Körper - doch das Tier überlebte das Martyrium. Knapp drei Wochen nach der Tat konnte nun ein Jäger als Schütze ausgeforscht werden.

Am Abend des 7. Februar wurden auf "Loki" zwei Schüsse aus einer Flinte abgegeben. Erst am 11. Februar konnte seine Besitzerin (28) hinter dem Wohnhaus in St. Egyden den schwer verletzten Kater auffinden. Ein Tierarzt hat die 30 Kugeln aus dem Körper des einjährigen Katers geholt. "Loki" ist auf dem Weg der Besserung.

Inzwischen konnte die Polizei den Schützen ausforschen: Der Jäger hatte bei einer Fuchsjagd zwei Schüsse abgegeben, doch getroffen hat er den Kater. Eine Anzeige wegen Tierquälerei folgt.

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krone.at vom 16.02.2017

Kater überlebte tagelang mit 30 Kugeln im Körper - Polizei ermittelt

Gleich hinter dem Wohnhaus in St. Egyden wurde Hauskater "Loki" von einem brutalen Katzenhasser mit einem Schrotgewehr angeschossen. Der Kater überlebte fünf Tage mit 30 Schrotkugeln im Körper - die kleinen Einschüsse waren von den Besitzern nicht gleich entdeckt worden. Jetzt ermittelt die Polizei in dem Fall.

"Loki wurde am 7. Februar so gegen 20 Uhr hinter unserem Haus am anschließenden Acker angeschossen. Wir haben die Schüsse gehört, wussten aber nicht, dass sie unserem Kater gegolten hatten", so die geschockte Katzenbesitzerin. "Wir haben unseren Kater dann erst am Donnerstag im Garten gefunden. Er dürfte sich im Schock verkrochen haben. Erst am Samstag hab ich dann eine Schrotkugel entdeckt."

"Unser Tier-Paradies ist zerstört"

"Die Einschusslöcher waren sehr klein. Wir sind dann zur Tierärztin gefahren und das Röntgenbild  hat an die 30 Schrotkugeln zum Vorschein gebracht", erzählt Verena Zitzenbacher, die mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auch noch drei weitere Katzen, zwei Hunde, zwei Laufenten und vier Kaninchen beherbergt. "Wir haben ein Paradies für unsere Tiere geschaffen. Das ist jetzt zerstört. Wir haben täglich Angst, dass wieder jemand schießt".

Tierecke hilft mit den Tierarztkosten

Die Polizei ermittelt nun nach diesem Vorfall. Und die Tierecke der "Krone" hat als Soforthilfe einen Teil der Tierarztkosten übernommen.

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krone.at vom 14.02.2017

Jäger schoss absichtlich auf raufenden Husky

Nicht aus Notwehr, sondern aus Zorn hatte ein Jäger aus dem Bezirk Vöcklabruck auf einen Husky geschossen und ihn schwer verletzt. Als er vor Gericht zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt wurde, ging er in Berufung. Doch das nützte ihm nichts er muss für die Behandlungskosten des Vierbeiners aufkommen.

Österreichs Tierschutzverein hatte den Jäger angezeigt, weil er mit seinem Schrotgewehr auf einen Husky gefeuert hatte. Der Vierbeiner und ein weiterer waren von daheim ausgebüchst, einer rangelte mit dem Dackel des Jägers, worauf sich dieser einmischte und in den Daumen gebissen wurde.

Jäger schoss auf Hunde statt in die Luft

Da fiel der Schuss: "Aus Zorn ergriff der Beklagte sein Kombi- Schrotgewehr und feuerte aus 40 Metern einen Schuss ab", steht es im Protokoll. Im Urteil heißt es außerdem noch: "Hätte der Beklagte in die Luft geschossen, wären beide Hunde weggelaufen."

Zeugin rettete Husky das Leben

Ein Vierbeiner wurde in der Brust getroffen, blieb auf der Straße liegen, sein Artgenosse lief davon. Dann wollte der Jäger den Verletzten durch einen weiteren Schuss töten doch da näherte sich eine Zeugin mit dem Auto: Sie ging dazwischen und brachte den angeschossenen Hund zu einem Tierarzt, der ihn rettete.

Jäger muss Tierarztkosten bezahlen

Der Jäger wollte aber für die Behandlungskosten nicht aufkommen, berief gegen das Urteil des Bezirksgerichtes Vöcklabruck. Nun bestätigte das Landesgericht Wels das erste Urteil.

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Wien.gv.at vom Februar 2017

Neue Wege für das Wildtiermanagement im Lainzer Tiergarten: zukunftsorientiert, tierschutzgerecht und ökologisch

Innerhalb des 2.450 Hektar großen Lainzer Tiergartens sind Maßnahmen für ein zukunftsorientiertes, tierschutzgerechtes und ökologisches Wildtiermanagement vorgesehen und vereinbart.

Die Vereinbarung wurde von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22), der Wiener Umweltanwaltschaft, der Tierschutzombudsstelle Wien, dem Verein gegen Tierfabriken und dem Forst- und Landwirtschaftsbetrieb (MA 49) erarbeitet und beschlossen. Univ.-Prof. Dr. Walter Arnold, Dr. Hans Frey und Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer wurden als externe Experten einbezogen und haben durch ihre Fachbeiträge wesentlich zur Qualität des Ergebnisses beigetragen.

Die Fakten

Der Lainzer Tiergarten ist mit jährlich rund 800.000 Besucherinnen und Besucher ein bedeutender Erholungsraum der Großstadt Wien. Darüber hinaus ist das Naturschutzgebiet und Europaschutzgebiet Lainzer Tiergarten ein besonders wertvoller Lebensraum für seltene Tiere, Pflanzen und Pilze. Prioritäres Ziel ist - entsprechend der Verordnungen der Wiener Landesregierung - der Naturschutz.

Der Lainzer Tiergarten ist im Wiener Landesjagdgesetz im §7 als Tiergarten und somit als jagdliche Sonderfläche definiert (zur Gänze durch eine Mauer umschlossen).

Aktuell kommen im Lainzer Tiergarten die Schalenwildarten Rot-, Reh-, Dam-, Muffel- und Schwarzwild vor. Daneben sind Dam- und Muffelwild auch in einer zusätzlich eingezäunten Fläche (ein zwei Hektar großes Schaugehege) innerhalb des Lainzer Tiergartens untergebracht. Im Schaugehege sind diese beiden Wildarten per gesetzlicher Definition Farmwild.

Die Wildtiere innerhalb des Lainzer Tiergartens beeinträchtigen durch ihre Anzahl derzeit ihren eigenen Lebensraum. Der aktuelle Wildstand muss daher auf Grundlage von Managementplänen reguliert werden.

Vereinbarte und geplante Maßnahmen für das Wildtiermanagement

Die Regulation des Schwarzwildbestandes hat eine schrittweise und kontinuierliche Reduktion des Bestandes auf ein lebensraumkonformes Niveau zum Ziel. Dieses orientiert sich an einem Monitoring-System zur Vegetationsentwicklung. Rehwild bleibt als zweite Schalenwildart in einer lebensraumverträglichen Populationsgröße erhalten.

Der Lebensraum Lainzer Tiergarten ist für Rotwild ungeeignet. Für eine ausreichende Populationsgröße herrschen zu viele Stressfaktoren, gleichzeitig gibt es zurzeit keine Abwanderungsmöglichkeit. Dam- und Muffelwild sind keine heimischen Wildarten und erhöhen die Konkurrenz um Ressourcen zu den heimischen Wildarten. Deshalb ist das Auslaufenlassen des gesamten Bestandes an Rot-, Dam- und Muffelwild vereinbartes Ziel.

Die Methoden der Bestandsregulation haben effizient, rational und unter Bedacht auf möglichst wenig Tierleid zu erfolgen. Die Jagd auf die wirklich zu regulierenden Wildarten hat sich nicht auf die Trophäe hin zu orientieren. Intervall- und Schwerpunktbejagung unter Beachtung von Jagdruhezonen ist selbstverständlich. Es ist keine Bejagung von Beutegreifern, Hasen, Vögeln et cetera vorgesehen.

Durchgeführt wird die Bejagung durch gut ausgebildete und routinierte Berufsjägerinnen und Berufsjäger der Stadt Wien. Das Führen von Jagdgästen und der Verkauf von Trophäen sind damit nicht ausgeschlossen. Der Trophäenverkauf stellt aktuell einen wirtschaftlichen Beitrag zum Wildtiermanagement dar. Diese rationale und bedarfsorientierte Bejagung mit Verantwortung für das Wildtier kann auch als Ultima- Ratio-Jagd beschrieben werden.

"Geburtenkontrolle" als wissenschaftliches Projekt

Weiters wurde vereinbart, die Anwendbarkeit von "Immuno-Kontrazeption" zur Geburtenkontrolle in einem räumlich begrenzten Bereich wissenschaftlich zu beforschen. Es geht dabei um einige Stücke Dam- und Muffelwild, die als Farmwild in einem zwei Hektar großen Schaugehege gehalten werden. Die Recherche wird durch nationale und internationale Expertinnen und Experten durchgeführt. Nach sorgfältiger Abwägung der Chancen und Risken sowie anschließender Bewertung der Ergebnisse wird auf deren Basis möglicherweise ein Pilotprojekt durchgeführt. Bei dieser international bereits angewendeten Methode (zum Beispiel bei Wildpferden) wird körpereigenes Eiweiß aktiviert und damit eine befristete Unfruchtbarkeit beim weiblichen Stück ausgelöst. Die Applikation erfolgt mittels Narkosegewehr mit einer parenteralen Injektion, ähnlich einer Impfung. Es handelt sich dabei um keine hormonelle Methode.

Selbstverständlich sind bei dieser Methode ethische, physiologische, rechtliche und nicht zuletzt Fragen der praktischen Umsetzung vorab zu beantworten. Wichtige Fragen im Zusammenhang mit dem möglicherweise veränderten Sozialverhalten, der Dauer der befristeten Unfruchtbarkeit und ähnliches können auf Grund des vereinbarten Samples (fünf Stück Damtiere, fünf Stück Muffelschafe) möglicherweise nicht wissenschaftlich abgesichert beantwortet werden.

Immuno-Kontrazeption ist - wie jede andere Medikamentenabgabe - ein ethisch heikles Feld. Das Nachdenken darüber ist wissenschaftlich begründet und durch die klare Distanzierung von hormonellen Verabreichungen entstanden. Damit wäre jedenfalls ein unkontrollierter Eintrag von Medikamenten in die Natur auszuschließen. Unkontrolliert wäre die Verabreichung durch orale Medikamente, beispielsweise über das Futter.

Vereinbart wurde weiters das Prüfen gesetzlicher Möglichkeiten zur Verwendung technischer Hilfsmittel, wie zum Beispiel Restlichtverstärker oder Schalldämpfer. Auch hier mit dem Ziel, Beunruhigung und Tierleid möglichst gering zu halten (Jagdethik).

Veränderungen im Lebensraum

Parallel zur Anpassung des Tierbestandes an den Lebensraum werden die Fütterungen schrittweise aufgelassen. Aktuell haben sie Lenkungsfunktion. Mittelfristiges Ziel ist das Auflassen sämtlicher Fütterungen im Lainzer Tiergarten, selbstverständlich unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen.

Als letzter Punkt wurde vereinbart, Chancen und Risken für mögliche punktuelle und selektive Wildwechsel aus und in den Lainzer Tiergarten abzuschätzen, um die genetische Variabilität zu erhalten sowie daraus folgend die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen zu diskutieren.

Internationale Zusammenarbeit

Neben dieser Vereinbarung wurde 2015 - bezogen auf den Lainzer Tiergarten und das Jagdgebiet Schloss Chambord - mit dem staatlichen Schlossgut Chambord, Frankreich (Domaine national de Chambord), dem Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (Veterinärmedizinische Universität Wien) und dem Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49) ein Partnerschaftsvertrag abgeschlossen.

Vertragsziel ist, regelmäßige Information über Ziele, Fortschritt und Ergebnisse der laufenden wissenschaftlichen Forschungsprogramme auszutauschen sowie länderübergreifende wissenschaftliche Begegnung zu fördern.

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Kronen Zeitung“ vom 10.02.2017

Fangeisen erwürgt "Blacky"

Einem Tierquäler fiel im oststeirischen St. Stefan im Rosental der erst 14 Monate alte Sennenhund „Blacky“ zum Opfer. Das Tier geriet mit dem Kopf in ein illegales Fangeisen, schaffte es noch 10 Meter weit und erstickte qualvoll. Die Polizei ermittelt.

"Normalerweise war ,Blacky
jeden Tag in der Früh nur etwa zehn Minuten draußen", sagt Judith M. (43), die Besitzerin: "Am 7. Jänner ist er nicht mehr zurückgekommen. Wir waren verzweifelt, haben Tierschützer um Hilfe gebeten, auf Facebook und auch sonst im Internet 100 Euro Finderlohn zugesagt vergebens." Seit Mittwochvormittag weiß die Steirerin, dass das Tier, eine Mischung aus Appenzeller und Entlebucher Sennenhund, nicht weit kam. Etwa 200 Meter vom Anwesen entfernt machte ein Jäger eine schreckliche Entdeckung. Der Hund war mit dem Kopf in ein Fangeisen geraten und an dem Druck qualvoll erstickt. Nun fahndet die Polizei nach einem irren Tierquäler. Um Hinweise wird ersucht.

„Wer macht denn sowas?“, fragt sich die traurige Besitzerin und erinnert sich an die Zeit, als noch alles in Ordnung war: „Wir haben ‚Blacky‘ von Bekannten geschenkt bekommen. Eine meiner Töchter – sie war sehr krank – hat er auf dem Weg der Genesung begleitet. Ich hoffe, die Polizei findet den brutalen Täter“.

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orf.at vom 01.02.2017

Mit einem Schuss? Jäger tötete zwei Hunde - Prozess in Graz vertagt

Weil sie im Revier seines Jagdvereins wilderten, hat ein oststeirischer Jäger im vergangenen Jahr zwei Hunde erschossen. In Graz saß er nun wegen Sachbeschädigung (Hunde gelten rechtlich als Sache) und Tierquälerei vor Gericht. Der Prozess wurde vertagt.

Über mehrere Tage wurden die beiden Hunde im April 2016 wildernd im Revier gesichtet. "Wenn wir gewusst hätten, wo sie hingehören, hätten wir den Besitzer verständigt", so der Angeklagte. Doch die beiden waren unbekannt, als der 69- Jährige sie auf der Jagd nach einem Hasen erwischte. Das Jagdrecht erlaubt es in dieser Situation, auf die Hunde zu schießen.

Beide Hunde mit einem Schuss?

"Ich hab auf den großen gezielt, und der kleine ist in die Schusslinie gelaufen, also traf die Kugel beide. Es war ein Tausend- Gulden- Schuss", erklärt der Jäger.

Zeugen widersprechen dem Angeklagten

Doch es gibt Zeugen, die von zwei Schüssen sprechen. Und von einem zweiten Jäger vor Ort. Außerdem haben die Tiere die Eintrittswunden auf unterschiedlichen Körperseiten. Wie das möglich sein kann, wenn sie in die gleiche Richtung (dem Hasen nach) gerannt sind, soll nun ein ballistischer Gutachter klären. Außerdem werden weitere Zeugen befragt - vertagt.

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oe24.at vom 29.01.2017

Schock! Hier feiern Jäger Fuchs-Massaker

Tierschützer über blutiges Ritual empört. In aller Öffentlichkeit lieferten Jäger ein makaberes Spektakel um ihre Beute ab.

Tierfreunde halten dies einfach nur für geschmacklos: Direkt an der B
19 in Laaben (St. Pölten-Land) feierten stolze Jäger ihre Beute, reihten 72 abgeschossene Füchse aneinander, entzündeten Freudenfeuer und genehmigten sich erst einmal einen guten Schluck. Der Verein Animal Spirit, dessen Mitarbeiter zu Augenzeugen des blutigen Rituals wurden, ist empört, hat Fotos des Fuchs-Massakers ins Internet gestellt. Die Aufregung über die Jäger ist entsprechend.

Vor den geschossenen Füchsen standen Schilder mit den Revieren, in denen die Tiere getötet worden waren. Begründungen wie „Tollwut“ oder „Fuchsbandwurm“ lassen die Tierschützer nicht zu. Nicht in der Paarungszeit der Füchse.

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nzz.ch vom 21.01.2017

Tierfreunde wollen Jagd abschaffen

Dieses Volksbegehren hat das Zeug zum Aufreger: Die Aufgaben der heutigen Milizjagd sollen künftig ausschliesslich professionell ausgebildete, kantonale Wildhüter erfüllen.

Die Jagd zählt zu den Themen, die rasch die Gemüter in Wallung bringen. Das dürfte auch bei der jüngsten Volksinitiative der Fall sein, die im Kanton Zürich lanciert wird. Sie trägt den selbsterklärenden Titel «Wildhüter statt Jäger». Das geht aus der Veröffentlichung vom Freitag im Amtsblatt nach der formalen Prüfung hervor. Sie hat nicht weniger zum Ziel als die Abschaffung der Jagd in ihrer heutigen Form.

Konkret soll der Kanton ein «Wildtier-Management mit professionell ausgebildeten Wildhütern» einführen, das die «Hobbyjagd» ersetzt. Im Vordergrund stünde künftig die natürliche Regulierung des Wildtierbestandes. Bei kranken oder verletzten Wildtieren dürften nur vom Kanton angestellte Wildhüter eingreifen.

Hege nur noch Sache von Profis?

Für Schäden durch Wildtiere in der Landwirtschaft soll der Kanton haften. Die Wildhut dürfte nur tätig werden, wenn alle anderen erdenklichen Schutzmassnahmen nicht erfolgreich gewesen seien, heisst es in der Begründung. Zuständig für den Vollzug wäre eine unabhängige Fachkommission, die sich paritätisch aus Wildhütern, Wildtierbiologen, Veterinären und Vertretern der Tier- und Artenschutzorganisationen zusammensetzte.

Dem Initiativkomitee gehören drei Vorstandsmitglieder der Tier-Partei Schweiz an, die 2015 im Kanton Zürich für den Nationalrat kandidierten. Dazu kommen weitere Tierfreunde wie der Buchautor Nicolas Lindt. Der Vegetarier zweifelt, wie er auf Anfrage sagt, an der Notwendigkeit der Jagd und hält es für unabdingbar, sich in dieser Frage wieder einmal politisch zu engagieren. Mitglied ist auch der grüne Zürcher Gemeinderat Simon Kälin. Es will eine Debatte auslösen. Das kantonale Jagdgesetz aus dem Jahr 1929, in dem seltsamerweise auch der Vogelschutz geregelt werde, sei ohnehin überholt, sagt er.

Ein Fall für Markus Kägi

Die Revision des eidgenössischen Jagdgesetzes ist unterwegs, die Überarbeitung des kantonalen Pendants soll noch in diesem Jahr in die Vernehmlassung gehen. Die Initianten mühten sich allerdings nicht mit Paragrafen ab. Ihr Begehren ist als allgemeine Anregung verfasst, wäre im Falle eines Erfolgs also erst noch umzusetzen. Pikant: Sofern die nötigen 6000 Unterschriften zusammenkommen, muss sich die Baudirektion unter dem passionierten Jäger Markus Kägi mit ihr befassen.

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orf.at vom 20.01.2017

Aus für Gatterjagd ab 2023

Landesrätin Verena Dunst (SPÖ) und FPÖ-Klubchef Geza Molnar haben am Freitag den Entwurf zum Burgenländischen Jagdgesetz präsentiert. Die Novelle bringt ein Ende der Gatterjagd in der neuen Jagdperiode ab Februar 2023.

Bis zu ihrer endgültigen Abschaffung soll die Jagd in umfriedeten Eigenjagdgebieten - also die Gatterjagd - restriktiven Kontrollen unterworfen werden: So sei im Entwurf die Führung eines „Gatterbuches“ vorgesehen, pro Jahr seien lediglich fünf Jagden auf bewegtes Wild erlaubt. Genehmigung für Neuerrichtungen von Jagdgattern soll es keine mehr geben.

Selbstbehalt für Landwirte „juristisches Neuland“

Mit einem Selbstbehalt für Landwirte bei Wildschäden betritt man laut Dunst juristisches Neuland. Außerdem sollen zehn Prozent des Jagdpachtbetrages für wildschadensverhütende beziehungsweise lebensraumverbessernde Maßnahmen verwendet werden. Neue Bestimmungen gibt es auch für das Aussetzen von Wildtieren. Beim Landesjagdverband soll es künftig „verbesserte Kontroll- und Aufsichtsrechte der Behörden“ geben.

Man habe „unter breitester Bürgerbeteiligung und mit konstruktiver Zusammenarbeit das modernste und innovativste Jagdgesetz Österreichs geschaffen“, stellte Dunst fest. Die einzelnen Jäger würden gestärkt und der Landesjagdverband demokratisiert. „Wir setzen schwerwiegende Akzente im Tierschutz“, so FPÖ-Klubobmann Molnar.

Grüne: Auflösung der Jagdgatter schöner Erfolg

Die Grünen begrüßten in einer Aussendung das Verbot der Gatterjagd. „Die noch lange Übergangszeit ist allerdings ein Wermutstropfen“, meinte Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller. Er bedauere, dass es nicht wie in Vorarlberg zu einem Verbot des Aussetzens von Niederwild, vor allem von Enten und Fasanen, gekommen sei. Man hätte sich in einigen Bereichen mehr erwartet, das Verbot und somit die völlige Auflösung aller acht Jagdgatter im Burgenland sei „auf jeden Fall ein schöner Erfolg“.

ÖVP hat verfassungsrechtliche Bedenken

Die ÖVP konnte bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt dem neuen Jagdgesetz weitaus weniger Positives abgewinnen. Klubobmann Christian Sagartz ortete eine „Husch-Pfusch-Aktion“ und äußerte ebenso wie Bauernbund-Landesobmann Niki Berlakovich verfassungsrechtliche Bedenken.

Dass Rot-Blau nun zwei Vertreter im Landesjagdverband bestimmen wolle, widerspreche dem Prinzip der Selbstverwaltung, argumentierte Berlakovich. Der Bauernbund hatte mehr als 2.300 Unterschriften gegen den Gesetzesentwurf gesammelt. Landesrätin Dunst wäre „inhaltlich und kompetenzmäßig überfordert“, sagte Landtagsabgeordneter Walter Temmel. Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) müsse die Landesrätin „zurückpfeifen“, meinte der ÖVP-Mandatar.

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oe24.at vom 19.01.2017

Horrorjäger mit Fahr-Verbot bestrafen

Frischlings-Massaker wird jetzt Fall für das Parlament

Nach einer Wildschwein-Treibjagd in einem Wald bei Luising (Bgld.) gehen die Wogen hoch. Fand doch der Verein gegen Tierfabriken (VGT) eine getötete Bache mit elf noch lebenden Frischlingen im Bauch – die erfroren.

Lust am Töten. Die Tierquälerei ruft SPÖ-Nationalrat Hannes Jarolim auf den Plan. Er macht den Skandal zum Fall für das Parlament. Jarolim stellt eine Anfrage an Verkehrsminister Jörg Leichtfried – mit dem Ziel, den Horror-Jägern wegen Unzuverlässigkeit den Führerschein zu entziehen.

In der Anfrage erhebt Jarolim schwere Vorwürfe gegen Jagdunternehmer Alfons Mensdorff-Pouilly und seinen „berüchtigten“ Veranstaltungen: „Bei dieser an Grausamkeit und Rücksichtslosigkeit kaum mehr zu überbietenden Tat wird augenscheinlich, dass es in der Jägerschaft Menschen gibt, deren bloßer Spaß am Töten in unerträglicher Weise ausgelebt wird“, schreibt Jarolim Klartext.

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orf.at vom 17.01.2017

Wild richtet enormen Schaden im Wald an

Durch Wildverbiss entstehen den Kärntner Waldbesitzern jährlich Schäden in Millionenhöhe. Das zeigen die aktuellen Erhebungen des Bundesforschungszentrums für Wald. ÖVP und Grüne fordern deshalb mehr Abschüsse. Ein neues Jagdgesetz ist in Ausarbeitung.

Die aktuellen Ergebnisse des Wildeinflussmonitorings des Bundesforschungszentrums für Wald im Zeitraum zwischen 2013 bis 2015 ergaben, dass auf rund 52 Prozent der Erhebungsflächen ein starker Wildeinfluss gegeben ist. In einigen Bezirken verbesserte sich die Situation. Besonders in den Bezirken Klagenfurt, Spittal und St. Veit an der Glan nahm die Verbissintensität aber zu. Den geringsten Wildeinfluss gab es im Bezirk Wolfsberg.

Elf Millionen Euro Schaden jährlich

Landwirtschaftskammerpräsident Johann Mößler sprach im Zusammenhang mit den neuesten Ergebnissen von dramatischen Schäl- und Verbisschäden durch Reh- und Rotwild in Kärnten. Er bezifferte den Schaden auf mehr als elf Millionen Euro jährlich. Er forderte den zuständigen Jagdreferenten in der Landesregierung Gernot Darmann (FPÖ) auf, diese Schäden nicht länger hinzunehmen. Das Jagdgesetz müsse dringend geändert werden. Er fordert mehr Abschüsse, mehr Kontrolle, mehr Rechte der Grundeigentümer und andere Regeln bei der Wildfütterung.

Politischer Schlagabtausch

Auch der stellvertretenden Klubobmann der Kärntner Grünen, Michael Johann, forderte am Dienstag eine Änderung des Jagdgesetzes. Es sei dringend notwendig, dass die Behörde die Aufsichtspflicht dort wahrnehme, wo die Jägerschaft weniger Wild schieße als in den Plänen vorgesehen. Darmann sei säumig und verantworte damit eine massive Schädigung der Kärntner Wälder durch Wildverbiss, so Johann.

„Novelle werde bereits ausgearbeitet“

Der Klubobmann der FPÖ im Landtag, Christian Leyroutz, sprach von reiner Polemik. Eine Expertengruppe arbeite bereits an einer Novelle des Jagdgesetzes. Jagdreferent und FPÖ-Obmann Gernot Darmann sei in intensiven Diskussionen mit allen Beteiligten. Leyroutz warf den Grünen vor, für die Gewinnmaximierung von Land- und Forstwirten und gegen einen schonenden Umgang mit Wildtieren zu sein. Es könne nicht die Aufgabe der Jäger sein, als Massenkiller zu agieren.

Kritik bereits vom Rechnungshof

Bereits der Bundesrechnungshof hatte die Kärntner Jäger kritisiert. Es werde zu wenig Wild abgeschossen, stand im Rechnungshofbericht. Dadurch hätten sich die Wildschäden in den Wäldern drastisch erhöht, mehr dazu in Rechnungshof: Rüffel für Kärntner Jäger.

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oe24.at vom 17.01.2017

Jäger schlitzt Wildschweinmutter auf: 11 Babys tot

Grausame Bilder sorgen für blankes Entsetzen nicht nur unter Tierfreunden.

Wieder einmal sorgt eine Treibjagd auf Wildschweine in einem Wald nördlich von Luising, der „Graf Ali“ Mensdorff-Pouilly gehört, für großen Wirbel: Ein Jäger hat dort eine trächtige Wildschwein-Bache erschossen, aufgeschlitzt und ausgeweidet. Passanten entdeckten zu ihrem Entsetzen, was der Waidmann an der Abschussstelle zurückgelassen hat. Den Uterus des Muttertieres und die elf ungeborenen Frischlinge der Wildsau. Die Ferkelchen lebten alle noch, starben erst später im Schnee.

Der Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT), Martin Balluch, verurteilt diese Treibjagden auf das Schärfste. Er kritisiert vor allem, dass Wildschweine von den Jägern permanent gefüttert werden, um die Populationen der Tiere so für die Jagd in die Höhe zu treiben. Die Fortpflanzung bei den Tieren werde so vollkommen von der Jahreszeit entkoppelt, Würfe bis zu drei Mal im Jahr würden so entstehen.

Dies sei auch der Grund, warum jetzt Mitte Jänner eine hochträchtige Bache erlegt werden konnte. Die Wildschweinmutter hätte ihre elf Frischlinge in etwa einer Woche zur Welt gebracht. Dies wurde verhindert.

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noen.at vom 17.01.2017

Katze hatte acht Schrotkugeln im Körper

Haager erhebt nach Tod seiner Katze schwere Vorwürfe gegen die Jägerschaft. Diese entgegnet.

Wut und Unverständnis prägten die Stimmung von Leopold Ritt in den letzten Tagen. Der Grund für die schlechte Laune des Haagers war der Tod seiner schwarzen Europäischen Kurzhaarkatze Pan. Das Tier war nämlich keines natürlichen Todes gestorben, sondern von Unbekannten angeschossen worden. Die schweren Schussverletzungen überlebte der Kater in der Folge nicht.

„Es ist unerhört, dass es das nach wie vor gibt, dass auf Katzen geschossen wird. Das ist ein schweres Tierschutzvergehen“, poltert auch Tierarzt Franz Mayrhofer von der Tierklinik Weistrach, wo das verletzte Tier behandelt wurde, aber nicht mehr gerettet werden konnte. „Die Katze war gespickt mit Schrot und hatte einen gebrochenen Fuß“, schildert Mayrhofer. Insgesamt acht Schrotkugeln entdeckte der Tierarzt am Röntgenbild und meldete den Vorfall bei der Bezirkshauptmannschaft. „Das geht so einfach nicht“, ärgert er sich gehörig über den Vorfall.

Schwere Vorwürfe gegen Jäger

Katzenbesitzer Leopold Ritt erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Jägerschaft, in deren Reihen er den Täter vermutet. „Ich habe niemanden in der Gegend, der mit Schrot schießt – außer Jäger“, untermauert er seinen Verdacht. Sie würden auf Niederwild nur mit Schrot schießen, betont Ritt. „Mich stört, dass die Jäger nicht eingesehen haben, dass man auf private Katzen nicht schießt. Aber das ist seit Jahren so“, spart der Tierfreund nicht mit seiner Kritik.

Kritik, die man in der Jägerschaft nicht auf sich sitzen lassen will. „Mir ist diesbezüglich nichts bekannt, zu dem konkreten Vorfall kann ich daher nichts sagen“, stellt der Haager Jagdleiter Leopold Pfeiffer klar und verweist auf die Nähe zur Nachbargemeinde Weistrach. „Dort, wo Herr Ritt wohnt, ist fast nichts mehr unser Gebiet. Mit uns kann das daher nichts zu tun haben“, erklärt Pfeiffer.

Jäger können nicht unterscheiden

Dass ab und zu auf Katzen geschossen werde, will Josef Sturm gar nicht in Abrede stellen. Der Altbürgermeister und ehemalige Polizei-Postenkommandant, der selbst Jäger ist, gibt aber zu bedenken, dass viele Katzen wildern würden und es erlaubt sei, auf diese zu schießen. „Wenn eine Katze wildert und sie 300 Meter vom Haus entfernt ist, dann darf man auf sie schießen“, räumt Sturm ein.

Am Umstand, dass auch Hauskatzen in die Schusslinie geraten würden, seien die Katzenbesitzer auch nicht ganz unschuldig. „Es ist extrem, wie viele Katzen in Flur und Wald herumlaufen. Für die Jäger ist es schwierig, zu unterscheiden, was eine Hauskatze und was eine wilde Katze ist“, erläutert Sturm. Würden Hauskatzen ein Halsband tragen, gäbe es derartige Vorfälle vermutlich nicht. „Es schießt sicher niemand bewusst auf eine Hauskatze“, ist Sturm überzeugt.

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krone.at vom 16.01.2017

Schuss auf Mäusebussard: Ermittler jagen Täter - Anzeige erstattet

Aufregung um einen Mäusebussard! Gefunden auf einem Feld, wurde das verletzte Tier zur Greifvogelstation in Haringsee im Bezirk Gänserndorf gebracht. Eine genaue Untersuchung ergab, dass der "Jäger der Lüfte" angeschossen worden war. Ermittler, die auf Umweltkriminalität spezialisiert sind, wurden eingeschaltet.

Ein Spaziergänger hatte den flügellahmen Greifvogel auf einem Feld bei Schattendorf (Bgld.) entdeckt. Der Tierfreund nahm sich des gefiederten Patienten an und brachte ihn nach Haringsee. Dass der Mäusebussard Opfer einer Straftat ist, wurde in der Veterinärmedizinischen Uni- Klinik entlarvt.

Schrotsplitter im Flügel

Dort stellten Tierärzte die Schussverletzung beim Röntgen fest. "Im Flügelknochen stecken winzige Schrotsplitter, es kann nicht operiert werden. Der Vogel muss jetzt auch gegen eine drohende Bleivergiftung behandelt werden", so Brigitte Kopetzky, Expertin von "Vier Pfoten": "Ob der Flügel vollständig ausheilen wird, lässt sich noch nicht sagen."

Greifvögel sind streng geschützt

Beim Bundeskriminalamt wurde Anzeige erstattet. Denn Mäusebussarde sind, wie alle Greifvögel, ganzjährig streng geschützt und dürfen nicht gejagt werden.

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nachrichten.at vom 10.01.2017

Oberster Gerichtshof: Wilderin muss Nationalpark getöteten Luchs ersetzen

MOLLN. Die Haftungsfrage ist ausjudiziert. Die Ex-Jägerin, die einen Kuder illegal erlegte und den Balg zum Präparator brachte, muss für die Nachbesetzung des Tieres 12.101 Euro zahlen.

Auf Umwegen und unter Zwang trägt jetzt auch Ingrid Rosa W. zum Artenschutz im Nationalpark Kalkalpen ein Scherflein bei. Die ehemalige Jägerin, der mittlerweile die Berechtigung zum Waidhandwerk entzogen wurde, bezahlt 12.101 Euro an den Nationalpark Kalkalpen, damit in den Schweizer Alpen wieder ein Luchsmännchen gefangen und in der Wildnis des Reichraminger Hintergebirges und Sengsengebirges freigelassen werden kann. Ingrid Rosa W. will die Summe ungern überweisen, aber sie muss.

Nach Ingrid Rosa W.s Verurteilung vor dem Steyrer Landesgericht zu einer bedingten Haftstrafe und einer Geldbuße musste die Nationalparkdirektion einen Schadenersatz beim Bezirksgericht einklagen.

Eine Abgeltung von 12.101 Euro für den getöteten Luchs war dem Nationalpark bereits als Privatbeteiligter im Strafprozess zugesprochen worden, aber die Linzer Waidfrau berief erfolgreich dagegen. Auch dagegen, dass sie das Bezirksgericht auf dem Zivilrechtsweg ebenfalls zum Schadenersatz an den Nationalpark verurteilte, wehrte sich die Frau. Das Landesgericht folgte dem Einwand, dass Ingrid Rosa W. den Kuder im Jagdrevier Weyer des Baufonds der katholischen Kirche erlegt habe, das sie und ihr Ehemann Harald W. gepachtet hatten, und nicht im Kerngebiet des Nationalparks. "Wir mussten dagegen unsererseits berufen, weil das eine fatale Zeichensetzung für Wilderer gewesen wäre, geschützte Tiere ohne Konsequenzen abschießen zu können", sagt Nationalparkdirektor Erich Mayrhofer.

Der Oberste Gerichtshof (OGH) entschied jetzt, dass der Nationalpark vom Gesetz beauftragt sei, "bedrohte Tierarten zu fördern und zu schützen". Bei seiner Pflichterfüllung, mit einem Wiederansiedelungsprojekt die Luchse wieder heimisch zu machen, sei der Nationalpark von der Jägerin beeinträchtigt worden.

Ingrid Rosa W. muss nun auch 3605 Euro an Verfahrenskosten tragen. Auf einen ähnlichen Richterspruch muss sich jetzt auch ihr Gatte Harald W. gefasst machen: Auch er war vor dem Landesgericht Steyr verurteilt worden, weil auch er einen Luchs erlegt und dessen Peilsender zerstört hatte.

"Das OGH bringt es wieder ins Lot", sagt der Steyrer Rechtsanwalt Ewald Wirleitner, der den Nationalpark vertreten hat, "es geht nicht an, dass Wilderer finanziell besser fahren als ehrbare Jäger, die für legale Abschüsse oft stattliche Summen hinblättern."

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nachrichten.at vom 05.01.2017

Schon wieder fehlt ein Luchs

MOLLN. Umweltbundesamt der Eidgenossen verlangt von Österreich eine Garantie, dass die Tiere geschützt werden. Andernfalls werden keine Luchse mehr für den Nationalpark gefangen.

Wieder fehlt von einer der Raubkatzen jedes Lebenszeichen. Seit Sommer ist eines der Luchsweibchen im Nationalpark Kalkalpen weder in eine Fotofalle gelaufen, noch wurde es per Peilsender geortet. Die männlichen Tiere, die Kuder, sind von vor dem Strafgericht verurteilten Jägern bereits ausgerottet worden.

Der Nationalpark Kalkalpen will gemeinsam mit Umweltorganisationen und der Jägerschaft im dafür eigens geschaffenen Arbeitskreis "Luka" das Luchsansiedelungsprojekt noch retten. An die Schweiz, von wo bereits drei Luchse für das Arterhaltungsprogramm eingeflogen wurden, wurde ein abermaliges Ansuchen gerichtet, in der Wildnis einen Kuder einzufangen und in den Kalkalpen auszusiedeln. Aber die Eidgenossen wollen nicht mehr ohne weiteres dieser Bitte entsprechen. "Wir wurden aufgefordert, detailliert darzulegen, welche Umstände eine Katze derzeit bei uns erwarten, wenn sie von der Schweiz bei uns freigelassen wird", sagt Nationalparkdirektor Erich Mayrhofer.

Im Klartext will das eidgenössische Umweltbundesamt, das die E-Mail verfasst hat, eine Garantieerklärung haben, dass in der Schweiz in der Wildnis für die Bestandsstützung in den Kalkalpen gefangene Luchse nicht wieder in der Tiefkühltruhe eines Tierpräparators enden.

"Wir können antworten, dass das Land Oberösterreich mittlerweile das Jagdgesetz verschärft hat, was sicherlich ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung war", sagt Mayrhofer. Zudem habe man den Schweizern den Nachweis einer strafrechtlichen Verfolgung der Wilderer, eines Jägerehepaars aus Linz, erbracht.

Wichtig sei zudem aber auch, so sagt Mayrhofer, dass sich neben dem Landesjagdverband auch die örtlichen Waidmänner zum gemeinsamen Luchsprojekt bekennen. "Hier wünsche ich mir auch eine klarere Positionierung des Bezirksjägermeisters", betont Mayrhofer.

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Heute“ vom 05.01.2017

SP: Gatterjagd ist "barbarisch"

SP-Justizsprecher Jarolim schießt sich auf die Gatterjagd, bei der extra gezüchtete Tiere losgelassen und getötet werden, ein. In einer Anfrage nennt er die Jagden „dekadent und barbarisch“. Sie könnten „psychische Probleme“ der Jäger offenlegen, so seine Diagnose., „Nicht selten wird diese Art der ‚Jagd‘ durch in ihrer Beweglichkeit infolge körperlicher Masse bewegungseingeschränkte Personen bevorzugt.“ Dass viele der getöteten Tiere im Müll landen, sei „ein weiterer Aspekt krankhafter Neigung“.

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