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 Jagd in der Presse 2017 

Kronen Zeitung“ vom 10.02.2017

Fangeisen erwürgt "Blacky"

Einem Tierquäler fiel im oststeirischen St. Stefan im Rosental der erst 14 Monate alte Sennenhund „Blacky“ zum Opfer. Das Tier geriet mit dem Kopf in ein illegales Fangeisen, schaffte es noch 10 Meter weit und erstickte qualvoll. Die Polizei ermittelt.

"Normalerweise war ,Blacky
jeden Tag in der Früh nur etwa zehn Minuten draußen", sagt Judith M. (43), die Besitzerin: "Am 7. Jänner ist er nicht mehr zurückgekommen. Wir waren verzweifelt, haben Tierschützer um Hilfe gebeten, auf Facebook und auch sonst im Internet 100 Euro Finderlohn zugesagt vergebens." Seit Mittwochvormittag weiß die Steirerin, dass das Tier, eine Mischung aus Appenzeller und Entlebucher Sennenhund, nicht weit kam. Etwa 200 Meter vom Anwesen entfernt machte ein Jäger eine schreckliche Entdeckung. Der Hund war mit dem Kopf in ein Fangeisen geraten und an dem Druck qualvoll erstickt. Nun fahndet die Polizei nach einem irren Tierquäler. Um Hinweise wird ersucht.

„Wer macht denn sowas?“, fragt sich die traurige Besitzerin und erinnert sich an die Zeit, als noch alles in Ordnung war: „Wir haben ‚Blacky‘ von Bekannten geschenkt bekommen. Eine meiner Töchter – sie war sehr krank – hat er auf dem Weg der Genesung begleitet. Ich hoffe, die Polizei findet den brutalen Täter“.

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oe24.at vom 29.01.2017

Schock! Hier feiern Jäger Fuchs-Massaker

Tierschützer über blutiges Ritual empört. In aller Öffentlichkeit lieferten Jäger ein makaberes Spektakel um ihre Beute ab.

Tierfreunde halten dies einfach nur für geschmacklos: Direkt an der B
19 in Laaben (St. Pölten-Land) feierten stolze Jäger ihre Beute, reihten 72 abgeschossene Füchse aneinander, entzündeten Freudenfeuer und genehmigten sich erst einmal einen guten Schluck. Der Verein Animal Spirit, dessen Mitarbeiter zu Augenzeugen des blutigen Rituals wurden, ist empört, hat Fotos des Fuchs-Massakers ins Internet gestellt. Die Aufregung über die Jäger ist entsprechend.

Vor den geschossenen Füchsen standen Schilder mit den Revieren, in denen die Tiere getötet worden waren. Begründungen wie „Tollwut“ oder „Fuchsbandwurm“ lassen die Tierschützer nicht zu. Nicht in der Paarungszeit der Füchse.

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nzz.ch vom 21.01.2017

Tierfreunde wollen Jagd abschaffen

Dieses Volksbegehren hat das Zeug zum Aufreger: Die Aufgaben der heutigen Milizjagd sollen künftig ausschliesslich professionell ausgebildete, kantonale Wildhüter erfüllen.

Die Jagd zählt zu den Themen, die rasch die Gemüter in Wallung bringen. Das dürfte auch bei der jüngsten Volksinitiative der Fall sein, die im Kanton Zürich lanciert wird. Sie trägt den selbsterklärenden Titel «Wildhüter statt Jäger». Das geht aus der Veröffentlichung vom Freitag im Amtsblatt nach der formalen Prüfung hervor. Sie hat nicht weniger zum Ziel als die Abschaffung der Jagd in ihrer heutigen Form.

Konkret soll der Kanton ein «Wildtier-Management mit professionell ausgebildeten Wildhütern» einführen, das die «Hobbyjagd» ersetzt. Im Vordergrund stünde künftig die natürliche Regulierung des Wildtierbestandes. Bei kranken oder verletzten Wildtieren dürften nur vom Kanton angestellte Wildhüter eingreifen.

Hege nur noch Sache von Profis?

Für Schäden durch Wildtiere in der Landwirtschaft soll der Kanton haften. Die Wildhut dürfte nur tätig werden, wenn alle anderen erdenklichen Schutzmassnahmen nicht erfolgreich gewesen seien, heisst es in der Begründung. Zuständig für den Vollzug wäre eine unabhängige Fachkommission, die sich paritätisch aus Wildhütern, Wildtierbiologen, Veterinären und Vertretern der Tier- und Artenschutzorganisationen zusammensetzte.

Dem Initiativkomitee gehören drei Vorstandsmitglieder der Tier-Partei Schweiz an, die 2015 im Kanton Zürich für den Nationalrat kandidierten. Dazu kommen weitere Tierfreunde wie der Buchautor Nicolas Lindt. Der Vegetarier zweifelt, wie er auf Anfrage sagt, an der Notwendigkeit der Jagd und hält es für unabdingbar, sich in dieser Frage wieder einmal politisch zu engagieren. Mitglied ist auch der grüne Zürcher Gemeinderat Simon Kälin. Es will eine Debatte auslösen. Das kantonale Jagdgesetz aus dem Jahr 1929, in dem seltsamerweise auch der Vogelschutz geregelt werde, sei ohnehin überholt, sagt er.

Ein Fall für Markus Kägi

Die Revision des eidgenössischen Jagdgesetzes ist unterwegs, die Überarbeitung des kantonalen Pendants soll noch in diesem Jahr in die Vernehmlassung gehen. Die Initianten mühten sich allerdings nicht mit Paragrafen ab. Ihr Begehren ist als allgemeine Anregung verfasst, wäre im Falle eines Erfolgs also erst noch umzusetzen. Pikant: Sofern die nötigen 6000 Unterschriften zusammenkommen, muss sich die Baudirektion unter dem passionierten Jäger Markus Kägi mit ihr befassen.

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orf.at vom 20.01.2017

Aus für Gatterjagd ab 2023

Landesrätin Verena Dunst (SPÖ) und FPÖ-Klubchef Geza Molnar haben am Freitag den Entwurf zum Burgenländischen Jagdgesetz präsentiert. Die Novelle bringt ein Ende der Gatterjagd in der neuen Jagdperiode ab Februar 2023.

Bis zu ihrer endgültigen Abschaffung soll die Jagd in umfriedeten Eigenjagdgebieten - also die Gatterjagd - restriktiven Kontrollen unterworfen werden: So sei im Entwurf die Führung eines „Gatterbuches“ vorgesehen, pro Jahr seien lediglich fünf Jagden auf bewegtes Wild erlaubt. Genehmigung für Neuerrichtungen von Jagdgattern soll es keine mehr geben.

Selbstbehalt für Landwirte „juristisches Neuland“

Mit einem Selbstbehalt für Landwirte bei Wildschäden betritt man laut Dunst juristisches Neuland. Außerdem sollen zehn Prozent des Jagdpachtbetrages für wildschadensverhütende beziehungsweise lebensraumverbessernde Maßnahmen verwendet werden. Neue Bestimmungen gibt es auch für das Aussetzen von Wildtieren. Beim Landesjagdverband soll es künftig „verbesserte Kontroll- und Aufsichtsrechte der Behörden“ geben.

Man habe „unter breitester Bürgerbeteiligung und mit konstruktiver Zusammenarbeit das modernste und innovativste Jagdgesetz Österreichs geschaffen“, stellte Dunst fest. Die einzelnen Jäger würden gestärkt und der Landesjagdverband demokratisiert. „Wir setzen schwerwiegende Akzente im Tierschutz“, so FPÖ-Klubobmann Molnar.

Grüne: Auflösung der Jagdgatter schöner Erfolg

Die Grünen begrüßten in einer Aussendung das Verbot der Gatterjagd. „Die noch lange Übergangszeit ist allerdings ein Wermutstropfen“, meinte Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller. Er bedauere, dass es nicht wie in Vorarlberg zu einem Verbot des Aussetzens von Niederwild, vor allem von Enten und Fasanen, gekommen sei. Man hätte sich in einigen Bereichen mehr erwartet, das Verbot und somit die völlige Auflösung aller acht Jagdgatter im Burgenland sei „auf jeden Fall ein schöner Erfolg“.

ÖVP hat verfassungsrechtliche Bedenken

Die ÖVP konnte bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt dem neuen Jagdgesetz weitaus weniger Positives abgewinnen. Klubobmann Christian Sagartz ortete eine „Husch-Pfusch-Aktion“ und äußerte ebenso wie Bauernbund-Landesobmann Niki Berlakovich verfassungsrechtliche Bedenken.

Dass Rot-Blau nun zwei Vertreter im Landesjagdverband bestimmen wolle, widerspreche dem Prinzip der Selbstverwaltung, argumentierte Berlakovich. Der Bauernbund hatte mehr als 2.300 Unterschriften gegen den Gesetzesentwurf gesammelt. Landesrätin Dunst wäre „inhaltlich und kompetenzmäßig überfordert“, sagte Landtagsabgeordneter Walter Temmel. Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) müsse die Landesrätin „zurückpfeifen“, meinte der ÖVP-Mandatar.

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oe24.at vom 19.01.2017

Horrorjäger mit Fahr-Verbot bestrafen

Frischlings-Massaker wird jetzt Fall für das Parlament

Nach einer Wildschwein-Treibjagd in einem Wald bei Luising (Bgld.) gehen die Wogen hoch. Fand doch der Verein gegen Tierfabriken (VGT) eine getötete Bache mit elf noch lebenden Frischlingen im Bauch – die erfroren.

Lust am Töten. Die Tierquälerei ruft SPÖ-Nationalrat Hannes Jarolim auf den Plan. Er macht den Skandal zum Fall für das Parlament. Jarolim stellt eine Anfrage an Verkehrsminister Jörg Leichtfried – mit dem Ziel, den Horror-Jägern wegen Unzuverlässigkeit den Führerschein zu entziehen.

In der Anfrage erhebt Jarolim schwere Vorwürfe gegen Jagdunternehmer Alfons Mensdorff-Pouilly und seinen „berüchtigten“ Veranstaltungen: „Bei dieser an Grausamkeit und Rücksichtslosigkeit kaum mehr zu überbietenden Tat wird augenscheinlich, dass es in der Jägerschaft Menschen gibt, deren bloßer Spaß am Töten in unerträglicher Weise ausgelebt wird“, schreibt Jarolim Klartext.

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oe24.at vom 17.01.2017

Jäger schlitzt Wildschweinmutter auf: 11 Babys tot

Grausame Bilder sorgen für blankes Entsetzen nicht nur unter Tierfreunden.

Wieder einmal sorgt eine Treibjagd auf Wildschweine in einem Wald nördlich von Luising, der „Graf Ali“ Mensdorff-Pouilly gehört, für großen Wirbel: Ein Jäger hat dort eine trächtige Wildschwein-Bache erschossen, aufgeschlitzt und ausgeweidet. Passanten entdeckten zu ihrem Entsetzen, was der Waidmann an der Abschussstelle zurückgelassen hat. Den Uterus des Muttertieres und die elf ungeborenen Frischlinge der Wildsau. Die Ferkelchen lebten alle noch, starben erst später im Schnee.

Der Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT), Martin Balluch, verurteilt diese Treibjagden auf das Schärfste. Er kritisiert vor allem, dass Wildschweine von den Jägern permanent gefüttert werden, um die Populationen der Tiere so für die Jagd in die Höhe zu treiben. Die Fortpflanzung bei den Tieren werde so vollkommen von der Jahreszeit entkoppelt, Würfe bis zu drei Mal im Jahr würden so entstehen.

Dies sei auch der Grund, warum jetzt Mitte Jänner eine hochträchtige Bache erlegt werden konnte. Die Wildschweinmutter hätte ihre elf Frischlinge in etwa einer Woche zur Welt gebracht. Dies wurde verhindert.

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noen.at vom 17.01.2017

Katze hatte acht Schrotkugeln im Körper

Haager erhebt nach Tod seiner Katze schwere Vorwürfe gegen die Jägerschaft. Diese entgegnet.

Wut und Unverständnis prägten die Stimmung von Leopold Ritt in den letzten Tagen. Der Grund für die schlechte Laune des Haagers war der Tod seiner schwarzen Europäischen Kurzhaarkatze Pan. Das Tier war nämlich keines natürlichen Todes gestorben, sondern von Unbekannten angeschossen worden. Die schweren Schussverletzungen überlebte der Kater in der Folge nicht.

„Es ist unerhört, dass es das nach wie vor gibt, dass auf Katzen geschossen wird. Das ist ein schweres Tierschutzvergehen“, poltert auch Tierarzt Franz Mayrhofer von der Tierklinik Weistrach, wo das verletzte Tier behandelt wurde, aber nicht mehr gerettet werden konnte. „Die Katze war gespickt mit Schrot und hatte einen gebrochenen Fuß“, schildert Mayrhofer. Insgesamt acht Schrotkugeln entdeckte der Tierarzt am Röntgenbild und meldete den Vorfall bei der Bezirkshauptmannschaft. „Das geht so einfach nicht“, ärgert er sich gehörig über den Vorfall.

Schwere Vorwürfe gegen Jäger

Katzenbesitzer Leopold Ritt erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Jägerschaft, in deren Reihen er den Täter vermutet. „Ich habe niemanden in der Gegend, der mit Schrot schießt – außer Jäger“, untermauert er seinen Verdacht. Sie würden auf Niederwild nur mit Schrot schießen, betont Ritt. „Mich stört, dass die Jäger nicht eingesehen haben, dass man auf private Katzen nicht schießt. Aber das ist seit Jahren so“, spart der Tierfreund nicht mit seiner Kritik.

Kritik, die man in der Jägerschaft nicht auf sich sitzen lassen will. „Mir ist diesbezüglich nichts bekannt, zu dem konkreten Vorfall kann ich daher nichts sagen“, stellt der Haager Jagdleiter Leopold Pfeiffer klar und verweist auf die Nähe zur Nachbargemeinde Weistrach. „Dort, wo Herr Ritt wohnt, ist fast nichts mehr unser Gebiet. Mit uns kann das daher nichts zu tun haben“, erklärt Pfeiffer.

Jäger können nicht unterscheiden

Dass ab und zu auf Katzen geschossen werde, will Josef Sturm gar nicht in Abrede stellen. Der Altbürgermeister und ehemalige Polizei-Postenkommandant, der selbst Jäger ist, gibt aber zu bedenken, dass viele Katzen wildern würden und es erlaubt sei, auf diese zu schießen. „Wenn eine Katze wildert und sie 300 Meter vom Haus entfernt ist, dann darf man auf sie schießen“, räumt Sturm ein.

Am Umstand, dass auch Hauskatzen in die Schusslinie geraten würden, seien die Katzenbesitzer auch nicht ganz unschuldig. „Es ist extrem, wie viele Katzen in Flur und Wald herumlaufen. Für die Jäger ist es schwierig, zu unterscheiden, was eine Hauskatze und was eine wilde Katze ist“, erläutert Sturm. Würden Hauskatzen ein Halsband tragen, gäbe es derartige Vorfälle vermutlich nicht. „Es schießt sicher niemand bewusst auf eine Hauskatze“, ist Sturm überzeugt.

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krone.at vom 16.01.2017

Schuss auf Mäusebussard: Ermittler jagen Täter - Anzeige erstattet

Aufregung um einen Mäusebussard! Gefunden auf einem Feld, wurde das verletzte Tier zur Greifvogelstation in Haringsee im Bezirk Gänserndorf gebracht. Eine genaue Untersuchung ergab, dass der "Jäger der Lüfte" angeschossen worden war. Ermittler, die auf Umweltkriminalität spezialisiert sind, wurden eingeschaltet.

Ein Spaziergänger hatte den flügellahmen Greifvogel auf einem Feld bei Schattendorf (Bgld.) entdeckt. Der Tierfreund nahm sich des gefiederten Patienten an und brachte ihn nach Haringsee. Dass der Mäusebussard Opfer einer Straftat ist, wurde in der Veterinärmedizinischen Uni- Klinik entlarvt.

Schrotsplitter im Flügel

Dort stellten Tierärzte die Schussverletzung beim Röntgen fest. "Im Flügelknochen stecken winzige Schrotsplitter, es kann nicht operiert werden. Der Vogel muss jetzt auch gegen eine drohende Bleivergiftung behandelt werden", so Brigitte Kopetzky, Expertin von "Vier Pfoten": "Ob der Flügel vollständig ausheilen wird, lässt sich noch nicht sagen."

Greifvögel sind streng geschützt

Beim Bundeskriminalamt wurde Anzeige erstattet. Denn Mäusebussarde sind, wie alle Greifvögel, ganzjährig streng geschützt und dürfen nicht gejagt werden.

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nachrichten.at vom 10.01.2017

Oberster Gerichtshof: Wilderin muss Nationalpark getöteten Luchs ersetzen

MOLLN. Die Haftungsfrage ist ausjudiziert. Die Ex-Jägerin, die einen Kuder illegal erlegte und den Balg zum Präparator brachte, muss für die Nachbesetzung des Tieres 12.101 Euro zahlen.

Auf Umwegen und unter Zwang trägt jetzt auch Ingrid Rosa W. zum Artenschutz im Nationalpark Kalkalpen ein Scherflein bei. Die ehemalige Jägerin, der mittlerweile die Berechtigung zum Waidhandwerk entzogen wurde, bezahlt 12.101 Euro an den Nationalpark Kalkalpen, damit in den Schweizer Alpen wieder ein Luchsmännchen gefangen und in der Wildnis des Reichraminger Hintergebirges und Sengsengebirges freigelassen werden kann. Ingrid Rosa W. will die Summe ungern überweisen, aber sie muss.

Nach Ingrid Rosa W.s Verurteilung vor dem Steyrer Landesgericht zu einer bedingten Haftstrafe und einer Geldbuße musste die Nationalparkdirektion einen Schadenersatz beim Bezirksgericht einklagen.

Eine Abgeltung von 12.101 Euro für den getöteten Luchs war dem Nationalpark bereits als Privatbeteiligter im Strafprozess zugesprochen worden, aber die Linzer Waidfrau berief erfolgreich dagegen. Auch dagegen, dass sie das Bezirksgericht auf dem Zivilrechtsweg ebenfalls zum Schadenersatz an den Nationalpark verurteilte, wehrte sich die Frau. Das Landesgericht folgte dem Einwand, dass Ingrid Rosa W. den Kuder im Jagdrevier Weyer des Baufonds der katholischen Kirche erlegt habe, das sie und ihr Ehemann Harald W. gepachtet hatten, und nicht im Kerngebiet des Nationalparks. "Wir mussten dagegen unsererseits berufen, weil das eine fatale Zeichensetzung für Wilderer gewesen wäre, geschützte Tiere ohne Konsequenzen abschießen zu können", sagt Nationalparkdirektor Erich Mayrhofer.

Der Oberste Gerichtshof (OGH) entschied jetzt, dass der Nationalpark vom Gesetz beauftragt sei, "bedrohte Tierarten zu fördern und zu schützen". Bei seiner Pflichterfüllung, mit einem Wiederansiedelungsprojekt die Luchse wieder heimisch zu machen, sei der Nationalpark von der Jägerin beeinträchtigt worden.

Ingrid Rosa W. muss nun auch 3605 Euro an Verfahrenskosten tragen. Auf einen ähnlichen Richterspruch muss sich jetzt auch ihr Gatte Harald W. gefasst machen: Auch er war vor dem Landesgericht Steyr verurteilt worden, weil auch er einen Luchs erlegt und dessen Peilsender zerstört hatte.

"Das OGH bringt es wieder ins Lot", sagt der Steyrer Rechtsanwalt Ewald Wirleitner, der den Nationalpark vertreten hat, "es geht nicht an, dass Wilderer finanziell besser fahren als ehrbare Jäger, die für legale Abschüsse oft stattliche Summen hinblättern."

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nachrichten.at vom 05.01.2017

Schon wieder fehlt ein Luchs

MOLLN. Umweltbundesamt der Eidgenossen verlangt von Österreich eine Garantie, dass die Tiere geschützt werden. Andernfalls werden keine Luchse mehr für den Nationalpark gefangen.

Wieder fehlt von einer der Raubkatzen jedes Lebenszeichen. Seit Sommer ist eines der Luchsweibchen im Nationalpark Kalkalpen weder in eine Fotofalle gelaufen, noch wurde es per Peilsender geortet. Die männlichen Tiere, die Kuder, sind von vor dem Strafgericht verurteilten Jägern bereits ausgerottet worden.

Der Nationalpark Kalkalpen will gemeinsam mit Umweltorganisationen und der Jägerschaft im dafür eigens geschaffenen Arbeitskreis "Luka" das Luchsansiedelungsprojekt noch retten. An die Schweiz, von wo bereits drei Luchse für das Arterhaltungsprogramm eingeflogen wurden, wurde ein abermaliges Ansuchen gerichtet, in der Wildnis einen Kuder einzufangen und in den Kalkalpen auszusiedeln. Aber die Eidgenossen wollen nicht mehr ohne weiteres dieser Bitte entsprechen. "Wir wurden aufgefordert, detailliert darzulegen, welche Umstände eine Katze derzeit bei uns erwarten, wenn sie von der Schweiz bei uns freigelassen wird", sagt Nationalparkdirektor Erich Mayrhofer.

Im Klartext will das eidgenössische Umweltbundesamt, das die E-Mail verfasst hat, eine Garantieerklärung haben, dass in der Schweiz in der Wildnis für die Bestandsstützung in den Kalkalpen gefangene Luchse nicht wieder in der Tiefkühltruhe eines Tierpräparators enden.

"Wir können antworten, dass das Land Oberösterreich mittlerweile das Jagdgesetz verschärft hat, was sicherlich ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung war", sagt Mayrhofer. Zudem habe man den Schweizern den Nachweis einer strafrechtlichen Verfolgung der Wilderer, eines Jägerehepaars aus Linz, erbracht.

Wichtig sei zudem aber auch, so sagt Mayrhofer, dass sich neben dem Landesjagdverband auch die örtlichen Waidmänner zum gemeinsamen Luchsprojekt bekennen. "Hier wünsche ich mir auch eine klarere Positionierung des Bezirksjägermeisters", betont Mayrhofer.

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Heute“ vom 05.01.2017

SP: Gatterjagd ist "barbarisch"

SP-Justizsprecher Jarolim schießt sich auf die Gatterjagd, bei der extra gezüchtete Tiere losgelassen und getötet werden, ein. In einer Anfrage nennt er die Jagden „dekadent und barbarisch“. Sie könnten „psychische Probleme“ der Jäger offenlegen, so seine Diagnose., „Nicht selten wird diese Art der ‚Jagd‘ durch in ihrer Beweglichkeit infolge körperlicher Masse bewegungseingeschränkte Personen bevorzugt.“ Dass viele der getöteten Tiere im Müll landen, sei „ein weiterer Aspekt krankhafter Neigung“.

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