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 Jagd in der Presse 2010 

orf.at vom 25.07.2010  

Beim Verrichten der Notdurft schwer verletzt 

In Schönau im Mühlkreis (Bezirk Freistadt) ist ein Jäger beim Verrichten der Notdurft so unglücklich gestürzt, dass er ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat.

Mit Hinterkopf auf Kante aufgeschlagen

Der 67-Jährige war mit Kollegen auf der Jagd. Den Jagderfolg - einen Rehbock - feierten sie anschließend. Der Pensionist ging dann vor die Türe, um seine Blase zu entleeren. Dabei stürzte er und landete mit dem Hinterkopf genau auf einer Betonkante. Der Rettungshubschrauber flog den Schwerverletzten in das Linzer AKH.

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kleinezeitung.at vom 21.07.2010 

Jäger unter Beschuss der Anrainer 

Empörung wegen Wildschwein-Abschuss bei Schonzeit in Ferndorf. Jägerschaft verteidigt die Bejagung. "Jagd"-Konflikt auch in Velden.

Immer wieder prallen auch in Villach die Welten von Jägern und Anrainern aufeinander. Der jüngste Fall von verbotener Wildschweinjagd in Villach regt auf: "Vier Jäger haben in Ferndorf eine Wildsau mit sechs Frischlingen gejagt", sagt Auguste Windisch-König vom Villacher Tierschutzverein. Ein anonymer Anrufer aus "Insider-Kreisen" hat den Tierschützern den Hinweis gegeben. Diese erstatteten Anzeige. "Laut Jagdgesetz dürfen führende Tiere, Bachen wie auch Rehe, erst ab 1. August geschossen werden", ist Windisch-König empört. "Alles war völlig korrekt", erklärt hingegen Bezirksjägermeister Gundrich Natmessnig. "Das Tier war ein Überläufer, also nicht das Muttertier." Überhaupt müsse man den Schwarzwild-Bestand ob der landwirtschaftlichen Schäden, den die Tiere anrichten, sehr im Auge behalten.

Rehkitze dürfen weiterleben

Aufregung gab es auch in Velden. Ein Jäger hat sein Jagdrevier gleich mit einem riesigen und extra-breiten Hochsitz markiert und getönt, es auf die zwei Kitze einer Reh-Geis abgesehen zu haben. Außerdem gibt es immer wieder Konflikte mit Hundebesitzern, die in einem nahen, tierfreundlichen Hotel am Saisser See Urlaub machen. Mit einem konstruktiven Gespräch mit Verantwortlichen und Anrainern konnte gestern alles zum Guten gewendet werden. Der imposante Hochsitz muss weg, die Kitze dürfen auf jeden Fall weiterleben.

Maßgeblich eingebracht hat sich dabei der Rehwildbeauftragte des Landes, Wolfgang Oswald. "Ängste und Anregungen aus der Bevölkerung sollten sehr ernst genommen werden", erklärt er. Überhaupt sei gerade in diesem sensiblen Bereich sehr viel Aufklärungsarbeit nötig. Beispielsweise, dass Hunde im Wald nur angeleint und auf Wegen bleiben sollten. "Rennen diese quer durch das Gelände, verängstigen sie allein durch ihren Geruch das Wild."

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krone.at vom 21.07.2010 

Grausiger Fund - Frau stößt beim Beerenpflücken auf toten Jäger 

Eine Krankenschwester aus Oberösterreich hat beim Beerensammeln im Bezirk Zwettl eine schreckliche Entdeckung gemacht. Statt reifen Früchten fand die 42-jährige Christine Sch. einen toten Jäger im Dickicht! In ihrer Verzweiflung versuchte die Linzerin noch, den Mann wiederzubeleben. Doch Erich S., ein elffacher Großvater, dürfte schon eine Stunde vor dem Fund verstorben sein.

Jetzt sind sie wieder reif und stehen in Niederösterreich in voller Pracht - die Früchte des Waldes. Als besonderes Paradies für Heidelbeeren gilt die Gegend rund um Arbesbach. Mittwochmittag machte sich hier, wie kurz berichtet, Christine Sch. aus Linz auf die Suche nach dem blauen Obst.

Gegen 14.30 Uhr dann das Horrorerlebnis: Die Krankenschwester entdeckte mitten im Wald die Leiche eines Mannes. Trotz Schock leitete die Oberösterreicherin sofort Reanimationsversuche ein, erst als sich kein Anzeichen auf Atmung feststellen ließ, alarmierte die Frau vom nächsten Bauernhof aus die Polizei.

Schon eine Stunde vor dem Fund dürfte der 71-jährige Waidmann während der Pirsch verstorben sein. Der beliebte Rotkreuz-Mitarbeiter hinterlässt fünf Kinder, elf Enkerln und ein Urenkerl.

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noen.at vom 14.07.2010 

Schrotschüsse auf Kater 

ALBERNDORF / Wer schießt hier auf Streuner? Alberndorfer Familie hofft endlich auf ein friedliches Nebeneinander.

Aufregung herrscht bei Katzenbesitzern im Pulkautal. Immer wieder bleiben Vierbeiner spurlos verschwunden. Eine Alberndorfer Familie will sich das nicht länger gefallen lassen und geht deshalb an die Öffentlichkeit. Einer ihrer Kater hatte sich an einem Juni-Abend mit schweren Verletzungen am Auge und am linken Hinterlauf heimgeschleppt.

Nach einem Befund der Tierärztin sei der Vierbeiner von Schrotkugeln getroffen worden. Die Knochen des linken Hinterlaufs wurden zertrümmert. „Es steckten noch Kugel-Fragmente darin“, berichtet Besitzerin Andrea Strobl. Der Kater wurde in der Tierklinik Hollabrunn operiert, überlebte mit knapper Not.

„Abgesehen vom menschlichen Leid – der Kater gehört meinem jüngsten Sohn, der tief schockiert von dieser Tat ist – ist der wirtschaftliche Schaden enorm“, so Strobl. Die Tierarztkosten belaufen sich mittlerweile auf rund 850 Euro.

Doch ein Unglück kommt selten allein: Der zweite Kater der Familie ist gar nicht mehr nach Hause gekommen. Die Strobls rechnen mit dem Schlimmsten und haben auch schon Anzeige bei der Polizei erstattet.

Zurecht, wie selbst Dr. Peter Lebersorger, Geschäftsführer des NÖ Landesjagdverbandes gegenüber dem Österreichischen Tierschutzverein (ÖTV) einräumt: „Das ist ein Fall für die Polizei, denn es widerspricht völlig der jagdlichen Praxis, dass Jäger im Juni mit einem Schrotgewehr ins Revier gehen.“ Die Zeit der Schrotjagd sei in Niederösterreich ab 1. Oktober (Niederwildsaison).

Entsetzt zeigt sich auch Marion Löcker vom ÖTV. Auch, wenn derartige Vorfälle fast an der Tagesordnung stehen. „Uns als Tierschutzverein werden immer wieder solche Fälle geschildert und auch uns persönlich widerfahren immer wieder Dinge, die weder mit dem Jagdgesetz, noch mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sind.“ Die Strobls hoffen indes, dass Aufklärung und das Erregen von Aufmerksamkeit künftig zu einem friedlicheren Zusammenleben zwischen Anrainern und den Schützen, denen man kaum auf die Schliche kommt, führt.

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orf.at vom 14.07.2010 

Roznik erschossen: Jäger als Täter überführt 

Nach dem Abschuss des Braunbären Roznik im Mai 2009 konnte nun der Täter mittels DNA-Spuren auf einer Decke überführt werden. Es handelt sich um einen Jäger aus Bad Eisenkappel, der schon länger im Visier der Ermittler war. Er wird angezeigt.

Tier nach Abschuss in Decke gewickelt


Ende Mai des Vorjahres wurde der junge Braunbär Roznik bei Bad Eisenkappel erschossen. Zwei Wochen später wurde der gehäutete Kadaver des Tieres in einem Bachbett im slowenischen Logartal gefunden.

Seit rund einem Jahr stand ein Jäger aus Bad Eisenkappel im Visier der Ermittler. Jetzt konnten sie ihm die Tat nachweisen. Auf einer Decke, die dem mutmaßlichen Bärentöter gehört, konnten DNA-Spuren eindeutig dem getöteten Braunbären zugeordnet werden.

Kriminaltechnische Ergebnisse wurden abgewartet.
Martinz: "Akribische Ermittlungsarbeit"

Oberst Christian Martinz, der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes Kärnten: "Der Erfolg ergab sich durch die akribische Arbeit der Ermittler. Wir mussten noch auf einige Ergebnisse der Kriminaltechnik warten. Deshalb ist eine gewisse Zeit verstrichen."

Die Anzeige der Kriminalpolizei ist am Mittwoch an die Staatsanwaltschaft ergangen, bestätigte Martinz. In welcher Form Anklage erhoben wird, muss der zuständige Staatsanwalt entscheiden.

Tatverdächtiger in Widersprüche verstrickt

Der mutmaßliche Bärentöter will nach wie vor nichts mit der Tat zu tun haben. Die Polizei ist aber sicher, den Richtigen erwischt zu haben.

"Er hat sich in einige Widersprüche verwickelt. Wir konnten aber einige Sachbeweise finden, die für uns schlüssig sind, dass er mit dem Verschwinden des Bären zutun hat", sagte Martinz.

10.000 Euro Ergreiferprämie.
Empfänger von Ergreiferprämie noch unklar


Zeugen hatten die Ermittler zu dem Jäger aus Bad Eisenkappel geführt, der Roznik getötet haben soll. Noch ist unklar, wer die 10.000 Euro Ergreiferprämie erhält, die unter anderem von vier Pfoten und dem Land Kärnten ausgesetzt wurde.

Der Unterkärntner Jäger werde seine Lizenz im Fall einer Verurteilung verlieren, betonte die Jägerschaft in einer Aussendung.

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orf.at vom 05.07.2010 

Schuss löste sich aus Gewehr: Jäger verletzt 

Ein 40-jähriger Mann aus Deutschkreutz ist durch eine Schussverletzung schwer verletzt worden. Der Jäger stieg in seiner Hauseinfahrt aus seinem Auto aus, dabei löste sich ein Schuss aus seinem Jagdgewehr.

Ursache noch unklar

Der Mann wurde am Oberschenkel getroffen und schwer verletzt, er wurde mit dem Notarztwagen in das Krankenhaus Eisenstadt gebracht. Warum sich der Schuss aus dem Gewehr löste, ist noch nicht geklärt.

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ots.at vom 29.06.2010 

Österreichischer Tierschutzverein war schneller als Polizei und Jäger und rettete so einem kleinen Fuchs das Leben!

Salzburg - Ein ca. 4 Monate alter Fuchs hatte sich in einer Plastikeinkaufstasche verfangen und humpelte durch Hocheck, O.Ö. Eine Passantin verständigte die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins. Da die Frau aber auch die Polizei gerufen hatte, die wiederum einen Jäger rief, war Eile geboten. 


Ein ca. 4 Monate alter Fuchs hatte sich in einer Plastikeinkaufstasche 
verfangen und humpelte durch Hocheck, O.Ö.
Foto: Österreichischer Tierschutzverein


sZum Glück für den Fuchs war die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins schneller als Polizei und Jäger, fing den Fuchs ein und rettete ihn auf einen ÖTV-Assisi-Hof. Dort wurde er tierärztlich versorgt, wird nun, da er stark untergewichtig ist, aufgepäppelt und sobald er kräftig genug ist, wieder frei gelassen.

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orf.at vom 23.06.2010 

Mann stürzt sechs Meter von Hochsitz - tot 

In Predlitz im Bezirk Murau ist am Dienstag ein 72-jähriger Pensionist von einem Hochsitz gestürzt und ums Leben gekommen. Der Mann erlitt beim Sturz aus sechs Meter Höhe tödliche Verletzungen.

Tödliche Verletzungen


Der 72-Jährige hatte laut Polizei Reparaturarbeiten am Hochsitz durchgeführt. Dabei dürfte er aus noch unbekannter Ursache sechs Meter in die Tiefe gestürzt sein. Er erlitt tödliche Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle.

Erst am Abend fand ihn ein Förster, der die Polizei verständigte.

Erst am Samstag ist ein 70-jähriger Jäger in den Grazer Murauen von einem fünf Meter hohen Hochsitz gestürzt und schwer verletzt worden. Als der Jäger über eine Stiege auf den Hochsitz kletterte, brach eine Sprosse.

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kleinezeitung.at vom 22.06.2010 

Wildernde Hunde auf frischer Tat ertappt 

Im südsteirischen Glanz wurden Schafe von Hunden gerissen. Ein Hund wurde erlegt, Suche nach Besitzer läuft.

Neun Wochen herrschte nach zahlreichen Hunderissen von Damwild, Schafen und Hasen in der Region um Schloßberg offenbar Ruhe. Montag in der Früh haben wildernde Hunde jedoch im benachbarten Glanz erneut zugeschlagen. Diesmal wurden die Tiere aber auf frischer Tat ertappt.

Drei Hunde waren es, die sieben Mutterschafe und einen Schafbock von Landwirt Hubert Gaube rissen, ehe sie von einem Jäger gestoppt werden konnten. "Wir dachten uns, der ganze Spuk ist vorbei, wir können die Tiere wieder ohne Angst auf die Weide lassen. Und jetzt das", ist Gaube geschockt.

Suche nach Besitzer

Ein Hund - ein schwarzbrauner Schäfermischling - wurde erschossen. Da er kein Halsband trägt und auch nicht gechipt ist, ist es schwer, die Besitzer auszumachen. Versuchen will es Polizeiinspektor Reinhard Bierbauer vom Posten Leutschach dennoch: "Es ist nicht einfach, weil in der Gegend fast auf jedem Hof ein oder mehrere Hunde sind. Und Schäfermischlinge sind ja doch sehr häufig zu finden. Dennoch werden wir uns bemühen und schauen, ob wo ein Tier fehlt", versichert der Polizist. Den Anblick der gerissenen Schafe wird er übrigens nicht so schnell vergessen: "Es war wirklich grauslich. Sechs Tiere haben noch gelebt, als wir gekommen sind. Sie waren schwerst verletzt und entsetzlich zugerichtet. Gut, dass sie vom Jäger erlöst wurden."

Ob die Hunde, die diesmal zugeschlagen haben, die Übeltäter der Fälle in Schloßberg und Großwalz waren, kann nicht festgestellt werden. Bezirksjägermeister Rudolf Gaube weiß aber, dass seine Jäger extrem aufmerksam waren, um die tierischen Wilderer zu erwischen. Was dennoch nicht gelungen ist.

Jäger Karl Dworschak, dessen Damwildgehege in Schloßberg Anfang April "ausgeräumt" wurde, weiß, dass jenseits der Grenze kürzlich Schafe gerissen wurden. Auch glaubt er, dass die Hunde in der Region aktiv geblieben sind: "Wir haben zahlreiche gerissene Rehe gefunden. Sie haben offenbar nur ihre Beute gewechselt."

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orf.at vom 21.06.2010 

Jäger stürzt von Hochsitz: Schwer verletzt 

Ein 70-jähriger Jäger ist Samstagfrüh in den Grazer Murauen von einem fünf Meter hohen Hochsitz gestürzt und schwer verletzt worden. Als der Jäger über eine Stiege auf den Hochsitz kletterte, brach eine Sprosse.

Sprosse gebrochen


Der Jäger war gegen vier Uhr früh in den Murauen zum Hochsitz unterwegs. Er stieg die Leiter zum Hochsitz hinauf. Plötzlich brach in einer Höhe von etwa dreieinhalb Metern eine Sprosse der Leiter.

Zahlreiche Knochenbrüche

Der 70-Jährige stürzte fünf Meter tief zu Boden. Mit zahlreichen Knochenbrüchen und Abschürfungen schleppte er sich zur nächstgelegenen Straße und blieb dort liegen. Als sich ein 50-jähriger Lenker näherte, schaltete der Jäger seine Taschenlampe ein und machte mit Lichtzeichen auf sich aufmerksam.

Der Pkw-Lenker verständigte Polizei und Rettung. Nach der Erstversorgung wurde der 70-Jährige mit schweren Verletzungen in das LKH Graz gebracht.

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krone.at vom 17.06.2010 

Jäger will Rehbock erlegen und schießt sich selbst ins Bein 

Per Heli ins Spital

Bei dem Vorhaben, einen Rehbock von seinem Geländewagen aus zu erlegen, hat sich ein Jäger in Fels am Wagram (Bezirk Tulln) am Mittwochnachmittag selbst ins Bein geschossen. Der Mann konnte noch selbst nach Hause fahre, wo bereits der von seiner Mutter verständigte Notarzt wartete.


Der Jäger war laut Polizei auf einem Güterweg unterwegs, als er eigenen Angaben zufolge zwei Rehböcke sah. Er habe eines der Tiere erlegen wollen und deshalb zu seinem Gewehr gegriffen, das er auf den Oberschenkeln abgelegt hatte. Dabei habe sich ein Schuss gelöst.
Der 30-Jährige wurde nach Angaben der Sicherheitsdirektion NÖ am linken Oberschenkel getroffen. Das Projektil durchschlug das Bein des Mannes und trat daraufhin durch die Fahrertür des Geländewagens aus.

Der Rettungshubschrauber "Christophorus 2" transportierte den Verletzten schließlich ins Landesklinikum Krems.

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orf.at vom 16.06.2010 

Jäger trafen einander im Barockschloss 

Die Standesvertretung der burgenländischen Jägerschaft tagte im Barockschloss Halbturn - mit Feldmesse und Jagdhundeschau. Neben einer Bilanz über das abgelaufene Jagdjahr war auch das Image der Jagd Thema.

Wünsche für das Jahr

Der 61. Landesjagdtag im Hof des Barockschlosses von Halbturn wurde standesgemäß eröffnet - von den Neusiedler Jagdhornbläsern.

Für mehr Verständnis

Die Waidmänner zogen Bilanz über das abgelaufene Jagdjahr und artikulierten Wünsche für das Jagdjahr 2010 - darunter der Wunsch, mehr Verständnis bei der Bevölkerung für das Tun der Jäger zu erzeugen.

"Nachhaltig ernten"

"Wir wünschen uns, dass wir hier nachhaltig ernten durchaus im Sinne des Wildes, aber natürlich auch in dem Sinn, wertvolles Wildbret für die Bevölkerung zu erzeugen", so Landesjägermeister Peter Prieler.

6.700 Jagdkartenbesitzer

Im Burgenland gibt es derzeit mehr als 6.700 Jagdkartenbesitzer, die knapp 490 Reviere betreuen.

Thema des Landesjagdtages war auch das Image der Jäger. Dieser Frage wurde bei der heimischen Bevölkerung nachgegangen, Man habe wichtige Schritte gesetzt und werde diesen Weg weitergehen, sagt Förster Roman Bunyai von der Werkstatt Natur.

Wild und Wald näherbringen

"Wir versuchen in der Werkstatt Natur - und das ganz erfolgreich - Kindern und Jugendlichen die Themen Jagd, Wild und natürlich auch Wald etwas näher zu bringen, sie darauf vorzubereiten, dass Jagd auch sehr notwendig ist und im Zuge dessen auch den richtigen Umgang mit Wald und Umwelt", so Bunyai.

Sieben Millionen Euro Pacht

Die Jagd ist auch im Burgenland ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. So bekommen allein die Grundbesitzer eine jährliche Pacht von sieben Millionen Euro insgesamt wird der Wirtschaftsfaktor Jagd mit 20 Millionen Euro beziffert.

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"Wirtschaftsblatt" vom 04.06.2010 

Jagdschmuck ist en vogue wie nie 

WIEN Juwelier HaIder legt im ersten Halbjahr um 30 Prozent zu

Eine konsequente Nischenpolitik beschert dem Wiener Jagdschmuckspezialisten Halder stetige Umsatzzuwächse. Neue Standorte gibt es trotzdem nicht.

Wien. Konsequente Nischen­politik zahlt sich aus. Davon ist Katharina Sturzeis, Chefin des Jagd- und Trachtenschmuckerzeugers Halder, überzeugt. "Wir sind in den letzten fünf Jahren um durch­schnittlich zwölf Prozent ge­wachsen", erzählt Sturzeis. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres konnte der Umsatz sogar um 30 Prozent gestei­gert werden. Angaben über den Umsatz selbst wollte Sturzeis - auch aus Sicherheitsgründen - nicht machen.

Grundlage des Erfolges sei, dass die Nische Jagdschmuck konsequent bespielt werde. Diese Nischenpolitik werde von ihrer Maxime "Service, Service, Service" optimal unterstützt. "Man muss die Bedürfnisse des Kunden befrie­digen, koste es, was es wolle", sagt Sturzeis, die den 1895 gegründeten Juwelier Halder am Wiener Michaelerplatz vor mehr als 20 Jahren übernommen und seither den Umsatz verzehnfacht hat.

Dass Edelmetall gerade jetzt als Wertanlage geschätzt werde, sieht Sturzeis auf Schmuck bezogen etwas differenzier­ter. "Natürlich ist Edelmetall immer im weitesten Sinn eine Geldanlage. Aber eher in Form von Münzen oder Barren", erklärt sie. Bei Schmuck müsse immer ein Verlust durch die Arbeit und die Facon eingerechnet werden.

Rund 30 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Sturzeis im Ausland, Hauptmarkt ist Mitteleuropa. Aber selbst aus Russland und den USA kom­men Fans des Jagdschmucks nach Wien. Vertrieben werden die Schmuckstücke, Jagdabzeichen und Dekorationsgegenstände, zu denen oft auch die eigenen Trophäen der Kunden verarbeitet und gefasst werden, im Geschäft in der Wiener Innenstadt, auf Messen, Kongressen und Ausstellungen. "Oft schicken die Kunden auch die Trophäen per Post, und per Mail wird der Rest erledigt", sagt Sturzeis.

Filialen nicht ideal

Daneben werden in Wien auch Abzeichen für Sport-, Hunde-, Wander- und Reitclubs, Pfadfinder, Alpen- und Heimatvereine kreiert und hergestellt. Von einer Filiale hält Sturzeis wenig: Zum einen sei Wien ein durchaus attraktiver Platz, zum anderen seien Filialen für jemanden in dieser Größe nicht ideal. "Wir können unsere Kunden nur hier in der optimalen Breite und Qualität betreuen", ist Sturzeis überzeugt. Und vor allem Letztere ist Sturzeis, die aus der Juweliersfamilie Heldwein stammt, wichtig: "Qualität liegt mir im Blut, da mache ich keine Abstriche."

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 30.05.2010 

Leserbrief zu "Verantwortung für die ganze Umwelt"  vom 26.05.2010 

Der Bezirksjägermeister Josef Fritz meint - aus seiner Sicht - zurecht, wenn man nun In der Rotwildhegegemeinschaft Donauauen 2009 wahrscheinlich die stärksten Hirsche erlegt habe, dies „Lohn der langen Arbeit“ sei. Jäger sehen darin die „Ernte“ für ihre Tätigkeit, nicht zuletzt getrieben möglichst große und prächtige Trophäen zu gewinnen. Absurd wird es, wenn er meint, dass sie mit ihrer Arbeit „ein ausgeglichenes Biotop erhalten wolle“. Dieses Beispiel zeigt mal wieder wie die Realität rasch mit der Welt der Jägermärchen vermischt wird. Hier tut Aufklärung not.

Was die Jägerschaft schlecht annehmen kann, ist dass sich die Natur von selbst reguliert und diese nun – auf einer deutlich höhere Ebene als der Jäger - verantwortlich für Nachhaltigkeit, Tiere und Pflanzen sei. Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen dies und sehen die Jagd nicht nur als nicht erforderlich an sondern geradezu als schädlich für unsere Natur. Wenn das ureigenste Interesses der Jäger tatsächlich der Arten- und Naturschutz sei, dann würden sie umgehend auf Ihre Waffen verzichten. Da das aber nicht passiert, kann sich jeder selber von den wahren Jägermotiven ein Bild machen: Naturschutz oder Trophäengeilheit.

Dr. Christian Nittmann

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 26.05.2010 

„Verantwortung für die ganze Umwelt“ 

WEIDMANNSHEIL Jägerschaft traf sich im Z2000: Nachhaltigkeit & Öffentlichkeitsarbeit. 

STOCKERAU Eine „wilde Sache“: Nach einer gemeinsamen Hubertusmesse wurde im Z2000 der Bezirksjägertag abgehalten.

Bezirksjägermeister Josef Fritz zog Bilanz. „Vor 15 Jahren hat es noch ganz anders ausgesehen“, sagte er über das Rotwild, „jetzt erhalten wir den Lohn der langen Arbeit.“ In der Rotwildhegegemeinschaft Donauauen wurden 2009 wahrscheinlich die stärksten Hirsche erlegt. „Wir wollen ein ausgeglichenes Biotop erhalten“, ist Fritz entschlossen.

„Besonders stolz“ ist der Bezirksjägermeister auf das Thema Krähenbejagung. Die Krähen sind Gewinner der Kulturlandschaft, eine hohe Dichte dieser Beutegreifer wirkt sich negativ auf ihre Beutetiere wie Rebhühner aus. Fritz erwartet sich Lob von Grün-Gruppierungen: „Wir betreiben hier wirklich Artenschutz.“

Ein großes Thema im Jagdverband ist die Öffentlichkeitsarbeit. „Hundeführer, Falkner und Waldhornbläser haben schon einen großen Schritt getan“, ist Fritz überzeugt. Nun sei jeder einzelne Jäger für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „Wir Jäger sind verantwortlich für Nachhaltigkeit, Tiere, Pflanzen und die gesamte Umwelt“, diese Bemühungen müssten auch kommuniziert werden, damit es nicht heißt, die Jäger würden nur Bambis erschießen.

Pernkopf: „Jagd ist Teil unserer Landeskultur“

Die Jagd als Mittel der Nachhaltigkeit war auch Thema des Referats von Landesrat Dr. Stephan Pernkopf: „Die Jagd ist ein lebendiger Teil unserer Landeskultur.“ Allein in Niederösterreich gibt es 34.000 Jägerinnen und Jäger. Pernkopf sprach auch den Konflikt mit Freizeitsportlern an: „Es gibt eine Natur und viele verschiedene Nutzer, die nicht alle das Gleiche wollen.“

Als Vorstandsmitglied des Landesjagdverbands lieferte Albin Haidl, Bezirksjägermeister in Waidhofen, einen Bericht ab. Albin ermahnte die versammelten Jäger, am freiwilligen Übungsschießen teilzunehmen. Nur 38 Prozent im Bezirk taten das vergangenes Jahr. Weil die Jagd ohne Hund Schund ist, ist ab 2011 ein geprüfter Jagdhund in jedem Revier Pflicht. Pernkopf ergänzte: „Die Jagd ohne Horn ist Schmorrn.“ Deswegen sorgten im Z2000 die Jagdhornbläsergruppen Kreuttal, Kreuzenstein und Senning für die musikalische Umrahmung.

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standard.at vom 25.05.2010 

WWF: Bleivergiftungen gefährden Greifvögel 

Toter Seeadler im Waldviertel entdeckt - Schon geringste Mengen Blei führen zu schweren Vergiftungssymptomen

Aus aktuellem Anlass machten WWF und der niederösterreichische Landesjagdverband am Dienstag - einmal mehr - auf die Gefährdung von Greifvögeln durch Bleivergiftungen aufmerksam: Im Waldviertel entdeckte ein Jäger im April in Reitzenschlag (Bezirk Waidhofen an der Thaya) einen verendeten Seeadler - die Obduktion an der veterinärmedizinischen Universität Wien ergab als Todesursache Bleivergiftung.

Greifvögel nehmen mitunter über die Nahrung Blei in Form von Schrotkügelchen auf, wenn sie angeschossene Enten oder Gänse erbeuten oder unsachgemäß entsorgte Eingeweide von erlegten Rehen oder Wildschweinen - den sogenannten Aufbruch - fressen. Schon geringste Mengen führen zu schweren Vergiftungssymptomen, die Tiere verhungern oder kollidieren wegen ihrer eingeschränkten Reaktionsfähigkeit mit Autos, Schnellzügen und Stromleitungen.

"Wir werden unsere Jäger in Zukunft verstärkt darauf hinweisen, dass das Entfernen der Aufbrüche aus der Natur insbesondere in Gebieten mit Seeadlervorkommen einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Bleivergiftungen bei diesen geschützten Tieren darstellt", kündigte Peter Lebersorger von der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände an. Empfohlen werde auch, bei der Jagd auf Wasserwild auf Bleischrot zu verzichten. NÖ Landesjagdverband und WWF sind Partner beim Seeadler-Schutzprojekt "Vorsicht Gift!", das sich gegen den illegalen Einsatz von Giftködern wendet.

Alternativen

Aus Sicht des WWF wird mittelfristig ein flächendeckender Ausstieg aus der Verwendung von bleihältiger Jagdmunition notwendig sein. "In ökologisch besonders sensiblen Gebieten wie Nationalparks sollte schon jetzt auf Alternativen zur Bleimunition zurück gegriffen werden", forderte Seeadler-Projektleiter Christian Pichler in einer Aussendung.

Der WWF hofft, dass die Bleiproblematik nicht zu einer Unterbrechung der positiven Bestandsentwicklung beim größten heimischen Adler führt. "Unsere Seeadler sind eindeutig im Aufwind", so Pichler. "Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es keinen einzigen heimischen Seeadler mehr - und heuer halten wir bereits bei 13 Brutpaaren." Derzeit ziehen die majestätischen Adler ihre Jungen in den Horstbäumen der March-Thaya-Auen - dem wichtigsten Vogelschutzgebiet Österreichs - sowie an der Donau, im Gebiet des Neusiedler Sees und im Waldviertel groß.

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salzburg.com vom 24.05.2010 

Jäger in Unken abgestürzt 

Ein 51-jähriger Jäger aus Kuchl ist am Sonntag in Unken ca. hundert Meter abgestürzt. Der Mann wurde mit einem 40-Meter-Seil geborgen und ins Unfallkrankenhaus geflogen.

Der 51-jährige Kuchler war Sonntagmittag in der Nähe der Kühstein-Jagdhütte unterwegs, als er in unwegsamen Gelände hundert Meter abstürzte.

Ein Jagdkollege, der sich vor der Hütte befand, hörte den Absturz und stieg mit zwei Jagdkollegen zum Verunglückten auf. Per Mobiltelefon setzten sie einen Notruf ab. Erst mithilfe eines 40 Meter langen Seils konnte der Schwerverletzte vom Hubschrauber geborgen und ins UKH Salzburg geflogen werden. Ein Alpinpolizist und sechs Mann der Bergrettung Unken waren bei der Bergung im Einsatz.

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krone.at vom 21.05.2010 

Rund 5.000 Krähen und Elstern bald frei zum Abschuss 

3.000 Nebelkrähen, 830 Rabenkrähen und 990 Elstern sind in Graz und Graz-Umgebung zum Abschuss freigegeben. Das Land Steiermark erteilte die Ausnahmegenehmigung, denn Landwirte klagen über enorme Schäden, die die Tiere verursachen würden.

Krähen und Elstern sind eigentlich geschützte Tierarten, will man sie erschießen, braucht man dafür eine Sondergenehmigung vom Land. Auf Betreiben der Land- und Forstwirtschaftskammer wurde diese nun erteilt.

Werner Lakose von der zuständigen Naturschutzabteilung: "Der Abschuss ist das letzte Mittel. Zuvor müssen von den Landwirten Maßnahmen ergriffen werden, die Tiere zu verscheuchen, etwa durch Schreckschüsse, Vogelscheuchen usw. Funktioniert das nicht, dürfen die zuständigen Jäger geholt werden." Die Landwirte klagen über gewaltige Schäden, die Krähen und Elstern verursachen würden: Siloballen, die zum Trocknen auf dem Feld lagern, würden regelmäßig aufgerissen und das Saatgut dezimiert, falls es zur Krähenabwehr nicht gebeizt ist.

Jagd auf "Junggesellen"

Geschossen werden darf nun auf "Junggesellen" - im Gegensatz zu brütenden Krähen fliegen sie in Gruppen - nicht in der Nähe von Nestern und während der Brutzeit. Auf die Krähen darf nur zwischen 1. Juli 2010 und 31. März 2011, auf die Elstern zwischen dem 1. August 2010 und 15.
März 2011 geschossen werden. "Die Grazer müssen sich nicht fürchten, dass Vögel in Siedlungen oder gar im Stadtpark geschossen werden. Nur Landwirte dürfen die Jäger rufen, und die agieren dann auf freiem Feld", so Lakose.

Wie viele Krähen es in Graz und Graz-Umgebung gibt, weiß niemand so ganz genau - heuer soll aber eine Zählung stattfinden. Lakose: "Die genehmigten Abschüsse gefährden die Population der Tiere aber sicher nicht." Für gewaltiges Aufsehen sorgten vor zweieinhalb Jahren Krähen, die in Weiz insgesamt sieben Lämmer gerissen haben. Solche Fälle sind aber die absolute Ausnahme.

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"Kurier" vom 04.05.2010 

Bären-Ansiedelung vorerst aufgeschoben 

Kärnten - Import-Gedanke durch WWF / Bevölkerung und Bauern sind dagegen

In der Kärntner Landesregierung wurde am Montag intensiv über den Import von Bären aus Slowenien diskutiert. Dort sind jedes Jahr mehrere Bären zum Abschuss freigegeben. Zehn Bären könnten statt dessen in Österreich eine neue Heimat finden.

Gemeinsam mit Vertretern des WWF, der dieses Projekt finanziell übernehmen würde, wurde im Beisein eines Wiener Veterinärmediziners, eines Professors für Bodenkultur, des Kärntner Landesjägermeisters Ferdinand Gorton und des Naturschutzreferenten Uwe Scheuch konferiert. Fazit des Gipfels: Es werden vorerst keine Bären aus Slowenien nach Österreich gebracht. Die Steiermark und NÖ sind dagegen, OÖ und Kärnten dafür. "In Zukunft soll es eine intensivere Vernetzung von Informationen über das Bärenaufkommen mit unseren Nachbarländern Italien und Slowenien geben", erklärt Scheuch. Mit Hilfe von genetischem Monitoring soll der Zeitraum von drei Jahren beobachtet werden. "So können wir genau feststellen, wo sich die Bären aufhalten, welches Geschlecht sie haben und wie sie leben." Viele Bauern sind skeptisch und strikt gegen den Zuzug.

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"Wirtschaftsblatt" vom 29.04.2010 

Joh. Springer's hat jetzt Waffen-Leasing im Visier 

WIEN Traditions-Jagdausrüster setzt im Wettbewerb auf innovative Dienstleistungen

Luxuriöse Waffen für eine breitere Kundenschicht attraktiv zu machen, das ist das Ziel des neuen Leasingmodells von Joh. Springer's Erben und Raiffeisen Leasing.


Wien. "Wir setzen nicht auf Expansion, sondern auf innovative Dienstleistungen", beschreibt Christian Johann Springer seine Geschäftsstra­tegie. Dieser folgend, bietet der traditionsreiche Jagdaus­rüster Joh. Springer's Erben jetzt auch ein Leasingmodell für alle Waffen ab 5000 € an. "Wir wollen damit luxuriöse Waffen auch einer nicht ganz so liquiden Kundschaft zu­gänglich machen", erklärt Ge­schäftsführer Springer das mit Raiffeisen Leasing entwickel­te Modell. 50 Leasing-Verträ­ge will Springer heuer unter Dach und Fach bringen, zwi­schen 100 und 150 sollen es 2011 sein.

Derzeit ist das Leasing­modell nur für österreichische Kunden möglich, sollte es sich bewähren, bestehe die Mög­lichkeit, es mit Töchtern oder Partnern von Raiffeisen Lea­sing auch auf den EU-Raum auszuweiten. "Aber das ist noch Zukunftsmusik", sagt Springer.

Auktionen auf Schiene

Dass er ein gutes Auge für seine Ziele hat, zeigt sich auch bei den Auktionen, die Springer seit zwei Jahren in Kooperation mit dem briti­schen Auktionshaus "Holt's Auctioneers" zweimal jähr­lich abhält. "Wir haben bei unserer vierten Auktion 260.000 € umgesetzt und da­mit auch das Dorotheum geschlagen", freut sich Sprin­ger, der diese Business Unit „schön auf Schiene" sieht.

Reisefreudig

Viel Freude machen ihm auch die Jagdreisen: 600.000 € wurden damit im Vorjahr umgesetzt, zwischen 800.000 und 900.000 € sollen es heuer werden. 4,2 Millionen € hat der Jagdausrüster im Vorjahr insgesamt umgesetzt, heuer hofft Springer auf 4,5 bis fünf Millionen €. Wäh­rend Kunden aus den USA und Russland die Jagdkultur in Revieren in Österreich, Ungarn und Tschechien kennen lernen wollen, zieht es Österreicher vor allem nach Australien, Afrika und Kanada.

"Wir spüren überhaupt kei­ne Krise", ist Springer, dessen Exportquote zwischen 20 und 25 Prozent liegt, zufrieden. An ein weiteres Projekt will er sich ebenfalls bald heranpir­schen: die Zentrale in Wien­Josefstadt soll in den nächs­ten zwölf Monaten zu einem kleinen Museum mit begeh­barer Werkstätte umgestaltet werden. "Ich muss jetzt end­lich an die konkrete Finan­zierung herangehen", sagt Springer.

Waffen-Leasing

Ähnlich wie beim Pkw-Leasing leistet der Leasingnehmer eine Anzahlung von 20 Prozent des Kaufpreises der Waffe, der Rest dann wird mittels günstiger Leasingkonditionen beglichen. Die Laufzeit beträgt 36 bis 48 Mo­nate, das Angebot gilt für Waffen· ab 5000 € (inkl. Optik). Eine frühzeitige Tilgung ist ebenso möglich", so Peter Engert, Spre­cher der Geschäftsführung der Raiffeisen-Leasing GmbH. Das Leasingangebot schone Eigen­mittel sowie Liquidität und greife auch die Kreditwürdigkeit bei der jeweiligen Hausbank nicht an, betont Springer.

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kleinzeitung.at vom 20.04.2010 

Ein toter Hund hält die Jäger auf Trab  

Jagdverein in Seeboden "kämpft" mit dem Abschuss eines Rottweilers am Vorabend des 24. Dezembers. Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Lange Nachwehen im Jagdverein Treffling-Tangern in Seeboden hat ein Vorfall vom 23. Dezember 2009. Unter dem Titel "Jäger erschossen Hund und ließen Kadaver liegen" berichtete die Kleine Zeitung darüber, dass zwei Waidmänner dieses Jagdvereines den Rottweiler "Mauki" erschossen hatten und der Kadaver eine Woche im freien Gelände gelegen hatte. Die Meldung der Jäger bei der Polizei erfolgte tags darauf, am Heiligen Abend. "Der Hund lief frei herum, die zwei Jäger haben in Notwehr gehandelt", sagte damals Michael Unterlerchner, der Jagdleiter der Trefflinger Jäger. Geschehen ist der Abschuss am Hofgelände des Hundebesitzers im Finstern.

Dunkelheit

Allein diese beiden Fakten widersprechen den Gesetzen der Jagd. Denn zu Winterbeginn herrscht um diese Tageszeit - der Abschuss erfolgte gegen 17.45 Uhr - längst absolute Dunkelheit und damit Schussverbot. Auch eine Aussage der Schützen habe sich als falsch herausgestellt. Damals waren sie zufällig vom Hundebesitzer und einer Begleitperson wenige Minuten nach den zwei Schüssen angesprochen worden, ob sie auf den Hund geschossen hätten: "Wir sind auf der Nachsuche nach einem Rehkitz", war die Antwort - in der Dunkelheit im tiefen Dezember. Der Besitzer wurde im Unklaren gelassen und Bezirksjägermeister Franz Kohlmayer erfuhr vom Vorfall erst durch die damalige Recherche der Kleinen Zeitung.

Überprüfung

Vielfach wurde in Seeboden erklärt, dass sich der Rottweiler gegenüber anderen Tieren oder Menschen immer friedfertig verhalten habe. Es gibt auch keine Anzeige gegen den Hundehalter Horst Klementin wegen kritischer Vorfälle mit "Mauki". Einzig zwei Strafen (insgesamt 60 Euro) wegen "schlampiger Tierhaltung" hatte der Hundebesitzer zu entrichten. Er glaubt, dass sein Hund nicht dort erschossen wurde, wo man den Kadaver zwischen Jungfichten fand. "Die Schüsse hörten wir so nahe, als wenn es bei meinem Stallgebäude gewesen wäre", sagt der Hundebesitzer, der den Vorfall auch der Kärntner Jägerschaft in Klagenfurt "mit der Bitte um Überprüfung des Sachverhaltes" übergeben hat. Mitte März hat er bei der Polizei auch Anzeige gegen Jagdverein und Schützen erstattet, wodurch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wurde.

Aufgrund der Brisanz wird dieser Fall beim Bezirksjägertag am Samstag in Lendorf Thema unter den Grünröcken sein.

***

Jagdverbot. Die Jagd ruht eine Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang auf Schalenwild (dazu zählen die Rehe). Ebenso im Bereich von bewohnten Gebieten, in unmittelbarem Bereich etwa von nicht eingefriedeten Gehöften.

Verständigungspflicht. Soweit einem Jäger oder Jagdschutzorgan der oder die Eigentümer von getöteten Tieren (wenn es kein Wild ist) bekannt sind, hat die Verständigung unverzüglich zu erfolgen.

Verwarnung. Wenn ein Hund im Verdacht steht, zu wildern, so muss der Besitzer schriftlich verwarnt werden. Das ausgefüllte Formular der Jäger müssen auch die Kärntner Jägerschaft, der Jagdaufseherverband Kärnten, die Bezirkshauptmannschaft, Polizei und Tierschutzverein erhalten; Ähnliches gilt beim Abschuss.

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swr.de vom 08.04.2010 

Kritik an der Jagd 


Rund fünf Millionen Wildtiere werden jedes Jahr durch Jäger erlegt. Neben Wildschweinen oder Rehen werden beispielsweise auch Enten, Wildgänse oder Kormorane geschossen. Die Jäger argumentieren, sie müssten die Tierbestände regulieren und den Wald schützen. Neue wissenschaftliche Studien zeigen aber eindeutig: Jagd löst keine ökologischen Probleme sondern schafft sie erst...

Sonntag morgens um sieben Uhr auf einer Waldlichtung. Die Luft riecht wild und würzig, die Spannung unter den 35 Jägern und Jägerinnen steigt. Wer wird heute den kapitalen Hirsch schießen? Der uralte Jagdinstinkt! Für fast 300.000 passionierte Jäger in Deutschland noch immer eine wunderbare Möglichkeit, die schöne Naturerfahrung mit dem Nützlichen zu verbinden. Mit Hege und Pflege.

Dass das Töten von Tieren auch Spaß macht, solch eine Aussage wird man von einem Jäger nicht bekommen. Allerdings: so ganz von der Hand zu weisen ist dieser Thrill für die Jäger offenbar doch nicht: Eine Waidfrau aus der Gesellschaft gibt zu: „Ich finde es für mich sehr schön, dass ich mit einer geladenen Waffe auf einem Hochsitz sitzen kann und es in meinem Ermessen liegt, ob ich schieße oder nicht.“ Ihre Antwort auf die Nachfrage, welche Gefühle da bei ihr aufkommen: „Ah! Machtgefühle, irgendwie.“

Jäger regeln Wildtierbestand?

Offiziell sprechen die Jäger aber lieber von der Regelung des Bestandes. So auch Bundestagsmitglied Jochen Borchert, Präsident des größten deutschen Jagdverbands. Unter Helmut Kohl war er sogar Landwirtschaftsminister. Also wirklich vom Fach, sollte man meinen. Die Vorstellung, man könnte die Jagd einschränken oder gar ganz auf sie verzichten, ist für ihn eine romantische Illusion:

„Wir leben in einer Kulturlandschaft die intensiv genutzt wird und in der viele Raubtiere verschwunden sind. Wenn hier der Jäger nicht regulierend eingreifen würde, dann würden sich bestimmte Wildarten, die mit der Kulturlandschaft, mit der Besiedelung durch die Menschen besser fertig werden, außerordentlich stark vermehren und andere Wildarten würden Opfer dieser Arten und würden am Ende ganz verschwinden. Und ich denke, insofern leistet die Jagd eine wichtige Aufgabe beim Erhalt der Artenvielfalt und bei der Begrenzung und Regulierung der Wildbestände.“

Raubtiere unerwünscht?

Auf den ersten Blick leuchtet das vollkommen ein: Wölfe im Wald, die den Wildbestand regulieren – das wollen doch nur Naturromantiker. Die Mehrheit der Menschen hat - seit den Märchen der Kindheitstage - Angst vor dem bösen Wolf. Da sind Leute mit Flinten und grünen Mützen im Wald doch angenehmer. Kann daran etwas falsch sein?

Ja, alles! Sagt der Zoologe Professor Josef Reichholf, der an der TU München 30 Jahre lang Naturschutz lehrte und zahlreiche Preise für seine Publikationen erhielt. Der Jäger als Ersatz für fehlende Raubtiere? Für ihn ein Märchen: „Das ist eine falsche Vorstellung. Die Raubtiere haben nie bei uns die Wildbestände nennenswert reguliert. Es waren immer Krankheiten, Winterhärte und der Nahrungsmangel. Und genau die letzteren schaltet der Jäger systematisch aus. Und die Raubtiere hat er auch ausgeschaltet. Die Winterfütterung und die Wildpflege soll ja auch bewirken, dass der Bestand besonders hoch wird. Und das haben die Jäger ja auch erreicht.“

Illegale Winterfütterung

Den Bestand päppeln durch Winterfütterung? Das ist laut Jagdrecht eigentlich gar nicht erlaubt. Tatsächlich ist es aber eher die Regel als die Ausnahme. Winterfütterung lässt die Zahl der Tiere steigen. Besonders gerne päppeln die Jäger Hirsche – also das Rotwild, wegen der beeindruckenden Trophäen. Seltsam, denn gleichzeitig erklären die Jäger, dass sie mit der Jagd den Bestand des Rotwildes klein halten müssen, um den Wald zu schonen.

So auch der Präsident des größten deutschen Jagdverbandes, Jochen Borchert: „Natürlich gibt es Schäden durch das Rotwild. Das kommt, weil das Wild in Revieren, in denen viele Besucher im Wald unterwegs sind, kaum noch aus der Dickung hervorkommt um auf den Wiesen zu grasen – um es mal nicht fachmännisch auszudrücken. Und dann bleibt dem Wild gar nichts anderes übrig, als die Bäume zu verbeißen.“

Auch hier widerspricht der Zoologe Reichholf. Die Jäger lösen nicht das Problem, sie verursachen es: „Das Rotwild wird bei uns durch die typische Form der Hege in die Wälder gelockt und gedrückt. Gedrückt, weil es scheu gemacht worden ist durch die lange Bejagung. Gelockt durch die Fütterungen gerade auch mit den Wintergattern. Dadurch wird ein Bestand aufgepäppelt, künstlich hochgehalten auf einem Niveau das die Wälder natürlich schädigt. Wir haben derzeit die dreifache Menge des Wildes in unseren Wäldern wie das vor der Zeit der gezielten Hege der Fall war.“

So sind Jäger auch mitverantwortlich für die hohe Zahl der Wildunfälle in Deutschland. Obwohl die Waidleute natürlich sagen, dass sie ihren Job machen um genau dieses Problem so klein wie möglich zu halten. Augenwischerei. Fast schon Zynismus. Auf jeden Fall: Jägerlatein.

Wildpachtzinsen müssen erwirtschaftet werden

Es ist sicher etwas krass ausgedrückt, kommt der Wahrheit aber recht nahe: Der Wald ist die Schießbude der Jäger. Dort haben sie das Wild optimal für sich aufgestellt. Für Schießspaß und für einen anständigen Ertrag. Schließlich kostet die Pacht ja auch einen Batzen, da muss der Jäger schon irgendwie auf seine Kosten kommen. Mit Spaß, Wildbret und Trophäen.

Jochen Borchert weist dies weit von sich: „Also der Vorwurf, dass Jäger zu viel jagen und zu viel Wild erlegen, trifft ganz sicher nicht zu. Dazu wird Jagd heute von allen Jägern nachhaltig ausgeübt, das heißt, es wird immer nur so viel Wild abgeschossen, wie wieder nachwächst, ohne dass der Bestand gefährdet wird.“

Natürlich muss das alles wieder nachwachsen. Sonst hätten die Jäger ja im nächsten Jahr kaum Spaß an ihrem Hobby. Darin besteht ja die Kunst der „Hege und Pflege“: Das Wild so zu halten, dass sich das teure Revier lohnt, sagt auch Prof. Reichholf: „Bei den hohen Wildpachtzinsen haben die Jäger ein Interesse, einen hohen Wildbestand zu haben und diesen auch so hoch wie möglich zu halten. Also gibt es einen Zweikampf zwischen denen, die die Wildschäden beklagen und den Jägern, die einen Wildbestand haben möchten, auf hohem Niveau. Und zwar seit Jahrzehnten anhaltend auf hohem Niveau.“

Und das wird wahrscheinlich vorerst auch so bleiben, denn die deutschen Jäger haben eine starke Lobby. Und nutzen die Wälder als Wildzuchtanlage für ihren privilegierten Freizeitspaß.

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nachrichten.at vom 04.03.2010 

Jäger beim Wildern fotografiert: Nun droht der Entzug der Jagdkarte Bild vergrößern 

ALTMÜNSTER. Von einem Boot im Traunsee aus erlegten drei Männer mehrere geschützte Wasservögel mit der Schrotflinte. Ihr Pech: Sie wurden dabei fotografiert. Einer der Verdächtigen wurde nun ausfindig gemacht. Es handelt sich um einen Jäger aus der Gegend.

Die drei Männer, die während der Weihnachtsfeiertage einen Prachttaucher und drei Großmöven – alle diese Vögel sind streng geschützt – erlegt haben, wussten nicht, dass jemand sie dabei ablichtet. Ein Grazer Vogelbeobachter, der extra an den Traunsee gereist war, um hier seinem Hobby nachzugehen, schoss Fotos von der illegalen Vogeljagd. Auf einem der Bilder ist die Kennziffer des Bootes deutlich erkennbar.

„Zwei Strafverfahren laufen“

Nach einer Anzeige bei der Gmundner Bezirkshauptmannschaft konnten die Beamten dort inzwischen tatsächlich einen der Verdächtigen ausfindig machen. Ihm droht eine Verwaltungsstrafe. „Wir haben gegen die Person zwei Strafverfahren eröffnet“, sagt Bezirkshauptmann Alois Lanz. „Einmal wegen Verletzung des Naturschutzrechts und ein zweites wegen der Verletzung des Jagdrechts.“ Das bedeutet: Beim Verdächtigen handelt es sich um einen Jäger, der nun damit rechnen muss, seine Jagdberechtigung zu verlieren. Ob ihm neben verwaltungsrechtlichen Konsequenzen auch strafrechtliche drohen, ist noch offen.

Über die Identität der beiden Mittäter hat die Behörde derzeit keine Informationen. Der ausgeforschte Jäger dürfte die Namen nicht preisgeben.

Als die drei Wilderer mit ihren Schrotflinten am helllichten Tag auf den See hinausfuhren, wussten sie offenbar nicht, dass im Winter viele Birdwatcher das Geschehen am See aufmerksam beobachten. Der Traunsee gilt als beliebter Überwinterungsplatz für etliche geschützte Wasservogelarten aus Nordosteuropa.

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kleinezeitung.at vom 25.02.2010 

Landesjägerschaft: Tödlicher Vorfall war vermeidbar 

Karl Sirowatka von der steirischen Landesjägerschaft kritisiert das unverantwortliche Verhalten der Tierbesitzer, sieht darin aber keinen Grund für die tödlichen Schüsse. Der "Aktive Tierschutz" ist empört und spricht von "nicht zu rechtfertigender" Tat.

Die Berichterstattung über einen in Pichla bei Kapfenstein von einem Jäger erschossenen Pitbull löste eine emotionale Diskussion aus. Herbert Oster, Präsident des Vereins "Aktiver Tierschutz Steiermark" zeigte sich empört und erklärte, dass die Tötung des sechsjährigen American Pitbull Legolas "nicht zu rechtfertigen ist". Oster weiter: "Sofort zu schießen, weil irgendwo in der Straße Hunde herumlaufen, ist absolut nicht in Ordnung." Der Schuss wäre nur zu rechtfertigen gewesen, wenn Anton H.
die beiden Hunde von Emanuel L. und Thorsten J. beim Wildern erwischt hätte. Ein Umstand, der laut Polizei auszuschließen ist.

"Ich habe den Jäger gerufen, weil die beiden Hunde eine halbe Stunde lang einfach in den Straßen herumgestreunt sind", sagt Regina N., eine Bewohnerin von Pichla. Gejagt sollen die beiden Hunde aber nicht haben. "Angst hatte ich trotzdem", so Regina N. "Man hört von diesen Kampfhunden ja immer so schlimme Sachen und ich hab ein kleines Enkerl".

Zusätzlich verunsichert war N. durch einen Vorfall, der sich vor kurzer Zeit in Pichla zugetragen haben soll. Der Stefford Shire Bull Terrier von Emanuel L. soll zwei Ziegen eines Nachbars gerissen haben. Der Polizei wurde dieser Vorfall gemeldet. "Selbst wenn das passiert wäre, kann der eine Fall nicht auf den anderen übergewälzt werden und einfach ein anderer Hund abgeschossen werden", erklärt Tierschutzpräsident Oster.

Auch für Karl Sirowatka von der steirischen Landesjägerschaft gibt es "in diesem Fall keinen Grund für den Jäger, zu schießen". Er verweist auf das steiermärkische Jagdgesetz, in dem es wörtlich heißt: "Hunde, die abseits von Häusern, Wirtschaftsgebäuden, Herden und Wegen Wild jagend angetroffen werden, (...), dürfen vom Jagdberechtigten oder vom beeideten Jagdschutzpersonal oder von mit schriftlicher Erlaubnis versehenen Jagdgästen getötet werden."

Jäger fühlte sich bedroht

Wie nun bekannt wurde, dürfte sich der Jäger von dem sechsjährigen American Pitbull von Thorsten J. bedroht gefühlt haben. Anton H. wollte den Hund durch Rufen vertreiben, doch der Hund rannte auf ihn zu. Rund acht Meter bevor ihn der Hund erreicht hätte, drückte H. ab. Bei der Polizei gab Anton H. an, aus Notwehr gehandelt zu haben. Auf Anfrage der Kleine Zeitung Digital war Anton H. nicht dazu breit, zum Vorfall Stellung zu nehmen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun, ob die Schüsse gerechtfertig waren.

Sirowatka ist der Überzeugung, dass es nicht zu diesem Zwischenfall hätte kommen müssen. "Es ist nicht Sache des Jägers, herumlaufende Hunde zu erschießen", so Sirowatka. Er hätte vielmehr Regina N. darauf aufmerksam machen sollen, dass sie sich an die Polizei, die Bezirkshauptmannschaft, den Amtstierarzt oder an den aktiven Tierschutz hätte wenden müssen. "Dem Jäger alleine die Schuld an dem Vorfall zu geben, ist nicht gerecht", ergreift Sirowatka Partei für Anton H.

Damit spielt Sirowatka auf das Steiermärkische Landessicherheitsgesetz an, wonach Hunde an öffentlich zugänglichen Orten entweder einen Maulkorb tragen müssen oder an der Leine zu führen sind. Sirowatka sieht in der Missachtung des Gesetzes "den eigentlichen Auslöser dieses Malheurs".

Verärgert zeigt sich Sirowatka darüber, dass durch diesen Vorfall nun auf die gesamte Jägerschaft ein schlechtes Licht fällt. Seit Jahren appelliere man an die Vernunft der Jäger, keine Hunde und Katzen zu schießen. In Zusammenarbeit mit dem aktiven Tierschutz wurden landesweit Formulare aufgelegt, um Fälle von herumstreunenden Hunden zu melden. Ein Tierinspektor nimmt sich der Problemfälle an.

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kleinezeitung.at vom 23.02.2010 

Jäger erschießt Pitt Bull vor den Augen des Besitzers 

Ein Schuss. Ein Jäger. Ein toter Pitt Bull. So die Kurzfassung jenes Vorfalls, der sich am Freitag südoststeirischen Pichla bei Kapfenstein zugetragen hat.

Torsten J. war seit zwei Tagen zu Besuch bei seinem Freund Emanuel L. in Pichla. Neben der Freundschaft verbindet die zwei jungen Männer vor allem eines, sie sind beide Besitzer eines Pitt Bulls. Torsten J. war dies zumindest bis Freitag. Sein sechsjähriger Hund "Legolas" wurde von einem Jäger mit zwei Schüssen niedergestreckt. Der Hund war sofort tot.

Nachbarn holten Jäger

Aufgeregte Nachbarn hatten den Jäger angerufen. Sie waren darüber besorgt, dass zwei Pitt Bulls frei durch den Ort laufen. "Die Leute sind durch die Berichterstattung von Hundeattacken schon sehr verunsichert. Das hat hierbei sicherlich auch mitgespielt", so einer der erhebenden Beamten der Dienststelle St. Anna. Ob die beiden Hunde tatsächlich frei im Ort herumgelaufen sind, ist noch nicht genau geklärt. Torsten J. und Emanuel L. geben beide an, dass die Hunde im Garten gespielt haben. Das Grundstück ist nicht eingezäunt - ein Umstand, der die Nachbarn zusätzlich verunsichert haben könnte. Der Jäger selbst widerspricht den beiden Männern und gab an, die beiden Pitt Bulls auf einem freien Feld gesehen zu haben. Er parkte sein Auto neben dem Grundstück von Emanuel L. und wartete ab, bis die beiden "Streuner" wieder nachhause kamen. Dann drückte er ab.

Der 25-jährige Torsten J. kann nicht recht begreifen, was hier vorgefallen ist. "Der Hund war das Einzige, was ich gehabt habe auf dieser Welt". Dementsprechend emotional reagierte der junge Mann auf die tödlichen Schüsse. Er und sein Freund Emanuel L. gingen nach dem Vorfall auf den Jäger mit einem Aschenbecher los. Dabei erlitt der Jäger Kopfverletzungen. Auch Torsten J. wurde bei der Rangelei leicht verletzt. Torsten J. gab in der Einvernahme durch die Polizei St. Anna an, vom Jäger bedroht worden zu sein. "Er hat die Waffe gegen mich gerichtet und mir gedroht: Wenn du einen Schritt weitergehst, bist du der Nächste".

Situation geriet außer Kontrolle

Einer der ermittelnden Beamten kann sich daran erinnern, dass die Situation außer Kontrolle geraten ist. "Ich und mein Kollege hatten allerhand damit zu tun, die beiden Männer und den Jäger auseinander zu bekommen." Im LKH Feldbach gerieten der Jäger und Torsten J. dann erneut aneinander. Torsten J. gab an, erneut von ihm mit dem Umbringen bedroht worden zu sein. Einer Krankenschwester gelang es, dass die beiden Männer voneinander abließen.

Da sich die Hunde in keinem Waldstück befunden haben und somit auch nicht beim Wildern erwischt wurden, ermitteln die Staatsanwaltschaft und die Bezirkshauptmannschaft nun gegen den Jäger. Geprüft wird, ob sich der Jäger richtig verhalten hat und wie sein Handeln zu rechtfertigen ist. Im Fall einer Verurteilung droht ihm der Entzug seiner Jägerlizenz. Daneben müssen sich alle drei Beteiligten vor Gericht wegen Körperverletzung verantworten.

Vor einigen Wochen kündigte der Jäger seine Tat an. Das sagte zumindest Emanuel L. aus. Er sei mit seinem Pitt Bull auf einer Wiese unterwegs gewesen. L. ließ seinen Hund von der Leine. Der Jäger verwarnte ihn daraufhin und drohte, den Hund zu erschießen, sofern er ihn nochmals freilaufend erwischen soll. Geschossen hat er nun tatsächlich, nur handelte es sich dabei um ?Leogolas“, den Hund von Torsten J.

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krone.at vom 19.02.2010 

Jäger hält Hund für einen Fuchs - erschossen 

SCHWARZENBACH / Profi-Schütze erlegte „Kronen-Zwölfer“ und ließ das Tier liegen. Der Fall wurde an die Kriminalpolizei übergeben. Trauer bei Kindern.

Haustiere auf der Abschussliste: Nur Tage, nachdem in Hagenberg ein Kater erschossen worden war, erreichte die "OÖ-Krone" ein anonymer Hinweis, der sich bestätigte. In Bad Wimsbach-Neydharting erschoss ein Jäger die Schäferhündin "Bella" – "aus Versehen".

Das ganze Haus ist in Aufruhr, die Kinder weinen und der Hund "Maxi" (im Bild mit seinem achtjährigen Herrchen Nico) sucht verzweifelt nach seiner Gefährtin, der Schäferhündin "Bella". Doch sie kommt nicht mehr zurück.

Schäferhund für Fuchs gehalten

Ein Jäger erschoss unweit des Hauses in Bad Wimsbach-Neydharting die Hündin. Besitzer Johann Rahstorfer (67) berichtet: "Er stand plötzlich vor der Tür, meinte, er hätte die 'Bella' für einen Fuchs gehalten und sie aus Versehen erschossen. Vorstellen kann ich mir das nicht, der Hund ist ja viel größer und schwerer als ein Fuchs."

Der ehemalige Hundeführer hatte die zwölf Jahre alte Schäferhündin gut abgerichtet, kannte sich aus – "Bella" war Wachhund für die gesamte Nachbarschaft, ohne je jemanden angegriffen zu haben. Sie geht allen ab.

"Maxi" als Trostspender

Besonders die Enkel des Besitzers, Tim (6) und Nico (8), sind am Boden zerstört, es bleibt ihnen nur noch "Maxi". Rahstorfer überlegt nun, den Jäger bei der Polizei anzuzeigen.

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noen.at vom 15.02.2010 

Ein Wilderer erschoss Hirsch aus dem Auto

SCHWARZENBACH / Profi-Schütze erlegte „Kronen-Zwölfer“ und ließ das Tier liegen. Der Fall wurde an die Kriminalpolizei übergeben.

Mit zwei gezielten Schüssen hat ein Wilderer in der Vorwoche in Schwarzenbach einen Hirschen erlegt. Das knapp sieben Jahre alte, 120 Kilo schwere Tiere wurde wenige Stunden später von der Straßenmeisterei Kirchberg neben der Landesstraße 102 aufgefunden.
„Der Schütze muss jagdlich versiert sein, so wie er das Rotwild getroffen hat. Genau aufs Blatt“, berichtet Johann Stupphann, Jagdleiter im Genossenschaftsjagdgebiet, Hegering 16. Der Hirsch, ein Kronen-Zwölfer, sei Opfer eines „Wildhassers, Jägerhassers oder Trophäensammlers“, vermutet Stupphann. „Ein normaler Jäger tut so etwas nicht.“

Da keine Spuren im Schnee gefunden wurden, gehen die Jäger davon aus, dass der Wilderer mitten im Jagdgebiet aus dem Auto auf das Tier schoss, 400 Meter vom Gebiet von Hochlandrinderzüchter Friedrich Hardegg entfernt. „Der Schütze wollte ihn mitnehmen, ist aber scheinbar gestört worden.“ Tier und Geweih blieben unangetastet. Vor 15 Jahren waren zuletzt in Schwarzenbach zwei Hirsche in einem Gehege angeschossen worden.

„Ein Schuss auf Rotwild ist eher Einzelfall“, weiß Bezirksjägermeister Josef Petschko. „Das ist schlimm fürs Rotwild, das durch solche Vorfälle verschreckt wird, von den Fütterstellen flüchtet und sich erst spät wieder hier einstellt.“ Der Fall wurde an die Kriminalpolizei übergeben.

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kleinezeitung.at vom 09.02.2010 

Sensation: Wolf ging in Glödnitz in Foto-Falle 

Willkommen daheim! Einem Jäger gelang in Glödnitz die Sensation. Gleich zweimal konnte er auf seinem Grund mit einer Foto-Falle einen Wolf ablichten. Damit ist auch bildlich bewiesen, dass Meister Isegrim wieder durch Kärnten streift.

Karl Weyrer, Jäger aus Glödnitz, ist eine Sensation gelungen, die man eigentlich nur mit einem doppelten Lotto-Sechser vergleichen kann. Von Gattin Christa und seinen Kindern zu Weihnachten mit einer Foto-Falle bedacht, installierte man den Apparat am Stefanitag am Grundstück. Und siehe da! "Das erste Mal gelang es am 8. Jänner um ein Uhr nachts damit einen Wolf abzulichten", erzählt Weyrer. Vor wenigen Tagen, am 4. Feber, stolperte erneut ein Wolf in die Foto-Falle des Jägers - um 7.30 Uhr in der Morgensonne.

"Natürlich hat man bei einem Foto immer ein Restrisiko, dass es sich um einen Hund handeln könnte. Aber war man schon beim ersten Bild ziemlich sicher, einen Wolf zu sehen, so konnten jetzt internationale Experten bei einem Treffen in Slowenien endgültig jeden Zweifel zerstreuen", sagt der Wildtierökologe Thomas Huber. In Glödnitz wurde tatsächlich der Wolf "abgeschossen".

Könnten auch zwei Tiere sein

Weyrers Neugier wurde im März 2009 geweckt, als die DNA-Analyse einer Losung aus Glödnitz ergab: Hier ist der Wolf unterwegs. Unklar ist jedoch, ob es sich bei den beiden Foto-Tieren um den gleichen Wolf handelt. "Bei der Analyse wird die mitochondrielle DNA untersucht, womit man die Art und die Herkunft bestimmt. Die Losung vom März stammte von einem Tier, das aus Italien eingewandert ist", erklärt Huber. Eine zweite Kotprobe, die Anfang August in den nördlichen Nockbergen gefunden und ebenfalls analysiert wurde, stammt von einem Wolf aus der Balkanpopulation. Und da Wölfe weit wandern - bis zu 60 Kilometer Luftlinie pro Nacht - könnte Weyrer zwei verschiedene Tiere fotografiert haben. Eine persönliche Begegnung mit dem scheuen Tier ist allerdings unwahrscheinlich, da Wölfe Menschen meiden.

"Der Wolf ist eine streng geschützte Art und nach dem Kärntner Jagdgesetz das ganze Jahr über geschont", sagt Freydis Burgstaller-Gradenegger, Geschäftsführerin der Kärntner Jägerschaft. Im Moment ernähren sich die Wölfe in erster Linie von Schalenwild. Verursachen sie Schäden beim Vieh, so werden diese von der Jägerschaft abgegolten.

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noen.at vom 08.02.2010 

Tödliche Familientragödien 

ZWEI TOTE / In Perchtoldsdorf erschoss ein Vater seinen Sohn, in Ebreichsdorf eine Frau ihren Mann.

Schreckliche Tat in Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling). Am Dienstagabend erschießt der 62-jährige Alfred St. – eigenen Angaben zufolge aus Notwehr – seinen Sohn Klaus (25). Auslöser soll ein Streit um das Erbe der verstorbenen Frau bzw. Mutter gewesen sein. Fakt ist, dass Klaus offensichtlich mit einer Softgun, die einer echten Pistole täuschend ähnlich sieht, zum Gespräch erschienen ist. Vater Alfred, ein Jäger, ist aber im Besitz zweier „richtiger“ Faustfeuerwaffen. „Für beide Waffen gibt es gültige waffenrechtliche Dokumente, die in Wien ausgestellt wurden“, so Mödlings Bezirkshauptmann Hannes Nistl.

Einer der ersten am Tatort ist der stellvertretende Polizeiin-spektionskommandant Ernst Biegler: „Mann mit Schussverletzung“, lautete der Einsatzgrund. Zur selben Zeit trifft der Rettungstransportwagen der Rot- Kreuz-Dienststelle Perchtoldsdorf ein. „Zwei Schüsse in die Brust“, berichtet Rot-Kreuz-Ortsstellenleiter Dieter Mayerhofer. „Leider konnten wir nichts mehr tun …“ Die Polizei spricht die Festnahme aus, Alfred St. wird zur Einvernahme in die Polizeiinspektion Perchtoldsdorf gebracht, ehe die Kollegen des Landeskriminalamtes die Amtshandlung übernehmen.

Leopold Etz, der Leiter der Mordkommission, spricht von einem „sehr speziellen Fall“. Auch, wenn der derzeitige U-Häftling – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – mit Aussagen bis zur Rückkehr seines Anwalts (Urlaub) zuwartet, haken die Ermittler nach. Vor allem die „Glaubwürdigkeit der Notwehrsituation“ ist Gegenstand der Recherchen. Die Schussabgabe aus knapp einem halben Meter Entfernung sei „eine bemerkenswerte Situation“, so Etz.

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orf.at vom 08.02.2010 

Tollwut: Jäger wollen ohne Geld weiterjagen 

Das Burgenland gilt als tollwutfrei. Deshalb zahlt der Bund 2010 den Jägern keine Abschussprämien mehr. Die Jäger plädieren aber weiter für Kontrolle und Impfung und wollen die Füchse so intensiv wie bisher bejagen.

Nur mehr knapp 140 Füchse


Im Jahr 2009 wurden im gesamten Burgenland rund 2.400 Rotfüchse von den heimischen Jägern erlegt und auf etwaige Krankheiten untersucht. Denn der Fuchs gilt nach wie vor als der Hauptüberträger der gefährlichen Tollwut.

Nachdem aber seit 2008 österreichweit keine kranken Füchse mehr registriert wurden, wurde auch das Burgenland für tollwutfrei erklärt.
Im Burgenland werden nur mehr knapp 140 Füchse auf diverse Krankheiten untersucht.

Regelmäßige Kontrollgänge durch das Revier stehen bei den burgenländischen Weidmännern beinahe täglich auf dem Programm, denn vor allem die Rotfüchse, die meistens sehr versteckt leben, müssen genau beobachtet werden.

"Machen es nicht der Prämie wegen"

Auch im Jahr 2010 werde die Jägerschaft diese Kontrollen weiterführen, auch wenn der Bund die Prämienzahlung für jeden geschossenen Fuchs einstellt, sagte Helmut Reif, der Bezirksjägermeister von Neusiedl am See.

"Wir werden den Fuchs genauso intensiv bejagen wie vorher, denn wir haben das ja nicht der Prämie wegen gemacht, sondern um das Niederwild zu schützen", so Reif.

"Oft Stunden auf dem Hochstand"

"Wir müssen oft Stunden auf dem Hochstand verbringen, bis der Reineke kommt. Im winter ist die Bejagung schöner", so Reinhard Bors, Revierjäger von St. Andrä am Zicksee.

Tiere werden krank

Es gibt auch noch einen weiteren Grund für die Kontrollen: Gibt es zu viele Tiere, werden sie krank. Dies war im Jahr 1990 schon einmal der Fall. Damals wurden im gesamten Burgenland mehr als 400 Tollwutfälle bei Rotfüchsen festgestellt. Die kranken Tiere, die durch diese Infektion ihre natürliche Scheu verlieren, kamen auch in die Ortschaften und gefährdeten Menschen.

Jäger wollen Fortsetzung der Untersuchungen

Daher würden es die Jäger begrüßen, würden die Untersuchungen an den Füchsen fortgesetzt, sagte Reif. Tollwut sei eine gefährliche Krankheit, auch sei "der Fuchsbandwurm direkt auf den Menschen übertragbar".

In Italien und Slowenien sind bereits wieder Tollwutfälle aufgetreten.

Impfaktion an Rotfüchsen geht weiter

In den südlichen Bezirken des Landes wird die seit 20 Jahren durchgeführte Impfaktion an Rotfüchsen weitergehen, denn in den Nachbarländern Italien und Slowenien sind bereits wieder Tollwutfälle aufgetreten - die Krankheit könnte daher auch im Burgenland wieder Fuß fassen.

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"Kleine Zeitung" vom 02.02.2010 

Leserbrief zu "Hüttenwirt will den Abschuss der Wölfe "  vom 02.02.2010 

Herr Morgenbesser dürfte wohl Jäger sein und sieht in den Wölfen konkurrierende Beutegreifer, wie sonst ist seine Sorge um die Gämsen zu erklären. Schäden durch Wildtiere müssen ersetzt werden, doch solange dafür kein Budget vorhanden ist, sieht es düster aus für die Rückkehr der natürlichen und einzig berechtigten Jäger, nämlich Bär, Luchs, Wolf und andere Prädatoren. Absolut lächerlich die angeblichen Bedenken der Eltern - Wölfe sind als extrem scheu bekannt und keine Kindermörder – hier hat man wohl zu tief ins Märchenbuch geblickt.

Marion Löcker
Österreichischer Tierschutzverein

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"Kleine Zeitung" vom 02.02.2010 

Hüttenwirt will den Abschuss der Wölfe 

Massiver Schaden für den Tourismus wir befürchtet.

WECHSEL. Für Aufregung rund um den Wechsel sorgen dort jagende Wölfe (wir berichteten). Bauern beklagen Dutzende gerissene Nutztiere, teilweise äußerten Eltern Bedenken, ihre Kinder in der Dunkelheit alleine ins Freie gehen zu lassen.

Gestern meldete sich Alois Morgenbesser, Betreiber des Wetterkoglerhauses am Hochwechsel, zu Wort und forderte, die Wölfe umgehend zum Abschuss freizugeben. "Der Wirbel ist auch ein enormer Schaden für den Tourismus", klagt er. Die Politik sei angehalten, die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf die Tiere entsprechend anzupassen. Dies traue sich leider niemand laut auszusprechen, da offensichtlich alle eine Konfrontation mit Tierschützern fürchten, kritisiert Morgenbesser.

Der Wechsel sei als Jagdgebiet für Wölfe zu klein. Werde nichts unternommen, werde der Schaden in der Nutztierhaltung weiter steigen und es werde dort bald keine Gämsen mehr geben, glaubt er.

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oe24.at vom 30.01.2010 

VP zittert nach Verhaftung des Waffen-Grafs 

Knalleffekt im Fall Mensdorff-Pouilly: Der schwarze Graf sitzt seit vorgestern in London in Haft – jetzt zittert die ÖVP vor Enthüllungen...

Die Nachricht schlug in der Wiener VP-Zentrale wie eine Bombe ein: Alfons „Ali“ Mensdorff-Pouilly bringt die Partei wieder einmal in die Bredouille. Seit Freitag sitzt der Ehemann von Ex-VP-Ministerin Maria Rauch-Kallat in London in Untersuchungshaft. Es geht um den Vorwurf der Korruption und mutmaßliche Schmiergeldzahlungen an offizielle österreichische Stellen – was Mensdorffs Anwalt Harald Schuster heftigst dementiert.

U-Haft in London wegen Schmiergeld-Verdachts

Durch die Ermittlungen der britischen Antikorruptionsbehörde kehrt plötzlich in Österreich der für die ÖVP längst ausgestanden geglaubte Krimi um die Eurofighter ins Rampenlicht zurück.

Britische Agenten des „Serious Fraud Office“ (SFO) ermitteln seit 2000 wegen unglaublicher Bestechungsvorwürfe in globalem Ausmaß gegen den Konzern British Aerospace – und sie stolperten dabei immer wieder über einen Namen: Alfons Mensdorff-Pouilly, Graf mit Schlössern in Schottland und Luising (Bgld.) und einst enger Vertrauter von Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel.

Britischer Geheimbericht für Österreich Polit-Bombe

Der Geheimbericht der britischen Ermittler vom SFO beschert Österreich eine wahre Polit-Bombe: Graf Mensdorff-Pouilly soll von British Aerospace laut „Geheimakte Ali“ insgesamt 107,6 Millionen Euro für „nützliche Aufwendungen“ bei Rüstungsdeals in ganz Europa erhalten haben.

18,2 Millionen Euro davon sollen für Aufwendungen in Österreich rund um die Beschaffung der umstrittenen Abfangjäger Eurofighter Typhoon reserviert gewesen sein. Und laut den Ermittlungsakten des Wiener Staatsanwalts Michael Radasztics (Aktenzahl 604 St 308g) konnte der Graf bisher den Verbleib von 14 Millionen Euro aus diesem Budget nicht ausreichend erklären.

3 Strafverfahren in Wien gegen Schüssel-Freund

Dass der Mann aus dem innersten Kreis der Schüssel-ÖVP gesiebte Luft atmet, ist für Mensdorff freilich keine Premiere: Bereits im Frühjahr 2009 saß er mehr als ein Monat lang in Wien in U-Haft. Der Haftgrund lautete damals: Verdacht der Geldwäsche und Bestechung im Zusammenhang mit dem Eurofighter-Kauf. Beide Verfahren sind – vor allem angestachelt durch die neuen britischen Ermittlungen – ebenso wenig ausgestanden, wie eines wegen falscher Zeugenaussage. Vor dem Eurofighter-U-Ausschuss im Parlament hatte Mensdorff treuherzig erklärt, dass er niemals Waffenlobbyist gewesen sei: „Ich bin nur Bauer.“ Was den Grünen Peter Pilz zur Anzeige wegen falscher Zeugenaussage veranlasst hatte.

Tatsächlich ist Mensdorff freilich nicht nur Bauer, er ist auch passionierter Jäger. Als solcher hatte er etwa 2002 schwarze Minister samt ihrer Kabinette zur Fasanenjagd in Luising zu Gast. Was das große Zittern in der ÖVP erklärt.

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"Oberösterreichische Nachrichten" vom 28.01.2010 

Jäger als Tierquäler 

TIMELKAM. Eine Anzeige wegen Tierquälerei hat sich ein Jäger eingefangen: Er hatte seinem Jagdhund ein verbotenes Teletakhalsband angelegt, mit dem Stromstöße gesetzt werden können.

Der Jagdhund wurde im Siedlungsgebiet von Pichlwang gefunden - laut Augenzeugen mit Teletak- und Stachelhalsband, was laut Tierschutzgesetz verboten ist. "Das ist eine massive Tierquälerei", empört sich Regina Resch, Obfrau des Tierschutzvereines. Sie hat den Hund in Verwahrung genommen und ein tierärztliches Gutachten erstellen lassen, das zu "erschreckenden" Ergebnissen gekommen sei.

Der "amtsbekannte" Jäger (so Resch) konnte als Besitzer ausgeforscht werden, obwohl sein Hund weder gechipt war noch eine Hundemarke trug. Die Tierschützerin hat den Fall bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt und empfiehlt, dem Herrl die Jagdkarte für zwei Jahre abzunehmen.

Neben Strafe droht auch Entzug der Jagdkarte

"Es tut mir vom Herzen leid, aber ich habe nicht gewusst, dass das Teletak mittlerweile verboten ist", sagt der Jäger im OÖN-Gespräch. Er hatte seinem Deutsch-Drahthaar-Hund das Band bei der Nachsuchung eines angeschossenen Fuchses angelegt - zu dessen eigenem Schutz, damit er ihn von der B1 fernhalten könnte. Für seinen Fehler aus Unwissenheit rechnet er nur mit einer Ermahnung, eventuell mit einer Verwaltungsstrafe. Der Timelkamer Weidmann geht aber auch auf den Tierschutzverein los: "Es kann nicht sein, dass man einen Hund in Gewahrsam nimmt und den Besitzer nicht informiert." Sein Jagdhund sei am Ohr tätowiert und so eindeutig zuordenbar.

Landesjägermeister Sepp Brandmayr kennt den Fall nicht, bestätigt aber, dass das Teletak verboten ist. Konsequenzen gibt es für den Jäger vorerst nicht: "Wir sind keine Behörde." Eine Verurteilung wegen Tierquälerei könne aber den Entzug der Jagdkarte nach sich ziehen.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 26.01.2010 

Jägerball sorgt weiter für Unmut 

NACHSPIEL / Der Grüne Ing. Andreas Vanek ist zwar gegen pauschale Kritik an der Jagd, spricht jedoch von mangelndem Fingerspitzengefühl der Veranstalter des Jägerballs.

LASSEE / Letzte Woche störten Demonstranten den Jägerball. Das Veranstaltungsplakat des Balles sorgt immer noch für Entsetzen.

Die Demonstration des Vereins gegen Tierfabriken in der vergangenen Woche - die NÖN berichtete - verlief letztlich ohne Ausschreitungen. Nun erregt jedoch das Veranstaltungsplakat, auf dem die "Verlosung von Jagdeinladungen und Abschüssen von Rehbock, Geiß, Kitz und Wildschwein" angepriesen wurde, die Gemüter.

Vanek hinterfragt die gängigen Jagdmethoden

So ist zum Beispiel Ing. Andreas Vanek (Die Grünen) der Meinung, dass das Wild in unseren Breiten - durch das Fehlen natürlicher Feinde - vom Menschen zwar auf einem umweltverträglichen Bestand gehalten werden muss, man allerdings auch über die gängigen Jagdmethoden diskutieren sollte.

Den Unmut der Tierschützer erregte Vanek zufolge die unangebrachte Ankündigung auf dem Plakat: "Mit dieser Instinktlosigkeit - nämlich unter dem Gaudium einer Tombolaverlosung das Schicksal von Tieren zu besiegeln nach dem Motto: "Schiaß ma a Kitzerl, oder darf es gleich ein Bock sein" - bestätigten die Veranstalter die von den Tierschützern aufgestellten Klischees, die sicher nicht auf die Mehrheit der Jäger zutreffen."

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noen.at vom 26.01.2010 

Wildschweine richten massive Schäden an 

BEZIRK MELK / Bei drei revierübergreifenden Schwarzwildjagden am Hiesberg wurden insgesamt 35 Wildschweine erlegt.

Im Sommer wurden einige Maisfelder in der Gegend rund um den Hiesberg von Wildschweinen heimgesucht. „Beziffern kann man den Schaden nicht genau. Aber es waren mehr als zehn Bauern betroffen“, weiß Robert Wurzer, Leiter des Hegerings St. Leonhard-Ruprechtshofen. Auch Bezirksjägermeister Bernhard Egger von der Bezirkshauptmannschaft Melk bestätigt, dass die Landwirtschaft stark betroffen ist: „Der Schaden ist beträchtlich.“
Um der Überpopulation von Schwarzwild entgegenzuwirken, wurden im Jänner gleich drei Bewegungsjagden organisiert. 35 Stück Schwarzwild wurde dabei erlegt.

Population an Schwarzwild hat stark zugenommen

Die größte revierübergreifende Treibjagd organisierte Hegeringleiter Robert Wurzer. 162 Jäger und Jagdgehilfen waren mit 28 Hunden im Einsatz. Gejagt wurde in neun Revieren auf einer Fläche von 1.000 Hektar. Dabei konnten 19 Wildschweine erlegt werden. „Wir hoffen, dass im nächsten Sommer das Schwarzwild viel weniger Schaden anrichtet als im letzten Jahr“, so Organisator Robert Wurzer.

Die Schwarzwildpopulation hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Ein Grund dafür sind die milden Winter. Bei strengen Wintern ist der natürliche Verlust bei den Jungtieren größer. Bei warmen Temperaturen in der kalten Jahreszeit ist auch das Nahrungsangebot größer. Wie viele Wildschweine tatsächlich am Hiesberg leben, lässt sich nur schwer einschätzen. „Sicher ist nur, dass die Größe der Population meist unterschätzt wird“, weiß Robert Wurzer.
Damit keine Überpopulation und somit auch keine großen Schäden für die Landwirtschaft entstehen, setzen die Jäger auch weiter auf verstärkte Bejagung. Eine große Bewegungsjagd wird es aber in den nächsten Monaten nicht geben.

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orf.at vom 26.01.2010 

Nicht nur Weidmänner beim 89. Jägerball 

Mehr als 6.000 Besucher haben in der Wiener Hofburg beim 89. Jägerball bis in den frühen Dienstagnorgen gefeiert. Viel Jugend war zu sehen, dafür waren die Promis heuer etwas spärlicher gesät als sonst.

Minister und Wirtschaftskapitäne


Der Ball war seit April des Vorjahres ausverkauft. Unter der Patronanz des Landes Tirol wurde heuer erstmals auch in der Spanischen Hofreitschule gefeiert. Die Schützenkompanie Jerzens gab die Startschüsse für die Ballnacht ab. Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) betonte, man sei in friedlicher Absicht in die Hofburg gekommen.

In pompösen und festlichen Dirndl und Trachtenanzügen zeigten sich unter anderem auch Magna-Chef Sigi Wolf, Opernball-Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh in Begleitung von Ehemann Andreas Treichl und Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad. In ungewohntem Outfit war auch Dompfarrer Toni Faber präsent.

Unter den Stammgästen zu finden waren auch Ex-ORF-Generaldirektorin Monika Lindner, Isabella und Rudi Klausnitzer sowie "profil"-Herausgeber Christian Rainer. Aus der Politik mit dabei waren unter anderem Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, Wirtschaftsstaatssekretärin Christine Marek und FPK-Chef Uwe Scheuch.

"Schürzenjäger" Lugner kam mit Katzi

Angezogen vom Rampenlicht des Jägerballs fühlte sich auch Baumeister Richard Lugner. Er kam gemeinsam mit seiner "Katzi", Anastasia Sokol. "Ich bin ein Schürzenjäger und Anastasia ist das letzte Wild, das ich erlegen durfte. Da hab ich die Fangeisen ausgelegt", scherzte Lugner.

Seine Begleiterin zeigte sich ebenfalls gut gelaunt. Mit der Jagd hat sie allerdings nicht so viel zu tun. "Meine Eltern sind große Jagdfans. Ich war selber öfter mit, aber mich haben mehr die After-Jagdpartys interessiert. Das ist ja fad zwischen Weinstöcken zu stehen und auf irgendwas zu warten." Wildschwein und Reh auf Abschussliste

Wildschwein und Reh auf Abschussliste

Mehr mit der Jagd vertraut dürften Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) und Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (ÖVP) sein. Pröll erlegte erst am 4. Jänner ein Wildschwein, Berlakovich zu Silvester ein Reh. Angesichts des Gedränges auf der Tanzfläche befand Berlakovich, dass Tänze bei der Hitze ärger seien als jagen bei minus zehn Grad.

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"Neue Vorarlberger Tageszeitung" vom 26.01.2010 

Tödliche Gefahr für Kleintiere 

Zwei Dackel verendeten bei einer Fuchsjagd im Fußacher Ried. Sie fielen in einen Abwasser-Graben und konnten sich nicht mehr befreien.

Elendig erfroren zwei Dackel nach einer Treibjagd im Fußacher Ried.

Die Hunde witterten im Schilf ein Reh und folgten der Spur. Dabei gerieten sie aus dem Blickfeld ihres Jägers. Trotz einer bis in die Nacht andauernden Suchaktion fehlte von den Rauhhaar-Dackeln jede Spur. Erst Samstagmorgen wurden die toten Tiere in einem 60- bis 70-zentimeter tiefen Graben entdeckt. Die Wände des Abwassergrabens waren so steil, dass die Tiere aus eigener Kraft nicht mehr hinauf gekommen waren. Die Hunde waren ertrunken beziehungsweise erfroren.

Tödliche Fallen

Die Jägerschaft hatte schon länger auf diese für Kleintiere tödliche Gefahr hingewiesen.

"Die Abwassergräben sind so tief ausgebaggert, dass sie für Kleintiere wie Hasen oder Dackel tödliche Fallen sind. Die Gruben stellen sicherlich auch für Kinder eine große Gefahr dar", erklärt Willi Bauer, Jäger und Berufsfischer aus Höchst. "Am Boden der Senken ist eine dicke Moorschlammschicht, die es den Tieren unmöglich macht, zu springen oder sich selbst zu befreien."

Die Gemeinde Fußach kennt die brisante Thematik. Markus Schlachter vom zuständigen Bauamt sagt: "Wir kennen diese Missstände. Aus diesem Grund versehen wir die gemeindeeigenen Gräben mit einer entsprechenden Neigung, die es den Tieren ermöglicht, die Böschung aus eigener Kraft zu erklimmen." Auf die Gräben der Interessensgemeinschaft von Fußacher Bauern und Grundeigentümern hätten sie aber keinen Einfluss.

Reinhard Blum von der Interessentengemeinschaft weist die Vorwürfe von sich: "Die Tiere verendeten auf Höhe der Straße vis à vis des Militärstützpunkts. Das ist Zuständigkeitsbereich der Gemeinde. Wir ziehen unsere Abwassergräben so flach wie möglich."

Der Fußacher Bürgermeister ist bemüht, die Situation zu klären: "Wir werden das betroffene Gebiet genau untersuchen. Im Regelfall versuchen wir die Gräben so tierfreundlich wie möglich zu gestalten."

Gebot: Naturnähe

Landesrat Erich Schwärzler vom zuständigen Amt für Naturschutz informiert: "Die Gräben müssen verschiedene Vorgaben erfüllen. Sie dürfen nur zu gewissen Zeiten ausgehoben werden und müssen das Kriterium der Naturnähe erfüllen. Böschungswinkel und Neigung fallen aber in die Eigenverantwortung der zuständigen Gemeinde."

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krone.at vom 22.01.2010 

Jäger (49) trifft im Pongau Kameraden in beide Beine 

An einem Schießstand im Jagdzentrum in Stegenwald (Pongau) ist Donnerstagabend ein Mann durch einen Schuss aus einem Gewehr schwer verletzt worden. Ein 49-Jähriger aus Abtenau hatte sein Jagdgewehr geladen, plötzlich löste sich ein Schuss und traf einen vor dem Mann stehenden 20-jährigen Schützen in beide Beine.

Der Schwerverletzte wurde nach notärztlicher Erstversorgung in das Krankenhaus Schwarzach eingeliefert. Das Jagdgewehr wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.

Drei Zeugen haben den Zwischenfall beobachtet. Ihre Aussagen bei der Einvernahme am Freitag sollen klären, warum sich der verhängnisvolle Schuss aus der Jagdwaffe gelöst hat. Alkohol war keiner im Spiel, wie Alkotests bewiesen.

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kleinezeitung.at vom 22.01.2010 

Goldschakal als neuer Gast in Revieren 

Der ursprünglich aus dem südasiatischen Raum stammende Goldschakal wird immer öfter auch in heimischen Wäldern gesichtet. Rechtlich gilt er als vogelfrei, Schäden sind aber nicht zu erwarten.

Der Goldschakal hat eine Ähnlichkeit mit dem heimischen Fuchs

Lange Zeit galt er hierzulande als Phantom, mittlerweile dürften sich einige Exemplare des Goldschakals aber tatsächlich in der Süd- und Südweststeiermark festgesetzt haben. In letzter Zeit häufen sich nämlich Hinweise, dass das aus Südasien stammende Raubtier auch in der Region regelmäßig auf Beutefang geht.

Den jüngsten lieferte Ende Dezember eine weststeirische Jägerin: Im Raum Groß St. Florian lief der überraschten Weidfrau ein Goldschakal vor die Flinte. Die nicht alltägliche Trophäe ist derzeit beim Präparator. "Ich habe Fotos gesehen, es handelt sich eindeutig um einen Goldschakal", bestätigt Andreas Kranz, Wildökologe der Steirischen Landesjägerschaft. Auf den ersten Blick sehe der Einwanderer zwar aus wie ein langbeiniger Fuchs mit kurzem Schwanz, Jäger könnten die beiden Tiere aber relativ leicht voneinander unterscheiden.

Rein rechtlich betrachtet ist der Goldschakal in der Steiermark aber nach wie vor nicht existent. "Da er weder im Naturschutz- noch im Jagdgesetz behandelt wird, gilt er als vogelfrei. Der Abschuss durch Jäger ist demzufolge ohne Einschränkungen erlaubt", erklärt Kranz. Dass sich das Auftreten des Goldschakals negativ auf das heimische Wild auswirkt, glaubt der Fachmann nicht: "Der Goldfuchs richtet keine Schäden an. Der einzige, mit dem er sich nicht verträgt, ist der Fuchs. Wahrscheinlich, weil sich die beiden so ähnlich sind." Befürchtungen, wonach der heimische Fuchs vom "Migranten" Goldschakal verdrängt werden könnte, seien dennoch unberechtigt.

Über Ungarn und Slowenien

Unklar ist, ob der vierbeinige Räuber auch im Bezirk Radkersburg aktiv ist. Einem Leser zufolge soll jüngst im Raum Tieschen Jagd auf ihn gemacht worden sein. Der Radkersburger Bezirksjägermeister Alois Bresnik kann dies allerdings nicht bestätigen: "Ich habe noch keine diesbezüglichen Meldungen erhalten." Es sei aber durchaus wahrscheinlich, dass einige Exemplare über Ungarn und Slowenien zugewandert sind.

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oe24.at vom 22.01.2010 

Füchse gehäutet: Tierquäler angezeigt 

Auf die Spur eines mutmaßlichen Fuchsmörders ist nun die Tierrettung gestoßen.

Seit knapp zwei Jahren zittern Katzen- und Hundebesitzer am Wambacherberg bei St. Florian (Bez. Linz-Land) um das Leben ihrer Vierbeiner. Sieben Katzen wurden im März 2008 vergiftet, zwei weitere Miezen und ein Hund konnten gerettet werden – ÖSTERREICH berichtete. Ein Täter wurde allerdings nie gefunden. Doch die Lage hat sich seitdem nur wenig beruhigt: „Immer wieder verschwinden Katzen“, weiß Ulrich Grünzner von der oö. Tierrettung. In der Nacht auf Donnerstag schlug eine Bewohnerin der Siedlung nahe dem Linzer Stadtteil Ebelsberg Alarm: Sie hätte Füchse schreien gehört. Obwohl die Retter sofort ausrückten, fanden sie in der Nacht keine Tiere.

Angekettet

Hinweise von Nachbarn lieferten dann gestern Vormittag die heiße Spur. Gemeinsam mit der Polizei stießen die Helfer in einem Bauernhaus nahe der Siedlung auf zwei gehäutete Füchse samt Fellresten. „Wir haben auch eine Box gefunden, in der sich noch eine angekettete Füchsin befand. Sie könnte als Lockmittel gedient haben“, so Grünzner. Der Bewohner, ein Pensionist, war zu diesem Zeitpunkt außer Haus. „Er wird nun wegen Wilderei, Tierquälerei und Tötung von Tieren angezeigt. Die Felle der Vierbeiner fanden die Retter nicht, sie könnten bereits verkauft worden sein. Die gerettete Füchsin wurde einstweilen in den Tierpark Haag gebracht.

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salzburg.com vom 21.01.2010 

Hund löste Schuss aus Gewehr: Kein Schadensersatz 

Ein Salzburger Aufsichtsjäger ist von der Justiz enttäuscht. Nachdem der 48-jährige Hermann P. 2006 von einer Kugel aus dem Gewehr eines Jägers getroffen wurde, ist der Mann zu 30 Prozent invalid. Den Schuss aus dem Gewehr dürfte ein Hund ausgelöst haben. Doch Schmerzensgeld erhielt der Mann nicht.

Der 48-Jährige wurde im August 2006 von einer Kugel aus dem Gewehr eines Jagdinhabers im Pinzgau getroffen, die offenbar ein Hund ausgelöst hatte. Seither ist Hermann P. zu 30 Prozent invalid. Mit seinen Schadensersatzklagen blitzte er ab, da es sich laut Zivil- und Oberlandesgericht um einen Arbeitsunfall handelte. Am Donnerstag stand er „zum letzten Mal“ vor Gericht, wie er der APA mitteilte. Für weitere Rechtsgänge fehle ihm einfach die Kraft.

Vorwurf: Unsachgemäßer Umgang mit Gewehr

P. ist überzeugt, dass der Jagdherr mit seinem Gewehr „unsachgemäß“ umgegangen ist, was für den Mann aber ohne Folgen geblieben sei. „Er hat einen Hirsch angeschossen und machte sich am nächsten Tag mit mir auf die Suche nach dem Tier. Plötzlich durchschoss eine Kugel meinen linken Fuß. Er sagte, der Hund sei auf das Gewehr getreten, nachdem er es horizontal auf den Boden gelegt habe. Um mich zu treffen, müsste der Hund die Waffe aber um 90 Grad gedreht und entsichert haben.“

Vier Monate arbeitsunfähig

Der Aufsichtsjäger war vier Monate arbeitsunfähig, sein Fuß schmerzt immer noch. Schmerzensgeld oder eine Entschädigung hat er nicht bekommen. Nach dem Vorfall hätte ihm der Jagdinhaber versprochen, er brauche sich finanziell keine Sorgen zu machen, er komme medizinisch in die besten Hände, erzählte der Pinzgauer. Doch bei einem Zivilprozess am Donnerstag am Salzburger Landesgericht, bei dem es um 9.000 Euro für einen Spital-Sonderklassenbeitrag ging, bestritt der Waidmann dieses Zugeständnis. P. will nun einem Vergleich in der Höhe von 3.500 Euro zustimmen.

Dass der Jagdinhaber unbescholten bleibt, versteht P. nicht. Ein Salzburger Zivilrichter urteilte am 2. September 2008: Der Arbeitgeber sei nur dann schadenersatzpflichtig, wenn er den Arbeitsunfall vorsätzlich herbeigeführt hat, nicht aber bei Fahrlässigkeit. „Das war aber ein Freizeitunfall, ich ging freiwillig mit. Die Suche nach dem Tier fiel nicht in meinen Zuständigkeitsbereich.

Gericht: Kein fahrlässiges Verhalten

Ein Landeslegist bescheinigte schriftlich, dass gemäß Paragraf 75 Jagdgesetz nur der Schütze zur Durchführung der Nachsuche des Tieres verpflichtet ist.“ Strafrechtlich wurde der Jagdinhaber nicht belangt, da die Staatsanwaltschaft aufgrund eines Sachverständigengutachtens kein fahrlässiges Verhalten des Jagdinhabers feststellte. Für das Opfer unverständlich: „Sein Gewehr war geladen, und er ist nicht sorgfältig damit umgegangen. Die Bezirkshauptmannschaft Zell am See wollte ein waffenrechtliches Verfahren wegen unsachgemäßen Umgangs mit Schusswaffen gegen den Jagdinhaber einleiten. Da dessen Hauptwohnsitz in der Stadt Salzburg ist, wurde die Angelegenheit an die Bundespolizeidirektion Salzburg weitergeleitet. Es wurde kein Verfahren eröffnet.“ Der Pinzgauer fühlt sich ungerecht behandelt. Kürzlich sei gegen einen anderen Jäger ein mehrjähriges Waffenverbot verhängt worden, weil er Spaziergängern gedrohte hätte, er würde ihre Hunde erschießen, wenn sie diese nicht anleinen. „Mir wurde aber in den Fuß geschossen, und der Besitzer des Gewehres kommt ungeschoren davon.“ Vor den Obersten Gerichtshof ziehen will er nicht mehr. Er könne sich die Anwaltskosten nicht leisten und habe auch nicht mehr die mentale Kraft dazu.

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noen.at vom 21.01.2010 

Demonstranten störten Jägerball!  

LASSEE / 20 Mitglieder des Vereins gegen Tierfabriken kamen mit provokanten Parolen. Die Ballgäste ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und genossen den Abend.

Beim Ball der Jägerschaft Lassee am Samstag kam es zu einer Demonstration durch etwa 20 Mitglieder des Vereins gegen Tierfabriken. Mit Plakaten, Tiermasken und provokanten Parolen wollten sie auf das Leid der Tiere aufmerksam machen. Die meisten Besucher des Balls sahen die Aktion, die gegenüber des Lasseerhofs über die Bühne ging, allerdings gelassen.
Laut Obmann Erich Pela kam es bereits vor drei Jahren im Laufe einer Treibjagd zu einer Störung durch Demonstranten, bei der sogar die Polizei eingreifen musste. Auch am Samstag waren Ordnungshüter anwesend, jedoch Bezirksinspektor Gerhard Jost zufolge in der Hoffnung „dass es zu keinerlei Ausschreitungen kommen wird“.

Das war letztlich auch der Fall, da die Demonstranten lediglich ihre Ansicht über die Jagd - der zufolge Tiere nicht aus reinem Sportgeist getötet werden sollten - an Interessierte vermitteln wollten und sich dabei friedlich und auch diskussionsfreudig zeigten.

„Jäger pflegen die Umwelt und wirken arterhaltend“

Der Pressesprecher der Jägerschaft DI Paul Weiß versicherte im NÖN-Gespräch, dass die erlegten Tiere fachgerecht verarbeitet werden und dass man sich außerdem für Arterhaltung und auch Biotoppflege einsetzt.
So ließen sich die zahlreich erschienenen Gäste am Jägerball nicht aus der Ruhe bringen und konnten eine unterhaltsame Ballnacht genießen.

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kronenzeitung.at vom 20.01.2010 

Leserbrief zu "Vermehrter Rotwild-Abschuß"  vom 18.01.2010 

Zum Thema "Rothwildbestand"

Noch hat Herr Steixner gut lachen. Er hat einen guten Beschluß gefaßt. Gut für wen? Die Rehe haben nichts mehr zum Lachen! Was haben sie verbrochen, daß man ihnen das Recht auf ihr Leben einfach nimmt?Was ist nachher besser? Der Wald? Die Baumqualität? 

Die Jäger werden sich auch eins lachen - weil - Schuß und tot!

Es wird nicht lange dauern und der Wildbestand ist wieder zu groß. Warum wohl? Sie werden im Winter ja immer so gut gefüttert und ihre natürliche Entwicklung und Vermehrung ist einfach schon gestört! Wann begreifen die Menschen endlich, daß sie mit ihren Eingriffen in die natürlichen Abläufe mehr zerstören als nützen.

Es ist nicht wichtig wer es geschrieben hat sondern, daß es geschrieben wird.

Hermine Mair, 6091 Götzens

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orf.at vom 18.01.2010 

Stärkere Bejagung des Rotwilds zeigt Erfolge 

Der große Bestand an Rotwild sorgt für hohe Wildschäden und Seuchen in Tirols Wäldern. Daher wurden den Jägern für diese Saison hohe Abschusszahlen vorgeschrieben. Die stärkere Bejagung von Rotwild zeigt erste Erfolge.

Hohe Wildschäden und Seuchen


Der Rotwildbestand in Tirol ist in den letzten Jahren auf rund 30.000 Stück angestiegen. Die Folge waren hohe Wildschäden in Tirols Wäldern und Seuchen wie Tuberkulose, die sich unter den Tieren ausgebreitet haben. In dieser Jagdsaison sollte deshalb eine Trendumkehr erreicht werden.

Bilanz fällt leicht positiv aus

Es wurden hohe Abschusszahlen vorgeschrieben, um den Bestand in den Griff zu bekommen. Eine erste Bilanz über die Jagdsaison fällt jetzt leicht positiv aus.

Im letzten Jahr seien um 500 Stück mehr Rotwild geschossen worden. Dies sei der richtige Ansatz, doch man müsse die Abschüsse in den nächsten Jahren deutlich erhöhen, fordert Landesrat Anton Steixner (ÖVP).

Abschussvorgaben zum Teil übererfüllt

Besonders in jenen Gebieten, wo die Bestände viel zu hoch waren, wurden die Abschussvorgaben mehr als erfüllt. So war dies zum Beispiel im Außerfern oder auch im Bezirk Kitzbühel der Fall, erklärt Landesjägermeister Karl Berktold.

Jagdjahr 2009 endet am 31. März 2010

Im Abschussplan 2008 waren 13.016 Stück Rotwild vorgesehen. 10.693 Stück wurden erlegt. Für das Jahr 2009 wurden bei einem Abschussplan von 13.532 Stück bereits jetzt 11.149 Stück Rotwild erlegt.

Zuwächse konnten eingedämmt werden

Getan sei die Arbeit damit noch lange nicht, relativiert Steixner. Eine klare Verringerung des Bestandes in Tirol wurde nicht erreicht. Selbst mit den zusätzlichen Abschüssen heuer konnten gerade die Zuwächse eingedämmt werden. Doch Landesjägermeister Berktold warnt: Für die kommende Jagdsaison noch einmal so viele Abschüsse vorzuschreiben, brächte nicht viel.

Es sei schwer, wenn in einem Jahr stark in einen Bestand eingegriffen worden sei, im kommenden Jahr erneut derart starke Eingriffe zu schaffen.

Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren den Rotwild-Bestand in Tirol um etwa ein Drittel zu reduzieren

Gutachten soll weitere Maßnahmen aufzeigen

Das Land hat ein Gutachten zu den Grundlagen des Rotwildmanagements in Tirol in Auftrag gegebenen, so Steixner. Darin sollen weitere Maßnahmen vorgeschlagen werden und danach wolle man sich richten. Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren den Rotwild-Bestand in Tirol um etwa ein Drittel zu reduzieren.

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nachrichten.at vom 07.01.2010 

Der Schuss ins Küchenfenster kann nicht aufgeklärt werden  

KIRCHBERG. Ein rätselhafter Schuss in ein Wohnhaus beschäftigt die Bürger von Kirchberg.

Am 8. Dezember wurde ein Fensterrahmen durchschossen, verletzt wurde niemand. Die Polizei in Palting vermutet, dass es ein Jagdunfall war.

Die Kugel traf das Küchenfenster der Wohnung von Johanna Mackinger und Kurt Knauseder. Zur Zeit des Vorfalls saß Johanna Mackinger im Wohnzimmer, Kurt Knauseder war nicht zu Hause. „Sie hatte Riesenglück“, sagt Knauseder, „bis auf den Schock, den man hat, wenn einem ins Fenster geschossen wird, ist ihr nichts passiert.“ Das Glas ist nicht zerbrochen, die Kugel traf genau in den Fensterrahmen. Johanna Mackinger fand die Patrone im Bereich des Fensters in ihrer Küche und verständigte die Polizei Palting.

Anschlag ausgeschlossen

Diese geht von einem fehlgeleiteten Schuss aus. Einen Anschlag hält sie für völlig ausgeschlossen. Die Kugel traf in ein unbeleuchtetes Fenster im dritten Stock des Gebäudes und es wurde nur ein Schuss abgefeuert. „Ein Attentäter würde noch einmal schießen“, sagt der mit dem Fall befasste Polizist Rammler. Die scharfe Munition kam aus einem Langgewehr, vermutlich aus einer Jagdwaffe, und es wurde ein normales Projektil benutzt. Mehr kann die Polizei zur Sache nicht sagen.

Der oder die Täter konnten bislang nicht ermittelt werden. Auch den Jagdvereinen in der Umgebung ist nichts von einem Schuss auf Wild im Umkreis des betroffenen Hauses bekannt. Um den Waffenbesitzer zu ermitteln, müsste die Kugel zur Kriminalpolizei weitergeleitet werden. „Es wurde niemand verletzt, daher wird auch die Kriminalpolizei nicht eingeschaltet“, erklärt Polizist Rammler. Der Vorfall wird nicht weiterverfolgt und als Unfall in den Akten vermerkt und abgelegt.

Schaden selber zahlen

Johanna Mackinger und Kurt Knauseder bleiben auf den Kosten für den kaputten Fensterrahmen sitzen. „Gott sei Dank ist nichts Gröberes passiert“, sagen sie über den rätselhaften Schuss, der in der Gemeinde Gesprächsthema ist.

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kleinezeitung.at vom 03.01.2010 

Jäger erschossen Hund und ließen Kadaver liegen  

Erschossener Rottweiler "Mauki" liegt seit einer Woche in Wiese – niemand will ihn entfernen.

Im Gespräch sind derzeit zwei Jäger aus Seeboden: Die beiden Waidmänner haben am 23. Dezember Abends den Rottweiler "Mauki" erschossen, ließen den Kadaver allerdings liegen. Nach einer Woche wurde "Mauki" gefunden, der noch immer in der Wiese liegt.

Die Jäger erstatteten Selbstanzeige bei der Polizei. Dort spricht man von "Notwehr". "Die Jäger sind auf der Nachsuche gewesen und wurden von diesem Rottweiler angegangen", erklärt Michael Unterlerchner, Jagdleiter der Jagdrunde Treffling. Der Hund sei öfters im Revier aufgefallen. Deshalb sei auch der Besitzer aufgefordert worden, den Hund ordentlich zu verwahren. "Er ließ ihn aber in der Finsternis frei laufen", sagt Unterlerchner.

Das bestreiten allerdings Jagdkollegen und Leute, die mit dem Hundebesitzer zu tun hatten. "Mauki" sei gegenüber Menschen oder wegen Wilderns nie negativ aufgefallen.

"Zu verurteilen"

Bezirksjägermeister Franz Kohlmayer über den Vorfall: "Das ist eine sehr heikle Sache. Wenn Gesetze nicht eingehalten wurden, dann ist die Tat zu verurteilen. Zu hinterfragen ist aber, ob der Besitzer die Hundehaltungsvorschriften eingehalten hat."

Wegen der Entfernung des Kadavers, der 100 Meter vom Haus des Hundebesitzers entfernt am Waldrand liegt, gab es gestern widersprüchliche Aussagen. Die Polizei sagt, die Gemeinde habe ihn entfernt, die Gemeinde sagt, die Jäger hätten das zu tun. Unterlerchner: "Dass muss der Besitzer tun."

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