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Jagd
in der Presse 2010
orf.at vom
25.07.2010
Beim
Verrichten der Notdurft schwer verletzt
In Schönau im
Mühlkreis (Bezirk Freistadt) ist ein Jäger beim Verrichten der Notdurft
so unglücklich gestürzt, dass er ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat.
Mit Hinterkopf auf
Kante aufgeschlagen
Der 67-Jährige war mit Kollegen auf der Jagd. Den Jagderfolg - einen
Rehbock - feierten sie anschließend. Der Pensionist ging dann vor die
Türe, um seine Blase zu entleeren. Dabei stürzte er und landete mit dem
Hinterkopf genau auf einer Betonkante. Der Rettungshubschrauber flog den
Schwerverletzten in das Linzer AKH.
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kleinezeitung.at vom
21.07.2010
Jäger
unter Beschuss der Anrainer
Empörung wegen
Wildschwein-Abschuss bei Schonzeit in Ferndorf. Jägerschaft verteidigt
die Bejagung. "Jagd"-Konflikt auch in Velden.
Immer wieder prallen auch in Villach die Welten von Jägern und Anrainern
aufeinander. Der jüngste Fall von verbotener Wildschweinjagd in Villach
regt auf: "Vier Jäger haben in Ferndorf eine Wildsau mit sechs
Frischlingen gejagt", sagt Auguste Windisch-König vom Villacher
Tierschutzverein. Ein anonymer Anrufer aus "Insider-Kreisen" hat
den Tierschützern den Hinweis gegeben. Diese erstatteten Anzeige.
"Laut Jagdgesetz dürfen führende Tiere, Bachen wie auch Rehe, erst
ab 1. August geschossen werden", ist Windisch-König empört.
"Alles war völlig korrekt", erklärt hingegen
Bezirksjägermeister Gundrich Natmessnig. "Das Tier war ein
Überläufer, also nicht das Muttertier." Überhaupt müsse man den
Schwarzwild-Bestand ob der landwirtschaftlichen Schäden, den die Tiere
anrichten, sehr im Auge behalten.
Rehkitze dürfen
weiterleben
Aufregung gab es auch in Velden. Ein Jäger hat sein Jagdrevier gleich mit
einem riesigen und extra-breiten Hochsitz markiert und getönt, es auf die
zwei Kitze einer Reh-Geis abgesehen zu haben. Außerdem gibt es immer
wieder Konflikte mit Hundebesitzern, die in einem nahen, tierfreundlichen
Hotel am Saisser See Urlaub machen. Mit einem konstruktiven Gespräch mit
Verantwortlichen und Anrainern konnte gestern alles zum Guten gewendet
werden. Der imposante Hochsitz muss weg, die Kitze dürfen auf jeden Fall
weiterleben.
Maßgeblich eingebracht hat sich dabei der Rehwildbeauftragte des Landes,
Wolfgang Oswald. "Ängste und Anregungen aus der Bevölkerung sollten
sehr ernst genommen werden", erklärt er. Überhaupt sei gerade in
diesem sensiblen Bereich sehr viel Aufklärungsarbeit nötig.
Beispielsweise, dass Hunde im Wald nur angeleint und auf Wegen bleiben
sollten. "Rennen diese quer durch das Gelände, verängstigen sie
allein durch ihren Geruch das Wild."
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krone.at vom 21.07.2010
Grausiger
Fund - Frau stößt beim Beerenpflücken auf toten Jäger
Eine
Krankenschwester aus Oberösterreich hat beim Beerensammeln im Bezirk
Zwettl eine schreckliche Entdeckung gemacht. Statt reifen Früchten fand
die 42-jährige Christine Sch. einen toten Jäger im Dickicht! In ihrer
Verzweiflung versuchte die Linzerin noch, den Mann wiederzubeleben. Doch
Erich S., ein elffacher Großvater, dürfte schon eine Stunde vor dem Fund
verstorben sein.
Jetzt sind sie wieder reif und stehen in Niederösterreich in voller
Pracht - die Früchte des Waldes. Als besonderes Paradies für
Heidelbeeren gilt die Gegend rund um Arbesbach. Mittwochmittag machte sich
hier, wie kurz berichtet, Christine Sch. aus Linz auf die Suche nach dem
blauen Obst.
Gegen 14.30 Uhr dann das Horrorerlebnis: Die Krankenschwester entdeckte
mitten im Wald die Leiche eines Mannes. Trotz Schock leitete die Oberösterreicherin
sofort Reanimationsversuche ein, erst als sich kein Anzeichen auf Atmung
feststellen ließ, alarmierte die Frau vom nächsten Bauernhof aus die
Polizei.
Schon eine Stunde vor dem Fund dürfte der 71-jährige Waidmann während
der Pirsch verstorben sein. Der beliebte Rotkreuz-Mitarbeiter hinterlässt
fünf Kinder, elf Enkerln und ein Urenkerl.
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noen.at vom
14.07.2010
Schrotschüsse
auf Kater
ALBERNDORF / Wer
schießt hier auf Streuner? Alberndorfer Familie hofft endlich auf ein
friedliches Nebeneinander.
Aufregung herrscht bei Katzenbesitzern im Pulkautal. Immer wieder bleiben
Vierbeiner spurlos verschwunden. Eine Alberndorfer Familie will sich das
nicht länger gefallen lassen und geht deshalb an die Öffentlichkeit.
Einer ihrer Kater hatte sich an einem Juni-Abend mit schweren Verletzungen
am Auge und am linken Hinterlauf heimgeschleppt.
Nach einem Befund der Tierärztin sei der Vierbeiner von Schrotkugeln
getroffen worden. Die Knochen des linken Hinterlaufs wurden zertrümmert.
„Es steckten noch Kugel-Fragmente darin“, berichtet Besitzerin Andrea
Strobl. Der Kater wurde in der Tierklinik Hollabrunn operiert, überlebte
mit knapper Not.
„Abgesehen vom menschlichen Leid – der Kater gehört meinem jüngsten
Sohn, der tief schockiert von dieser Tat ist – ist der wirtschaftliche
Schaden enorm“, so Strobl. Die Tierarztkosten belaufen sich mittlerweile
auf rund 850 Euro.
Doch ein Unglück kommt selten allein: Der zweite Kater der Familie ist
gar nicht mehr nach Hause gekommen. Die Strobls rechnen mit dem
Schlimmsten und haben auch schon Anzeige bei der Polizei erstattet.
Zurecht, wie selbst Dr. Peter Lebersorger, Geschäftsführer des NÖ
Landesjagdverbandes gegenüber dem Österreichischen Tierschutzverein
(ÖTV) einräumt: „Das ist ein Fall für die Polizei, denn es
widerspricht völlig der jagdlichen Praxis, dass Jäger im Juni mit einem
Schrotgewehr ins Revier gehen.“ Die Zeit der Schrotjagd sei in
Niederösterreich ab 1. Oktober (Niederwildsaison).
Entsetzt zeigt sich auch Marion Löcker vom ÖTV. Auch, wenn derartige
Vorfälle fast an der Tagesordnung stehen. „Uns als Tierschutzverein
werden immer wieder solche Fälle geschildert und auch uns persönlich
widerfahren immer wieder Dinge, die weder mit dem Jagdgesetz, noch mit dem
Tierschutzgesetz vereinbar sind.“ Die Strobls hoffen indes, dass
Aufklärung und das Erregen von Aufmerksamkeit künftig zu einem
friedlicheren Zusammenleben zwischen Anrainern und den Schützen, denen
man kaum auf die Schliche kommt, führt.
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orf.at vom 14.07.2010
Roznik
erschossen: Jäger als Täter überführt
Nach dem Abschuss
des Braunbären Roznik im Mai 2009 konnte nun der Täter mittels
DNA-Spuren auf einer Decke überführt werden. Es handelt sich um einen Jäger
aus Bad Eisenkappel, der schon länger im Visier der Ermittler war. Er
wird angezeigt.
Tier nach Abschuss in Decke gewickelt
Ende Mai des Vorjahres wurde der junge Braunbär Roznik bei Bad
Eisenkappel erschossen. Zwei Wochen später wurde der gehäutete Kadaver
des Tieres in einem Bachbett im slowenischen Logartal gefunden.
Seit rund einem Jahr stand ein Jäger aus Bad Eisenkappel im Visier der
Ermittler. Jetzt konnten sie ihm die Tat nachweisen. Auf einer Decke, die
dem mutmaßlichen Bärentöter gehört, konnten DNA-Spuren eindeutig dem
getöteten Braunbären zugeordnet werden.
Kriminaltechnische
Ergebnisse wurden abgewartet.
Martinz: "Akribische Ermittlungsarbeit"
Oberst Christian Martinz, der stellvertretende Leiter des
Landeskriminalamtes Kärnten: "Der Erfolg ergab sich durch die
akribische Arbeit der Ermittler. Wir mussten noch auf einige Ergebnisse
der Kriminaltechnik warten. Deshalb ist eine gewisse Zeit
verstrichen."
Die Anzeige der Kriminalpolizei ist am Mittwoch an die Staatsanwaltschaft
ergangen, bestätigte Martinz. In welcher Form Anklage erhoben wird, muss
der zuständige Staatsanwalt entscheiden.
Tatverdächtiger in
Widersprüche verstrickt
Der mutmaßliche Bärentöter will nach wie vor nichts mit der Tat zu tun
haben. Die Polizei ist aber sicher, den Richtigen erwischt zu haben.
"Er hat sich in einige Widersprüche verwickelt. Wir konnten aber
einige Sachbeweise finden, die für uns schlüssig sind, dass er mit dem
Verschwinden des Bären zutun hat", sagte Martinz.
10.000 Euro
Ergreiferprämie.
Empfänger von Ergreiferprämie noch unklar
Zeugen hatten die Ermittler zu dem Jäger aus Bad Eisenkappel geführt,
der Roznik getötet haben soll. Noch ist unklar, wer die 10.000 Euro
Ergreiferprämie erhält, die unter anderem von vier Pfoten und dem Land Kärnten
ausgesetzt wurde.
Der Unterkärntner Jäger werde seine Lizenz im Fall einer Verurteilung
verlieren, betonte die Jägerschaft in einer Aussendung.
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orf.at vom 05.07.2010
Schuss
löste sich aus Gewehr: Jäger verletzt
Ein 40-jähriger Mann aus Deutschkreutz ist durch eine Schussverletzung
schwer verletzt worden. Der Jäger stieg in seiner Hauseinfahrt aus seinem
Auto aus, dabei löste sich ein Schuss aus seinem Jagdgewehr.
Ursache noch unklar
Der Mann wurde am Oberschenkel getroffen und schwer verletzt, er wurde mit
dem Notarztwagen in das Krankenhaus Eisenstadt gebracht. Warum sich der
Schuss aus dem Gewehr löste, ist noch nicht geklärt.
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ots.at vom 29.06.2010
Österreichischer
Tierschutzverein war schneller als Polizei und Jäger und rettete so einem
kleinen Fuchs das Leben!
Salzburg - Ein ca. 4 Monate alter Fuchs hatte sich in einer
Plastikeinkaufstasche verfangen und humpelte durch Hocheck, O.Ö. Eine
Passantin verständigte die Tierrettung des Österreichischen
Tierschutzvereins. Da die Frau aber auch die Polizei gerufen hatte, die
wiederum einen Jäger rief, war Eile geboten.

Ein ca. 4 Monate alter Fuchs hatte sich in einer
Plastikeinkaufstasche
verfangen und humpelte durch Hocheck, O.Ö.
Foto: Österreichischer Tierschutzverein
sZum Glück für den Fuchs war die Tierrettung des Österreichischen
Tierschutzvereins schneller als Polizei und Jäger, fing den Fuchs ein
und rettete ihn auf einen ÖTV-Assisi-Hof. Dort wurde er tierärztlich
versorgt, wird nun, da er stark untergewichtig ist, aufgepäppelt und
sobald er kräftig genug ist, wieder frei gelassen.
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orf.at vom
23.06.2010
Mann
stürzt sechs Meter von Hochsitz - tot
In Predlitz im
Bezirk Murau ist am Dienstag ein 72-jähriger Pensionist von einem
Hochsitz gestürzt und ums Leben gekommen. Der Mann erlitt beim Sturz aus
sechs Meter Höhe tödliche Verletzungen.
Tödliche Verletzungen
Der 72-Jährige hatte laut Polizei Reparaturarbeiten am Hochsitz
durchgeführt. Dabei dürfte er aus noch unbekannter Ursache sechs Meter
in die Tiefe gestürzt sein. Er erlitt tödliche Verletzungen und starb
noch an der Unfallstelle.
Erst am Abend fand ihn ein Förster, der die Polizei verständigte.
Erst am Samstag ist ein 70-jähriger Jäger in den Grazer Murauen von
einem fünf Meter hohen Hochsitz gestürzt und schwer verletzt worden. Als
der Jäger über eine Stiege auf den Hochsitz kletterte, brach eine
Sprosse.
Top
kleinezeitung.at vom 22.06.2010
Wildernde
Hunde auf frischer Tat ertappt
Im südsteirischen
Glanz wurden Schafe von Hunden gerissen. Ein Hund wurde erlegt, Suche nach
Besitzer läuft.
Neun Wochen herrschte nach zahlreichen Hunderissen von Damwild, Schafen
und Hasen in der Region um Schloßberg offenbar Ruhe. Montag in der Früh
haben wildernde Hunde jedoch im benachbarten Glanz erneut zugeschlagen.
Diesmal wurden die Tiere aber auf frischer Tat ertappt.
Drei Hunde waren es, die sieben Mutterschafe und einen Schafbock von
Landwirt Hubert Gaube rissen, ehe sie von einem Jäger gestoppt werden
konnten. "Wir dachten uns, der ganze Spuk ist vorbei, wir können die
Tiere wieder ohne Angst auf die Weide lassen. Und jetzt das", ist
Gaube geschockt.
Suche nach Besitzer
Ein Hund - ein schwarzbrauner Schäfermischling - wurde erschossen. Da er
kein Halsband trägt und auch nicht gechipt ist, ist es schwer, die
Besitzer auszumachen. Versuchen will es Polizeiinspektor Reinhard
Bierbauer vom Posten Leutschach dennoch: "Es ist nicht einfach, weil
in der Gegend fast auf jedem Hof ein oder mehrere Hunde sind. Und Schäfermischlinge
sind ja doch sehr häufig zu finden. Dennoch werden wir uns bemühen und
schauen, ob wo ein Tier fehlt", versichert der Polizist. Den Anblick
der gerissenen Schafe wird er übrigens nicht so schnell vergessen:
"Es war wirklich grauslich. Sechs Tiere haben noch gelebt, als wir
gekommen sind. Sie waren schwerst verletzt und entsetzlich zugerichtet.
Gut, dass sie vom Jäger erlöst wurden."
Ob die Hunde, die diesmal zugeschlagen haben, die Übeltäter der Fälle
in Schloßberg und Großwalz waren, kann nicht festgestellt werden.
Bezirksjägermeister Rudolf Gaube weiß aber, dass seine Jäger extrem
aufmerksam waren, um die tierischen Wilderer zu erwischen. Was dennoch
nicht gelungen ist.
Jäger Karl Dworschak, dessen Damwildgehege in Schloßberg Anfang April
"ausgeräumt" wurde, weiß, dass jenseits der Grenze kürzlich
Schafe gerissen wurden. Auch glaubt er, dass die Hunde in der Region aktiv
geblieben sind: "Wir haben zahlreiche gerissene Rehe gefunden. Sie
haben offenbar nur ihre Beute gewechselt."
Top
orf.at vom 21.06.2010
Jäger
stürzt von Hochsitz: Schwer verletzt
Ein 70-jähriger
Jäger ist Samstagfrüh in den Grazer Murauen von einem fünf Meter hohen
Hochsitz gestürzt und schwer verletzt worden. Als der Jäger über eine
Stiege auf den Hochsitz kletterte, brach eine Sprosse.
Sprosse gebrochen
Der Jäger war gegen vier Uhr früh in den Murauen zum Hochsitz unterwegs.
Er stieg die Leiter zum Hochsitz hinauf. Plötzlich brach in einer Höhe
von etwa dreieinhalb Metern eine Sprosse der Leiter.
Zahlreiche
Knochenbrüche
Der 70-Jährige stürzte fünf Meter tief zu Boden. Mit zahlreichen
Knochenbrüchen und Abschürfungen schleppte er sich zur nächstgelegenen
Straße und blieb dort liegen. Als sich ein 50-jähriger Lenker näherte,
schaltete der Jäger seine Taschenlampe ein und machte mit Lichtzeichen
auf sich aufmerksam.
Der Pkw-Lenker verständigte Polizei und Rettung. Nach der Erstversorgung
wurde der 70-Jährige mit schweren Verletzungen in das LKH Graz gebracht.
Top
krone.at vom 17.06.2010
Jäger
will Rehbock erlegen und schießt sich selbst ins Bein
Per Heli ins
Spital
Bei dem Vorhaben, einen Rehbock von seinem Geländewagen aus zu erlegen,
hat sich ein Jäger in Fels am Wagram (Bezirk Tulln) am Mittwochnachmittag
selbst ins Bein geschossen. Der Mann konnte noch selbst nach Hause fahre,
wo bereits der von seiner Mutter verständigte Notarzt wartete.
Der Jäger war laut Polizei auf einem Güterweg unterwegs, als er eigenen
Angaben zufolge zwei Rehböcke sah. Er habe eines der Tiere erlegen wollen
und deshalb zu seinem Gewehr gegriffen, das er auf den Oberschenkeln
abgelegt hatte. Dabei habe sich ein Schuss gelöst.
Der 30-Jährige wurde nach Angaben der Sicherheitsdirektion NÖ am linken
Oberschenkel getroffen. Das Projektil durchschlug das Bein des Mannes und
trat daraufhin durch die Fahrertür des Geländewagens aus.
Der Rettungshubschrauber "Christophorus 2" transportierte den
Verletzten schließlich ins Landesklinikum Krems.
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orf.at vom 16.06.2010
Jäger
trafen einander im Barockschloss
Die Standesvertretung der burgenländischen Jägerschaft tagte im
Barockschloss Halbturn - mit Feldmesse und Jagdhundeschau. Neben einer
Bilanz über das abgelaufene Jagdjahr war auch das Image der Jagd Thema.
Wünsche für das
Jahr
Der 61. Landesjagdtag im Hof des Barockschlosses von Halbturn wurde
standesgemäß eröffnet - von den Neusiedler Jagdhornbläsern.
Für mehr Verständnis
Die Waidmänner zogen Bilanz über das abgelaufene Jagdjahr und
artikulierten Wünsche für das Jagdjahr 2010 - darunter der Wunsch, mehr
Verständnis bei der Bevölkerung für das Tun der Jäger zu erzeugen.
"Nachhaltig
ernten"
"Wir wünschen uns, dass wir hier nachhaltig ernten durchaus im Sinne
des Wildes, aber natürlich auch in dem Sinn, wertvolles Wildbret für die
Bevölkerung zu erzeugen", so Landesjägermeister Peter Prieler.
6.700
Jagdkartenbesitzer
Im Burgenland gibt es derzeit mehr als 6.700 Jagdkartenbesitzer, die knapp
490 Reviere betreuen.
Thema des Landesjagdtages war auch das Image der Jäger. Dieser Frage
wurde bei der heimischen Bevölkerung nachgegangen, Man habe wichtige
Schritte gesetzt und werde diesen Weg weitergehen, sagt Förster Roman
Bunyai von der Werkstatt Natur.
Wild und Wald näherbringen
"Wir versuchen in der Werkstatt Natur - und das ganz erfolgreich -
Kindern und Jugendlichen die Themen Jagd, Wild und natürlich auch Wald
etwas näher zu bringen, sie darauf vorzubereiten, dass Jagd auch sehr
notwendig ist und im Zuge dessen auch den richtigen Umgang mit Wald und
Umwelt", so Bunyai.
Sieben Millionen
Euro Pacht
Die Jagd ist auch im Burgenland ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. So
bekommen allein die Grundbesitzer eine jährliche Pacht von sieben
Millionen Euro insgesamt wird der Wirtschaftsfaktor Jagd mit 20 Millionen
Euro beziffert.
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"Wirtschaftsblatt" vom 04.06.2010
Jagdschmuck
ist en vogue wie nie
WIEN Juwelier
HaIder legt im ersten Halbjahr um 30 Prozent zu
Eine konsequente
Nischenpolitik beschert dem Wiener Jagdschmuckspezialisten Halder stetige
Umsatzzuwächse. Neue Standorte gibt es trotzdem nicht.
Wien. Konsequente Nischenpolitik zahlt sich aus. Davon ist Katharina
Sturzeis, Chefin des Jagd- und Trachtenschmuckerzeugers Halder,
überzeugt. "Wir sind in den letzten fünf Jahren um
durchschnittlich zwölf Prozent gewachsen", erzählt Sturzeis. In
den ersten sechs Monaten dieses Jahres konnte der Umsatz sogar um 30
Prozent gesteigert werden. Angaben über den Umsatz selbst wollte
Sturzeis - auch aus Sicherheitsgründen - nicht machen.
Grundlage des Erfolges sei, dass die Nische Jagdschmuck konsequent
bespielt werde. Diese Nischenpolitik werde von ihrer Maxime "Service,
Service, Service" optimal unterstützt. "Man muss die
Bedürfnisse des Kunden befriedigen, koste es, was es wolle", sagt
Sturzeis, die den 1895 gegründeten Juwelier Halder am Wiener
Michaelerplatz vor mehr als 20 Jahren übernommen und seither den Umsatz
verzehnfacht hat.
Dass Edelmetall gerade jetzt als Wertanlage geschätzt werde, sieht
Sturzeis auf Schmuck bezogen etwas differenzierter. "Natürlich ist
Edelmetall immer im weitesten Sinn eine Geldanlage. Aber eher in Form von
Münzen oder Barren", erklärt sie. Bei Schmuck müsse immer ein
Verlust durch die Arbeit und die Facon eingerechnet werden.
Rund 30 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Sturzeis im Ausland,
Hauptmarkt ist Mitteleuropa. Aber selbst aus Russland und den USA kommen
Fans des Jagdschmucks nach Wien. Vertrieben werden die Schmuckstücke,
Jagdabzeichen und Dekorationsgegenstände, zu denen oft auch die eigenen
Trophäen der Kunden verarbeitet und gefasst werden, im Geschäft in der
Wiener Innenstadt, auf Messen, Kongressen und Ausstellungen. "Oft
schicken die Kunden auch die Trophäen per Post, und per Mail wird der
Rest erledigt", sagt Sturzeis.
Filialen nicht
ideal
Daneben werden in Wien auch Abzeichen für Sport-, Hunde-, Wander- und
Reitclubs, Pfadfinder, Alpen- und Heimatvereine kreiert und hergestellt.
Von einer Filiale hält Sturzeis wenig: Zum einen sei Wien ein durchaus
attraktiver Platz, zum anderen seien Filialen für jemanden in dieser
Größe nicht ideal. "Wir können unsere Kunden nur hier in der
optimalen Breite und Qualität betreuen", ist Sturzeis überzeugt.
Und vor allem Letztere ist Sturzeis, die aus der Juweliersfamilie Heldwein
stammt, wichtig: "Qualität liegt mir im Blut, da mache ich keine
Abstriche."
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"Niederösterreichische Nachrichten" vom
30.05.2010
Leserbrief zu
"Verantwortung
für die ganze Umwelt" vom
26.05.2010
Der Bezirksjägermeister Josef Fritz meint - aus seiner Sicht -
zurecht, wenn man nun In der Rotwildhegegemeinschaft Donauauen 2009
wahrscheinlich die stärksten Hirsche erlegt habe, dies „Lohn der langen
Arbeit“ sei. Jäger sehen darin die „Ernte“ für ihre Tätigkeit,
nicht zuletzt getrieben möglichst große und prächtige Trophäen zu
gewinnen. Absurd wird es, wenn er meint, dass sie mit ihrer Arbeit „ein
ausgeglichenes Biotop erhalten wolle“. Dieses Beispiel zeigt mal wieder
wie die Realität rasch mit der Welt der Jägermärchen vermischt wird.
Hier tut Aufklärung not.
Was die Jägerschaft schlecht annehmen kann, ist dass sich die Natur von
selbst reguliert und diese nun – auf einer deutlich höhere Ebene als
der Jäger - verantwortlich für Nachhaltigkeit, Tiere und Pflanzen sei.
Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen dies und sehen die Jagd nicht
nur als nicht erforderlich an sondern geradezu als schädlich für unsere
Natur. Wenn das ureigenste Interesses der Jäger tatsächlich der Arten-
und Naturschutz sei, dann würden sie umgehend auf Ihre Waffen verzichten.
Da das aber nicht passiert, kann sich jeder selber von den wahren Jägermotiven
ein Bild machen: Naturschutz oder Trophäengeilheit.
Dr. Christian Nittmann
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"Niederösterreichische
Nachrichten" vom 26.05.2010
„Verantwortung
für die ganze Umwelt“
WEIDMANNSHEIL
Jägerschaft traf sich im Z2000: Nachhaltigkeit &
Öffentlichkeitsarbeit.
STOCKERAU Eine „wilde Sache“: Nach einer gemeinsamen
Hubertusmesse wurde im Z2000 der Bezirksjägertag abgehalten.
Bezirksjägermeister Josef Fritz zog Bilanz. „Vor 15 Jahren hat es noch
ganz anders ausgesehen“, sagte er über das Rotwild, „jetzt erhalten
wir den Lohn der langen Arbeit.“ In der Rotwildhegegemeinschaft
Donauauen wurden 2009 wahrscheinlich die stärksten Hirsche erlegt. „Wir
wollen ein ausgeglichenes Biotop erhalten“, ist Fritz entschlossen.
„Besonders stolz“ ist der Bezirksjägermeister auf das Thema Krähenbejagung.
Die Krähen sind Gewinner der Kulturlandschaft, eine hohe Dichte dieser
Beutegreifer wirkt sich negativ auf ihre Beutetiere wie Rebhühner aus.
Fritz erwartet sich Lob von Grün-Gruppierungen: „Wir betreiben hier
wirklich Artenschutz.“
Ein großes Thema im Jagdverband ist die Öffentlichkeitsarbeit. „Hundeführer,
Falkner und Waldhornbläser haben schon einen großen Schritt getan“,
ist Fritz überzeugt. Nun sei jeder einzelne Jäger für Öffentlichkeitsarbeit
zuständig. „Wir Jäger sind verantwortlich für Nachhaltigkeit, Tiere,
Pflanzen und die gesamte Umwelt“, diese Bemühungen müssten auch
kommuniziert werden, damit es nicht heißt, die Jäger würden nur Bambis
erschießen.
Pernkopf: „Jagd
ist Teil unserer Landeskultur“
Die Jagd als Mittel der Nachhaltigkeit war auch Thema des Referats von
Landesrat Dr. Stephan Pernkopf: „Die Jagd ist ein lebendiger Teil
unserer Landeskultur.“ Allein in Niederösterreich gibt es 34.000 Jägerinnen
und Jäger. Pernkopf sprach auch den Konflikt mit Freizeitsportlern an:
„Es gibt eine Natur und viele verschiedene Nutzer, die nicht alle das
Gleiche wollen.“
Als Vorstandsmitglied des Landesjagdverbands lieferte Albin Haidl,
Bezirksjägermeister in Waidhofen, einen Bericht ab. Albin ermahnte die
versammelten Jäger, am freiwilligen Übungsschießen teilzunehmen. Nur 38
Prozent im Bezirk taten das vergangenes Jahr. Weil die Jagd ohne Hund
Schund ist, ist ab 2011 ein geprüfter Jagdhund in jedem Revier Pflicht.
Pernkopf ergänzte: „Die Jagd ohne Horn ist Schmorrn.“ Deswegen
sorgten im Z2000 die Jagdhornbläsergruppen Kreuttal, Kreuzenstein und
Senning für die musikalische Umrahmung.
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standard.at vom
25.05.2010
WWF:
Bleivergiftungen gefährden Greifvögel
Toter Seeadler
im Waldviertel entdeckt - Schon geringste Mengen Blei führen zu schweren
Vergiftungssymptomen
Aus aktuellem Anlass machten WWF und der niederösterreichische
Landesjagdverband am Dienstag - einmal mehr - auf die Gefährdung von
Greifvögeln durch Bleivergiftungen aufmerksam: Im Waldviertel entdeckte
ein Jäger im April in Reitzenschlag (Bezirk Waidhofen an der Thaya) einen
verendeten Seeadler - die Obduktion an der veterinärmedizinischen
Universität Wien ergab als Todesursache Bleivergiftung.
Greifvögel nehmen mitunter über die Nahrung Blei in Form von Schrotkügelchen
auf, wenn sie angeschossene Enten oder Gänse erbeuten oder unsachgemäß
entsorgte Eingeweide von erlegten Rehen oder Wildschweinen - den
sogenannten Aufbruch - fressen. Schon geringste Mengen führen zu schweren
Vergiftungssymptomen, die Tiere verhungern oder kollidieren wegen ihrer
eingeschränkten Reaktionsfähigkeit mit Autos, Schnellzügen und
Stromleitungen.
"Wir werden unsere Jäger in Zukunft verstärkt darauf hinweisen,
dass das Entfernen der Aufbrüche aus der Natur insbesondere in Gebieten
mit Seeadlervorkommen einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von
Bleivergiftungen bei diesen geschützten Tieren darstellt", kündigte
Peter Lebersorger von der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände
an. Empfohlen werde auch, bei der Jagd auf Wasserwild auf Bleischrot zu
verzichten. NÖ Landesjagdverband und WWF sind Partner beim
Seeadler-Schutzprojekt "Vorsicht Gift!", das sich gegen den
illegalen Einsatz von Giftködern wendet.
Alternativen
Aus Sicht des WWF wird mittelfristig ein flächendeckender Ausstieg aus
der Verwendung von bleihältiger Jagdmunition notwendig sein. "In ökologisch
besonders sensiblen Gebieten wie Nationalparks sollte schon jetzt auf
Alternativen zur Bleimunition zurück gegriffen werden", forderte
Seeadler-Projektleiter Christian Pichler in einer Aussendung.
Der WWF hofft, dass die Bleiproblematik nicht zu einer Unterbrechung der
positiven Bestandsentwicklung beim größten heimischen Adler führt.
"Unsere Seeadler sind eindeutig im Aufwind", so Pichler.
"Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es keinen einzigen heimischen
Seeadler mehr - und heuer halten wir bereits bei 13 Brutpaaren."
Derzeit ziehen die majestätischen Adler ihre Jungen in den Horstbäumen
der March-Thaya-Auen - dem wichtigsten Vogelschutzgebiet Österreichs -
sowie an der Donau, im Gebiet des Neusiedler Sees und im Waldviertel groß.
Top
salzburg.com vom 24.05.2010
Jäger
in Unken abgestürzt
Ein 51-jähriger
Jäger aus Kuchl ist am Sonntag in Unken ca. hundert Meter abgestürzt.
Der Mann wurde mit einem 40-Meter-Seil geborgen und ins Unfallkrankenhaus
geflogen.
Der 51-jährige Kuchler war Sonntagmittag in der Nähe der
Kühstein-Jagdhütte unterwegs, als er in unwegsamen Gelände hundert
Meter abstürzte.
Ein Jagdkollege, der sich vor der Hütte befand, hörte den Absturz und
stieg mit zwei Jagdkollegen zum Verunglückten auf. Per Mobiltelefon
setzten sie einen Notruf ab. Erst mithilfe eines 40 Meter langen Seils
konnte der Schwerverletzte vom Hubschrauber geborgen und ins UKH Salzburg
geflogen werden. Ein Alpinpolizist und sechs Mann der Bergrettung Unken
waren bei der Bergung im Einsatz.
Top
krone.at vom 21.05.2010
Rund
5.000 Krähen und Elstern bald frei zum Abschuss
3.000 Nebelkrähen,
830 Rabenkrähen und 990 Elstern sind in Graz und Graz-Umgebung zum
Abschuss freigegeben. Das Land Steiermark erteilte die
Ausnahmegenehmigung, denn Landwirte klagen über enorme Schäden, die die
Tiere verursachen würden.
Krähen und Elstern sind eigentlich geschützte Tierarten, will man sie
erschießen, braucht man dafür eine Sondergenehmigung vom Land. Auf
Betreiben der Land- und Forstwirtschaftskammer wurde diese nun erteilt.
Werner Lakose von der zuständigen Naturschutzabteilung: "Der
Abschuss ist das letzte Mittel. Zuvor müssen von den Landwirten Maßnahmen
ergriffen werden, die Tiere zu verscheuchen, etwa durch Schreckschüsse,
Vogelscheuchen usw. Funktioniert das nicht, dürfen die zuständigen Jäger
geholt werden." Die Landwirte klagen über gewaltige Schäden, die Krähen
und Elstern verursachen würden: Siloballen, die zum Trocknen auf dem Feld
lagern, würden regelmäßig aufgerissen und das Saatgut dezimiert, falls
es zur Krähenabwehr nicht gebeizt ist.
Jagd auf
"Junggesellen"
Geschossen werden darf nun auf "Junggesellen" - im Gegensatz zu
brütenden Krähen fliegen sie in Gruppen - nicht in der Nähe von Nestern
und während der Brutzeit. Auf die Krähen darf nur zwischen 1. Juli 2010
und 31. März 2011, auf die Elstern zwischen dem 1. August 2010 und 15.
März 2011 geschossen werden. "Die Grazer müssen sich nicht fürchten,
dass Vögel in Siedlungen oder gar im Stadtpark geschossen werden. Nur
Landwirte dürfen die Jäger rufen, und die agieren dann auf freiem
Feld", so Lakose.
Wie viele Krähen es in Graz und Graz-Umgebung gibt, weiß niemand so ganz
genau - heuer soll aber eine Zählung stattfinden. Lakose: "Die
genehmigten Abschüsse gefährden die Population der Tiere aber sicher
nicht." Für gewaltiges Aufsehen sorgten vor zweieinhalb Jahren Krähen,
die in Weiz insgesamt sieben Lämmer gerissen haben. Solche Fälle sind
aber die absolute Ausnahme.
Top
"Kurier" vom
04.05.2010
Bären-Ansiedelung
vorerst aufgeschoben
Kärnten -
Import-Gedanke durch WWF / Bevölkerung und Bauern sind dagegen
In der Kärntner Landesregierung wurde am Montag intensiv über den Import
von Bären aus Slowenien diskutiert. Dort sind jedes Jahr mehrere Bären
zum Abschuss freigegeben. Zehn Bären könnten statt dessen in Österreich
eine neue Heimat finden.
Gemeinsam mit Vertretern des WWF, der dieses Projekt finanziell
übernehmen würde, wurde im Beisein eines Wiener Veterinärmediziners,
eines Professors für Bodenkultur, des Kärntner Landesjägermeisters
Ferdinand Gorton und des Naturschutzreferenten Uwe Scheuch konferiert.
Fazit des Gipfels: Es werden vorerst keine Bären aus Slowenien nach
Österreich gebracht. Die Steiermark und NÖ sind dagegen, OÖ und
Kärnten dafür. "In Zukunft soll es eine intensivere Vernetzung von
Informationen über das Bärenaufkommen mit unseren Nachbarländern
Italien und Slowenien geben", erklärt Scheuch. Mit Hilfe von
genetischem Monitoring soll der Zeitraum von drei Jahren beobachtet
werden. "So können wir genau feststellen, wo sich die Bären
aufhalten, welches Geschlecht sie haben und wie sie leben." Viele
Bauern sind skeptisch und strikt gegen den Zuzug.
Top
"Wirtschaftsblatt" vom 29.04.2010
Joh.
Springer's hat jetzt Waffen-Leasing im Visier
WIEN
Traditions-Jagdausrüster setzt im Wettbewerb auf innovative
Dienstleistungen
Luxuriöse Waffen für eine breitere Kundenschicht attraktiv zu machen,
das ist das Ziel des neuen Leasingmodells von Joh. Springer's Erben und
Raiffeisen Leasing.
Wien. "Wir setzen nicht auf Expansion, sondern auf innovative
Dienstleistungen", beschreibt Christian Johann Springer seine
Geschäftsstrategie. Dieser folgend, bietet der traditionsreiche
Jagdausrüster Joh. Springer's Erben jetzt auch ein Leasingmodell für
alle Waffen ab 5000 € an. "Wir wollen damit luxuriöse Waffen auch
einer nicht ganz so liquiden Kundschaft zugänglich machen",
erklärt Geschäftsführer Springer das mit Raiffeisen Leasing
entwickelte Modell. 50 Leasing-Verträge will Springer heuer unter
Dach und Fach bringen, zwischen 100 und 150 sollen es 2011 sein.
Derzeit ist das Leasingmodell nur für österreichische Kunden möglich,
sollte es sich bewähren, bestehe die Möglichkeit, es mit Töchtern
oder Partnern von Raiffeisen Leasing auch auf den EU-Raum auszuweiten.
"Aber das ist noch Zukunftsmusik", sagt Springer.
Auktionen auf
Schiene
Dass er ein gutes Auge für seine Ziele hat, zeigt sich auch bei den
Auktionen, die Springer seit zwei Jahren in Kooperation mit dem
britischen Auktionshaus "Holt's Auctioneers" zweimal
jährlich abhält. "Wir haben bei unserer vierten Auktion 260.000
€ umgesetzt und damit auch das Dorotheum geschlagen", freut sich
Springer, der diese Business Unit „schön auf Schiene" sieht.
Reisefreudig
Viel Freude machen ihm auch die Jagdreisen: 600.000 € wurden damit im
Vorjahr umgesetzt, zwischen 800.000 und 900.000 € sollen es heuer
werden. 4,2 Millionen € hat der Jagdausrüster im Vorjahr insgesamt
umgesetzt, heuer hofft Springer auf 4,5 bis fünf Millionen €.
Während Kunden aus den USA und Russland die Jagdkultur in Revieren in
Österreich, Ungarn und Tschechien kennen lernen wollen, zieht es
Österreicher vor allem nach Australien, Afrika und Kanada.
"Wir spüren überhaupt keine Krise", ist Springer, dessen
Exportquote zwischen 20 und 25 Prozent liegt, zufrieden. An ein weiteres
Projekt will er sich ebenfalls bald heranpirschen: die Zentrale in
WienJosefstadt soll in den nächsten zwölf Monaten zu einem kleinen
Museum mit begehbarer Werkstätte umgestaltet werden. "Ich muss
jetzt endlich an die konkrete Finanzierung herangehen", sagt
Springer.
Waffen-Leasing
Ähnlich wie beim Pkw-Leasing leistet der Leasingnehmer eine Anzahlung von
20 Prozent des Kaufpreises der Waffe, der Rest dann wird mittels
günstiger Leasingkonditionen beglichen. Die Laufzeit beträgt 36 bis 48
Monate, das Angebot gilt für Waffen· ab 5000 € (inkl. Optik). Eine
frühzeitige Tilgung ist ebenso möglich", so Peter Engert,
Sprecher der Geschäftsführung der Raiffeisen-Leasing GmbH. Das
Leasingangebot schone Eigenmittel sowie Liquidität und greife auch die
Kreditwürdigkeit bei der jeweiligen Hausbank nicht an, betont Springer.
Top
kleinzeitung.at vom 20.04.2010
Ein
toter Hund hält die Jäger auf Trab
Jagdverein in
Seeboden "kämpft" mit dem Abschuss eines Rottweilers am
Vorabend des 24. Dezembers. Staatsanwaltschaft eingeschaltet.
Lange Nachwehen im Jagdverein Treffling-Tangern in Seeboden hat ein
Vorfall vom 23. Dezember 2009. Unter dem Titel "Jäger erschossen
Hund und ließen Kadaver liegen" berichtete die Kleine Zeitung
darüber, dass zwei Waidmänner dieses Jagdvereines den Rottweiler
"Mauki" erschossen hatten und der Kadaver eine Woche im freien
Gelände gelegen hatte. Die Meldung der Jäger bei der Polizei erfolgte
tags darauf, am Heiligen Abend. "Der Hund lief frei herum, die zwei
Jäger haben in Notwehr gehandelt", sagte damals Michael
Unterlerchner, der Jagdleiter der Trefflinger Jäger. Geschehen ist der
Abschuss am Hofgelände des Hundebesitzers im Finstern.
Dunkelheit
Allein diese beiden Fakten widersprechen den Gesetzen der Jagd. Denn zu
Winterbeginn herrscht um diese Tageszeit - der Abschuss erfolgte gegen
17.45 Uhr - längst absolute Dunkelheit und damit Schussverbot. Auch eine
Aussage der Schützen habe sich als falsch herausgestellt. Damals waren
sie zufällig vom Hundebesitzer und einer Begleitperson wenige Minuten
nach den zwei Schüssen angesprochen worden, ob sie auf den Hund
geschossen hätten: "Wir sind auf der Nachsuche nach einem
Rehkitz", war die Antwort - in der Dunkelheit im tiefen Dezember. Der
Besitzer wurde im Unklaren gelassen und Bezirksjägermeister Franz
Kohlmayer erfuhr vom Vorfall erst durch die damalige Recherche der Kleinen
Zeitung.
Überprüfung
Vielfach wurde in Seeboden erklärt, dass sich der Rottweiler gegenüber
anderen Tieren oder Menschen immer friedfertig verhalten habe. Es gibt
auch keine Anzeige gegen den Hundehalter Horst Klementin wegen kritischer
Vorfälle mit "Mauki". Einzig zwei Strafen (insgesamt 60 Euro)
wegen "schlampiger Tierhaltung" hatte der Hundebesitzer zu
entrichten. Er glaubt, dass sein Hund nicht dort erschossen wurde, wo man
den Kadaver zwischen Jungfichten fand. "Die Schüsse hörten wir so
nahe, als wenn es bei meinem Stallgebäude gewesen wäre", sagt der
Hundebesitzer, der den Vorfall auch der Kärntner Jägerschaft in
Klagenfurt "mit der Bitte um Überprüfung des Sachverhaltes"
übergeben hat. Mitte März hat er bei der Polizei auch Anzeige gegen
Jagdverein und Schützen erstattet, wodurch die Staatsanwaltschaft
eingeschaltet wurde.
Aufgrund der Brisanz wird dieser Fall beim Bezirksjägertag am Samstag in
Lendorf Thema unter den Grünröcken sein.
***
Jagdverbot. Die Jagd ruht eine Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde
vor Sonnenaufgang auf Schalenwild (dazu zählen die Rehe). Ebenso im
Bereich von bewohnten Gebieten, in unmittelbarem Bereich etwa von nicht
eingefriedeten Gehöften.
Verständigungspflicht. Soweit einem Jäger oder Jagdschutzorgan der oder
die Eigentümer von getöteten Tieren (wenn es kein Wild ist) bekannt
sind, hat die Verständigung unverzüglich zu erfolgen.
Verwarnung. Wenn ein Hund im Verdacht steht, zu wildern, so muss der
Besitzer schriftlich verwarnt werden. Das ausgefüllte Formular der Jäger
müssen auch die Kärntner Jägerschaft, der Jagdaufseherverband Kärnten,
die Bezirkshauptmannschaft, Polizei und Tierschutzverein erhalten;
Ähnliches gilt beim Abschuss.
Top
swr.de vom
08.04.2010
Kritik
an der Jagd
Rund fünf Millionen Wildtiere werden jedes Jahr
durch Jäger erlegt. Neben Wildschweinen oder Rehen werden beispielsweise
auch Enten, Wildgänse oder Kormorane geschossen. Die Jäger
argumentieren, sie müssten die Tierbestände regulieren und den Wald
schützen. Neue wissenschaftliche Studien zeigen aber eindeutig: Jagd
löst keine ökologischen Probleme sondern schafft sie erst...
Sonntag morgens um sieben Uhr auf einer Waldlichtung. Die Luft riecht wild
und würzig, die Spannung unter den 35 Jägern und Jägerinnen steigt. Wer
wird heute den kapitalen Hirsch schießen? Der uralte Jagdinstinkt! Für
fast 300.000 passionierte Jäger in Deutschland noch immer eine wunderbare
Möglichkeit, die schöne Naturerfahrung mit dem Nützlichen zu verbinden.
Mit Hege und Pflege.
Dass das Töten von Tieren auch Spaß macht, solch eine Aussage wird man
von einem Jäger nicht bekommen. Allerdings: so ganz von der Hand zu
weisen ist dieser Thrill für die Jäger offenbar doch nicht: Eine
Waidfrau aus der Gesellschaft gibt zu: „Ich finde es für mich sehr
schön, dass ich mit einer geladenen Waffe auf einem Hochsitz sitzen kann
und es in meinem Ermessen liegt, ob ich schieße oder nicht.“ Ihre
Antwort auf die Nachfrage, welche Gefühle da bei ihr aufkommen: „Ah!
Machtgefühle, irgendwie.“
Jäger regeln
Wildtierbestand?
Offiziell sprechen die Jäger aber lieber von der Regelung des Bestandes.
So auch Bundestagsmitglied Jochen Borchert, Präsident des größten
deutschen Jagdverbands. Unter Helmut Kohl war er sogar
Landwirtschaftsminister. Also wirklich vom Fach, sollte man meinen. Die
Vorstellung, man könnte die Jagd einschränken oder gar ganz auf sie
verzichten, ist für ihn eine romantische Illusion:
„Wir leben in einer Kulturlandschaft die intensiv genutzt wird und in
der viele Raubtiere verschwunden sind. Wenn hier der Jäger nicht
regulierend eingreifen würde, dann würden sich bestimmte Wildarten, die
mit der Kulturlandschaft, mit der Besiedelung durch die Menschen besser
fertig werden, außerordentlich stark vermehren und andere Wildarten
würden Opfer dieser Arten und würden am Ende ganz verschwinden. Und ich
denke, insofern leistet die Jagd eine wichtige Aufgabe beim Erhalt der
Artenvielfalt und bei der Begrenzung und Regulierung der Wildbestände.“
Raubtiere
unerwünscht?
Auf den ersten Blick leuchtet das vollkommen ein: Wölfe im Wald, die den
Wildbestand regulieren – das wollen doch nur Naturromantiker. Die
Mehrheit der Menschen hat - seit den Märchen der Kindheitstage - Angst
vor dem bösen Wolf. Da sind Leute mit Flinten und grünen Mützen im Wald
doch angenehmer. Kann daran etwas falsch sein?
Ja, alles! Sagt der Zoologe Professor Josef Reichholf, der an der TU
München 30 Jahre lang Naturschutz lehrte und zahlreiche Preise für seine
Publikationen erhielt. Der Jäger als Ersatz für fehlende Raubtiere? Für
ihn ein Märchen: „Das ist eine falsche Vorstellung. Die Raubtiere haben
nie bei uns die Wildbestände nennenswert reguliert. Es waren immer
Krankheiten, Winterhärte und der Nahrungsmangel. Und genau die letzteren
schaltet der Jäger systematisch aus. Und die Raubtiere hat er auch
ausgeschaltet. Die Winterfütterung und die Wildpflege soll ja auch
bewirken, dass der Bestand besonders hoch wird. Und das haben die Jäger
ja auch erreicht.“
Illegale
Winterfütterung
Den Bestand päppeln durch Winterfütterung? Das ist laut Jagdrecht
eigentlich gar nicht erlaubt. Tatsächlich ist es aber eher die Regel als
die Ausnahme. Winterfütterung lässt die Zahl der Tiere steigen.
Besonders gerne päppeln die Jäger Hirsche – also das Rotwild, wegen
der beeindruckenden Trophäen. Seltsam, denn gleichzeitig erklären die
Jäger, dass sie mit der Jagd den Bestand des Rotwildes klein halten
müssen, um den Wald zu schonen.
So auch der Präsident des größten deutschen Jagdverbandes, Jochen
Borchert: „Natürlich gibt es Schäden durch das Rotwild. Das kommt,
weil das Wild in Revieren, in denen viele Besucher im Wald unterwegs sind,
kaum noch aus der Dickung hervorkommt um auf den Wiesen zu grasen – um
es mal nicht fachmännisch auszudrücken. Und dann bleibt dem Wild gar
nichts anderes übrig, als die Bäume zu verbeißen.“
Auch hier widerspricht der Zoologe Reichholf. Die Jäger lösen nicht das
Problem, sie verursachen es: „Das Rotwild wird bei uns durch die
typische Form der Hege in die Wälder gelockt und gedrückt. Gedrückt,
weil es scheu gemacht worden ist durch die lange Bejagung. Gelockt durch
die Fütterungen gerade auch mit den Wintergattern. Dadurch wird ein
Bestand aufgepäppelt, künstlich hochgehalten auf einem Niveau das die
Wälder natürlich schädigt. Wir haben derzeit die dreifache Menge des
Wildes in unseren Wäldern wie das vor der Zeit der gezielten Hege der
Fall war.“
So sind Jäger auch mitverantwortlich für die hohe Zahl der Wildunfälle
in Deutschland. Obwohl die Waidleute natürlich sagen, dass sie ihren Job
machen um genau dieses Problem so klein wie möglich zu halten.
Augenwischerei. Fast schon Zynismus. Auf jeden Fall: Jägerlatein.
Wildpachtzinsen
müssen erwirtschaftet werden
Es ist sicher etwas krass ausgedrückt, kommt der Wahrheit aber recht
nahe: Der Wald ist die Schießbude der Jäger. Dort haben sie das Wild
optimal für sich aufgestellt. Für Schießspaß und für einen
anständigen Ertrag. Schließlich kostet die Pacht ja auch einen Batzen,
da muss der Jäger schon irgendwie auf seine Kosten kommen. Mit Spaß,
Wildbret und Trophäen.
Jochen Borchert weist dies weit von sich: „Also der Vorwurf, dass Jäger
zu viel jagen und zu viel Wild erlegen, trifft ganz sicher nicht zu. Dazu
wird Jagd heute von allen Jägern nachhaltig ausgeübt, das heißt, es
wird immer nur so viel Wild abgeschossen, wie wieder nachwächst, ohne
dass der Bestand gefährdet wird.“
Natürlich muss das alles wieder nachwachsen. Sonst hätten die Jäger ja
im nächsten Jahr kaum Spaß an ihrem Hobby. Darin besteht ja die Kunst
der „Hege und Pflege“: Das Wild so zu halten, dass sich das teure
Revier lohnt, sagt auch Prof. Reichholf: „Bei den hohen Wildpachtzinsen
haben die Jäger ein Interesse, einen hohen Wildbestand zu haben und
diesen auch so hoch wie möglich zu halten. Also gibt es einen Zweikampf
zwischen denen, die die Wildschäden beklagen und den Jägern, die einen
Wildbestand haben möchten, auf hohem Niveau. Und zwar seit Jahrzehnten
anhaltend auf hohem Niveau.“
Und das wird wahrscheinlich vorerst auch so bleiben, denn die deutschen
Jäger haben eine starke Lobby. Und nutzen die Wälder als Wildzuchtanlage
für ihren privilegierten Freizeitspaß.
Top
nachrichten.at vom 04.03.2010
Jäger
beim Wildern fotografiert: Nun droht der Entzug der Jagdkarte Bild
vergrößern
ALTMÜNSTER. Von
einem Boot im Traunsee aus erlegten drei Männer mehrere geschützte
Wasservögel mit der Schrotflinte. Ihr Pech: Sie wurden dabei
fotografiert. Einer der Verdächtigen wurde nun ausfindig gemacht. Es
handelt sich um einen Jäger aus der Gegend.
Die drei Männer, die während der Weihnachtsfeiertage einen Prachttaucher
und drei Großmöven – alle diese Vögel sind streng geschützt –
erlegt haben, wussten nicht, dass jemand sie dabei ablichtet. Ein Grazer
Vogelbeobachter, der extra an den Traunsee gereist war, um hier seinem
Hobby nachzugehen, schoss Fotos von der illegalen Vogeljagd. Auf einem der
Bilder ist die Kennziffer des Bootes deutlich erkennbar.
„Zwei
Strafverfahren laufen“
Nach einer Anzeige bei der Gmundner Bezirkshauptmannschaft konnten die
Beamten dort inzwischen tatsächlich einen der Verdächtigen ausfindig
machen. Ihm droht eine Verwaltungsstrafe. „Wir haben gegen die Person
zwei Strafverfahren eröffnet“, sagt Bezirkshauptmann Alois Lanz.
„Einmal wegen Verletzung des Naturschutzrechts und ein zweites wegen der
Verletzung des Jagdrechts.“ Das bedeutet: Beim Verdächtigen handelt es
sich um einen Jäger, der nun damit rechnen muss, seine Jagdberechtigung
zu verlieren. Ob ihm neben verwaltungsrechtlichen Konsequenzen auch
strafrechtliche drohen, ist noch offen.
Über die Identität der beiden Mittäter hat die Behörde derzeit keine
Informationen. Der ausgeforschte Jäger dürfte die Namen nicht
preisgeben.
Als die drei Wilderer mit ihren Schrotflinten am helllichten Tag auf den
See hinausfuhren, wussten sie offenbar nicht, dass im Winter viele
Birdwatcher das Geschehen am See aufmerksam beobachten. Der Traunsee gilt
als beliebter Überwinterungsplatz für etliche geschützte
Wasservogelarten aus Nordosteuropa.
Top
kleinezeitung.at vom 25.02.2010
Landesjägerschaft:
Tödlicher Vorfall war vermeidbar
Karl Sirowatka
von der steirischen Landesjägerschaft kritisiert das unverantwortliche
Verhalten der Tierbesitzer, sieht darin aber keinen Grund für die
tödlichen Schüsse. Der "Aktive Tierschutz" ist empört und
spricht von "nicht zu rechtfertigender" Tat.
Die Berichterstattung über einen in Pichla bei Kapfenstein von einem
Jäger erschossenen Pitbull löste eine emotionale Diskussion aus. Herbert
Oster, Präsident des Vereins "Aktiver Tierschutz Steiermark"
zeigte sich empört und erklärte, dass die Tötung des sechsjährigen
American Pitbull Legolas "nicht zu rechtfertigen ist". Oster
weiter: "Sofort zu schießen, weil irgendwo in der Straße Hunde
herumlaufen, ist absolut nicht in Ordnung." Der Schuss wäre nur zu
rechtfertigen gewesen, wenn Anton H.
die beiden Hunde von Emanuel L. und Thorsten J. beim Wildern erwischt
hätte. Ein Umstand, der laut Polizei auszuschließen ist.
"Ich habe den Jäger gerufen, weil die beiden Hunde eine halbe Stunde
lang einfach in den Straßen herumgestreunt sind", sagt Regina N.,
eine Bewohnerin von Pichla. Gejagt sollen die beiden Hunde aber nicht
haben. "Angst hatte ich trotzdem", so Regina N. "Man hört
von diesen Kampfhunden ja immer so schlimme Sachen und ich hab ein kleines
Enkerl".
Zusätzlich verunsichert war N. durch einen Vorfall, der sich vor kurzer
Zeit in Pichla zugetragen haben soll. Der Stefford Shire Bull Terrier von
Emanuel L. soll zwei Ziegen eines Nachbars gerissen haben. Der Polizei
wurde dieser Vorfall gemeldet. "Selbst wenn das passiert wäre, kann
der eine Fall nicht auf den anderen übergewälzt werden und einfach ein
anderer Hund abgeschossen werden", erklärt Tierschutzpräsident
Oster.
Auch für Karl Sirowatka von der steirischen Landesjägerschaft gibt es
"in diesem Fall keinen Grund für den Jäger, zu schießen". Er
verweist auf das steiermärkische Jagdgesetz, in dem es wörtlich heißt:
"Hunde, die abseits von Häusern, Wirtschaftsgebäuden, Herden und
Wegen Wild jagend angetroffen werden, (...), dürfen vom Jagdberechtigten
oder vom beeideten Jagdschutzpersonal oder von mit schriftlicher Erlaubnis
versehenen Jagdgästen getötet werden."
Jäger fühlte sich
bedroht
Wie nun bekannt wurde, dürfte sich der Jäger von dem sechsjährigen
American Pitbull von Thorsten J. bedroht gefühlt haben. Anton H. wollte
den Hund durch Rufen vertreiben, doch der Hund rannte auf ihn zu. Rund
acht Meter bevor ihn der Hund erreicht hätte, drückte H. ab. Bei der
Polizei gab Anton H. an, aus Notwehr gehandelt zu haben. Auf Anfrage der
Kleine Zeitung Digital war Anton H. nicht dazu breit, zum Vorfall Stellung
zu nehmen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun, ob die Schüsse
gerechtfertig waren.
Sirowatka ist der Überzeugung, dass es nicht zu diesem Zwischenfall
hätte kommen müssen. "Es ist nicht Sache des Jägers, herumlaufende
Hunde zu erschießen", so Sirowatka. Er hätte vielmehr Regina N.
darauf aufmerksam machen sollen, dass sie sich an die Polizei, die
Bezirkshauptmannschaft, den Amtstierarzt oder an den aktiven Tierschutz
hätte wenden müssen. "Dem Jäger alleine die Schuld an dem Vorfall
zu geben, ist nicht gerecht", ergreift Sirowatka Partei für Anton H.
Damit spielt Sirowatka auf das Steiermärkische Landessicherheitsgesetz
an, wonach Hunde an öffentlich zugänglichen Orten entweder einen
Maulkorb tragen müssen oder an der Leine zu führen sind. Sirowatka sieht
in der Missachtung des Gesetzes "den eigentlichen Auslöser dieses
Malheurs".
Verärgert zeigt sich Sirowatka darüber, dass durch diesen Vorfall nun
auf die gesamte Jägerschaft ein schlechtes Licht fällt. Seit Jahren
appelliere man an die Vernunft der Jäger, keine Hunde und Katzen zu
schießen. In Zusammenarbeit mit dem aktiven Tierschutz wurden landesweit
Formulare aufgelegt, um Fälle von herumstreunenden Hunden zu melden. Ein
Tierinspektor nimmt sich der Problemfälle an.
Top
kleinezeitung.at vom 23.02.2010
Jäger
erschießt Pitt Bull vor den Augen des Besitzers
Ein Schuss. Ein
Jäger. Ein toter Pitt Bull. So die Kurzfassung jenes Vorfalls, der sich
am Freitag südoststeirischen Pichla bei Kapfenstein zugetragen hat.
Torsten J. war seit zwei Tagen zu Besuch bei seinem Freund Emanuel L. in
Pichla. Neben der Freundschaft verbindet die zwei jungen Männer vor allem
eines, sie sind beide Besitzer eines Pitt Bulls. Torsten J. war dies
zumindest bis Freitag. Sein sechsjähriger Hund "Legolas" wurde
von einem Jäger mit zwei Schüssen niedergestreckt. Der Hund war sofort
tot.
Nachbarn holten
Jäger
Aufgeregte Nachbarn hatten den Jäger angerufen. Sie waren darüber
besorgt, dass zwei Pitt Bulls frei durch den Ort laufen. "Die Leute
sind durch die Berichterstattung von Hundeattacken schon sehr
verunsichert. Das hat hierbei sicherlich auch mitgespielt", so einer
der erhebenden Beamten der Dienststelle St. Anna. Ob die beiden Hunde
tatsächlich frei im Ort herumgelaufen sind, ist noch nicht genau
geklärt. Torsten J. und Emanuel L. geben beide an, dass die Hunde im
Garten gespielt haben. Das Grundstück ist nicht eingezäunt - ein
Umstand, der die Nachbarn zusätzlich verunsichert haben könnte. Der
Jäger selbst widerspricht den beiden Männern und gab an, die beiden Pitt
Bulls auf einem freien Feld gesehen zu haben. Er parkte sein Auto neben
dem Grundstück von Emanuel L. und wartete ab, bis die beiden
"Streuner" wieder nachhause kamen. Dann drückte er ab.
Der 25-jährige Torsten J. kann nicht recht begreifen, was hier
vorgefallen ist. "Der Hund war das Einzige, was ich gehabt habe auf
dieser Welt". Dementsprechend emotional reagierte der junge Mann auf
die tödlichen Schüsse. Er und sein Freund Emanuel L. gingen nach dem
Vorfall auf den Jäger mit einem Aschenbecher los. Dabei erlitt der Jäger
Kopfverletzungen. Auch Torsten J. wurde bei der Rangelei leicht verletzt.
Torsten J. gab in der Einvernahme durch die Polizei St. Anna an, vom
Jäger bedroht worden zu sein. "Er hat die Waffe gegen mich gerichtet
und mir gedroht: Wenn du einen Schritt weitergehst, bist du der
Nächste".
Situation geriet
außer Kontrolle
Einer der ermittelnden Beamten kann sich daran erinnern, dass die
Situation außer Kontrolle geraten ist. "Ich und mein Kollege hatten
allerhand damit zu tun, die beiden Männer und den Jäger auseinander zu
bekommen." Im LKH Feldbach gerieten der Jäger und Torsten J. dann
erneut aneinander. Torsten J. gab an, erneut von ihm mit dem Umbringen
bedroht worden zu sein. Einer Krankenschwester gelang es, dass die beiden
Männer voneinander abließen.
Da sich die Hunde in keinem Waldstück befunden haben und somit auch nicht
beim Wildern erwischt wurden, ermitteln die Staatsanwaltschaft und die
Bezirkshauptmannschaft nun gegen den Jäger. Geprüft wird, ob sich der
Jäger richtig verhalten hat und wie sein Handeln zu rechtfertigen ist. Im
Fall einer Verurteilung droht ihm der Entzug seiner Jägerlizenz. Daneben
müssen sich alle drei Beteiligten vor Gericht wegen Körperverletzung
verantworten.
Vor einigen Wochen kündigte der Jäger seine Tat an. Das sagte zumindest
Emanuel L. aus. Er sei mit seinem Pitt Bull auf einer Wiese unterwegs
gewesen. L. ließ seinen Hund von der Leine. Der Jäger verwarnte ihn
daraufhin und drohte, den Hund zu erschießen, sofern er ihn nochmals
freilaufend erwischen soll. Geschossen hat er nun tatsächlich, nur
handelte es sich dabei um ?Leogolas“, den Hund von Torsten J.
Top
krone.at vom 19.02.2010
Jäger
hält Hund für einen Fuchs - erschossen
SCHWARZENBACH /
Profi-Schütze erlegte „Kronen-Zwölfer“ und ließ das Tier liegen.
Der Fall wurde an die Kriminalpolizei übergeben. Trauer bei Kindern.
Haustiere auf der Abschussliste: Nur Tage, nachdem in Hagenberg ein
Kater erschossen worden war, erreichte die "OÖ-Krone" ein
anonymer Hinweis, der sich bestätigte. In Bad Wimsbach-Neydharting
erschoss ein Jäger die Schäferhündin "Bella" – "aus
Versehen".
Das ganze Haus ist in Aufruhr, die Kinder weinen und der Hund
"Maxi" (im Bild mit seinem achtjährigen Herrchen Nico) sucht
verzweifelt nach seiner Gefährtin, der Schäferhündin "Bella".
Doch sie kommt nicht mehr zurück.
Schäferhund für
Fuchs gehalten
Ein Jäger erschoss unweit des Hauses in Bad Wimsbach-Neydharting die
Hündin. Besitzer Johann Rahstorfer (67) berichtet: "Er stand
plötzlich vor der Tür, meinte, er hätte die 'Bella' für einen Fuchs
gehalten und sie aus Versehen erschossen. Vorstellen kann ich mir das
nicht, der Hund ist ja viel größer und schwerer als ein Fuchs."
Der ehemalige Hundeführer hatte die zwölf Jahre alte Schäferhündin gut
abgerichtet, kannte sich aus – "Bella" war Wachhund für die
gesamte Nachbarschaft, ohne je jemanden angegriffen zu haben. Sie geht
allen ab.
"Maxi"
als Trostspender
Besonders die Enkel des Besitzers, Tim (6) und Nico (8), sind am Boden
zerstört, es bleibt ihnen nur noch "Maxi". Rahstorfer überlegt
nun, den Jäger bei der Polizei anzuzeigen.
Top
noen.at vom 15.02.2010
Ein
Wilderer erschoss Hirsch aus dem Auto
SCHWARZENBACH /
Profi-Schütze erlegte „Kronen-Zwölfer“ und ließ das Tier liegen.
Der Fall wurde an die Kriminalpolizei übergeben.
Mit zwei gezielten Schüssen hat ein Wilderer in der Vorwoche in
Schwarzenbach einen Hirschen erlegt. Das knapp sieben Jahre alte, 120 Kilo
schwere Tiere wurde wenige Stunden später von der Straßenmeisterei
Kirchberg neben der Landesstraße 102 aufgefunden.
„Der Schütze muss jagdlich versiert sein, so wie er das Rotwild
getroffen hat. Genau aufs Blatt“, berichtet Johann Stupphann, Jagdleiter
im Genossenschaftsjagdgebiet, Hegering 16. Der Hirsch, ein
Kronen-Zwölfer, sei Opfer eines „Wildhassers, Jägerhassers oder
Trophäensammlers“, vermutet Stupphann. „Ein normaler Jäger tut so
etwas nicht.“
Da keine Spuren im Schnee gefunden wurden, gehen die Jäger davon aus,
dass der Wilderer mitten im Jagdgebiet aus dem Auto auf das Tier schoss,
400 Meter vom Gebiet von Hochlandrinderzüchter Friedrich Hardegg
entfernt. „Der Schütze wollte ihn mitnehmen, ist aber scheinbar
gestört worden.“ Tier und Geweih blieben unangetastet. Vor 15 Jahren
waren zuletzt in Schwarzenbach zwei Hirsche in einem Gehege angeschossen
worden.
„Ein Schuss auf Rotwild ist eher Einzelfall“, weiß
Bezirksjägermeister Josef Petschko. „Das ist schlimm fürs Rotwild, das
durch solche Vorfälle verschreckt wird, von den Fütterstellen flüchtet
und sich erst spät wieder hier einstellt.“ Der Fall wurde an die
Kriminalpolizei übergeben.
Top
kleinezeitung.at vom 09.02.2010
Sensation:
Wolf ging in Glödnitz in Foto-Falle
Willkommen
daheim! Einem Jäger gelang in Glödnitz die Sensation. Gleich zweimal
konnte er auf seinem Grund mit einer Foto-Falle einen Wolf ablichten.
Damit ist auch bildlich bewiesen, dass Meister Isegrim wieder durch
Kärnten streift.
Karl Weyrer, Jäger aus Glödnitz, ist eine Sensation gelungen, die
man eigentlich nur mit einem doppelten Lotto-Sechser vergleichen kann. Von
Gattin Christa und seinen Kindern zu Weihnachten mit einer Foto-Falle
bedacht, installierte man den Apparat am Stefanitag am Grundstück. Und
siehe da! "Das erste Mal gelang es am 8. Jänner um ein Uhr nachts
damit einen Wolf abzulichten", erzählt Weyrer. Vor wenigen Tagen, am
4. Feber, stolperte erneut ein Wolf in die Foto-Falle des Jägers - um
7.30 Uhr in der Morgensonne.
"Natürlich hat man bei einem Foto immer ein Restrisiko, dass es sich
um einen Hund handeln könnte. Aber war man schon beim ersten Bild
ziemlich sicher, einen Wolf zu sehen, so konnten jetzt internationale
Experten bei einem Treffen in Slowenien endgültig jeden Zweifel
zerstreuen", sagt der Wildtierökologe Thomas Huber. In Glödnitz
wurde tatsächlich der Wolf "abgeschossen".
Könnten auch zwei
Tiere sein
Weyrers Neugier wurde im März 2009 geweckt, als die DNA-Analyse einer
Losung aus Glödnitz ergab: Hier ist der Wolf unterwegs. Unklar ist
jedoch, ob es sich bei den beiden Foto-Tieren um den gleichen Wolf
handelt. "Bei der Analyse wird die mitochondrielle DNA untersucht,
womit man die Art und die Herkunft bestimmt. Die Losung vom März stammte
von einem Tier, das aus Italien eingewandert ist", erklärt Huber.
Eine zweite Kotprobe, die Anfang August in den nördlichen Nockbergen
gefunden und ebenfalls analysiert wurde, stammt von einem Wolf aus der
Balkanpopulation. Und da Wölfe weit wandern - bis zu 60 Kilometer
Luftlinie pro Nacht - könnte Weyrer zwei verschiedene Tiere fotografiert
haben. Eine persönliche Begegnung mit dem scheuen Tier ist allerdings
unwahrscheinlich, da Wölfe Menschen meiden.
"Der Wolf ist eine streng geschützte Art und nach dem Kärntner
Jagdgesetz das ganze Jahr über geschont", sagt Freydis
Burgstaller-Gradenegger, Geschäftsführerin der Kärntner Jägerschaft.
Im Moment ernähren sich die Wölfe in erster Linie von Schalenwild.
Verursachen sie Schäden beim Vieh, so werden diese von der Jägerschaft
abgegolten.
Top
noen.at vom 08.02.2010
Tödliche
Familientragödien
ZWEI TOTE / In
Perchtoldsdorf erschoss ein Vater seinen Sohn, in Ebreichsdorf eine Frau
ihren Mann.
Schreckliche Tat in Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling). Am
Dienstagabend erschießt der 62-jährige Alfred St. – eigenen Angaben
zufolge aus Notwehr – seinen Sohn Klaus (25). Auslöser soll ein Streit
um das Erbe der verstorbenen Frau bzw. Mutter gewesen sein. Fakt ist, dass
Klaus offensichtlich mit einer Softgun, die einer echten Pistole täuschend
ähnlich sieht, zum Gespräch erschienen ist. Vater Alfred, ein Jäger,
ist aber im Besitz zweier „richtiger“ Faustfeuerwaffen. „Für beide
Waffen gibt es gültige waffenrechtliche Dokumente, die in Wien
ausgestellt wurden“, so Mödlings Bezirkshauptmann Hannes Nistl.
Einer der ersten am Tatort ist der stellvertretende
Polizeiin-spektionskommandant Ernst Biegler: „Mann mit
Schussverletzung“, lautete der Einsatzgrund. Zur selben Zeit trifft der
Rettungstransportwagen der Rot- Kreuz-Dienststelle Perchtoldsdorf ein.
„Zwei Schüsse in die Brust“, berichtet Rot-Kreuz-Ortsstellenleiter
Dieter Mayerhofer. „Leider konnten wir nichts mehr tun …“ Die
Polizei spricht die Festnahme aus, Alfred St. wird zur Einvernahme in die
Polizeiinspektion Perchtoldsdorf gebracht, ehe die Kollegen des
Landeskriminalamtes die Amtshandlung übernehmen.
Leopold Etz, der Leiter der Mordkommission, spricht von einem „sehr
speziellen Fall“. Auch, wenn der derzeitige U-Häftling – für ihn
gilt die Unschuldsvermutung – mit Aussagen bis zur Rückkehr seines
Anwalts (Urlaub) zuwartet, haken die Ermittler nach. Vor allem die
„Glaubwürdigkeit der Notwehrsituation“ ist Gegenstand der Recherchen.
Die Schussabgabe aus knapp einem halben Meter Entfernung sei „eine
bemerkenswerte Situation“, so Etz.
Top
orf.at vom 08.02.2010
Tollwut:
Jäger wollen ohne Geld weiterjagen
Das Burgenland
gilt als tollwutfrei. Deshalb zahlt der Bund 2010 den Jägern keine
Abschussprämien mehr. Die Jäger plädieren aber weiter für Kontrolle
und Impfung und wollen die Füchse so intensiv wie bisher bejagen.
Nur mehr knapp 140 Füchse
Im Jahr 2009 wurden im gesamten Burgenland rund 2.400 Rotfüchse von den
heimischen Jägern erlegt und auf etwaige Krankheiten untersucht. Denn der
Fuchs gilt nach wie vor als der Hauptüberträger der gefährlichen
Tollwut.
Nachdem aber seit 2008 österreichweit keine kranken Füchse mehr
registriert wurden, wurde auch das Burgenland für tollwutfrei erklärt.
Im Burgenland werden nur mehr knapp 140 Füchse auf diverse Krankheiten
untersucht.
Regelmäßige Kontrollgänge durch das Revier stehen bei den burgenländischen
Weidmännern beinahe täglich auf dem Programm, denn vor allem die Rotfüchse,
die meistens sehr versteckt leben, müssen genau beobachtet werden.
"Machen es
nicht der Prämie wegen"
Auch im Jahr 2010 werde die Jägerschaft diese Kontrollen weiterführen,
auch wenn der Bund die Prämienzahlung für jeden geschossenen Fuchs
einstellt, sagte Helmut Reif, der Bezirksjägermeister von Neusiedl am
See.
"Wir werden den Fuchs genauso intensiv bejagen wie vorher, denn wir
haben das ja nicht der Prämie wegen gemacht, sondern um das Niederwild zu
schützen", so Reif.
"Oft Stunden
auf dem Hochstand"
"Wir müssen oft Stunden auf dem Hochstand verbringen, bis der
Reineke kommt. Im winter ist die Bejagung schöner", so Reinhard
Bors, Revierjäger von St. Andrä am Zicksee.
Tiere werden krank
Es gibt auch noch einen weiteren Grund für die Kontrollen: Gibt es zu
viele Tiere, werden sie krank. Dies war im Jahr 1990 schon einmal der
Fall. Damals wurden im gesamten Burgenland mehr als 400 Tollwutfälle bei
Rotfüchsen festgestellt. Die kranken Tiere, die durch diese Infektion
ihre natürliche Scheu verlieren, kamen auch in die Ortschaften und gefährdeten
Menschen.
Jäger wollen
Fortsetzung der Untersuchungen
Daher würden es die Jäger begrüßen, würden die Untersuchungen an den
Füchsen fortgesetzt, sagte Reif. Tollwut sei eine gefährliche Krankheit,
auch sei "der Fuchsbandwurm direkt auf den Menschen übertragbar".
In Italien und Slowenien sind bereits wieder Tollwutfälle aufgetreten.
Impfaktion an Rotfüchsen
geht weiter
In den südlichen Bezirken des Landes wird die seit 20 Jahren durchgeführte
Impfaktion an Rotfüchsen weitergehen, denn in den Nachbarländern Italien
und Slowenien sind bereits wieder Tollwutfälle aufgetreten - die
Krankheit könnte daher auch im Burgenland wieder Fuß fassen.
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"Kleine Zeitung" vom 02.02.2010
Leserbrief zu
"Hüttenwirt
will den Abschuss der Wölfe " vom
02.02.2010
Herr Morgenbesser dürfte wohl Jäger sein und sieht in den Wölfen
konkurrierende Beutegreifer, wie sonst ist seine Sorge um die Gämsen zu
erklären. Schäden durch Wildtiere müssen ersetzt werden, doch solange
dafür kein Budget vorhanden ist, sieht es düster aus für die Rückkehr
der natürlichen und einzig berechtigten Jäger, nämlich Bär, Luchs,
Wolf und andere Prädatoren. Absolut lächerlich die angeblichen Bedenken
der Eltern - Wölfe sind als extrem scheu bekannt und keine Kindermörder
– hier hat man wohl zu tief ins Märchenbuch geblickt.
Marion Löcker
Österreichischer Tierschutzverein
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"Kleine Zeitung" vom 02.02.2010
Hüttenwirt
will den Abschuss der Wölfe
Massiver Schaden für
den Tourismus wir befürchtet.
WECHSEL. Für Aufregung rund um den Wechsel sorgen dort jagende Wölfe
(wir berichteten). Bauern beklagen Dutzende gerissene Nutztiere, teilweise
äußerten Eltern Bedenken, ihre Kinder in der Dunkelheit alleine ins
Freie gehen zu lassen.
Gestern meldete sich Alois Morgenbesser, Betreiber des Wetterkoglerhauses
am Hochwechsel, zu Wort und forderte, die Wölfe umgehend zum Abschuss
freizugeben. "Der Wirbel ist auch ein enormer Schaden für den
Tourismus", klagt er. Die Politik sei angehalten, die gesetzlichen
Rahmenbedingungen in Bezug auf die Tiere entsprechend anzupassen. Dies
traue sich leider niemand laut auszusprechen, da offensichtlich alle eine
Konfrontation mit Tierschützern fürchten, kritisiert Morgenbesser.
Der Wechsel sei als Jagdgebiet für Wölfe zu klein. Werde nichts
unternommen, werde der Schaden in der Nutztierhaltung weiter steigen und
es werde dort bald keine Gämsen mehr geben, glaubt er.
Top
oe24.at vom 30.01.2010
VP
zittert nach Verhaftung des Waffen-Grafs
Knalleffekt im
Fall Mensdorff-Pouilly: Der schwarze Graf sitzt seit vorgestern in London
in Haft – jetzt zittert die ÖVP vor Enthüllungen...
Die Nachricht schlug in der Wiener VP-Zentrale wie eine Bombe ein: Alfons
„Ali“ Mensdorff-Pouilly bringt die Partei wieder einmal in die
Bredouille. Seit Freitag sitzt der Ehemann von Ex-VP-Ministerin Maria
Rauch-Kallat in London in Untersuchungshaft. Es geht um den Vorwurf der
Korruption und mutmaßliche Schmiergeldzahlungen an offizielle
österreichische Stellen – was Mensdorffs Anwalt Harald Schuster
heftigst dementiert.
U-Haft in London
wegen Schmiergeld-Verdachts
Durch die Ermittlungen der britischen Antikorruptionsbehörde kehrt
plötzlich in Österreich der für die ÖVP längst ausgestanden geglaubte
Krimi um die Eurofighter ins Rampenlicht zurück.
Britische Agenten des „Serious Fraud Office“ (SFO) ermitteln seit 2000
wegen unglaublicher Bestechungsvorwürfe in globalem Ausmaß gegen den
Konzern British Aerospace – und sie stolperten dabei immer wieder über
einen Namen: Alfons Mensdorff-Pouilly, Graf mit Schlössern in Schottland
und Luising (Bgld.) und einst enger Vertrauter von Ex-Kanzler Wolfgang
Schüssel.
Britischer
Geheimbericht für Österreich Polit-Bombe
Der Geheimbericht der britischen Ermittler vom SFO beschert Österreich
eine wahre Polit-Bombe: Graf Mensdorff-Pouilly soll von British Aerospace
laut „Geheimakte Ali“ insgesamt 107,6 Millionen Euro für
„nützliche Aufwendungen“ bei Rüstungsdeals in ganz Europa erhalten
haben.
18,2 Millionen Euro davon sollen für Aufwendungen in Österreich rund um
die Beschaffung der umstrittenen Abfangjäger Eurofighter Typhoon
reserviert gewesen sein. Und laut den Ermittlungsakten des Wiener
Staatsanwalts Michael Radasztics (Aktenzahl 604 St 308g) konnte der Graf
bisher den Verbleib von 14 Millionen Euro aus diesem Budget nicht
ausreichend erklären.
3 Strafverfahren in
Wien gegen Schüssel-Freund
Dass der Mann aus dem innersten Kreis der Schüssel-ÖVP gesiebte Luft
atmet, ist für Mensdorff freilich keine Premiere: Bereits im Frühjahr
2009 saß er mehr als ein Monat lang in Wien in U-Haft. Der Haftgrund
lautete damals: Verdacht der Geldwäsche und Bestechung im Zusammenhang
mit dem Eurofighter-Kauf. Beide Verfahren sind – vor allem angestachelt
durch die neuen britischen Ermittlungen – ebenso wenig ausgestanden, wie
eines wegen falscher Zeugenaussage. Vor dem Eurofighter-U-Ausschuss im
Parlament hatte Mensdorff treuherzig erklärt, dass er niemals
Waffenlobbyist gewesen sei: „Ich bin nur Bauer.“ Was den Grünen Peter
Pilz zur Anzeige wegen falscher Zeugenaussage veranlasst hatte.
Tatsächlich ist Mensdorff freilich nicht nur Bauer, er ist auch
passionierter Jäger. Als solcher hatte er etwa 2002 schwarze Minister
samt ihrer Kabinette zur Fasanenjagd in Luising zu Gast. Was das große
Zittern in der ÖVP erklärt.
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"Oberösterreichische
Nachrichten" vom 28.01.2010
Jäger
als Tierquäler
TIMELKAM. Eine
Anzeige wegen Tierquälerei hat sich ein Jäger eingefangen: Er hatte
seinem Jagdhund ein verbotenes Teletakhalsband angelegt, mit dem
Stromstöße gesetzt werden können.
Der Jagdhund wurde im Siedlungsgebiet von Pichlwang gefunden - laut
Augenzeugen mit Teletak- und Stachelhalsband, was laut Tierschutzgesetz
verboten ist. "Das ist eine massive Tierquälerei", empört sich
Regina Resch, Obfrau des Tierschutzvereines. Sie hat den Hund in
Verwahrung genommen und ein tierärztliches Gutachten erstellen lassen,
das zu "erschreckenden" Ergebnissen gekommen sei.
Der "amtsbekannte" Jäger (so Resch) konnte als Besitzer
ausgeforscht werden, obwohl sein Hund weder gechipt war noch eine
Hundemarke trug. Die Tierschützerin hat den Fall bei der
Bezirkshauptmannschaft angezeigt und empfiehlt, dem Herrl die Jagdkarte
für zwei Jahre abzunehmen.
Neben Strafe droht
auch Entzug der Jagdkarte
"Es tut mir vom Herzen leid, aber ich habe nicht gewusst, dass das
Teletak mittlerweile verboten ist", sagt der Jäger im
OÖN-Gespräch. Er hatte seinem Deutsch-Drahthaar-Hund das Band bei der
Nachsuchung eines angeschossenen Fuchses angelegt - zu dessen eigenem
Schutz, damit er ihn von der B1 fernhalten könnte. Für seinen Fehler aus
Unwissenheit rechnet er nur mit einer Ermahnung, eventuell mit einer
Verwaltungsstrafe. Der Timelkamer Weidmann geht aber auch auf den
Tierschutzverein los: "Es kann nicht sein, dass man einen Hund in
Gewahrsam nimmt und den Besitzer nicht informiert." Sein Jagdhund sei
am Ohr tätowiert und so eindeutig zuordenbar.
Landesjägermeister Sepp Brandmayr kennt den Fall nicht, bestätigt aber,
dass das Teletak verboten ist. Konsequenzen gibt es für den Jäger
vorerst nicht: "Wir sind keine Behörde." Eine Verurteilung
wegen Tierquälerei könne aber den Entzug der Jagdkarte nach sich ziehen.
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"Niederösterreichische
Nachrichten" vom 26.01.2010
Jägerball
sorgt weiter für Unmut
NACHSPIEL / Der
Grüne Ing. Andreas Vanek ist zwar gegen pauschale Kritik an der Jagd,
spricht jedoch von mangelndem Fingerspitzengefühl der Veranstalter des
Jägerballs.
LASSEE / Letzte Woche störten Demonstranten den Jägerball. Das
Veranstaltungsplakat des Balles sorgt immer noch für Entsetzen.
Die Demonstration des Vereins gegen Tierfabriken in der vergangenen Woche
- die NÖN berichtete - verlief letztlich ohne Ausschreitungen. Nun erregt
jedoch das Veranstaltungsplakat, auf dem die "Verlosung von
Jagdeinladungen und Abschüssen von Rehbock, Geiß, Kitz und
Wildschwein" angepriesen wurde, die Gemüter.
Vanek hinterfragt
die gängigen Jagdmethoden
So ist zum Beispiel Ing. Andreas Vanek (Die Grünen) der Meinung, dass das
Wild in unseren Breiten - durch das Fehlen natürlicher Feinde - vom
Menschen zwar auf einem umweltverträglichen Bestand gehalten werden muss,
man allerdings auch über die gängigen Jagdmethoden diskutieren sollte.
Den Unmut der Tierschützer erregte Vanek zufolge die unangebrachte
Ankündigung auf dem Plakat: "Mit dieser Instinktlosigkeit - nämlich
unter dem Gaudium einer Tombolaverlosung das Schicksal von Tieren zu
besiegeln nach dem Motto: "Schiaß ma a Kitzerl, oder darf es gleich
ein Bock sein" - bestätigten die Veranstalter die von den
Tierschützern aufgestellten Klischees, die sicher nicht auf die Mehrheit
der Jäger zutreffen."
Top
noen.at vom 26.01.2010
Wildschweine
richten massive Schäden an
BEZIRK MELK /
Bei drei revierübergreifenden Schwarzwildjagden am Hiesberg wurden
insgesamt 35 Wildschweine erlegt.
Im Sommer wurden einige Maisfelder in der Gegend rund um den Hiesberg von
Wildschweinen heimgesucht. „Beziffern kann man den Schaden nicht genau.
Aber es waren mehr als zehn Bauern betroffen“, weiß Robert Wurzer,
Leiter des Hegerings St. Leonhard-Ruprechtshofen. Auch Bezirksjägermeister
Bernhard Egger von der Bezirkshauptmannschaft Melk bestätigt, dass die
Landwirtschaft stark betroffen ist: „Der Schaden ist beträchtlich.“
Um der Überpopulation von Schwarzwild entgegenzuwirken, wurden im Jänner
gleich drei Bewegungsjagden organisiert. 35 Stück Schwarzwild wurde dabei
erlegt.
Population an
Schwarzwild hat stark zugenommen
Die größte revierübergreifende Treibjagd organisierte Hegeringleiter
Robert Wurzer. 162 Jäger und Jagdgehilfen waren mit 28 Hunden im Einsatz.
Gejagt wurde in neun Revieren auf einer Fläche von 1.000 Hektar. Dabei
konnten 19 Wildschweine erlegt werden. „Wir hoffen, dass im nächsten
Sommer das Schwarzwild viel weniger Schaden anrichtet als im letzten
Jahr“, so Organisator Robert Wurzer.
Die Schwarzwildpopulation hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Ein
Grund dafür sind die milden Winter. Bei strengen Wintern ist der natürliche
Verlust bei den Jungtieren größer. Bei warmen Temperaturen in der kalten
Jahreszeit ist auch das Nahrungsangebot größer. Wie viele Wildschweine
tatsächlich am Hiesberg leben, lässt sich nur schwer einschätzen.
„Sicher ist nur, dass die Größe der Population meist unterschätzt
wird“, weiß Robert Wurzer.
Damit keine Überpopulation und somit auch keine großen Schäden für die
Landwirtschaft entstehen, setzen die Jäger auch weiter auf verstärkte
Bejagung. Eine große Bewegungsjagd wird es aber in den nächsten Monaten
nicht geben.
Top
orf.at vom 26.01.2010
Nicht
nur Weidmänner beim 89. Jägerball
Mehr als 6.000
Besucher haben in der Wiener Hofburg beim 89. Jägerball bis in den frühen
Dienstagnorgen gefeiert. Viel Jugend war zu sehen, dafür waren die Promis
heuer etwas spärlicher gesät als sonst.
Minister und Wirtschaftskapitäne
Der Ball war seit April des Vorjahres ausverkauft. Unter der Patronanz des
Landes Tirol wurde heuer erstmals auch in der Spanischen Hofreitschule
gefeiert. Die Schützenkompanie Jerzens gab die Startschüsse für die
Ballnacht ab. Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) betonte, man
sei in friedlicher Absicht in die Hofburg gekommen.
In pompösen und festlichen Dirndl und Trachtenanzügen zeigten sich unter
anderem auch Magna-Chef Sigi Wolf, Opernball-Organisatorin Desiree
Treichl-Stürgkh in Begleitung von Ehemann Andreas Treichl und
Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad. In ungewohntem Outfit war auch
Dompfarrer Toni Faber präsent.
Unter den Stammgästen zu finden waren auch Ex-ORF-Generaldirektorin
Monika Lindner, Isabella und Rudi Klausnitzer sowie
"profil"-Herausgeber Christian Rainer. Aus der Politik mit dabei
waren unter anderem Justizministerin Claudia Bandion-Ortner,
Wirtschaftsstaatssekretärin Christine Marek und FPK-Chef Uwe Scheuch.
"Schürzenjäger"
Lugner kam mit Katzi
Angezogen vom Rampenlicht des Jägerballs fühlte sich auch Baumeister
Richard Lugner. Er kam gemeinsam mit seiner "Katzi", Anastasia
Sokol. "Ich bin ein Schürzenjäger und Anastasia ist das letzte
Wild, das ich erlegen durfte. Da hab ich die Fangeisen ausgelegt",
scherzte Lugner.
Seine Begleiterin zeigte sich ebenfalls gut gelaunt. Mit der Jagd hat sie
allerdings nicht so viel zu tun. "Meine Eltern sind große Jagdfans.
Ich war selber öfter mit, aber mich haben mehr die After-Jagdpartys
interessiert. Das ist ja fad zwischen Weinstöcken zu stehen und auf
irgendwas zu warten." Wildschwein und Reh auf Abschussliste
Wildschwein und Reh
auf Abschussliste
Mehr mit der Jagd vertraut dürften Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) und
Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (ÖVP) sein. Pröll erlegte erst
am 4. Jänner ein Wildschwein, Berlakovich zu Silvester ein Reh.
Angesichts des Gedränges auf der Tanzfläche befand Berlakovich, dass Tänze
bei der Hitze ärger seien als jagen bei minus zehn Grad.
Top
"Neue Vorarlberger Tageszeitung" vom
26.01.2010
Tödliche
Gefahr für Kleintiere
Zwei Dackel
verendeten bei einer Fuchsjagd im Fußacher Ried. Sie fielen in einen
Abwasser-Graben und konnten sich nicht mehr befreien.
Elendig erfroren zwei Dackel nach einer Treibjagd im Fußacher Ried.
Die Hunde witterten im Schilf ein Reh und folgten der Spur. Dabei gerieten
sie aus dem Blickfeld ihres Jägers. Trotz einer bis in die Nacht
andauernden Suchaktion fehlte von den Rauhhaar-Dackeln jede Spur. Erst
Samstagmorgen wurden die toten Tiere in einem 60- bis 70-zentimeter tiefen
Graben entdeckt. Die Wände des Abwassergrabens waren so steil, dass die
Tiere aus eigener Kraft nicht mehr hinauf gekommen waren. Die Hunde waren
ertrunken beziehungsweise erfroren.
Tödliche Fallen
Die Jägerschaft hatte schon länger auf diese für Kleintiere tödliche
Gefahr hingewiesen.
"Die Abwassergräben sind so tief ausgebaggert, dass sie für
Kleintiere wie Hasen oder Dackel tödliche Fallen sind. Die Gruben stellen
sicherlich auch für Kinder eine große Gefahr dar", erklärt Willi
Bauer, Jäger und Berufsfischer aus Höchst. "Am Boden der Senken ist
eine dicke Moorschlammschicht, die es den Tieren unmöglich macht, zu
springen oder sich selbst zu befreien."
Die Gemeinde Fußach kennt die brisante Thematik. Markus Schlachter vom
zuständigen Bauamt sagt: "Wir kennen diese Missstände. Aus diesem
Grund versehen wir die gemeindeeigenen Gräben mit einer entsprechenden
Neigung, die es den Tieren ermöglicht, die Böschung aus eigener Kraft zu
erklimmen." Auf die Gräben der Interessensgemeinschaft von Fußacher
Bauern und Grundeigentümern hätten sie aber keinen Einfluss.
Reinhard Blum von der Interessentengemeinschaft weist die Vorwürfe von
sich: "Die Tiere verendeten auf Höhe der Straße vis à vis des
Militärstützpunkts. Das ist Zuständigkeitsbereich der Gemeinde. Wir
ziehen unsere Abwassergräben so flach wie möglich."
Der Fußacher Bürgermeister ist bemüht, die Situation zu klären:
"Wir werden das betroffene Gebiet genau untersuchen. Im Regelfall
versuchen wir die Gräben so tierfreundlich wie möglich zu
gestalten."
Gebot: Naturnähe
Landesrat Erich Schwärzler vom zuständigen Amt für Naturschutz
informiert: "Die Gräben müssen verschiedene Vorgaben erfüllen. Sie
dürfen nur zu gewissen Zeiten ausgehoben werden und müssen das Kriterium
der Naturnähe erfüllen. Böschungswinkel und Neigung fallen aber in die
Eigenverantwortung der zuständigen Gemeinde."
Top
krone.at vom 22.01.2010
Jäger
(49) trifft im Pongau Kameraden in beide Beine
An einem Schießstand im Jagdzentrum in Stegenwald (Pongau) ist
Donnerstagabend ein Mann durch einen Schuss aus einem Gewehr schwer
verletzt worden. Ein 49-Jähriger aus Abtenau hatte sein Jagdgewehr
geladen, plötzlich löste sich ein Schuss und traf einen vor dem Mann
stehenden 20-jährigen Schützen in beide Beine.
Der Schwerverletzte wurde nach notärztlicher Erstversorgung in das
Krankenhaus Schwarzach eingeliefert. Das Jagdgewehr wurde auf Antrag der
Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.
Drei Zeugen haben den Zwischenfall beobachtet. Ihre Aussagen bei der
Einvernahme am Freitag sollen klären, warum sich der verhängnisvolle
Schuss aus der Jagdwaffe gelöst hat. Alkohol war keiner im Spiel, wie
Alkotests bewiesen.
Top
kleinezeitung.at vom 22.01.2010
Goldschakal
als neuer Gast in Revieren
Der ursprünglich
aus dem südasiatischen Raum stammende Goldschakal wird immer öfter auch
in heimischen Wäldern gesichtet. Rechtlich gilt er als vogelfrei, Schäden
sind aber nicht zu erwarten.
Der Goldschakal hat eine Ähnlichkeit mit dem heimischen Fuchs
Lange Zeit galt er hierzulande als Phantom, mittlerweile dürften sich
einige Exemplare des Goldschakals aber tatsächlich in der Süd- und Südweststeiermark
festgesetzt haben. In letzter Zeit häufen sich nämlich Hinweise, dass
das aus Südasien stammende Raubtier auch in der Region regelmäßig auf
Beutefang geht.
Den jüngsten lieferte Ende Dezember eine weststeirische Jägerin: Im Raum
Groß St. Florian lief der überraschten Weidfrau ein Goldschakal vor die
Flinte. Die nicht alltägliche Trophäe ist derzeit beim Präparator.
"Ich habe Fotos gesehen, es handelt sich eindeutig um einen
Goldschakal", bestätigt Andreas Kranz, Wildökologe der Steirischen
Landesjägerschaft. Auf den ersten Blick sehe der Einwanderer zwar aus wie
ein langbeiniger Fuchs mit kurzem Schwanz, Jäger könnten die beiden
Tiere aber relativ leicht voneinander unterscheiden.
Rein rechtlich betrachtet ist der Goldschakal in der Steiermark aber nach
wie vor nicht existent. "Da er weder im Naturschutz- noch im
Jagdgesetz behandelt wird, gilt er als vogelfrei. Der Abschuss durch Jäger
ist demzufolge ohne Einschränkungen erlaubt", erklärt Kranz. Dass
sich das Auftreten des Goldschakals negativ auf das heimische Wild
auswirkt, glaubt der Fachmann nicht: "Der Goldfuchs richtet keine Schäden
an. Der einzige, mit dem er sich nicht verträgt, ist der Fuchs.
Wahrscheinlich, weil sich die beiden so ähnlich sind." Befürchtungen,
wonach der heimische Fuchs vom "Migranten" Goldschakal verdrängt
werden könnte, seien dennoch unberechtigt.
Über Ungarn und
Slowenien
Unklar ist, ob der vierbeinige Räuber auch im Bezirk Radkersburg aktiv
ist. Einem Leser zufolge soll jüngst im Raum Tieschen Jagd auf ihn
gemacht worden sein. Der Radkersburger Bezirksjägermeister Alois Bresnik
kann dies allerdings nicht bestätigen: "Ich habe noch keine diesbezüglichen
Meldungen erhalten." Es sei aber durchaus wahrscheinlich, dass einige
Exemplare über Ungarn und Slowenien zugewandert sind.
Top
oe24.at vom 22.01.2010
Füchse
gehäutet: Tierquäler angezeigt
Auf die Spur
eines mutmaßlichen Fuchsmörders ist nun die Tierrettung gestoßen.
Seit knapp zwei Jahren zittern Katzen- und Hundebesitzer am
Wambacherberg bei St. Florian (Bez. Linz-Land) um das Leben ihrer
Vierbeiner. Sieben Katzen wurden im März 2008 vergiftet, zwei weitere
Miezen und ein Hund konnten gerettet werden – ÖSTERREICH berichtete.
Ein Täter wurde allerdings nie gefunden. Doch die Lage hat sich seitdem
nur wenig beruhigt: „Immer wieder verschwinden Katzen“, weiß Ulrich
Grünzner von der oö. Tierrettung. In der Nacht auf Donnerstag schlug
eine Bewohnerin der Siedlung nahe dem Linzer Stadtteil Ebelsberg Alarm:
Sie hätte Füchse schreien gehört. Obwohl die Retter sofort ausrückten,
fanden sie in der Nacht keine Tiere.
Angekettet
Hinweise von Nachbarn lieferten dann gestern Vormittag die heiße Spur.
Gemeinsam mit der Polizei stießen die Helfer in einem Bauernhaus nahe der
Siedlung auf zwei gehäutete Füchse samt Fellresten. „Wir haben auch
eine Box gefunden, in der sich noch eine angekettete Füchsin befand. Sie
könnte als Lockmittel gedient haben“, so Grünzner. Der Bewohner, ein
Pensionist, war zu diesem Zeitpunkt außer Haus. „Er wird nun wegen
Wilderei, Tierquälerei und Tötung von Tieren angezeigt. Die Felle der
Vierbeiner fanden die Retter nicht, sie könnten bereits verkauft worden
sein. Die gerettete Füchsin wurde einstweilen in den Tierpark Haag
gebracht.
Top
salzburg.com vom 21.01.2010
Hund
löste Schuss aus Gewehr: Kein Schadensersatz
Ein Salzburger
Aufsichtsjäger ist von der Justiz enttäuscht. Nachdem der 48-jährige
Hermann P. 2006 von einer Kugel aus dem Gewehr eines Jägers getroffen
wurde, ist der Mann zu 30 Prozent invalid. Den Schuss aus dem Gewehr dürfte
ein Hund ausgelöst haben. Doch Schmerzensgeld erhielt der Mann nicht.
Der 48-Jährige wurde im August 2006 von einer Kugel aus dem Gewehr eines
Jagdinhabers im Pinzgau getroffen, die offenbar ein Hund ausgelöst hatte.
Seither ist Hermann P. zu 30 Prozent invalid. Mit seinen
Schadensersatzklagen blitzte er ab, da es sich laut Zivil- und
Oberlandesgericht um einen Arbeitsunfall handelte. Am Donnerstag stand er
„zum letzten Mal“ vor Gericht, wie er der APA mitteilte. Für weitere
Rechtsgänge fehle ihm einfach die Kraft.
Vorwurf: Unsachgemäßer
Umgang mit Gewehr
P. ist überzeugt, dass der Jagdherr mit seinem Gewehr „unsachgemäß“
umgegangen ist, was für den Mann aber ohne Folgen geblieben sei. „Er
hat einen Hirsch angeschossen und machte sich am nächsten Tag mit mir auf
die Suche nach dem Tier. Plötzlich durchschoss eine Kugel meinen linken
Fuß. Er sagte, der Hund sei auf das Gewehr getreten, nachdem er es
horizontal auf den Boden gelegt habe. Um mich zu treffen, müsste der Hund
die Waffe aber um 90 Grad gedreht und entsichert haben.“
Vier Monate
arbeitsunfähig
Der Aufsichtsjäger war vier Monate arbeitsunfähig, sein Fuß schmerzt
immer noch. Schmerzensgeld oder eine Entschädigung hat er nicht bekommen.
Nach dem Vorfall hätte ihm der Jagdinhaber versprochen, er brauche sich
finanziell keine Sorgen zu machen, er komme medizinisch in die besten Hände,
erzählte der Pinzgauer. Doch bei einem Zivilprozess am Donnerstag am
Salzburger Landesgericht, bei dem es um 9.000 Euro für einen
Spital-Sonderklassenbeitrag ging, bestritt der Waidmann dieses Zugeständnis.
P. will nun einem Vergleich in der Höhe von 3.500 Euro zustimmen.
Dass der Jagdinhaber unbescholten bleibt, versteht P. nicht. Ein
Salzburger Zivilrichter urteilte am 2. September 2008: Der Arbeitgeber sei
nur dann schadenersatzpflichtig, wenn er den Arbeitsunfall vorsätzlich
herbeigeführt hat, nicht aber bei Fahrlässigkeit. „Das war aber ein
Freizeitunfall, ich ging freiwillig mit. Die Suche nach dem Tier fiel
nicht in meinen Zuständigkeitsbereich.
Gericht: Kein fahrlässiges
Verhalten
Ein Landeslegist bescheinigte schriftlich, dass gemäß Paragraf 75
Jagdgesetz nur der Schütze zur Durchführung der Nachsuche des Tieres
verpflichtet ist.“ Strafrechtlich wurde der Jagdinhaber nicht belangt,
da die Staatsanwaltschaft aufgrund eines Sachverständigengutachtens kein
fahrlässiges Verhalten des Jagdinhabers feststellte. Für das Opfer
unverständlich: „Sein Gewehr war geladen, und er ist nicht sorgfältig
damit umgegangen. Die Bezirkshauptmannschaft Zell am See wollte ein
waffenrechtliches Verfahren wegen unsachgemäßen Umgangs mit Schusswaffen
gegen den Jagdinhaber einleiten. Da dessen Hauptwohnsitz in der Stadt
Salzburg ist, wurde die Angelegenheit an die Bundespolizeidirektion
Salzburg weitergeleitet. Es wurde kein Verfahren eröffnet.“ Der
Pinzgauer fühlt sich ungerecht behandelt. Kürzlich sei gegen einen
anderen Jäger ein mehrjähriges Waffenverbot verhängt worden, weil er
Spaziergängern gedrohte hätte, er würde ihre Hunde erschießen, wenn
sie diese nicht anleinen. „Mir wurde aber in den Fuß geschossen, und
der Besitzer des Gewehres kommt ungeschoren davon.“ Vor den Obersten
Gerichtshof ziehen will er nicht mehr. Er könne sich die Anwaltskosten
nicht leisten und habe auch nicht mehr die mentale Kraft dazu.
Top
noen.at vom 21.01.2010
Demonstranten
störten Jägerball!
LASSEE / 20
Mitglieder des Vereins gegen Tierfabriken kamen mit provokanten Parolen.
Die Ballgäste ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und genossen den
Abend.
Beim Ball der Jägerschaft Lassee am Samstag kam es zu einer Demonstration
durch etwa 20 Mitglieder des Vereins gegen Tierfabriken. Mit Plakaten,
Tiermasken und provokanten Parolen wollten sie auf das Leid der Tiere
aufmerksam machen. Die meisten Besucher des Balls sahen die Aktion, die
gegenüber des Lasseerhofs über die Bühne ging, allerdings gelassen.
Laut Obmann Erich Pela kam es bereits vor drei Jahren im Laufe einer
Treibjagd zu einer Störung durch Demonstranten, bei der sogar die Polizei
eingreifen musste. Auch am Samstag waren Ordnungshüter anwesend, jedoch
Bezirksinspektor Gerhard Jost zufolge in der Hoffnung „dass es zu
keinerlei Ausschreitungen kommen wird“.
Das war letztlich auch der Fall, da die Demonstranten lediglich ihre
Ansicht über die Jagd - der zufolge Tiere nicht aus reinem Sportgeist
getötet werden sollten - an Interessierte vermitteln wollten und sich
dabei friedlich und auch diskussionsfreudig zeigten.
„Jäger pflegen
die Umwelt und wirken arterhaltend“
Der Pressesprecher der Jägerschaft DI Paul Weiß versicherte im
NÖN-Gespräch, dass die erlegten Tiere fachgerecht verarbeitet werden und
dass man sich außerdem für Arterhaltung und auch Biotoppflege einsetzt.
So ließen sich die zahlreich erschienenen Gäste am Jägerball nicht aus
der Ruhe bringen und konnten eine unterhaltsame Ballnacht genießen.
Top
kronenzeitung.at vom 20.01.2010
Leserbrief zu
"Vermehrter Rotwild-Abschuß" vom
18.01.2010
Zum Thema "Rothwildbestand"
Noch hat Herr Steixner gut lachen. Er hat einen guten Beschluß gefaßt.
Gut für wen? Die Rehe haben nichts mehr zum Lachen! Was haben sie
verbrochen, daß man ihnen das Recht auf ihr Leben einfach nimmt?Was ist
nachher besser? Der Wald? Die Baumqualität?
Die Jäger werden sich auch eins lachen - weil - Schuß und tot!
Es wird nicht lange dauern und der Wildbestand ist wieder zu groß. Warum
wohl? Sie werden im Winter ja immer so gut gefüttert und ihre natürliche
Entwicklung und Vermehrung ist einfach schon gestört! Wann begreifen die
Menschen endlich, daß sie mit ihren Eingriffen in die natürlichen Abläufe
mehr zerstören als nützen.
Es ist nicht wichtig wer es geschrieben hat sondern, daß es geschrieben
wird.
Hermine Mair, 6091 Götzens
Top
orf.at vom 18.01.2010
Stärkere
Bejagung des Rotwilds zeigt Erfolge
Der große
Bestand an Rotwild sorgt für hohe Wildschäden und Seuchen in Tirols Wäldern.
Daher wurden den Jägern für diese Saison hohe Abschusszahlen
vorgeschrieben. Die stärkere Bejagung von Rotwild zeigt erste Erfolge.
Hohe Wildschäden und Seuchen
Der Rotwildbestand in Tirol ist in den letzten Jahren auf rund 30.000 Stück
angestiegen. Die Folge waren hohe Wildschäden in Tirols Wäldern und
Seuchen wie Tuberkulose, die sich unter den Tieren ausgebreitet haben. In
dieser Jagdsaison sollte deshalb eine Trendumkehr erreicht werden.
Bilanz fällt
leicht positiv aus
Es wurden hohe Abschusszahlen vorgeschrieben, um den Bestand in den Griff
zu bekommen. Eine erste Bilanz über die Jagdsaison fällt jetzt leicht
positiv aus.
Im letzten Jahr seien um 500 Stück mehr Rotwild geschossen worden. Dies
sei der richtige Ansatz, doch man müsse die Abschüsse in den nächsten
Jahren deutlich erhöhen, fordert Landesrat Anton Steixner (ÖVP).
Abschussvorgaben
zum Teil übererfüllt
Besonders in jenen Gebieten, wo die Bestände viel zu hoch waren, wurden
die Abschussvorgaben mehr als erfüllt. So war dies zum Beispiel im Außerfern
oder auch im Bezirk Kitzbühel der Fall, erklärt Landesjägermeister Karl
Berktold.
Jagdjahr 2009 endet
am 31. März 2010
Im Abschussplan 2008 waren 13.016 Stück Rotwild vorgesehen. 10.693 Stück
wurden erlegt. Für das Jahr 2009 wurden bei einem Abschussplan von 13.532
Stück bereits jetzt 11.149 Stück Rotwild erlegt.
Zuwächse konnten
eingedämmt werden
Getan sei die Arbeit damit noch lange nicht, relativiert Steixner. Eine
klare Verringerung des Bestandes in Tirol wurde nicht erreicht. Selbst mit
den zusätzlichen Abschüssen heuer konnten gerade die Zuwächse eingedämmt
werden. Doch Landesjägermeister Berktold warnt: Für die kommende
Jagdsaison noch einmal so viele Abschüsse vorzuschreiben, brächte nicht
viel.
Es sei schwer, wenn in einem Jahr stark in einen Bestand eingegriffen
worden sei, im kommenden Jahr erneut derart starke Eingriffe zu schaffen.
Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren den Rotwild-Bestand in Tirol um
etwa ein Drittel zu reduzieren
Gutachten soll
weitere Maßnahmen aufzeigen
Das Land hat ein Gutachten zu den Grundlagen des Rotwildmanagements in
Tirol in Auftrag gegebenen, so Steixner. Darin sollen weitere Maßnahmen
vorgeschlagen werden und danach wolle man sich richten. Ziel ist es, in
den nächsten fünf Jahren den Rotwild-Bestand in Tirol um etwa ein
Drittel zu reduzieren.
Top
nachrichten.at vom 07.01.2010
Der
Schuss ins Küchenfenster kann nicht aufgeklärt werden
KIRCHBERG. Ein
rätselhafter Schuss in ein Wohnhaus beschäftigt die Bürger von
Kirchberg.
Am 8. Dezember wurde ein Fensterrahmen durchschossen, verletzt wurde
niemand. Die Polizei in Palting vermutet, dass es ein Jagdunfall war.
Die Kugel traf das Küchenfenster der Wohnung von Johanna Mackinger und
Kurt Knauseder. Zur Zeit des Vorfalls saß Johanna Mackinger im
Wohnzimmer, Kurt Knauseder war nicht zu Hause. „Sie hatte
Riesenglück“, sagt Knauseder, „bis auf den Schock, den man hat, wenn
einem ins Fenster geschossen wird, ist ihr nichts passiert.“ Das Glas
ist nicht zerbrochen, die Kugel traf genau in den Fensterrahmen. Johanna
Mackinger fand die Patrone im Bereich des Fensters in ihrer Küche und
verständigte die Polizei Palting.
Anschlag
ausgeschlossen
Diese geht von einem fehlgeleiteten Schuss aus. Einen Anschlag hält sie
für völlig ausgeschlossen. Die Kugel traf in ein unbeleuchtetes Fenster
im dritten Stock des Gebäudes und es wurde nur ein Schuss abgefeuert.
„Ein Attentäter würde noch einmal schießen“, sagt der mit dem Fall
befasste Polizist Rammler. Die scharfe Munition kam aus einem Langgewehr,
vermutlich aus einer Jagdwaffe, und es wurde ein normales Projektil
benutzt. Mehr kann die Polizei zur Sache nicht sagen.
Der oder die Täter konnten bislang nicht ermittelt werden. Auch den
Jagdvereinen in der Umgebung ist nichts von einem Schuss auf Wild im
Umkreis des betroffenen Hauses bekannt. Um den Waffenbesitzer zu
ermitteln, müsste die Kugel zur Kriminalpolizei weitergeleitet werden.
„Es wurde niemand verletzt, daher wird auch die Kriminalpolizei nicht
eingeschaltet“, erklärt Polizist Rammler. Der Vorfall wird nicht
weiterverfolgt und als Unfall in den Akten vermerkt und abgelegt.
Schaden selber
zahlen
Johanna Mackinger und Kurt Knauseder bleiben auf den Kosten für den
kaputten Fensterrahmen sitzen. „Gott sei Dank ist nichts Gröberes
passiert“, sagen sie über den rätselhaften Schuss, der in der Gemeinde
Gesprächsthema ist.
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kleinezeitung.at vom 03.01.2010
Jäger
erschossen Hund und ließen Kadaver liegen
Erschossener
Rottweiler "Mauki" liegt seit einer Woche in Wiese – niemand
will ihn entfernen.
Im Gespräch sind derzeit zwei Jäger aus Seeboden: Die beiden Waidmänner
haben am 23. Dezember Abends den Rottweiler "Mauki" erschossen,
ließen den Kadaver allerdings liegen. Nach einer Woche wurde
"Mauki" gefunden, der noch immer in der Wiese liegt.
Die Jäger erstatteten Selbstanzeige bei der Polizei. Dort spricht man von
"Notwehr". "Die Jäger sind auf der Nachsuche gewesen und
wurden von diesem Rottweiler angegangen", erklärt Michael
Unterlerchner, Jagdleiter der Jagdrunde Treffling. Der Hund sei öfters im
Revier aufgefallen. Deshalb sei auch der Besitzer aufgefordert worden, den
Hund ordentlich zu verwahren. "Er ließ ihn aber in der Finsternis
frei laufen", sagt Unterlerchner.
Das bestreiten allerdings Jagdkollegen und Leute, die mit dem
Hundebesitzer zu tun hatten. "Mauki" sei gegenüber Menschen
oder wegen Wilderns nie negativ aufgefallen.
"Zu
verurteilen"
Bezirksjägermeister Franz Kohlmayer über den Vorfall:
"Das ist eine sehr heikle Sache. Wenn Gesetze nicht eingehalten
wurden, dann ist die Tat zu verurteilen. Zu hinterfragen ist aber, ob der
Besitzer die Hundehaltungsvorschriften eingehalten hat."
Wegen der Entfernung des Kadavers, der 100 Meter vom Haus des
Hundebesitzers entfernt am Waldrand liegt, gab es gestern widersprüchliche
Aussagen. Die Polizei sagt, die Gemeinde habe ihn entfernt, die Gemeinde
sagt, die Jäger hätten das zu tun. Unterlerchner: "Dass muss der
Besitzer tun."
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