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 Jagd in der Presse 2011 

kleinezeitung.at vom 29.12.2011

Verbotene Jagd: kleiner Fischotter aus Falle befreit 

Ein kleiner Fischotter geriet bei Mogersdorf an der Lafnitz in ein Fangeisen. Naturschützer zeigte die Tat an: Die Tiere sind EU-weit geschützt.
Der kleine Fischotter musste vermutlich zwei Tage im Fangeisen ausharren, bis er befreit wurde


Entdeckt wurde das Fellbündel am Christtag von Gerhard Granitz, Amtmann der Gemeinde Mogersdorf, der mit seinem Hund am Ufer der Lafnitz in der Katastralgemeinde Deutsch Minihof spazieren ging und im Bereich des Jud-Teiches auf den in einem Fangeisen fixierten Fischotter aufmerksam wurde. Er verständigte Naturschützer Joachim Tajmel, der gemeinsam mit dem Königsdorfer Tierarzt Klaus Fischl zum Fundort fuhr.

"Der junge Otter lag im Bereich der Uferblocksteine. Die Falle an seinem linken Vorderlauf war mit einem feinen Stahlseil mit Anker an der Uferböschung befestigt", berichtet Tajmel, dem es gemeisam mit dem Tierarzt gelang, den Otter zu befreien. "Der Fischotter ist nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie eine EU-weit geschützte Tierart und steht auch in Österreich vollständig unter Schutz. Ich habe daher die Fallenjagd auf den Fischotter zur Anzeige gebracht", erklärt Tajmel. Der kleine Fischotter erholt sich derzeit bei einer Tierpflegerin von seinen Strapazen.

Konkreter Verdacht

Damit, dass das Tier überlebt hat, will sich auch Oskar Tiefenbach, Obmann des Naturschutzbundes im Bezirk Feldbach, nicht zufrieden geben. "Die Falle erhärtet den Verdacht, dass es hier jemand ganz konkret auf den Fischotter abgesehen hat. Zumal im Lafnitzbereich die Klagen der Fischer über den Fischotter in letzter Zeit lauter geworden sind. Der Otter ist ein geschütztes Tier, das Fangen in einem Eisen eine verabscheuungswürdige Tierquälerei", spricht Tiefenbach klare Worte. Er räumt ein, dass ein Fischotter bis zu einem Kilo Fische pro Tag verspeise, allerdings regten sich nach seiner Erfahrung vor allem Besitzer kleiner, vollgestopfter Teiche am meisten über den pelzigen Räuber auf. "Diese Teiche werden für das verbotene Wettfischen so voll gefüllt. In Fließgewässern wiederum erwischt der Fischotter vor allem ausgesetzte, hochgemästete Karpfen, die nicht fit für die Natur sind", erklärt Tiefenbach.

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orf.at vom 20.12.2011

Jägerin stürzte auf der Pirsch ab 

Am Montagabend stürzte eine Jägerin in Moosbach (Bez. Lilienfeld) im steilen Gelände ab. Die Frau blieb auf der rutschigen Böschung hängen. Sie musste von der Feuerwehr geborgen werden.

Die Jägerin aus dem Raum St. Pölten war um etwa 16 Uhr auf der schneebedeckten Böschung unterwegs, als sie stürzte, ins Rutschen kam und über schroffes Felsgelände abstürzte.
Die Jägerin wurde von Feuerwehr und Bergrettung befreit.

Frau blieb auf einer Wurzel hängen

Glücklicherweise blieb die etwa 60 Jahre alte Jägerin auf einer Wurzel hängen. Da sie sich beim Sturz aber verletzt hatte, konnte sie sich nicht selbst aus ihrer misslichen Lage befreien und musste den Rettungsnotruf alarmieren.

Eineinhalb Stunden lag die Frau im Schnee.

Die Frau wurde nach etwa eineinhalb Stunden von der Bergrettung und der Feuerwehr geborgen. Sie wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Krankenhaus Lilienfeld gebracht.

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noen.at vom 19.12.2011

Günstige Jagd in Allentsteig - Ministerium prüft Vorwürfe 

Das Verteidigungsministerium überprüft Vorwürfe, wonach Politiker und Manager am Truppenübungsplatz Allentsteig vergünstigt jagen. ÖVP-Abgeordneter Martin Bartenstein etwa und der Präsident der Industriellenvereinigung Veit Sorger nahmen an einer Jagd im Waldviertel teil, und es gab "unentgeltliche Abschüsse", bestätigte ein Ministeriumssprecher.

Nun werde erhoben, wer kostenlos auf der Jagd war. Der Sprecher bestätigte sämtliche genannten Personen, darunter der niederösterreichische ORF-Landesdirektor Norbert Gollinger und ORF-Finanzchef Richard Grasl oder der Industrielle Peter Mitterbauer. Wer von diesen gratis teilgenommen hat, werde noch erhoben, hieß es am Montagvormittag: "Wir wollen das natürlich auch geklärt wissen."

ÖVP-Politiker hätten offenbar eine geplante Reform der Heeresforste platzen lassen, um günstig jagen zu können. Das Ministerium kommentierte dies nicht.

Generell werden im Verteidigungsressort Zahlen zur Heeresforstverwaltung und damit auch Allentsteig erhoben, um wirtschaftliche Verbesserungen zu erreichen, erklärte der Sprecher. Die Datenerhebung werde noch einige Monate in Anspruch nehmen und sei "völlig ergebnisoffen": "Wir wollen die wirtschaftlich beste Lösung haben. Dazu müssen alle Fakten auf den Tisch."

Der frühere ÖVP-Minister Bartenstein wollte die erhobenen Vorwürfe nicht kommentieren. ORF-Finanzchef Grasl sei "über Einladung des Bundesheeres mit Genehmigung des Ministeriums" aus dem Jahr 2007 "einmalig" bei einer Jagd in Allentsteig anwesend gewesen, hieß es in einer Stellungnahme. "Diese Jagd war nie als Gratis-Jagd zu verstehen, was auch aus der Einladung hervorgeht", wurde weiters erklärt. Auch für Landesdirektor Gollinger sei "die Möglichkeit zur Jagd" ausgesprochen worden. Beide würden davon ausgehen, "dass allfällige Jagdkostenbeiträge ordnungsgemäß verrechnet wurden", erklärte der ORF.

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wirtschaftsblatt.at vom 15.12.2011

Pröll folgt Konrad 2012 als Landesjägermeister 

Ex-Finanzminister Josef Pröll soll Christian Konrad beerben, heißt es. Der erste Schritt dazu ist getan. Er folgt Konrad als Landesjägermeister.

Die erste Hofübergabe ist gelungen


Wien. Wilhelm Molterer, ein Oberösterreicher, war einst Vizekanzler. Jetzt ist der ÖVP-Mann zwar nicht EU-Kommissar, wie naheliegend war, sondern Banker und Vizechef der EIB. Auch hat er sich seit seinem Ausscheiden aus der Politik ein neues Hobby zugelegt: Er absolvierte die Jagdprüfung und ist also unter die Jäger gegangen.

Ein Waidmann ist auch Molterers Nachfolger als ÖVP-Chef und Vizekanzler, Josef Pröll. Auch Pröll ist bereits Ex-Politiker. Gesundheitliche Gründe zwangen ihn heuer zum Ausscheiden aus der Bundesregierung. Jetzt ist Pröll bei Raiffeisen gelandet und Chef der LLI. Raiffeisen, Jäger, Niederösterreicher noch dazu - da war es kein Wunder, dass seit 13. April darüber spekuliert wird: Pröll soll Christian Konrad beerben und in ein, zwei, drei Jahren Raiffeisen-Generalanwalt werden.

Beerben wird Pröll den mächtigsten Raiffeisen-Mann auf jeden Fall - denn in Niederösterreich steht im Frühjahr 2012 ein "jagdlicher Führungswechsel" an.  Pröll wird Konrad ablösen, der diese Funktion seit mehr als 20 Jahren innehat. Die Wahl werde beim Landesjägertag im April in Wieselburg erfolgen, teilte der NÖ Landesjagdverband am Donnerstag mit. Konrad  sprach von einer "Hofübergabe in jüngere Hände".

Seit 1949 gab es in Niederösterreich erst drei Landesjägermeister. Auf Ludwig Strobl (1949 bis 1966) und Matthias Bierbaum (1966 bis 1991) folgte 1991 Konrad. Sein nun designierte Nachfolger, Pröll eben, stand schon einmal, vor acht Jahren, auf einem Wahlvorschlag für das Präsidium des Jagdverbandes. Damals ereilte ihn jedoch der Ruf in die Politik.

Ob Pröll auch Raiffeisen-Generalanwalt wird? Das wird sich weisen. Waidmann Molterer hat noch keine Ambitionen gezeigt, dafür ein anderer Oberösterreicher: Jakob Auer. Er ist Aufsichtsratspräsident der mächtigen Raiffeisen Landesbank Oberösterreich. Seit kurzem ist Auer auch Präsident des Bauernbundes. Er hat den Niederösterreicher Franz Grillitsch, der überraschend zurückgetreten ist, abgelöst.

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noen.at vom 15.12.2011

Josef Pröll wird neuer NÖ Landesjägermeister 

Die Wahl werde beim Landesjägertag im April in Wieselburg erfolgen, teilte der NÖ Landesjagdverband (NÖ LJV) am Donnerstag mit. Konrad (68) sprach von einer "Hofübergabe in jüngere Hände".

Seit 1949 gab es in Niederösterreich erst drei Landesjägermeister. Auf Ludwig Strobl (1949 bis 1966) und Matthias Bierbaum (1966 bis 1991) folgte 1991 Konrad. Sein nun designierte Nachfolger stand schon einmal, vor acht Jahren, auf einem Wahlvorschlag für das Präsidium des NÖ LJV. Damals ereilte ihn jedoch der Ruf in die Politik, der er im Frühjahr aus gesundheitlichen Gründen den Rücken kehrte.

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orf.at vom 12.12.2011

Jäger schießt sich selbst in den Fuß 

In Blumau-Neurißhof (Bezirk Baden) hat sich ein Jäger am Sonntag bei einer Hasenjagd selbst in den Fuß geschossen. Er blieb mit dem Gewehr im Gebüsch hängen, als er einen auffliegenden Fasan bejagen wollte.

Der 37-Jährige nahm an einer Niederwildjagd in Blumau-Neurißhof teil, berichtete die Polizei. Gegen 14.45 wollte er einen auffliegenden Fasan schießen. Als er die Schrotflinte aufschwenken wollte, blieb er laut Polizei mit dem Lauf der Waffe im Gebüsch hängen.

Zwei Zehen verletzt

Daduch löste sich ein Schuss aus dem bereits entsicherten Gewehr, der den Jäger im Bereich des rechten Fußes traf. Die Jagdkollegen kamen sofort zu Hilfe und riefen die Rettung. Der Mann wurde mit zwei verletzten Zehen in das Landesklinikum Baden gebracht und dort stationär aufgenommen. „Fremdverschulden kann ausgeschlossen werden“, heißt es von der Polizei.

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orf.at vom 10.12.2011

Zwei Tote in Jagdhütte entdeckt 

Im Bezirk Neunkirchen hat die Polizei am Nachmittag zwei Tote in einer Hütte entdeckt. Es handelt sich um einen 25- und einen 26-jährigen alten Mann. Die Ermittlungen der Einsatzkräfte sind voll angelaufen.

Ersten Angaben zufolge handelt es sich um einen 25 und einen 26 Jahre alten Mann. Sie wurden von den Einsatzkräften in einer Hütte entdeckt. Laut Feuerwehr dürfte in der Hütte ein kleiner Propangasofen zum Heizen gestanden sein. Ob der Tod der beiden Männer damit in Zusammenhang steht, wird nun untersucht.

Nach ersten Meldungen wurden die beiden Toten von einem Mann gefunden. Er verständigte in der Folge Polizei und Rettung, so die Feuerwehr, die mit 30 Mann zum Unglücksort ausrückte. Laut Feuerwehr maßen Rettungssanitäter zunächst den CO-Gehalt, ehe die Hütte von den Einsatzkräften betreten werden konnte.

Dürften Hütte am Freitag bezogen haben

Während Rettung und Feuerwehr mittlerweile einrücken konnten, begann die Polizei mit den Ermittlungen. Demnach wird ein Fremdverschulden derzeit ausgeschlossen. Die beiden Männer sollen die Hütte am Freitagabend bezogen haben und danach das Heizgerät in Betrieb genommen haben. Am Samstagnachmittag wurden sie dann von jenem Mann entdeckt, der die Rettungskräfte alarmierte.

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tt.com vom 09.12.2011

Jäger schoss sich im Südburgenland in den Oberschenkel  

Der Landwirt aus dem Bezirk Oberwart stolperte in einem Wald über einen auf dem Boden liegenden Baumstamm und stürzte.

Eisenstadt – Mit einem Schuss in den linken Oberschenkel hat Donnerstag früh eine Treibjagd bei Markt Allhau für einen 47-jährigen Südburgenländer geendet.

Der Landwirt aus dem Bezirk Oberwart stolperte in einem Wald über einen auf dem Boden liegenden Baumstamm und stürzte. Dabei löste sich ein Schuss aus seiner Jagdwaffe, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland am Freitag.

Zwei Jagdkollegen hörten den Knall und brachten den Verletzten auf einen Parkplatz. Der 47-Jährige wurde mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 16 in das Krankenhaus Oberwart gebracht.

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vgt.at vom 05.12.2011

Graz: Polizist schlägt Tierschützer brutal nieder 

Weil Tierschützer Treibjagd filmte, wurde er von Polizisten von hinten (!) zu Boden geworfen und 3 Mal (!) mit der Faust auf den Hinterkopf geschlagen – Blut aus Ohr und Kopfwunde

Wie der Film „Der Prozess“ eindeutig dokumentiert, reagieren manche PolizeibeamtInnen sehr aggressiv darauf, gefilmt zu werden. So auch gestern auf einer Treibjagd in Graz, als ein Tierschützer nicht nur die Jagd sondern auch die Polizei mit seiner Videokamera dokumentierte. Einer der Beamten schlug daraufhin auf die Kamera des Tierschützers ein und als sich dieser wegdrehte, sprang ihn der Beamte von hinten an, warf ihn zu Boden und schlug dem wehrlosen Mann 3 Mal (!) mit der Faust mit voller Wucht von hinten auf den Kopf. Dem Tierschützer trat dadurch Blut aus dem Ohr und aus einer Kopfwunde. Er wurde mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht.

Es wurde gegen den Polizisten Anzeige wegen schwerer Körperverletzung erstattet

Fotos und Filme dokumentieren den Vorfall. Auf der Filmsequenz der Kamera des Opfers ist deutlich zu sehen, dass der Beamte unprovoziert von hinten angriff und davor keine Aggression von dem Tierschützer ausgegangen war.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: „Mit der Macht, die von der Gesellschaft der Polizei übertragen wird, geht auch eine sehr hohe Verantwortung einher. Leider zieht Macht auch verbrecherische Charaktere an, seien es jene Kreise, die die Tierschutzcausa ausgelöst haben, oder jener Straßenschläger in Polizeiuniform, der gestern diesen Tierschützer angegriffen und schwerst verletzt hat. Solche BeamtInnen müssen sofort aus dem Verkehr gezogen werden, sie sind eine Gefahr für die Allgemeinheit!“

Die Polizei hat umgehend ihrerseits Anzeige gegen den Tierschützer erstattet. Er hätte den Polizisten angegriffen und ins Gesicht geschlagen. DDr. Balluch dazu: „Es ist unfassbar, zu welchen Lügen die Polizei als Institution bereit ist, um ihre schwarzen Schafe zu decken. Ich erinnere an die Presseaussendung des Innenministeriums anlässlich der Tierschutzcausa http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20080904_OTS0247/marent-vorgehen-der-soko-kleider-rechtsstaatlich-und-verhaeltnismaessig, in der die Polizei, um die Verbrechen ihrer SOKO zu vertuschen, die Lüge verbreitet hat, dass den Beschuldigten 62 Straftaten zuzuordnen wären. Ähnlich jetzt. Warum, bitte schön, sollte ein Tierschützer, der gerade eine Jagd filmt und selbst die Polizei gerufen hatte, aus heiterem Himmel einen Polizisten angreifen und ins Gesicht schlagen! Umgekehrt, dass die Polizei mit Gewalt auf laufende Filmkameras reagiert, ist unwiderlegbar im Film ‚Der Prozess‘ über die Tierschutzcausa dokumentiert. Dass Kameras von AktivistInnen Polizeibeamte so erregen ist dabei absurd, sind es doch gerade sie, die mit besonders großer Begeisterung jede Tierschutzveranstaltung filmen und den Menschen direkt ins Gesicht fotografieren, wie bei der Anti-Pelzdemo letzten Samstag in Graz z.B. geschehen. Besonders dramatisch ist, dass das Opfer dieses Polizeiangriffs auch einer der 13 Angeklagten im Tierschutzprozess war.“

DDr. Balluch schließt: „Wir fordern eine Suspendierung des betroffenen Beamten zusammen mit einer empfindlichen Strafe und einer angemessenen Entschädigung des Opfers. Und wir fordern, dass die Polizei endlich ihre Verantwortung wahrnimmt und nicht blind die Verbrechen der schwarzen Schafe in ihren Reihen deckt.“

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orf.at vom 04.12.2011

Tierschützer bei Treibjagd festgenommen 

Ein Tierschutzaktivist ist am Sonntag in Graz-Ragnitz vorübergehend festgenommen worden. Der Mann wollte eine Treibjagd mit der Kamera dokumentieren. Es kam zu einer Auseinandersetzung, bei dem der Tierschützer und ein Polizist verletzt wurden.

Auslöser des Vorfalls war eine angemeldete Fasanentreibjagd in Graz-Ragnitz. Ein Grazer Tierschützer wollte mit einer Kamera dokumentieren, dass die Jäger bei der Treibjagd gegen Gesetze verstoßen - so hätten sie unter anderem neben einem Wohngebiet geschossen.

Jäger alarmierten Polizei

Als die Jäger den Tierschützer bemerkten, alarmierten sie die Polizei. Nach Angaben des Aktivisten sei daraufhin ein Beamter auf ihn zugestürmt und hätte von ihm verlangt, die Kamera abzuschalten. Da der Tierschützer das aber nicht tat, habe ihm der Polizist die Kamera aus der Hand geschlagen, ihn niedergestoßen und ihm mit der Faust auf den Kopf geschlagen. Sowohl der Tierschützer, als auch der Beamte wurden bei dem Gerangel verletzt.

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige

Die Polizei macht zu dem Vorfall keine näheren Angaben und verweist auf die Staatsanwaltschaft Graz. Dort wurde bestätigt, dass der Polizist den Tierschutzaktivisten wegen schwerer Körperverletzung angezeigt hat. Vermutlich werde es auch eine Anzeige des Tierschützers gegen den Beamten geben. Seitens der Staatsanwaltschaft werde in alle Richtungen ermittelt.

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salzburg.com vom 02.12.2011

Hirsch jagte und verletzte Jäger 

Ein Hirsch verletzte am Donnerstag einen Jäger in St. Pankraz in Südtirol. Nachdem der Hund des 71-Jährigen den Hirsch gestellt hatte, geriet das Tier in Panik und ging auf den Weidmann los. Der Pensionist, der von dem Hirsch verfolgt wurde, rutschte rund 50 Meter in steilem Gelände ab. Unter anderem hatte das Tier sein Geweih in den Oberschenkel des Jägers gerammt und ihn an der Hand verletzt. Der Bewohner eines nahe liegenden Hofes hörte die Hilfeschreie des Mannes konnte das Tier erlegen.

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orf.at vom 01.12.2011

Prozess gegen mutmaßlichen Bärentöter vertagt 

Am Landesgericht Klagenfurt ist der Prozess gegen einen Kärntner Jäger fortgesetzt und wieder vertagt worden. Er muss sich wegen des Abschusses des Braunbären Roznik 2009 verantworten. Nach dem Abschuss bei Bad Eisenkappel soll der Mann das Tier in einem Bach in Slowenien (Logartal) entsorgt haben.

Zehn Zeugen sagten am Donnerstag aus, aber einer fehlte. Außerdem soll noch ein Beweisstück neuerlich untersucht werden. Daher wurde wieder vertagt.

Richterin wollte gerne fertig werden

„Ich wollte es heute so gerne fertig machen“, halb seufzend entschlüpfte der Satz Richterin Michaela Sanin nach fast drei Stunden Verhandlung.

Allein schon die Klärung, ob eine Zeugin die Lebensgefährtin oder bloß eine engere Freundin des Angeklagten sei, dauerte eine halbe Stunde. Das magere Ergebnis nach der Befragung, die Zeugin kann sich nicht wirklich genau daran erinnern, ob der Angeklagte am 30. Mai 2009 am Abend zu Hause gewesen sei.

Erinnerungslücken der Zeugen

Erinnerungslücken hatten mehrere Zeugen. Es ging um Telefonate, die der Angeklagte im Tatzeitraum führte. Nein, von dem Bären sei nie die Rede gewesen. Dann gab es noch die Spannungen zwischen Angeklagtem und seinen Schwestern, die kein gutes Haar an ihm lassen würden.

Eine Zeugin erklärt Erinnerungslücken mit einer Hochzeitsfeier. Staatsanwalt Franz Simemrstatter geriet ob der tröpfelnden Antworten der Befragten mehrfach in Rage.

Zeugin: keine DNS vom Angeklagten

Eine Gutachterin aus Innsbruck wurde via Videokenferenz zugeschaltet. Sie habe die Ecken einer Decke, die am Auffindungsort des geköpften und gehäuteten Bärenkadavers gelegen sei, untersucht. Vom Angeklagten, seinem Bruder und Vater seien keine DNS-Spuren gefunden worden.

Nun will der Staatsanwalt die ganze Decke neu untersuchen lassen, auch ein wichtiger Zeuge, der beim Prozess fehlte, soll noch geladen werden.

Im Grenzgebiet geschossen

Der tödliche Schuss auf den Braunbären Roznik wurde im Grenzgebiet zwischen Kärnten und Slowenien abgegeben. Danach blieb der mit einem Peilsender ausgestattete Bär für längere Zeit verschwunden.

DNA-Spuren gefunden

Schließlich konnte der Kadaver des Tieres in einem Bachbett im Logartal auf slowenischem Staatsgebiet gefunden werden: ohne Kopf, ohne Tatzen und enthäutet. Auch der Peilsender wurde dem Tier abgenommen. Bis heute blieben die Trophäen und der Sender spurlos verschwunden.

Bei den Ermittlungen der Polizei fiel der Verdacht dann schnell auf den 48-jährigen Jäger aus Bad Eisenkappel, auch deshalb, weil DNA-Spuren des Mannes auf einer Decke aufgetaucht waren. In diese wurde der Kadaver eingehüllt und abtransportiert.

Bären streng geschützt

Bei Hausdurchsuchungen und Einvernahmen durch die Kriminalpolizei bestritt der Mann jedoch jeden Zusammenhang mit der Tat. Vorgeworfen wird ihm jetzt schwerer Eingriff in fremdes Jagdrecht - also Wildern. Dem Mann drohen daher bis zu drei Jahre Haft.

Bären sind in Kärnten streng geschützt und dürfen nicht abgeschossen werden. Mittlerweile wurde der Beschuldigte auch aus der Kärntner Jägerschaft ausgeschlossen.

Familie belastet Angeklagten

Im Mittelpunkt des Prozesses stehen auch die Geschwister des Angeklagten: Sie alle sagten beim Prozessauftakt im Herbst 2010 gegen ihren Bruder aus, die Familie ist hoffnungslos zerstritten. Sie hätten die Anzeige ins Rollen gebracht, weil sie an dem besagten Abend einen Schuss gehört hätten, der eindeutig auf dem Grund des Bruders gefallen sei.

Allerdings grenzen an das Grundstück des Angeklagten auch andere Jagdgebiete an. Ein Jagdleiter, der an diesem Abend ebenfalls einen Schuss gehört haben will, sagte aus, der Schuss hätte aus mehreren Jagdgebieten abgefeuert werden können.

Der Anwalt des Beschuldigten plädiert auf unschuldig, alle Anschuldigungen würden auf Vermutungen beruhen.

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abschaffung-der-jagd.de vom 28.11.2011
Pressemitteilung

Verhandlung vor dem Europäischen Gerichtshof: Dürfen Jäger auf Privatgrundstücken in Deutschland gegen den Willen der Eigentümer jagen?  

Der Fall "Herrmann gegen die Bundesrepublik Deutschland" (Application no. 9300/07) wird am Mittwoch, den 30.11.2011 um 9.15 Uhr vor der Großen Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte verhandelt.
 
Rechtsanwalt Günter Herrmann aus Stutensee in Baden-Württemberg ist Eigentümer zweier Waldgrundstücke in Rheinland-Pfalz. Dadurch ist er automatisch Mitglied in einer Jagdgenossenschaft - gegen seinen Willen und ohne Möglichkeit, aus der Jagdgenossenschaft auszutreten. Hiergegen hat er vor den deutschen Verwaltungsgerichten und vor dem Bundesverfassungsgericht erfolglos geklagt, so dass er im Jahr 2007 den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anrief. Denn der Tier- und Naturfreund kann es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, dass Jäger sein Grundstück gegen seinen Willen betreten, um dort Tiere zu töten.
 
Kleine Kammer wies Beschwerde des Grundstückeigentümers ab
 
Die Kleine Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hatte am 20.01.2011 völlig überraschend geurteilt, dass die Menschenrechte deutscher Grundstückseigentümer weniger wert sind als die Rechte von Grundstückseigentümern in Luxemburg und Frankreich, und wies die Beschwerde aus Deutschland ab.
 
Widersprüchliche Rechtsprechung zu Frankreich und Luxemburg
 

Die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte stellte nämlich im Jahr 1999 im Falle französischer Kläger mit 16:1 Richterstimmen fest, dass es gegen die Menschenrechte verstößt, wenn Grundstückseigentümer dazu verpflichtet werden, einer Jagdgenossenschaft zwangsweise beizutreten und die Jagd auf ihren Grundstücken zu dulden, obwohl die Jagd ihrer eigenen Überzeugung widerspricht. In unserem Nachbarland Frankreich ist es daher möglich, dass Grundstückseigentümer an der Grundstücksgrenze Schilder aufstellen: "Privateigentum - Jagen verboten".
 
Und diese klare Entscheidung war keine Eintagsfliege: Im Jahr 2007 entschied die Kleine Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Falle einer luxemburgischen Klägerin einstimmig mit 7:0 Richterstimmen erneut, dass es Eigentümern kleinerer Grundstücke in einer demokratischen Gesellschaft nicht zugemutet werden kann, die Hobbyjagd auf ihren Grundstücken gegen ihren Willen auszuüben.
 
Menschenrechte müssen auch in Deutschland Beachtung finden!
 
Das gleiche sollte aus Gründen der Gleichbehandlung auch für deutsche Grundstücksbesitzer gelten. Der Beschwerdeführer beantragte daher, dass sich die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (bestehend aus 17 Richter/innen) mit seinem Fall beschäftigt. Dieser Antrag wurde angenommen und am 30.11.2011 wird nun vor der Großen Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte verhandelt.
 
Eine große Anzahl von Grundstückseigentümern, Tierschutzorganisationen, Naturliebhabern und Tierfreunden blicken am 30.11.2011 gespannt nach Straßburg - mit der Hoffnung, dass der Gerichtshof die Menschenrechtskonvention in Deutschland genauso auslegt, wie er es zuvor in Luxemburg und Frankreich getan hatte. Etliche Juristen haben bestätigt, dass es keine seriösen Gründe gibt, warum ausgerechnet in Deutschland von der gefestigten Rechtsprechung des Gerichtshofs abgewichen werden soll.
 
Wissenschaftler bestätigen die Praktikabilität der Gewissensentscheidung
 
Immer mehr renommierte Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die Jagd nicht erforderlich ist - sondern sogar das Gleichgewicht in der Natur zerstört. Der anerkannte Ökologie- und Evolutionsbiologe Prof. Dr. Josef Reichholf von der Zoologischen Staatssammlung München, der auch an beiden Münchner Universitäten lehrte, kam bei seinen langjährigen Forschungen zu dem Ergebnis, dass die Jagd völlig kontraproduktiv sei und letztendlich die Populationsrate der Wildtiere nur erhöhe. In einer bekannten deutschen Tageszeitung äußerte sich Prof. Reichholf wie folgt: "Die richtige Wilddichte könnte sich ganz von selbst einstellen, wenn die Tiere, wie z.B. das Reh, nicht durch Bejagung und Wildfütterung in den Wald hineingedrängt würden." (Süddeutsche Zeitung, 28.01.2009)
 
Auch Langzeitstudie bestätigt Gewissensentscheidung: Jagdruhe führt zu Gleichgewicht in der Natur und verringert hohe Wildtierpopulation
 
Nach einer im renommierten "Journal of Animal Ecology" veröffentlichten Langzeitstudie, die auf zahlreiche weitere universitäre Arbeiten und Untersuchungen Bezug nimmt, ist es wissenschaftlich erwiesen, dass der hohe Jagddruck hauptverantwortlich ist für die hohe Wildschweinpopulation. Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich (Journal of Animal Ecology 2009, 78, 1278-1290). Die französische Langzeitstudie kommt zu dem Ergebnis, dass eine starke Bejagung zu einer deutlich höheren Fortpflanzung führt und die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen stimuliert. Die Wissenschaftler um Sabrina Servanty verglichen in einem Zeitraum von 22 Jahren die Vermehrung von Wildschweinen in einem Waldgebiet im französischen Departement Haute Marne, in dem sehr intensiv gejagt wird, mit einem wenig bejagten Gebiet in den Pyrenäen. Wenn hoher Jagddruck herrscht, ist die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen wesentlich höher als in Gebieten, in denen kaum gejagt wird. Weiterhin tritt bei intensiver Bejagung die Geschlechtsreife deutlich früher - vor Ende des ersten Lebensjahres - ein, so dass bereits Frischlingsbachen trächtig werden. In Gebieten, in denen nicht gejagt wird oder nur wenig Jäger unterwegs sind, ist die Vermehrung der Wildschweine deutlich geringer, die Geschlechtsreife bei den Bachen tritt später und erst bei einem höheren Durchschnittsgewicht ein (Journal of Animal Ecology, a.a.O.).
 
Die Jagd ist somit für einen gesunden Naturhaushalt keinesfalls erforderlich. Im Gegenteil: Nach den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen schädigt die Jagd die Natur.
 
Gewissensentscheidung verdient in einer demokratischen Gesellschaft Respekt
 
"Es muss daher in einer demokratischen Gesellschaft Verständnis dafür aufgebracht werden, wenn Grundstückseigentümer es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können, dass auf ihrem eigenen Grund und Boden die Jagd ausgeübt wird", sagt Dominik Storr, einer der beiden Rechtsanwälte, die den Beschwerdeführer vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vertreten. "Wir wünschen uns, dass die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrecht ihre bisherige Rechtsprechung fortsetzt und der Beschwerde aus Deutschland stattgibt", so der Anwalt weiter.
 

Mit einer Entscheidung wird an diesem Tag nicht gerechnet.
 
 
Bürgerbewegung Zwangsbejagung ade
www.zwangsbejagung-ade.de
 
Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.
Renoisstr. 8
53129 Bonn
e-mail: ak-tierschutz@online.de
www.arbeitskreis-tierschutz.de
 
Initiative zur Abschaffung der Jagd
Kurt Eicher, Biologe Studiendirektor
Derfflingerstr. 2
74080 Heilbronn
Tel.: 07131/48 12 63
e-mail: info@abschaffung-der-jagd.de
www.abschaffung-der-jagd.de

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nachrichten.at vom 20.11.2011

Treibjagd: Schuss traf 38-Jährigen am Auge 

ORT im Innkreis. Ins Auge eines 38-Jährigen ging ein Schuss mit einer Schrotflinte. Bei der Treibjagd sollte eigentlich ein Feldhase getroffen werden.

Zur Treibjagd am Samstagfrüh im sogenannten Müllerholz (Gemeindegebiet Ort im Innkreis) stellten sich die Jäger entlang eines eingezäunten Jungwaldes auf.

Als gegen neun Uhr ein 73-jähriger Pensionist einen Schuss mit seiner Schrotflinte auf einen 30 Meter entfernt vorbeilaufenden Feldhasen abgab, wurde nicht der Hase, sondern ein 38-jähriger Jäger am rechten Auge getroffen. Der Verletzte wurde vom Notarzthubschrauber „Europa 3“ in das Krankenhaus Ried im Innkreis gebracht.

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kleinezeitung.at vom 18.11.2011

Auto stürzte 30 Meter ab: Insassen leicht verletzt  

Mit einem Geländefahrzeug waren zwei Jäger aus Deutschland auf einem Forstweg in St. Jakob im Defereggental unterwegs. An einer vereisten Stelle kam der Wagen von dem Weg ab, überschlug sich mehrmals und kam nach 30 Metern in einem Bachbett zum Liegen.

Donnerstagvormittag lenkte ein 45-jähriger deutscher Staatsangehöriger ein Geländefahrzeug auf einem Forstweg im Gemeindegebiet von St. Jakob im Defereggental, um dort auf die Jagd zu gehen. Am Beifahrersitz saß sein Jagdkollege. Auf einer Seehöhe von 1950 Meter, kam der Geländewagen auf einer vereisten Stelle zum Stillstand. In der Folge rutschte das Fahrzeug ab und stürzte, sich mehrmals überschlagend, über steiles Gelände 30 Meter in ein Bachbett.

Das Auto kam auf den Rädern stehend zum Stillstand. Beide Fahrzeuginsassen konnten das Fahrzeug selbstständig verlassen. Der 45-jährige Fahrzeuglenker erlitt eine stark blutende Platzwunde am Kopf sowie Prellungen und Hautabschürfungen und wurde vor Ort von seinem Jagdkollegen, welcher unverletzt blieb, erstversorgt. Anschließend mussten beide absteigen, um Handy-Empfang zu bekommen. Nach einem Arztbesuch wurden beide in häusliche Pflege entlassen.

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orf.at vom 15.11.2011

E. coli: Rückruf von „Steirischen Wildwürsteln“ 

Die Leobener Firma Weiss Fleischveredelung GmbH ruft ihr Produkt „Steirische Wildwürstel 250 g“ wegen E.-coli-Bakterien zurück. Bei den Würsteln wurden bei Analysen Escherichia coli Bakterium (STEC) festgestellt.

„Als gesundheitsschädlich beurteilt“

Betroffen ist demnach die Chargennummer 265 mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 3. Dezember 2011. „Die Ware wurde als gesundheitsschädlich beurteilt, vor einem Verzehr wird ausdrücklich gewarnt“, heißt es in dem Rückruf.

Das Produkt kann von den Konsumenten in allen Verkaufsstellen der vertreibenden Handelskette zurückgegeben werden; den Kaufpreis bekommen Kunden auch ohne Kaufbeleg rückerstattet.

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oejv.de vom 14.11.2011

Rotwildhege in der Sackgasse? 

Am 22.10.11 in Dornbirn diskutierte die Vorarlberger Jägerschaft zusammen mit zahlreichen Gästen aus anderen Teilen Österreichs aber auch aus Deutschland das Thema „Rotwildreduktion & Weidgerechtigkeit“ 

In der Ankündigung wird eingeräumt, dass die Reduktion des Rotwildbestandes in vielen Regionen der Alpen notwendig sei und eine echte Herausforderung darstelle. Gesucht wurde nach jagdlichen Methoden und Strategien das Rotwild „vernünftig“ zu bejagen und erfolgreich zu reduzieren.

Der jagdpolitische Hintergrund

Ein wichtiger Hintergrund für die Tagung war die Situation im Oberen Lechtal bei Reutte (Tirol). Dort seien, so der zuständige Landesveterinärdirektor Josef Kössler, in bestimmten Gegenden mehr als 40% des Rotwildbestandes von TBC befallen. In einem, lediglich 490 ha großen Gebiet sollen insgesamt 300 Stück Rotwild an zwei Fütterungen stehen. In diesem Revier seien sogar bis zu 50 % der Tiere mit TBC infiziert. (Quelle: www.jagderleben.de)

Befürchtet wird eine Übertragung auf die, mit sehr vieler Mühe von der Tuberculose befreiten Rinderbestände.Tirol ist derzeit noch ein „Rinder-TBC-freies Land“. Der Verlust dieses Status hätte weit reichende Auswirkungen für die Existenz der Tiroler Landwirtschaft

Um Reutte mussten in den vergangenen Monaten schonmehr als 100 Kühe wegen Rindertuberculose geschlachtet werden. (Quelle: www.merkur-online.de)

Die Tiroler Bauern fordern schon Totalabschuss des Rotwilds. Von den Behörden geplant ist eine Bekämpfung der TBC beim Rotwild nach dem Tierseuchengesetz wie beim Rotfuchs. Rund die Hälfte des Rotwildbestandes von rund 1100 Tieren im Oberen Lechtal soll abgeschossen werden. Gelingt dies der Jägerschaft nicht, denkt man an den Bau von Gattern für den Reduktionsabschussabschuss. Befliegungen mit Wärmebildkameras zur genaueren Anschätzung der Rotwildbestände wurden durchgeführt.

Außerdem wird über eine Änderung der Fütterungspraxis gesprochen, etwa den Verzicht auf Maissilage.

Im angrenzenden Bayern gebe es das Problem nicht, dort seien die Wilddichten deutlich geringer kommentiert der Sprecher des Bayerischen Landesjagdverbandes.

Ursachen und Schlussfolgerungen

Wesentliche Ursache für die weit überhöhten Rotwildbestände in weiten Teilen Österreichs seien die Ziele der Rotwildjagd und eng damit zusammenhängend die Jagdmethoden. Ziel sei der starke, reife Erntehirsch. Höhepunkt des Jagdjahres sei daher die Hirschbrunft, an der sich alle jagdlichen Aktivitäten orientieren. Wichtigste Jagdart sei die Einzeljagd. Vor der Brunft wird wenig oder nichts geschossen um den Erfolg auf der Brunftjagd nicht zu gefährden. Nach der Brunft bleibt zu wenig Zeit um zu reduzieren. Die Qualität eines Berufsjägers wird weitgehend von seinem Erfolg als Jagdführer bei der Hirschbrunft beurteilt.

Für viele Reviere spielen die Einnahmen aus dem Verkauf der Abschüsse von Trophäenträgern eine nicht zu unterschätzende Rolle.

In nicht wenigen Gebieten sind die Jagdreviere zu klein, um das Rotwild, das große Lebensräume beansprucht, wirkungsvoll regulieren zu können.

Nicht angesprochen wurde, die verbreitete, üppige Fütterung, die ebenfalls eine wesentliche Ursache des bedenklichen Ansteigens der Bestände sein dürfte. Sie war nicht Thema der Jägertagung.

Die Einzeljagd als geeignete Methode für eine Reduktion des Bestandes wurde in Frage gestellt.

In vielen Referaten wurde der vorsichtige Versuch gemacht der sehr konservativen österreichischen Jägerschaft Bewegungsjagden schmackhaft zu machen um effektiver, aber auch tierschutzgerechter und jägerfreundlicher zu regulieren. Großflächigere revierübergreifende Jagden sind notwendig.

Es gab sehr emotionale Gegenargumente vor allem aus Gründen Weidgerechtigkeit, wie krank geschossenes Wild, mutterlose Kälber und Stress für das bejagte Wild.

Zu Frage der Weidgerechtigkeit versuchte Wölfel eine neue Definition: „Weidgerecht sei eine artangepasste, tierschutzgerechte und naturschutzkonforme Bejagung und Steuerung von Wildtierbeständen“

Zur Hege meinte Wölfel:“Der missbräuchliche Futtermitteleinsatz zur Steigerung der Trophäen hat den Begriff Hege irreparabel verdorben, er ist kurz- und mittelfristig kaum positiv besetzbar“.

Die Tagung war insgesamt außerordentlich wichtig für die Zukunft der Jagd in Österreich. Die Reaktion der zahlreich erschienenen Jägerschaft im Saal war aber eher noch zurückhaltend.

Aus meiner Sicht ist bedauerlich, dass erst jetzt, vermutlich eine Tierseuche und nicht schon viel früher der Zustand des Waldes in den österreichischen Bergen ein Auslöser für eine so bedeutende Veranstaltung war. Die Verbiss-und Schälschäden im Wald sind seit langem, so die einschlägige österreichische Forstpresse, ein chronisches Problem in den Wäldern der Alpenrepublik.

Klaus Thiele, http://www.oejv.de/blog/?p=997#more-997

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orf.at vom 14.11.2011

Mit Regenschirmen Treibjagd gestört 

Eine geplante Treibjagd in Pöllau im Bezirk Hartberg musste am Sonntag abgebrochen werden. Eine Aktivistengruppe spannte immer wieder Regenschirme auf, sodass die Jäger nicht gezielt schießen konnten.

Die Jäger konnten keine gezielten Schüsse abgeben


Die Pöllauer Jagdgemeinschaft war am Sonntag im Waldgebiet rund um Pöllau auf der Suche nach Wildtieren, als plötzlich 25 Aktivisten im Wald auftauchten.

„Wie lose Spaziergänger“

Die Tierschützer aus der Oststeiermark, Niederösterreich und Wien stellten sich mit Regenschirmen neben die Jäger, und als diese schießen wollten, spannten sie die Schirme auf und nahmen so den Jägern die Sicht.

„Wir haben dennoch alle fünf Triebe durchgeführt und etwa 23 Fasane erlegt“, so ein Jagdteilnehmer, man habe große Geduld gezeigt. Die Fasane seien auch nicht gezüchtet, sondern natürlich in freier Wildbahn aufgewachsen, so der Oststeirer zu entsprechenden Gerüchten.

Kein strafbares Verhalten

Laut Polizei habe es kein strafbares Verhalten der Aktivisten gegeben, sie seien „lose wie Spaziergänger unterwegs gewesen“ und hätten die Jäger mit ihren Schirmen sozusagen begleitet, so ein Sprecher; Auseinandersetzungen seien dabei ausgeblieben.

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pressemeldungen.com vom 08.11.2011

LKW mit zehntausend toten Singvögeln gestoppt 

Bonn/Nagylak (ots) – Ungarische Zöllner haben an der Grenze zu Rumänien am Wochenendeeinen LKW mit rund zehntausend frisch geschossenen Singvögeln gestoppt. Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, handelt es sich dabei vor allem um in Deutschland bedrohte Feldlerchen, die bei italienischen Gourmets als Delikatesse hochbegehrt sind.

Aufmerksamen Zollinspektoren war aufgefallen, dass einige Kartonsin dem rumänischen Kühlwagen anders aussahen, als die übrigen mit Fleisch- und Wurstwaren. “Darauf wurde die Ladung detailliert kontrolliert”, berichtet Kommissarin Linda Jásza von der Polizei in Nagylak. Bei der Kontrolle dann der grausige Fund: Kistenweise tote Singvögel, verpackt in Plastiktüten, die alle fein säuberlich beschriftet worden waren. Insgesamt enthielten die Kartons mehr als9.000 Feldlerchen sowie Hunderte Blaukehlchen, Stieglitze, Wacholderdrosseln, Misteldrosseln, Rohrammern und Bachstelzen. NachEinschätzung eines Sachverständigen wurden die Tiere vor wenigen Tagen mit Schrotgewehren abgeschossen.

“Wir gratulieren den Ungarischen Behörden zu diesem Erfolg im Kampf gegen die Wilderei”, so Axel Hirschfeld, Sprecher des Komitees gegen den Vogelmord. Der Vogelschützer geht davon aus, dass die Vögel auf ihrem Zug ins Winterquartier gezielt auf dem Balkan abgeschossen wurden, um sie in Italien an Restaurantbesitzer und Feinkostläden zu verkaufen. Der Handel mit geschossenen Lerchen und anderen Singvögeln ist in Italien ein Millionengeschäft, das jedes Jahr Hunderttausenden Singvögeln das Leben kostet. Jedes Jahr beschlagnahmt die italienische Forstpolizei Tausende gewilderte Vögel in Restaurantsund Wildhandlungen, darunter auch immer wieder aus dem Balkaneingeschmuggelte Zugvogel-Lieferungen.

Der Schaden, der durch den illegalen Handel in der Natur entsteht ist enorm. “Allein in diesem LKW befanden sich in etwa soviel Feldlerchen, wie im gesamten Saarland noch brüten”, so Hirschfeld. Die Bestände dieses Charaktervogels unserer Agrarlandschaft haben in Mitteleuropa in den letzten 30 Jahren um rund die Hälfte abgenommen. Die Art steht in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und wird mit großem Aufwand, wie zum Beispielder Schaffung so genannter “Lerchenfenster”, geschützt.

Der Gesamtwert der in Nagylak beschlagnahmten Schmuggelware wirdvon der Polizei auf etwa eine Milliarde Forinth (ca. 333.000 Euro) geschätzt. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Pressekontakt:V.i.S.d.P. und Kontakt für weitere Informationen: Komitee gegen den Vogelmord e.V

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orf.at vom 07.11.2011

Wölfe kehren nach NÖ zurück 

Wölfe galten als ausgestorben, lange Zeit ist weit und breit keiner gesehen worden. Doch das dürfte sich ändern: In NÖ sind laut Experten einige Schafe und Ziegen von einem Wolf gerissen worden.

Ende des 19 Jahrhunderts ist der Wolf vom Mensch ausgerottet worden, weil er seine Nahrung, also Kühe, Schafe und Ziegen, gerissen hat. Jetzt scheinen Wölfe aber wieder in Österreich heimisch zu werden, vor allem in der Schneeberg-Ötscherregion.

Hier hat ein Wolf heuer bereits öfter zugeschlagen. In Puchberg, gab es fünf Angriffe auf Schafe, dabei wurden sechs Tiere gerissen. In Rohrbachgraben wurde eine Ziege durch einen Wolf verletzt, in Göstling wurde ein Kalb angefressen und in Neuwald wurde ein Schaf getötet und vier verletzt. Alle Angriffe fanden von April bis August statt. Der Wolf ist laut Experten bereits seit einem Jahr in dieser Gegend unterwegs.

Jungtiere suchen neue Territorien

Österreichweit gibt es etwa sechs bis acht Wölfe. Normalerweise fressen Wölfe Rehe, Hirsche und Wildschweine - wenn sie aber die Gelegenheit haben, reißen sie auch Schafe oder Ziegen. Für Menschen sind Wölfe nicht gefährlich.

Die Tiere kommen aus Italien, Kroatien, Slowenien und der Slowakei, aber auch aus der Karpatenregion und dem Baltikum.

„Es sind Jungtiere die auf der Suche nach Territorium und einem Partner sind. Ein Wolfsrudel ist eine Familie und wenn die jungen Wölfe geschlechtsreif werden, müssen sie die Familie verlassen und ein Gebiet suchen, wo sie selbst eine Familie gründen“, sagt der Wolfsbeauftragte des Landes NÖ Georg Rauer.

Strenge Schutzbestimmungen dürften greifen

Experten rechnen damit, dass sich die Wolfspopulation in Niederösterreich erhöhen wird. „Die strengen Schutzbestimmungen in Europa haben dazu geführt, dass sich die Wolfsbestände in Österreich wieder stabilisiert haben. Das hat dazu geführt, dass sich Wölfe zunehmend wieder ausbreiten und auch nach Österreich zurückkehren“, sagt Christian Pichler, Wolfsexperte des WWF.

Wenn also der einsame Wolf, der derzeit in der Schneebergregion unterwegs ist ein Weibchen findet, könnte es auch in Niederösterreich bald das erste Wolfsrudel in freier Wildbahn geben.

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robinhood-tierschutz.at vom 02.11.2011
Presseaussendung

Haustierabschuss! Notwendig? 

Kaum ein Thema kann kontroversieller sein zwischen TierfreundInnen und JägerInnen.
Fur die einen ist es blanker Mord, fur die anderen eine Notwendigkeit zum Wildtierschutz.




Jagdschutzorgane sind nach Jagdgesetz verpflichtet, wildernde Hunde zu töten. Sie sind berechtigt, Hunde, die sich erkennbar der Einwirkung ihres Halters entzogen haben und außerhalb ihrer Rufweite im Jagdgebiet abseits öffentlicher Anlagen umherstreunen, zu töten. Sie sind berechtigt, Katzen, welche in einer Entfernung von mehr als 300 m (NÖ) von Wohn- und  Wirtschaftsgebäuden umherstreifen, zu töten.

Wieviele Hunde und Katzen in Österreich jährlich erschossen werden, ist nicht nachvollziehbar, der Abschuss einer Katze ist nicht einmal meldepflichtig.
Immer wieder betrauern TierfreundInnen den Tod ihres Haustieres, obwohl es weder gewildert hat, noch sich der Rufweite entzogen hat.

Jäger argumentieren, Katzen würden die Singvögelbestände massiv  gefährden oder könnten gefährlich für Junghasen und Hühnervögel werden. Wissenschaftliche Studien und Erfahrungen aus Großräumen mit vielen  streunenden Katzen widerlegen diese Behauptung eindeutig.

Der Tierschutzverein Robin Hood tritt für ein österreichweites Verbot des Haustierabschusses ein – und lädt dazu ab morgen - zu St.Hubertus, dem Tag der Jäger, zur Online-Diskussion ein.
Eine Woche lang gibt es die Möglichkeit zur Diskussion - Willkommen ist jeder, der etwas zu sagen hat, TierschützerInnen, JägerInnen, PolitikerInnen...

Hier geht es zur Diskussion:
http://www.robinhood-tierschutz.at/index.php/component/k2/item/233-haustierabschuss-notwendig.html

Rückfragehinweis:

Marion Löcker
Tierschutzverein Robin Hood
Haslach 10
A-3243 St.Leonhard/Forst
office@robinhood-tierschutz.at
0043/650/9435809
www.robinhood-tierschutz.at

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"Konsument" vom 01.11.2011

Wildbret - Mit Blei belastet 

Mit bleihaltiger Munition erlegtes Wild ist für bestimmte Verbrauchergruppen ein zusätzliches Gesundheitsrisiko, warnen Experten des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Vor allem Kinder, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch sollten weder Wildschwein noch Reh oder Hirsch in größeren Mengen verspeisen. Sie gehören neben Innereien zu den am höchsten mit Blei belasteten Lebensmitteln. Besonders problematisch sind unsere Erfahrung noch aber auch Hasen und Wildgefügel, die mit Bleischrot erlegt wurden. Da die Bleiaufnahme durch Lebensmittel bereits relativ hoch ist, sehen Wissenschaftler den regelmäßigen Verzehr von mit Bleimunition geschossenem Wildbret kritisch. Die bei der Jagd verwendeten Bleischrote und bleihaltigen Jagdgeschosse dringen tief ins Fleisch ein und hiterlassen dort feinste Bleisplitter. Dagegen hilft selbst das großzügige Entfernen des Fleisches rund um den Schusskanal nicht immer, so das BfR. Ein bis zwei Wildgerichte pro Jahr sind aber für die meisten Konsumenten unbedenklich.

Wir haben bereits im Februar 210 auf konsument.at über die Problematik von Blei in Wildfleisch berichtet. In Österreich ist ab Juli 2012 der Einsatz von bleihaltigen Schrot zumindest für den Abschuss von Wassergeflügel verboten.

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oe24.at vom 30.10.2011

Zug nach Salzburg wurde beschossen  

Fensterscheiben zerborsten - Acht Einschlagstellen - Verletzt wurde niemand - Polizeiinspektion Salzburg sicherte Spuren

Ein Eurocity-Zug ist am Samstagabend auf der Fahrt von Karlsruhe über Salzburg nach Klagenfurt im Bereich Chiemsee in Bayern mit einer Schrotflinte beschossen worden. Sechs Fensterscheiben sind zerborsten, insgesamt wurden acht Einschlagstellen gezählt. Als der Zug "EC 1217" der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof Salzburg hielt, verständigte die Zugbegleiterin die Polizeiinspektion Bahnhof. "Es wurde niemand verletzt. Momentan wird vermutet, dass es sich um einen Jagdunfall gehandelt hat", sagte ein Polizist zur APA.

Die Schüsse sollen gegen 20.00 Uhr zwischen Priem und Traunstein gefallen sein, wo sich ein großes Jagdgebiet befindet. Die Polizei schließt aber nicht aus, dass mutwillig auf den Zug gezielt wurde. Bereits am vergangenen Freitag gegen 13.55 Uhr hatte ein Unbekannter einen Bus auf der Autobahn München-Salzburg mit Steinen beworfen. Die Insassen blieben unverletzt. Der Täter soll laut Polizei Traunstein zwischen den Anschlussstellen Bernau und Frasdorf bei Umratshausen an der Mittelleitplanke gestanden haben.

Die Passagiere des beschossenen Zuges mussten in Salzburg aussteigen und einen anderen Zug nehmen. Salzburger Polizisten sicherten die Spuren und fertigten Fotos von den Beschädigungen an. Das Ergebnis ihrer Ermittlungen wurde an die deutsche Polizei weitergeleitet. Die Schüsse trafen drei Waggons und die Lok. Vier äußere der doppelt verglasten Fensterscheiben von Abteilen und zwei Scheiben von Ausstiegstüren sind zerborsten. Durch die Streuung der Munition hätten sich zudem fünf Einkerbungen mit einem Durchschnitt von zwei bis drei Millimeter auf dem Lack der Waggon-Außenwände und der Lok gebildet. Der beschädigte Zug ist derzeit bei der Lastenstraße am Salzburger Bahnhof abgestellt.

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kurier.at vom 29.10.2011

"Leidenschaftliche Jäger wollen töten" 

Einige Tierschützer halten Jäger für lustgetriebene Mörder. Psychiater sind geteilter Meinung. Tatsache ist aber: Die Weidmänner haben ein Imageproblem.

Leidenschaftlich Jagende wollen töten", schreibt der Neurologe Paul Parin in seinem Buch "Die Leidenschaft des Jägers". Außerdem behauptet der Psychoanalytiker, übrigens selbst passionierter Weidmann, die Jagd sei mit sexueller Lust verknüpft. Einige Tierschützer argumentieren gegen die Jagd gerne mit seinen Thesen.

Zwei der bekanntesten österreichischen Psychiater halten wenig von diesen Ansichten. "Parin begründet alles mit der Sexualität", entgegnet zum Beispiel Reinhard Haller. "Beim Jagen direkt sexuell erregt zu werden, trifft sicherlich nur auf die wenigsten zu", glaubt auch Heidi Kastner von der Landesnervenklinik Wagner Jauregg.

Das Bild vom leidenschaftlichen Mörder kann Haller ebenfalls nicht unterschreiben. "Der Mensch hat uralte Jagd- und Tötungsimpulse in sich, es ist ihm allerdings gelungen, diese zu kultivieren." Beispiele für eine positive Umwandlung des Aggressionstriebs seien Sport, kulturelle Tätigkeiten oder eben die Jagd.

Bei vielen Weidmännern spiele das Naturerlebnis sicher auch eine große Rolle. "In einer gezähmten Welt üben Wildtiere einen besonderen Reiz aus." Seine Kollegin Kastner sieht das Besondere bei der Jagd im Zweikampf mit dem Tier. "Man muss ihm auflauern, es aufspüren und überlisten."

Schlechter Ruf

"Viele in der Bevölkerung glauben, ein Jäger ist ein bewaffneter Mensch, der in den Wald geht und alles erschießt", klagt Landesjägermeister Sepp Brandmayr über das Imageproblem seiner Zunft. "Wir haben Handlungsbedarf und müssen erklären, was wir für die Tier- und Pflanzenwelt leisten. Deshalb gehen wir in Schulen und erklären, was Jäger machen." Neben der Jagd, die nur einen kleinen Teil der Arbeit ausmache, würden sie die Wildtiere im Winter verpflegen oder sie vor dem Straßenverkehr beschützen.

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orf.at vom 28.10.2011

Pirsch im Nationalpark ab 2012 bleifrei 

Ab 2012 dürfen Jäger im Nationalpark nur noch mit bleifreier Munition auf die Pirsch gehen. Das kündigt die für den Nationalpark zuständige Landesrätin Tina Widmann (ÖVP) an. Mit dem Verbot von Bleigeschoßen sieht sie sich in einer Vorreiterrolle für die gesamte Jägerschaft.

Im Bramberger Habachtal (Pinzgau) und im Gasteiner Anlauftal (Pongau) betreibt die Nationalparkverwaltung Forschungsreviere. Neue Entwicklungen in der Jagd oder im Wildtiermanagement werden dort für die Praxis getestet, sagt Landesrätin Widmann.

„In der EU denkt man ja bereits dran, dass es wie beim bleifreien Benzin auch bleifreie Munition geben soll. Mit den Geschoßen für die Niederwildjagd, also mit den Schrotgeschoßen, hat man ja bereits begonnen. Und wir möchten hier vorbildhaft wirken, unsere Berufsjäger sollen ohne Blei Wild erlegen“, so Widmann.

Gespräch mit „Geier-Papa“ gab Anstoß

Schwermetallrückstände in der Nahrungskette seien ein Grund für diesen Entschluss, aber nicht der einzige. „Mich hat ein Gespräch mit Michi Knollseisen, unserem ‚Geier-Papa‘, eigentlich darauf gebracht. Er hat mir erzählt, dass einer seiner Geier ganz große Probleme bekommen hat, weil er immer Aufbruch von Wild gefressen hat und irgendwann eine Bleivergiftung erlitt“, erklärt Widmann.

Widmanns Ziel: Ganz Salzburg soll bleifrei werden.

Sie sieht das Bleiverbot im Nationalpark als Anfang: „Wenn wir dazu einen Schritt tun können, dass wir im Nationalpark vorbildhaft handeln können - im Nationalpark in Kärnten gibt es auch schon bleifreie Munition - dann wollen wir einen Beitrag leisten. Und natürlich wäre es das Ziel, dass es in Zukunft nur mehr bleifreie Munition gibt.“

Und zwar auf jeder Pirsch in ganz Salzburg. Erreichen kann die Nationalpark-Landesrätin das aber nur mit ihrem guten Beispiel, denn ressortzuständig für die Jagd ist Landesrat Sepp Eisl (ÖVP).

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krone.at vom 24.10.2011

Hundeausbildung mit Strom immer noch verbreitet  

Bereits seit 2005 sind Stromreizgeräte in der Hundeausbildung verboten. So manch unbelehrbarer "Hundetrainer" weicht daher ins Ausland aus. Vor wenigen Wochen erst sprach ein Jäger in einer ORF-Sendung von einer angeblich "lobenden" Anwendung von Strom in der Jagdhundeausbildung - "Vier Pfoten" und der Wiener Tierschutzverein haben umgehend Anzeige erstattet. Traurige Tatsache: Der Mann ist kein Einzelfall.
 
Vor Kurzem wurde in der ORF- Sendung "Heute in Österreich" ein Beitrag unter dem Titel "Elektroschocker für Jagdhunde" gezeigt. Darin zu sehen: Ein Jäger und "Hundetrainer", der sich vor den Fernsehkameras positiv über Stromhalsbänder äußert und es beim Training mit seinem Hund einsetzt. Der Beitrag schockierte Hundefreunde und ließ die Diskussion um verbotene Hilfsmittel wieder aufflammen. Denn in Österreich ist nicht nur die Anwendung, sondern auch schon der Besitz solcher Elektroschockgeräte verboten, weshalb "Vier Pfoten" und der Wiener Tierschutzverein Anzeige gegen den Jäger erstattet haben.

Die Elektrohalsbänder, die auch unter den Namen Teletakt, Teleimpulsgerät oder Ferntrainer vertrieben werden, geben Stromstöße unterschiedlicher Stärke an den Hund ab. Der Hundeführer kann Zeitpunkt und Stärke des Impulses über eine Fernsteuerung bestimmen. Ähnlich funktionieren sogenannte unsichtbare Zäune (Stromstoß beim Überschreiten einer zuvor definierten Grenze) und Anti- Bell- Trainer (Stromimpuls beim Bellen). Unzählige renomierte Hundeexperten sprechen sich schon seit Jahren gegen Strom als Erziehungsmaßnahme aus.

"Diese Verniedlichung von tierquälerischen Trainingshilfsmitteln muss ein Ende haben. Den Jägern geht es nicht um die tierschutzgerechte Ausbildung ihrer Hunde, sondern darum, dass alles schnell geht und der Hund funktioniert wie eine Maschine", meint Ursula Aigner, "Vier Pfoten"- Hundeexpertin. "Das Verbot von Elektroschockgeräten gilt laut Tierschutzgesetz ausnahmslos auch für die Ausbildung von Jagdhunden."

Auch der bekannte Hundecoach Martin Rütter spricht sich in einer Videobotschaft mit Nachdruck gegen Drill in der Hundeerziehung aus: "Zwischen Erziehung und Drill ist für mich ein riesengroßer Unterschied. Für mich gehört zur Erziehung kein Stachelhalsband, kein Kettenhalsband und erst recht kein Stromreizgerät."

Und Alexander Willer vom Wiener Tierschutzverein ergänzt: "Der Weg der gewaltfreien Hundeerziehung muss weiter ohne Wenn und Aber beschritten werden. Ausnahmeregelungen - und damit Aufweichungen des vom Gesetzgeber aus gutem Grund erlassenen Verbots von Elektroschockern - darf es nicht geben."

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vgt.at vom 24.10.2011

Treibjagd erfolgreich verhindert!  

Im Süden von NÖ stießen 20 TierschützerInnen auf 30 JägerInnen und konnten verhindern, dass diese auch nur einen einzigen Schuss auf ihre Opfer abfeuerten

Bei Treibjagden schießen die JägerInnen auf alle Tiere, die ihnen vor die Flinten getrieben werden. Dabei dürfen sich die Schützen nicht von ihrem Schussplatz entfernen, sodass angeschossene und schwer verletzte Tiere noch weiter leiden müssen, bis der Trieb beendet ist. Abgesehen davon laufen alle potentiellen Opfer aufgrund ihrer Panik im vollen Galopp davon, sodass es entsprechend schwierig ist, sie überhaupt tödlich zu treffen. Zahlreiche Tiere entkommen verletzt und sterben elendiglich erst Tage oder gar Wochen später.

Im vorliegenden Fall wollten die JägerInnen insbesondere auf Wildschweine schießen Dafür wurde ein Waldstück umstellt und von TreiberInnen durchkämmt. Die TierschützerInnen waren in dieser Phase auf die Jagd aufmerksam geworden und gingen zu den JägerInnen. Einige AktivistInnen stellten sich direkt neben die Schützen und hinderten sie so am Schuss. Andere liefen durch den Trieb und erreichten so, dass die Jagd abgebrochen werden musste.  Die JägerInnen zogen sich also zurück und riefen die Polizei. Diese hatte aber offenbar Wichtigeres zu tun, und da der Tag bereits weit fortgeschritten war, gaben die JägerInnen überhaupt auf und gingen nach Hause. Für diesen Tag konnten durch die Tierschutzaktion alle Tiere dieses Waldes gerettet werden.

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ris.bka.gv.at vom 24.10.2011

331. Verordnung: Verwendung von Bleischrotmunition bei der Jagd auf Wasservögel 

331. Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft über die Verwendung von Bleischrotmunition bei der Jagd auf Wasservögel

Auf Grund des § 17 Abs. 1 des Chemikaliengesetzes (ChemG 1996), BGBl. I Nr. 53/1997, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 88/2009, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Wirtschaft, Jugend und Familie und dem Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz verordnet:

Ziel
§ 1
. Ziel dieser Verordnung ist die Reduktion des Eintrages von Blei in die Umwelt durch ein Verbot von Bleischrotmunition bei der Jagd auf Wasservögel.

Verbot
§ 2
. (1) Die Verwendung von Bleischrotmunition bei der Jagd auf Wasservögel ist verboten.
(2) Wasservögel gemäß Abs. 1 sind die in der Anlage angeführten Vögel.
Inkrafttreten

§ 3. Diese Verordnung tritt mit 1. Juli 2012 in Kraft.

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tt.com vom 12.10.2011

„Das war der Fehler meines Lebens“ 

Weil ein 74-jähriger, ehemaliger Jäger seine Waffen unversperrt im Kasten ließ, stand er wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht. Seine psychisch kranke Frau hatte sich mit einem seiner Gewehre erschossen.

Innsbruck – Seine zwei Jagdgewehre standen zum Trocknen in einem Schrank im Wohnzimmer; den Schlüssel zum Schrank ließ er stecken. „Das war der Fehler meines Lebens“, sagte ein 74-jähriger Mann aus dem Außerfern gestern am Landesgericht Innsbruck. Für diesen Fehler im Jänner 2011 wurde er der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Da seine Ehefrau seit Jahren psychisch krank und deshalb in Behandlung war, hätte der Angeklagte die Waffen zu jeder Zeit unerreichbar aufbewahren müssen. Jagdwaffenbesitzer brauchen zwar keinen Waffenpass, doch das verschärfte Waffengesetz regelt genau, wie man Gewehre sicher verwahrt.

Nach dem Schuldeingeständnis des Angeklagten wollte Richter Andreas Mair wissen, warum er die Waffen und die Munition nicht getrennt aufbewahrt habe, „obwohl Ihre Ehefrau psychisch labil war“. Der Pensionist, der noch bis Dezember des vergangenen Jahres auf Jagd gegangen war, erklärte dem Richter, dass es seiner Frau an diesem Tag besser gegangen sei. An schlechten Tagen sei sie im Bett liegen geblieben, habe nichts mehr gekocht und war „einfach antriebslos“.

An dem Morgen des Selbstmordes kam es zu einer Diskussion wegen einer Einkaufsliste. Der Mann wollte gerade zur Wildfütterung gehen und holte dafür ein Fernglas aus dem Schrank. Dann soll ihn seine Frau in die Küche geschickt haben, um einen Schreibblock zu holen. Der Angeklagte vergaß, den Schlüssel vom Schrank abzuziehen. Als er von der Wildfütterung zurückkam, lag seine Frau leblos am Boden.

Auch die Mutter der Ehefrau war psychisch krank und hatte einen Selbstmordversuch hinter sich. Ob es dem Angeklagten nie in den Sinn gekommen sei, dass seine Frau nicht mehr leben wolle, fragte Richter Mair. „Zu mir hat sie nie etwas von Selbstmordgedanken gesagt. Sie war ja sonst eine fröhliche und sehr gläubige Frau“, sagte der Angeklagte.

An dem Morgen des Selbstmordes telefonierte sie zweimal mit ihrem Psychiater. Der Verteidiger zitierte bei der Verhandlung aus dem Gespräch. Laut dem Arzt habe es keinen Hinweis auf eine Selbstmordgefahr gegeben. Weil der Angeklagte bisher völlig unbescholten war und sich schuldig bekannt hat, wurde die Strafdrohung von bis zu drei Jahren von Richter Mair nicht ausgeschöpft. Der Angeklagte wurde zu 2400 Euro Geldstrafe verurteilt, 1200 davon bedingt. Der Mann nahm das Urteil an.

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kleinezeitung.at vom 11.10.2011

Streit wegen Meinls Treibjagden 

Weil auf dem Landgut von Julius Meinl V. Treibjagden bevorstehen, stoppte die Marktgemeinde Pöllau ein Kanalbauprojekt. Das hat empörte Kritiker auf den Plan gerufen.

Wie die Kleine Zeitung berichtete, stoppte die Marktgemeinde Pöllau vorübergehend ein Kanalbauprojekt. Grund sind die bevorstehenden Treibjagden auf Gut Lehenshofen, das Bankier Julius Meinl V. gehört. "Wir wollen das gute Einvernehmen, das wir mit Herrn Meinl haben, nicht gefährden", führt der Pöllauer Bürgermeister Johann Schirnhofer als Grund an, warum die ursprünglich für heuer geplante Fertigstellung der Neuverrohrung der Wasserversorgungsleitung für Pöllau auf kommendes Frühjahr verschoben wurde. Die Goodwill-Aktion gegenüber Meinl koste aber die Gemeinde keinen Cent mehr. "Die ausführende Baufirma hat uns das zugesichert", erklärt Schirnhofer. Dessen Vize Günther Gaugl sieht in diesem Schritt keinen Kniefall vor Meinl. "Es muss auch gesagt werden, dass der Hochbehälter der Wasserversorgung auf dem Grund von Meinl steht", sagt er.

Mit Kopfschütteln sieht dagegen Naturparkobmann Franz Grabenhofer, Aufsichtsjäger in Pöllau, die Entscheidung. "Bei einem Normalsterblichen hätte man dies nie gemacht. Da wird mit zweierlei Maß gemessen", sagt er. Außerdem bezweifelt er die Notwendigkeit der Einstellung der Bauarbeiten, würde der Einsatz der landwirtschaftlichen Maschinen doch auch einen gewissen Lärm erzeugen.

Zu den vier bis fünf Treibjagden auf Lehenshofen komme viel Prominenz. "Alfons Mensdorff-Pouilly war schon dort und Ex-Magna-Chef Siegfried Wolf. Ex-Finanzminister Heinz Grasser, der immer nur Zaungast war, dagegen schon länger nicht mehr", plaudert ein Insider aus der Schule. Das Jagdverhalten auf Lehenshofen vergleicht der Insider mit dem Tontaubenschießen: "Die kommen mit dem Laden oft nicht nach." Auch Grabenhofer kritisiert diese Art des Jagens. "In eineinhalb Stunden dreißig bis vierzig Schüsse abzufeuern, sind für mich ungarische Maßstäbe."

Auf Lehenshofen will man sich in dieser Sache nicht äußern. Gutsverwalterin Barbara Cox meint nur: "Dazu gibt es nichts zu sagen."

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diepresse vom 08.10.2011

Jagd: Wo es nicht um Loden und Titel geht 

360 Grad: Die Jagd ist in Österreich in Verruf geraten, seit ein Lobbyist zur Flinte griff. Wer die Faszination erleben will, muss mit bodenständigen Jägern ins Revier gehen.

Es gibt Geschichten, die schwer zu recherchieren und zu organisieren sind, am Ende aber doch irgendwie zustande kamen: ein Besuch in Guantanamo Bay beispielsweise, wo die USA die ihrer Meinung nach gefährlichsten Menschen der Welt festhalten; ein Aufenthalt auf einem Flugzeugträger im Kriegseinsatz; ein Tag mit einer Sondereinsatzgruppe der Polizei. Aber nichts, nichts ist so schwierig, wie bei einer Gesellschaftsjagd in Österreich dabei zu sein.

„Unmöglich“, erklärt man kurz und bündig beim niederösterreichischen Landesjagdverband. So viele Gefallen schulde einem niemand, dass er dafür einen Journalisten zu einer Gesellschaftsjagd mitnehmen würde. Einer Jagd, zu der man persönliche Freunde einlädt. Vielleicht noch Geschäftspartner. Einen Jagdausflug mit einem Berufsjäger könne man möglicherweise noch arrangieren. Aber eine Teilnahme an einer Gesellschaftsjagd? Nein, leider, das sei nicht möglich.

Bei einem anderen Jagdverband zweifelt man überhaupt am Geisteszustand des Fragestellers. „Mitgehen? Auf eine Gesellschaftsjagd? Jetzt? Sonst geht's gut?“ Danke der Nachfrage, ja.

Jagen bringt nicht wenige Jäger in Österreich in Verlegenheit. In den Köpfen vieler Menschen ist ein Jäger ein schießwütiger Komplexler, der im Wald austeilt, was er im Alltag einstecken muss. Jedes Argument für die Erhaltung von Land- und Forstwirtschaft, für die Jagd als notwendigen Ersatz für die ausgestorbenen Wölfe und Bären erübrigt sich, wenn das Gegenüber einmal „Bambi“ gesehen hat. Ein kleines, süßes Reh mit kleinen, süßen Rehäuglein – was kann man dem entgegenhalten? Nur eine ehemalige Innenministerin ließ sich nicht von den „Rehlein-Augen“, wie sie sie selbst bezeichnete, der Arigona Zogaj beeindrucken und ordnete die Abschiebung des Mädchens an. Die Ministerin ist übrigens Jägerin.

Gezüchtete Fasane. Einerseits. Andererseits die Gegenwart. Die berechtigte Frage des Jagdverbandes nach dem „Jetzt“. Seit Alfons Mensdorff-Pouilly zu Flinte und Büchse griff, ist das Hobby in Verruf geraten. Als Jagdgesellschaft muss man nicht mehr nur wenig publikumswirksame Fotos von Hunderten erlegten Hasen oder Fasanen fürchten, sondern auch den Staatsanwalt. In den vergangenen Wochen bekam man den Eindruck, dass jeder Jagdausflug in Österreich mit zumindest einer Untersuchung wegen Korruption endete.

Noch ein Andererseits, über das man nicht offen spricht. Bei einigen Gesellschaftsjagden geht es in erster Linie um die jagende Gesellschaft. Sie trifft sich einmal im Jahr, hüllt sich in Loden, das eigens für diesen Ausflug angeschafft wurde; holt die Flinte mit dem Schaft aus Wurzelholz und den edlen Gravuren aus dem Waffenschrank – und dann will man natürlich etwas damit tun. Damit die Gesellschaft etwas damit tun kann, werden teilweise vier Wochen zuvor Dutzende Fasane ausgesetzt. Manchmal lässt man die gezüchteten Tiere sogar erst kurz vor der Jagd aus den Volieren – was nicht ganz so legal ist.

Solches Verhalten ist bei Jägern verpönt. Man straft diejenigen, die Derartiges tun oder an solchen Jagden teilnehmen, mit Verachtung. Bei echten Gesellschaftsjagden, auf denen es weniger um Loden und Titel, sondern um die Waidgerechtigkeit geht, wird man als Teilnehmer sogar gerügt, wenn man einen Fasan oder Hasen auf weniger als zehn Meter Distanz schießt, weil dadurch das Wildbret schwer beschädigt wird.

Aber eben: Die Zuchtfasane passieren, vor allem bei noblen Gesellschaftsjagden. Das ist wie einst beim Kaiser, dem man in Bad Ischl die kapitalen Hirsche vor die Büchse trieb.

Schwur zum Schweigen. Unsere Jagdgemeinschaft ist eine kleine und trifft sich frühmorgens in der Dunkelheit. Das hat zwar rein jagdliche Gründe, passt aber irgendwie zum Arrangement: Niemals dürfe man nämlich sagen, wo man auf der Pirsch ist; niemals dürfe man sagen, wer der Pächter ist; und niemals, niemals dürfe man sagen, wer auf dieser Jagd dabei ist. Der Schwur wurde mit dem Blut eines Auerhahns bei Vollmond unter einer Eiche besiegelt. Das stimmt natürlich nicht, aber viel gefehlt hat nicht.

Die Gesellschaft besteht aus vier Jägern, und es geht um Rehe. Der Abschussplan der Behörde, der vorschreibt, wie viel Rehwild in dem Revier zu erlegen ist, ist noch nicht erfüllt.

Der Wald liegt so dunkel da, wie es nur ein dichter Laubwald kann, der wegen des warmen Wetters noch kaum Blätter verloren hat. Zwischen den Bäumen schwebt Nebel, der die Landschaft aussehen lässt wie ein David-Hamilton-Foto. Zu hören ist zu dieser Stunde nichts außer dem Knirschen der Blätter unter den Füßen.

Eine Gruppe geht zum Hochstand mit Blick auf eine Lichtung, auf der oft Rehe äsen. Die andere pirscht durch das Randgebiet zwischen Wald und Wiese. Die Herausforderung ist, so wenig Lärm wie möglich zu machen und das Wild zu sehen, bevor es Witterung aufgenommen hat. „Jagen“, erklärt einer der Ungenannten, „ist viel Pirsch, viel im Revier sein, viel Betreuung des Wilds und nur ganz, ganz wenig Schießen.“ Er sei nicht einer, dem es wichtig ist, einen möglichst kapitalen Hirsch zu erlegen. „Es reicht mir, wenn ich ihn sehe. Ich bin gerne in der Natur, das Jagen ist das Mittel dazu.“

Zen-Übung auf dem Hochstand. Natürlich gebe es die Jäger, die nur die Trophäe sehen. Das seien die, die sich auch in Osteuropa einen Hirsch in einem Gatter zum Abschuss kauften. „Die machen den Ruf der Jäger kaputt.“ Und natürlich die Affären der jüngeren Vergangenheit, die mit der Jagd in Verbindung gebracht wurden. Andererseits: „Was ist denn mit Golf? Da werden ganz sicher mehr Geschäfte gemacht als auf der Jagd.“

Oben auf dem Hochstand ist eine Zen-Übung angesagt. Man sitzt stundenlang schweigend und sucht mit dem Fernglas den Waldrand ab. An diesem Tag ist die Jagdgöttin der Gruppe nicht hold: Nicht ein Stück zeigt sich, nur einmal glaubt man, irgendwo im Unterholz ein Reh zu hören. Aber das kann vieles sein, wenn der Wunsch so groß ist wie die Anspannung.

Dafür kann man die Natur erleben und eines ihrer faszinierendsten Schauspiele: Als die Sonne langsam über dem Horizont aufgeht, verstummen plötzlich alle Vögel. „Morgenandacht“, nennen das die Jäger. Nach ein paar Minuten geht das Zwitschern und Pfeifen wieder los.

„Um das“, sagt einer der Jäger, „geht es. Und dafür brauch ich nicht den Mensdorff-Pouilly, 20 wichtige Leute und gezüchtete Fasane.“

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"Wirtschaftsblatt" vom 06.10.2011

Springer·hat weiteres Wachstum im Visier 

JAGD Nächste Ausbauetappe am Firmensitz wird vorbereitet

Der Jagdspezialist Joh. Springer's Erben will heuer erstmals fünf. Millionen Umsatz erwirtschaften. Zu den Wachstumstreibern gehören auch die Auktionen.


Der Jagdspezialist Joh. Springer's Erben hat heuer vor allem eines im Visier: sein weiteres Wachstum. "Heuer knacken wir die fünf Millionen", ist Christian Johann Springer zuversichtlich. Im Vorjahr hat der Traditionsbetrieb mit 23 Mitarbeitern insgesamt 4,6 Millionen € umgesetzt.
Neben dem Verkauf von Luxusgewehren und Bekleidung gehören die stillen Auktionen zu den stärksten Wachstumsbereichen des Unternehmens. Sie werden zweimal pro Jahr durchgeführt und übertreffen sämtliche Zielvorgaben. 500.000 € wurden im Vorjahr als Umsatzziel anvisiert - dieses wurde um 80.000 € übertroffen. Und auch heuer sind sie bisher ähnlich erfolgreich.
Nicht ganz so gut läuft es hingegen bei den Jagdreisen, die Springer ebenfalls anbietet. Statt der erhofften 800.000 € setzte diese Business-Unit im Vorjahr knapp 470.000 €

Im Schießkino stehen unter anderem verschiedene Filmsequenzen zur Auswahl um. Heuer sollen es aber bereits 600.000 bis 700.000 € werden. Gebucht werden die Jagdreisen vor allem von Kunden aus Osteuropa, Reiseziele sind neben Österreich, Tschechien und Ungarn vor allem auch Afrika, sagt Springer, der heuer Wiens erstes Schießkino eröffnete.

Schießkino

Sowohl mit der eigenen, gewohnten Waffe als auch mit einer Testwaffe können Jagdinteressierte nun den perfekten Schuss trainieren. Aus einer Distanz von zehn bis 20 Metern können bis zu vier Schützen mit Lang- oder Faustfeuerwaffen aller Kaliber realitätsnah auf eine 4,5 mal zwei Meter große Leinwand schießen. Springer, der heuer damit zwischen 50.000 und 60.000 € umsetzen will, will damit allerdings nicht nur die im Einzugsgebiet lebenden 10.000 bis 12.000 Jäger ansprechen; auch Behörden oder Sicherheitsdienste hat er als Kunden im Auge.

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ots.at vom 06.10.2011

Jäger zeigt im ORF illegale Elektroschockgeräte für Jagdhunde 

VIER PFOTEN und Wiener Tierschutzverein erstatten Anzeige wegen illegalem Besitz und Tierquälerei

Wien (OTS) - Am 27.9.2011 wurde in "Heute in Österreich" (ORF2) ein Beitrag mit dem Namen "Elektroschocker für Jagdhunde" gezeigt. Jäger und "Hundetrainer" Andreas Gass erklärte die Verwendung einer angeblich "lobenden" Anwendung von Strom in der Jagdhundeausbildung. Das Österreichische Tierschutzgesetz verbietet den Einsatz von Elektroschockgeräten, daher weicht Gass für das Training ins Ausland aus. In Österreich ist aber auch schon der Besitz solcher Elektroschockgeräte verboten, weshalb VIER PFOTEN und der Wiener Tierschutzverein Anzeige erstattet haben.

Auch bei einem Vortragsabend am 9.9.2011 in Perchtoldsdorf war Gass als Referent aktiv beteiligt. Durch seinen Vortrag und die Vorführung von Trainingsvideos wurde klar bewiesen, dass die "lobende" Anwendung von Strom eine klare Lüge ist. "Diese Verniedlichung von tierquälerischen Trainingshilfsmitteln muss ein Ende haben. Den Jägern geht es nicht um die tierschutzgerechte Ausbildung ihrer Hunde, sondern darum, dass alles schnell geht und der Hund funktioniert wie eine Maschine", meint Ursula Aigner, VIER PFOTEN-Hundeexpertin. "Das Verbot von Elektroschockgeräten (Teletakt) gilt laut Tierschutzgesetz ausnahmslos auch für die Ausbildung von Jagdhunden."

"Der Weg der gewaltfreien Hundeerziehung muss weiter ohne Wenn und Aber beschritten werden. Ausnahmeregelungen - und damit Aufweichungen des vom Gesetzgeber aus gutem Grund erlassenen Verbots von Elektroschockern darf es nicht geben", sagt Alexander Willer, Kampagnenleiter des Wiener Tierschutzvereins.

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kurier.at vom 03.10.2011

Jäger verkaufte Gammelfleisch 

Ein Ex-Jagdleiter musste sich in Linz wegen versuchten schweren Betruges verantworten. Urteil: Drei Monate bedingt.

Die wollten mir eins auswischen, weil sie selber auf den Jagdleiterposten gespitzt haben. Deshalb haben sie mich angezeigt, das ist eine reine Intrige", echauffiert sich Jäger Josef S. aus Kleinzell am Montag vor seiner Verhandlung im Landesgericht Linz.

Helmut S., der anhand von Beweisfotos den Fall ins Rollen gebracht hat, reagiert empört. Es fehlt nur wenig, dass die beiden Kontrahenten aufeinander losgehen.
Laut Staatsanwaltschaft soll Josef S. in mindestens zwei Fällen vergammeltes Wildfleisch vorsätzlich als genussfähig deklariert und verkauft haben. Er muss sich wegen versuchten schweren Betruges verantworten.

"Ich bin 100-prozentig überzeugt, dass kein Gammelfleisch in den Verkehr gekommen ist - das hätte der Händler nie genommen", behauptet der Ex-Jagdleiter der Jagdgesellschaft Kleinzell. Die Beweislast ist jedoch erdrückend. Richter Klaus-Peter Bittmann liegen Aufnahmen vor, die ein totes Reh zeigen, dessen Hinterläufe verstümmelt sind. Der Jagdsachverständige Christopher Böck diagnostiziert als mögliche Todesursache einen Unfall: "Der linke Lauf schaut zertrümmert aus - ein offener Bruch." Derartiges Fallwild sei für eine weitere Verwendung ungeeignet. "Außer, man konsumiert es selbst."

Die beiliegende Bescheinigung (Wildbret-Anhänger) weist den Kadaver jedoch als Jagdwild (von Jägern geschossen, Anm.) aus. Auf der Bestätigung prangt der Name des Bruders des Angeklagten, der offiziell Beschauungen durchführen darf. August S. hielt sich zu dem Zeitpunkt aber nachweislich zur Kur im Burgenland auf - er kann sie gar nicht ausgestellt haben.

Fälschung

Als Zeuge vor Gericht gibt er zu, dass Josef S. die Bescheinigung ausgefüllt und falsch unterschrieben hat. "Das hab' ich erst einen Monat später erfahren."
Oswald K., ein weiterer Zeuge, schildert die Ereignisse am 30. Oktober 2007. Er hat große Erinnerungslücken, die sich nach einer Ermahnung des Richters bessern. "Ich bin geholt worden, weil ein totes Reh auf dem Gleis der Mühlkreisbahn lag", sagt K. Er habe das dem Jagdleiter gemeldet und den Kadaver ohne einen Wildbret-Anhänger in die Wildkammer zu den geschossenen Tieren gehängt.

Ein Vertreter der Wildhandelsfirma bestätigt den Kauf: "Ich gehe davon aus, dass das Reh in den Verkehr gelang ist." Richter Bittmann sieht den versuchten Betrug erwirkt. Er verurteilt den Jäger zu drei Monaten bedingter Haft. Der Angeklagte nimmt die Strafe an, der Staatsanwalt gibt keine Erklärung ab - nicht rechtskräftig.

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krone.at vom 30.09.2011

Jäger stellt Familie Kiste mit toten Hunden vors Haus 

Jäger stellt Familie Kiste mit toten Hunden vors Haus (Bild: Jürgen Radspieler) Wie herzlos können Menschen sein? In Pernitz in Niederösterreich soll ein schießwütiger Jäger die Hunde einer Familie abgeknallt haben – angeblich, weil die Tiere wilderten. Dann lieferte der Waidmann die toten Vierbeiner "Jack" und "Lucy" in Obstkisten bei den Besitzern ab. Die Kinder brachen beim Anblick in Tränen aus.

"Unsere Kinder standen tagelang unter Schock", erzählen Zijat und Ingeborg K.. Raphael (17), Manuel (9) und Schwester Julia (18) werden den Anblick ihrer erschossenen Vierbeiner wohl nie vergessen.

Hunde einfach abgeschossen

Dabei hätte es nicht so weit kommen müssen. Hier die Ereignisse im Rückblick: Am Freitag nehmen "Jack" und "Lucy" aus dem Garten der Familie Reißaus. Ein Jäger – er ist passionierter Waidmann und bietet nebenbei Schieß- Safaris auf Hirsche und Bären in Rumänien an – erblickt die Schäfer- und Beagle- Mischlinge und knallt sie beinhart ab. Dann hat er nichts Besseres im Sinn, als die toten Tiere in Obstkisten bei der Familie abzuliefern.

Immer wieder werden der "Krone"- Tierecke Fälle mit schießwütigen Jägern gemeldet. "Vier Pfoten" will der Familie nun juristisch unter die Arme greifen.

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kleinezeitung.at vom 26.09.2011

Jäger fiel meterweit vom Jagdstand: schwer verletzt 

Ein 75-jähriger Jäger stieg am Sonntag in Stockenboi in einem Wirtschaftsgebäude zu einem Jagdstand. Er rutsche dabei aus, stürzte vom Heu, durchschlug den Bretterboden und fiel weitere vier Meter in die Tiefe. Er wurde schwer verletzt.

Ein 75-jähriger Jäger wollte in seinem Wohnort Stockenboi auf Rotwild ansitzen und stieg am Sonntag gegen 17.00 Uhr in einem Wirtschaftsgebäude über einen Heustock zu einem Jagdstand, der in dem Gebäude eingerichtet ist. Er rutsche dabei aus, stürzte vom Heu, durchschlug den Bretterboden und fiel weitere vier Meter in die Tiefe. Er wurde etwa eine halbe Stunde später vom Gebäudebesitzer bewusstlos aufgefunden. Der Rettungshubschrauber flog den Schwerverletzten in das Klinikum Klagenfurt.

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orf.at vom 19.09.2011

Abschuss eines Kaiseradler-Jungtieres 

Der Kaiseradler gilt weltweit als bedrohte Tierart. Mühsam versuchen Naturschutzorganisationen seit Jahren die seltene Greifvogelart wieder anzusiedeln. Der Abschuss eines Jungtieres im Weinviertel ist nun ein herber Rückschlag.

Mit Schrotkugeln geschossen

Das Jungtier wurde offenbar mit Schrotkugeln geschossen und in einer Staude in der Thaya gefunden. Es war einer von nur zwei heuer erst flügge gewordenen Kaiseradlern im Weinviertel. Er wurde gefunden, weil die seltenen Tiere einen Sender getragen haben. Die letzten Flugbewegungen wurden Ende August gepeilt, dann war es verdächtig ruhig.

Im Vorjahr wurde ein Kaiseradler-Brutpaar vergiftet.
Die Ermittlungen der Polizei laufen

Jetzt soll herausgefunden werden, wo der Vogel seine letzten Kreise gezogen hat und wo er geschossen worden ist. Dazu wird das Peilungsprotokoll ausgewertet. Auch die Polizei ermittelt, nachdem die Tierschutzorganisationen Birdlife, WWF und der niederösterreichische Jagdverband Anzeige erstattet haben.

Zuletzt wurde im Vorjahr ein Kaiseradler-Brutpaar im Tullnerfeld vergiftet. Vor vier Jahren wurden vier Seeadler im March-Thaya-Gebiet geschossen. In ganz Niederösterreich gibt es derzeit nur sechs Kaiseradler Brutpaare und sieben Jungvögel.

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diepresse.com vom 17.09.2011

Jagdgesellschaft: Geschäfte unterm Hochstand 

Die Jagd ist in Österreich in Verruf geraten, seit bekannt wurde, welche – mutmaßlichen – Geschäfte bei Jagdausflügen auf Einladung des Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly in den vergangenen Jahren gemacht wurden.

Es ist eine kleine Jagdrunde, die sich jeden ersten Mittwoch im Monat in einem Gasthaus in einem Vorort Wiens trifft. Der Förster ist meist dabei, der Elektriker, der Installateur und noch ein paar Mitglieder der Gemeinde. Man trinkt, lacht, pflegt das Jägerlatein – und ja, hin und wieder geht es auch um das Geschäft. Es ist nicht viel anders, als bei den Treffen am letzten Dienstag des Monats im noblen Loos-Haus in Wiens Innenstadt. Nur halt viel, viel, viel kleiner.

„Das ist ein privater Jagdverein und eine wunderbare Einrichtung“, erklärt ein Mitglied. Mehr gebe es dazu nicht zu sagen. Das genannte Mitglied ist der Präsident der Industriellenvereinigung, Veit Sorger. Und wenn jemand in dieser Position Mitglied in einem Verein ist, kann man sich leicht vorstellen, dass die anderen Mitglieder nicht einfach nur jagende Installateure oder Elektriker sind.

Der private Verein heißt „Der Jagdstammtisch“ und ist ganz offiziell im Vereinsverzeichnis registriert. Obmann ist Karl Stoss, Generaldirektor der Casinos Austria und Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees. Sein Stellvertreter ist der Telekom-Austria-Manager Michael Fischer, dessen Name in Zusammenhang mit dubiosen Geldflüssen an Politiker genannt wurde. Und der Stellvertreter des Schriftführers? Das ist kein Geringerer als Josef Pröll, einst Vizekanzler dieser Republik.

Möglicherweise sitzen auch hier dienstags einfach nur ein paar Jagdfreunde zusammen. Vielleicht gibt auch bei diesen Treffen einer an, wie er letztens auf 300 Metern eine Gams bergauf geschossen hat. Vielleicht geht es nur um neue Waffen, wasserdichte Stiefel und Sitzwärmer für den Hochstand. Aber wenn an diesem Jagdstammtisch über Geschäfte gesprochen wird, dann ist man bei diesen Mitgliedern und bei Besuchern wie Raiffeisen-General Christian Konrad in ganz anderen Dimensionen.

Die Jagd ist in Österreich in Verruf geraten, seit bekannt wurde, welche – mutmaßlichen – Geschäfte bei Jagdausflügen auf Einladung des Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly in den vergangenen Jahren gemacht wurden. Um welchen Skandal es in der Vergangenheit auch immer ging – Zahlungen der Telekom in Millionenhöhe, Geldflüsse an die Politik, die Neuausschreibung beim Behördenfunk, Postenvergaben unter dem damaligen Innenminister Ernst Strasser, möglicherweise auch Gegengeschäfte beim Kauf der Eurofighter – immer spielt im Hintergrund irgendwo die Jagd mit.

Die Pirsch durch den Wald, über Stock und Stein, dient schon lange nicht mehr dazu, Essen zu einer hungrigen Familie zu bringen. Nicht einmal als einfacher Broterwerb: Lediglich knapp zehn Prozent der Jagdkartenbesitzer in Österreich verdienen sich ihr Geld als Berufsjäger. Für den Rest, etwa 100.000 Menschen, ist die Jagd ein Hobby – und nicht das billigste.

Ein Ansitz auf Rotwild kostet schnell ein paar tausend Euro, für einen kapitalen Hirsch in einem erstklassigen Jagdgebiet muss man bis zu 15.000 Euro hinblättern. Und das ist nur ein gekaufter Abschuss. Ein eigenes Jagdgebiet – ab 115 Hektar darf der Eigentümer oder Pächter zur Waffe greifen – kostet ab 30 Euro Pacht pro Hektar und Jahr. Wer sein Hobby ernsthaft betreiben und mehr erlegen will als Rehe und Wildschweine, muss bedeutend tiefer in die Tasche greifen: Dann zahlt man 90 Euro und mehr für den Hektar. Dazu kommen die Kosten für einen professionellen Jagdaufseher, für die Wildfütterung, Dienstautos usw. Alles in allem ein paar zehntausend Euro pro Jahr.

Nach oben gibt es kaum eine Grenze. Eines der attraktivsten Jagdgebiete Europas, die 23.000 Hektar der Alwa Güter- und Vermögensverwaltung in den Bundesländern Burgenland, Niederösterreich, Steiermark und mit einem Teil in Ungarn, wurde vergangenes Jahr verkauft – um gemunkelt mehr als 100 Millionen Euro.

Who's who in Österreich

Bei solchen Dimensionen wird es dünn, und deswegen ist eine professionell betriebene Jagd etwas für Wirtschaftseliten – und für die Politik. Die Namen der Jäger lesen sich wie ein Who's who Österreichs: Neben Pröll, Stoss und Konrad gehen die Industriellen Thomas Prinzhorn und Siegfried Wolf regelmäßig jagen, Hanno Soravia streift durch die Wälder, Alexander Quester, Helmut Niedermeyer, Gerhard Randa, Milliardärswitwe Ingrid Flick.

Politisch mag die Jagd eine schwarze Domäne sein – Finanzministerin Maria Fekter ist beispielsweise Jägerin–, aber auch Hannes Androsch war bis vor einigen Jahren passionierter Jagdpächter. Und selbst die grüne Nationalratsabgeordnete Gabriela Moser besitzt den Jagdschein.

Siemens, die Bank Austria, Raiffeisen, ThyssenKrupp haben oder hatten eigene Firmenreviere, unter anderem im Tiroler Zillertal. Nicht ohne Grund: „Firmen behandeln Jagdpachten wie Einladungen zum Opernball. Sie wollen damit zur Geschäftsanbahnung kommen – aber eben nur mit Partnern, die jagdliche Ambitionen haben“, erklärte Peter Lebersorger, Generalsekretär des österreichischen Landesjägerverbands, vor einigen Jahren offen dem „Wirtschaftsblatt“.

Sogar einige Bundesländer betreiben „Repräsentationsjagden“. Das Land Tirol hat eine im Pitztal, auch Salzburg, Steiermark und sogar Wien unterhalten Jagdgebiete. Dorthin lädt man andere Politiker ein, Firmenchefs und teilweise auch einfach nur verdiente Beamte.

Wie sehr bei diesen Einladungen die Natur und das Erlebnis Jagd im Vordergrund stehen, bleibt dahingestellt. Nur ausgesuchte Personen dürfen bei Gesellschaftsjagden dabei sein, eine Zeit lang galten Einladungen von Mensdorff-Pouilly als Zeichen dafür, dass man es in diesem Land geschafft hatte. Mittlerweile hütet man sich davor.

Jagdkarte für Cocktailpartys

Ob man ein guter Jäger ist, ist bei den Einladungen oft zweitrangig. Einem hochrangigen Landespolitiker knapp außerhalb der österreichischen Grenzen sagt man eine leidenschaftliche, wenn auch eher unglückliche Beziehung zur Jagd nach: Wenn er anlege, würden rundum alle in Deckung gehen. Trotzdem sei der Mann eifrig in österreichischen Jagdgebieten unterwegs.

Dass die Jagd ein reines „Mauschelnetzwerk“ sei, weist Konrad zurück, dem man es wegen seiner Leidenschaft für das Hobby glauben mag: „Ich brauche meine Jagdkarte nicht für Cocktailpartys, was bei manchen anderen der Fall sein mag, sondern aus meinem Interesse für die Natur“, erklärte der mächtige Raiffeisen-Boss der Zeitschrift „Datum“.

Zum „Jagdstammtisch“ in Wien geht aber auch er laut Auskunft von Mitgliedern gerne. In knapp zehn Tagen wird man wieder zusammenkommen, als Ehrengast und Referenten hat man diesmal den neuen Eigentümer der Firma Kettner, Friedrich Schmid, eingeladen. Der mag von neuesten Jagdprodukten berichten, abseits dürfte es aber um anderes gehen: etwa um die Telekom-Affäre. Denn einige Mitglieder des Klubs, nicht nur dessen Gründer, Telekom-Manager Fischer, sind im Zuge der Affäre in die Schlagzeilen geraten.

Auch Markus Beyrer, früher Generalsekretär der Industriellenvereinigung, jetzt ÖIAG-Chef, sitzt im Verein. Er kam wegen eines Jagdausflugs bei Mensdorff-Pouilly, den die Telekom bezahlt hatte, in die Kritik. Als Aufsichtsratspräsident der Telekom leitet Beyrer nun die konzerninterne Aufdeckungsarbeit.

In der Industriellenvereinigung ist man der Auffassung, dass an solchen Einladungen zu Jagden nichts Verwerfliches ist. „Das ist doch selbstverständlich, dass man sich als Generalsekretär der Industriellenvereinigung um Kunden und Mitglieder kümmert – ich habe ihm sogar dazu geraten“, meint IV-Boss Sorger. Beyrer selbst betont, dass er 2002, als die Behördenfunkvergabe anstand, noch kein Gewehr in der Hand hatte.

Jagen ohne Jagdschein

Damit die vielen Prominenten tatsächlich ganz offiziell als Jäger auftreten können, bieten Landesjagdvereine VIP-Schnellkurse an. Gerüchteweise soll so das halbe Kabinett des damaligen Innenministers Strasser den Jagdschein erlangt haben, und auch ein prominentes Mitglied der Wiener Seitenblicke-Gesellschaft wurde so zum Jäger: Dompfarrer Toni Faber.

So hat bei den Ausflügen in die österreichischen Wälder und Berge zumindest jagdlich alles seine Ordnung. Nicht wie in Andalusien, wo Spaniens Justizminister Mariano Fernández Bermejo 2009 acht Mufflons und fünf Wildschweine erlegte. Später stellte sich heraus, dass der Minister keinen Jagdschein hatte. Bermejo musste zurücktreten und zusätzlich 2000 Euro Strafe bezahlen. Immerhin: Von illegalen Absprachen bei seiner Jagd ist nichts bekannt.

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noen.at vom 13.09.2011

Es ist Gewissheit: Es war der Wolf! 

Ergebnis der DNA-Untersuchung liegt am Tisch: Ein Wolf hat das neugeborene Kalb auf der Schwarzalm bei Göstling (Bezirk Scheibbs) gerissen. Landwirt Albert Zettel nickt mit dem Kopf: „Ich hab‘s ja gleich gewusst. Für mich war es sofort klar, dass es ein Wolf gewesen sein muss, der unser neugeborenes Kalb gerissen hat“, sagt er zur NÖN.

GÖSTLING / Landwirt Albert Zettel nickt mit dem Kopf: „Ich hab‘s ja gleich gewusst. Für mich war es sofort klar, dass es ein Wolf gewesen sein muss, der unser neugeborenes Kalb gerissen hat“, sagt er zur NÖN. Seit Donnerstag hat er die offizielle Bestätigung. Die DNA-Untersuchung, die zur Sicherheit sogar zwei Mal gemacht worden ist, lässt keinen Zweifel offen: Es war der Wolf. Dieser hat Ende Juli ein neugeborenes Kalb mit rund 50 Kilogramm auf der Schwarzalm am Hochkar gerissen.

DNA-Analyse: Wolf und  Fuchs haben gefressen

„Ja, es stimmt, in der DNA-Analyse wurden eindeutige Spuren vom Wolf nachgewiesen. Und aufgrund der Klauen des Kalbes sowie den ebenfalls sichergestellten Schleifspuren kann man auch davon ausgehen, dass dieses gelebt und der Wolf es gerissen hat“, bestätigte WWF-Bärenanwalt Dr. Georg Rauer vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien gegenüber der NÖN.

Doch der Wolf dürfte nicht das einzige Tier gewesen sein, das sich am toten Kalb genährt hat. „Wir haben auch DNA-Spuren von einem Fuchs sichergestellt. Nur leider ist die Probengüte nicht so gut, dass man die Spuren noch weiter individualisieren kann“, sagt Rauer.

Einziger Vorfall bisher, sonst noch keine Spur vom Wolf

Bislang blieb dieser eine Vorfall Ende Juli der einzige Hinweis auf den Wolf in der Region. „Das ist normal, wenn ein einzelner Wolf irgendwo auftaucht. Er ernährt sich großteils von Wildtieren und deren Kadaverreste findet man eher selten. Da muss schon einem Jäger etwas auffallen und der muss es dann auch melden. Nur so bekommt man eventuell eine Spur des Wolfes“, weiß Rauer.

Heuer hat man in Niederösterreich bislang nur im Schneeberg-Gebiet Spuren eines Wolfes entdeckt. Aber „Wölfe können prinzipiell in Österreich überall auftauchen“, sagt Rauer.

Überrascht zeigte sich Bezirksjägermeister-Stellvertreter Georg Mandl, dass es jetzt doch der Wolf war: „Nach den letzten Aussagen der Tierexperten schien es ja eher nicht so. Aber es ist gut, dass jetzt endlich Klarheit herrscht.“ Die Jäger seien nun angehalten, natürlich besonders wachsam die Gegend zu erkunden und wirklich jeden Hinweis auf den Wolf zu melden.

Versicherungschutz läuft  über Landesjagdverband

Für Albert Zettel beginnt nun das Warten auf die Entschädigungszahlungen. Rund 500 Euro wäre das Kalb der Rasse „weiß-blauer Belgier“ wert gewesen. Für die Entschädigungszahlungen muss der Landesjagdverband aufkommen, der wiederum eine Versicherung gegen Raubwildschaden abgeschlossen hat. Nur: Die zahlen die Jäger über ihre Jagdkarten. „Das ist eigentlich auch nicht einzusehen. Weil im Prinzip zahle ich mir die Entschädigung damit selbst“, schüttelt Zettel, selbst Jäger, den Kopf.

Übrigens: Alle 200 Stück Vieh von der Schwarzalm sind am Wochenende talwärts getrieben worden. Die Mutterkuh mit dem zweiten neugeborenen Kalb hat Zettel ohnehin schon vor drei Wochen ins Tal gebracht.

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ots.at vom 12.09.2011

Jäger wollen für tierquälerisches Hundetraining Ausnahme aus Tierschutzgesetz 

In Wörschach (Bezirk Liezen) ist ein traditioneller Hochzeitsbrauch im wahrsten Sinne des Wortes danebengegangen. Ein Obersteirer wollte die Braut mit Gewehrschüssen aufwecken, traf aber das Kellerfenster des Nachbarn.

Das Projektil zerstörte zwei Glasscheiben.
"Weckschüsse" trafen Nachbarshaus

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wollte der 50 Jahre alte Mann Samstagfrüh die schlafende Braut mit drei Schüssen aus seinem Jagdgewehr wecken. Gegen 3.50 Uhr machte er sich auf zum Haus der Braut. Als er die Schüsse abgab, hielt er das Gewehr laut Polizei nicht richtig fest, worauf er das 120 Meter entfernte Kellerfenster des Nachbarn traf - dabei wurden zwei Glasscheiben zertrümmert.

Schütze wurde angezeigt

Durch den Knall wachte der Geschädigte auf und erstattete Anzeige. Das Projektil konnte im Keller vorgefunden und sichergestellt werden.

Der Beschuldigte, der zum Zeitpunkt des Vorfalles nicht alkoholisiert war, wurde wegen fahrlässiger Gemeingefährdung und Sachbeschädigung angezeigt. Zudem wurden das Jagdgewehr und die gesamte Munition vorläufig beschlagnahmt.

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ots.at vom 11.09.2011

90.000-facher Gesetzesbruch, 90.000-fache Tierquälerei? 

In Wörschach (Bezirk Liezen) ist ein traditioneller Hochzeitsbrauch im wahrsten Sinne des Wortes danebengegangen. Ein Obersteirer wollte die Braut mit Gewehrschüssen aufwecken, traf aber das Kellerfenster des Nachbarn.

Das Projektil zerstörte zwei Glasscheiben.
"Weckschüsse" trafen Nachbarshaus

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wollte der 50 Jahre alte Mann Samstagfrüh die schlafende Braut mit drei Schüssen aus seinem Jagdgewehr wecken. Gegen 3.50 Uhr machte er sich auf zum Haus der Braut. Als er die Schüsse abgab, hielt er das Gewehr laut Polizei nicht richtig fest, worauf er das 120 Meter entfernte Kellerfenster des Nachbarn traf - dabei wurden zwei Glasscheiben zertrümmert.

Schütze wurde angezeigt

Durch den Knall wachte der Geschädigte auf und erstattete Anzeige. Das Projektil konnte im Keller vorgefunden und sichergestellt werden.

Der Beschuldigte, der zum Zeitpunkt des Vorfalles nicht alkoholisiert war, wurde wegen fahrlässiger Gemeingefährdung und Sachbeschädigung angezeigt. Zudem wurden das Jagdgewehr und die gesamte Munition vorläufig beschlagnahmt.

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kurier.at vom 10.09.2011

Telekom-Affäre: 170.000 Euro für Jagdausflüge 

In Wörschach (Bezirk Liezen) ist ein traditioneller Hochzeitsbrauch im wahrsten Sinne des Wortes danebengegangen. Ein Obersteirer wollte die Braut mit Gewehrschüssen aufwecken, traf aber das Kellerfenster des Nachbarn.

Das Projektil zerstörte zwei Glasscheiben.
"Weckschüsse" trafen Nachbarshaus

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wollte der 50 Jahre alte Mann Samstagfrüh die schlafende Braut mit drei Schüssen aus seinem Jagdgewehr wecken. Gegen 3.50 Uhr machte er sich auf zum Haus der Braut. Als er die Schüsse abgab, hielt er das Gewehr laut Polizei nicht richtig fest, worauf er das 120 Meter entfernte Kellerfenster des Nachbarn traf - dabei wurden zwei Glasscheiben zertrümmert.

Schütze wurde angezeigt

Durch den Knall wachte der Geschädigte auf und erstattete Anzeige. Das Projektil konnte im Keller vorgefunden und sichergestellt werden.

Der Beschuldigte, der zum Zeitpunkt des Vorfalles nicht alkoholisiert war, wurde wegen fahrlässiger Gemeingefährdung und Sachbeschädigung angezeigt. Zudem wurden das Jagdgewehr und die gesamte Munition vorläufig beschlagnahmt.

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kleinezeitung.at vom 09.09.2011

Bär wird vor Gericht "seziert" 

In Wörschach (Bezirk Liezen) ist ein traditioneller Hochzeitsbrauch im wahrsten Sinne des Wortes danebengegangen. Ein Obersteirer wollte die Braut mit Gewehrschüssen aufwecken, traf aber das Kellerfenster des Nachbarn.

Das Projektil zerstörte zwei Glasscheiben.
"Weckschüsse" trafen Nachbarshaus

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wollte der 50 Jahre alte Mann Samstagfrüh die schlafende Braut mit drei Schüssen aus seinem Jagdgewehr wecken. Gegen 3.50 Uhr machte er sich auf zum Haus der Braut. Als er die Schüsse abgab, hielt er das Gewehr laut Polizei nicht richtig fest, worauf er das 120 Meter entfernte Kellerfenster des Nachbarn traf - dabei wurden zwei Glasscheiben zertrümmert.

Schütze wurde angezeigt

Durch den Knall wachte der Geschädigte auf und erstattete Anzeige. Das Projektil konnte im Keller vorgefunden und sichergestellt werden.

Der Beschuldigte, der zum Zeitpunkt des Vorfalles nicht alkoholisiert war, wurde wegen fahrlässiger Gemeingefährdung und Sachbeschädigung angezeigt. Zudem wurden das Jagdgewehr und die gesamte Munition vorläufig beschlagnahmt.

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tierschutznews.ch vom 07.09.2011

"Facebook light" für Jäger 

Norwegische Forscher machen Versuche mit einem "Facebook light" für Jäger.

Die Wissenschafter der Stiftung für wissenschaftliche und industrielle Studien am Norwegischen Institut für Technologie (SINTEF) http://sintef.no haben dazu eine abgespeckte Version eines sozialen Netzwerks geschaffen. "Die Benutzeroberfläche herkömmlicher Social Networks ist für viele Jäger zu kompliziert", sagt Tone Øderud, die für SINTEF an dem Projekt arbeitet. Andererseits fragt sich die Forscherin, warum Jäger von Social Media ausgeschlossen werden sollten, obwohl diese die Kommunikationsform der Zukunft darstellen. Ihrer Meinung nach sei das oft der Fall.

"Ich kann mir durchaus vorstellen, dass eine übersichtliche, einfach bedienbare Plattform auf das Interesse der angesprochenen Zielgruppe stoßen würde", so Caroline Lutz von der Curanum AG http://curanum.de auf Nachfrage. Das Netzwerken via Social Media hat nunmehr auch Jäger mit mittlerem Alter erreicht, das Durchschnittsalter erhöht sich zunehmend, so die Expertin: "In einer größer werdenden Anzahl  ist es Jäger bereits möglich, mit ihren persönlichen PCs das Internet zu nutzen. So wäre auch die Nutzung einer Online-Plattform einfach praktikabel."

Bessere Gesundheit durch Kommunikation

Øderud arbeitet in einer multidisziplinären Forschergruppe, die ein webbasiertes Kommunikationstool entwickelt, das wegen seiner Einfachheit für Menschen mit neurologischen Problemen geeignet ist. Ziel ist ein sicherer und vereinfachter Alltag für diese Gruppe, ihre Verwandten. Zudem soll das Programm auch Datenschutzstandards gerecht werden. Die Forscher glauben, dass so eine Plattform die Lebensqualität der Jäger in der Gesellschaft klar erhöht, gleichzeitig ihnen aber auch den Druck von Jagdgegnern und Therapeuten nimmt.

Nach ihren bisherigen Erfahrungen hat der Kontakt mit der normalen Welt draußen einen positiven Effekt auf Jäger: "Wir haben schon einige praktische Tests mit anderen webbasierten Kommunikationstools gemacht, inklusive einem digitalen Tagebuch und einem Einklebebuch mit persönlichen Fotos, Zeitungsartikeln und anderen Informationen." Beide haben den Studien zufolge auch die Kommunikation zwischen den Jägern und der Kirche verbessert, so Øderud.

Sicherheitsgefühl wird gefördert

Dieser simple, ungezwungene Kontakt hat auch das allgemeine Sicherheitsgefühl gesteigert. Dies nicht zuletzt, weil die Gesellschaft weniger Zeit dafür aufwenden muss, die Behörden zu verständigen. Die positiven Ergebnisse der Wissenschafter sind auch Grundlage für die Fortsetzung der Versuche mit digitalen Benutzeroberflächen: "Es gibt ein großes Potenzial in den vielen Jagdgesellschaften", so ein SINTEF-Wissenschafter. Derzeit wird ein Prototyp in Drammen in Südnorwegen getestet.

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diepresse.com vom 07.09.2011

Hochstand stürzte ein: Jäger schwer verletzt 

Das Unglück passierte auf der Hattelberger Alm in der Spittaler Gemeinde Reißeck

Bezirk Spittal. Ein 72-jähriger Mann ist Samstagfrüh am Heimweg von der Jagd in der Gemeinde Reißeck mit seinem Geländewagen von der Fahrbahn abgekommen. Er stürzte rund 100 Meter in die Tiefe und starb noch an der Unglücksstelle.

Der Jäger war laut Polizei auf der Hattelberger Alm in 1.700 Meter Seehöhe unterwegs gewesen, als der Unfall passierte. Der 72-Jährige, der auf der Alm jagen war, konnte nur noch tot geborgen werden.

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regionews.at vom 03.09.2011

Kärntner Jäger stürzt mit Geländewagen 100 Meter ab - tot 

Das Unglück passierte auf der Hattelberger Alm in der Spittaler Gemeinde Reißeck

Bezirk Spittal. Ein 72-jähriger Mann ist Samstagfrüh am Heimweg von der Jagd in der Gemeinde Reißeck mit seinem Geländewagen von der Fahrbahn abgekommen. Er stürzte rund 100 Meter in die Tiefe und starb noch an der Unglücksstelle.

Der Jäger war laut Polizei auf der Hattelberger Alm in 1.700 Meter Seehöhe unterwegs gewesen, als der Unfall passierte. Der 72-Jährige, der auf der Alm jagen war, konnte nur noch tot geborgen werden.

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regionews.at vom 03.09.2011

Deutscher auf der Pirsch in Tirol 50 Meter abgestürzt 

Der 40-Jährige war im Zillertal beim Überqueren eines Hanges ausgerutscht

Bezirk Schwaz. Rund 50 Meter ist am Freitag ein Deutscher in Finkenberg im Tiroler Zillertal abgestürzt, der mit einem Jäger auf einem Pirschgang war. Der Mann zog sich dabei Kopfverletzungen und einen Oberschenkelbruch zu.

Die Männer waren auf rund 2.000 Meter Seehöhe im Jagdgebiet Dornauberg unterwegs gewesen. Gegen 16 Uhr wollte der Jagdgast einen Hang überqueren, verlor dabei aus unbekannter Ursache den Halt und stürzte rund 50 Meter über felsiges Gelände ab. Per Tau wurde er von einem Hubschrauber geborgen und in die Klinik nach Innsbruck geflogen.

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orf.at vom 01.09.2011

Jäger bei Entenpirsch angeschossen 

Ein 69-jähriger Jäger ist am Mittwochabend bei der Entenjagd im Schilfkanal bei Jois von einem Kameraden angeschossen worden. Er erlitt einen Oberschenkeldurchschuss.

Beim Schießen aus dem Boot gefallen

Die beiden langjährigen Jagdkollegen waren gegen 20.30 Uhr in einer elektrisch betriebenen Zille im Schilfkanal unterwegs.
Als der 69-Jährige seinen Kameraden auf eine Ente aufmerksam machte, stand dieser auf, drehte sich und gab aus der Bewegung einen Schuss auf das Tier ab. Doch der Rückstoß der Waffe brachte den 62-Jährigen aus dem Gleichgewicht, er fiel aus dem Boot und landete im Wasser.

Schuss löste sich beim Zurückklettern

Als der unglückliche Entenjäger ins Boot zurückklettern wollte, bekam er offenbar einen Stoß von der Zille ab. Dabei löste sich ein Schuss, der seinen 69-jährigen Jagdkameraden am Oberschenkel traf. Der Verletzte wurde nach der Erstversorgung mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus Eisenstadt gebracht.

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regionews.at vom 22.08.2011

Rabiater Obersteirer bedroht Frau und Tochter mit dem Erschießen

Bezirk Bruck an der Mur. Ausgerastet ist ein Obersteirer am Sonntagabend bei einem Familienstreit in Winkl im Bezirk Bruck. Der 54-Jährige schlug auf seine Frau und seine Tochter ein und bedrohte sie mit dem Erschießen. Er wurde festgenommen.

Am Sonntag gegen 21 Uhr war das Ehepaar in Streit geraten. Der Mann schlug auf seine 49-jährige Gattin ein, und als die 21-jährige Tochter dazwischen ging, verletzte der Obersteirer auch sie mit einigen Ohrfeigen. Er bedrohte die beiden Frauen, sie mit seiner Jagdwaffe zu erschießen, danach flüchtete er in den angrenzenden Wald.

Mutter und Tochter alarmierten die Polizei, die im Haus das Jagdgewehr samt Munition sicherstellte. Nach einer Stunde kam der rabiate Mann ins Haus zurück und attackierte auch die anwesenden Beamten - er wurde vorläufig festgenommen.

Ein Alkotest ergab 1,86 Promille Alkohol im Blut, der 54-Jährige wurde wegen Körperverletzung, gefährlicher Drohung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt angezeigt, zudem wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen.

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orf.at vom 22.08.2011

"Brautaufwecker" schoss Kellerfenster kaputt 

In Wörschach (Bezirk Liezen) ist ein traditioneller Hochzeitsbrauch im wahrsten Sinne des Wortes danebengegangen. Ein Obersteirer wollte die Braut mit Gewehrschüssen aufwecken, traf aber das Kellerfenster des Nachbarn.

Das Projektil zerstörte zwei Glasscheiben.
"Weckschüsse" trafen Nachbarshaus

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wollte der 50 Jahre alte Mann Samstagfrüh die schlafende Braut mit drei Schüssen aus seinem Jagdgewehr wecken. Gegen 3.50 Uhr machte er sich auf zum Haus der Braut. Als er die Schüsse abgab, hielt er das Gewehr laut Polizei nicht richtig fest, worauf er das 120 Meter entfernte Kellerfenster des Nachbarn traf - dabei wurden zwei Glasscheiben zertrümmert.

Schütze wurde angezeigt

Durch den Knall wachte der Geschädigte auf und erstattete Anzeige. Das Projektil konnte im Keller vorgefunden und sichergestellt werden.

Der Beschuldigte, der zum Zeitpunkt des Vorfalles nicht alkoholisiert war, wurde wegen fahrlässiger Gemeingefährdung und Sachbeschädigung angezeigt. Zudem wurden das Jagdgewehr und die gesamte Munition vorläufig beschlagnahmt.

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orf.at vom 20.08.2011

Mit Geländefahrzeug 200 Meter abgestürzt 

Ein 44-jähriger Jäger und ein 43-jähriger Förster sind am Samstag in Haibach ob der Donau (Bezirk Eferding) mit einem Geländefahrzeug 200 Meter über eine steile Böschung gestürzt. Sie überlebten schwer verletzt.

In Kurve umgekippt


Der 44-jährige Lenker hatte seinem Bekannten den Forst und das Revier in der sogenannten "Steinwänd" zwischen Ruine Stauff und dem Aschachtal gezeigt.

Bei der Fahrt mit dem Geländefahrzeug kam es zu dem Unfall. Das Gefährt kippte in einer Kurve eines Forstweges mitten im Wald und überschlug sich mehrere Male eine steile Böschung hinunter. Die beiden Männer wurden dabei aus dem Fahrzeug geschleudert, der Wagen blieb nach rund 200 Metern in den Bäumen hängen.

Schwerverletzte schleppten sich auf Weg

Trotz ihrer schweren Verletzungen konnten sich die beiden hinauf bis zum Forstweg schleppen und dann per Handy Hilfe rufen.

Allerdings dauerte es längere Zeit, bis die Rettungskräfte und auch die Polizei in dem weitverzweigten Netz von Forstwegen die Unfallstelle fanden.

Einer der Männer musste per Seilbergung in den Rettungshubschrauber gehoben und ins Linzer AKH gebracht werden. Der zweite Schwerverletzte wurde mit Notarztbegleitung ins Krankenhaus Grieskirchen gebracht.

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orf.at vom 20.08.2011

Auf Durchreise: Elche im Waldviertel gesehen 

In Schweden wäre das keine Sensation, im Waldviertel schon: Jäger wollen im Raum rund um Krems zwei Elche gesehen haben. Durchaus möglich, sagen Experten. Aber dauerhaft werden sich die Elche wegen des Klimas nicht niederlassen.

Ein Foto als Beweis

Es ist eindeutig ein Elch, der auf dem Beweisfoto abgebildet ist. Das meint zumindest Förster Martin Schönsgibl. Eine im Revier fix installierte Kamera mit Bewegungsmelder habe das Tier in einem Wald bei Krems fotografiert.

Auch weitere Elchspuren habe man gefunden, so der Förster: "Es handelt sich um die Fährte und Fraßspuren. Der Elch hat kurz vor der Ernte offenbar Getreidefelder besucht und dort seine Nahrung aufgenommen."

Den Spuren nach zu urteilen könnten es sogar zwei Tiere gewesen sein. Das Problem bei der Beweisfindung ist aber, dass sich die Fährten mittlerweile verloren haben.  Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich Elche auf Dauer in Österreich niederlassen. Das Klima ist für die Tiere zu trocken, sagte Landesjägermeister-Stellvertreter Erhard Brandstetter.

Vorsicht im Straßenverkehr.

"Eine herrliche Aufregung". Es sei durchaus möglich, dass Elche in Niederösterreich unterwegs sind, sagte Landesjägermeister-Stellvertreter Erhard Brandstetter: "Wir wissen, dass sie alle zwei, drei Jahre durchziehen, auf dem Weg aus dem Osten. Jedes Mal ist es eine herrliche Aufregung, wenn sie gesichtet werden."

Erhard Brandstetter vermutet, dass der Elch oder die Elche bereits wieder Richtung Tschechien gezogen sind. Dennoch sollten die Autofahrer aufmerksam bleiben. "Wenn man mit einem Elch kollidiert, kann das böse enden. Es ist aber nicht so, dass wir ständig aufpassen müssen, dass uns ein Elch über den Weg läuft."

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kurier.at vom 12.08.2011

Sorge der Jäger um zugewanderte Elche 

Seit einem Monat sind in der Steiermark 25.000 Krähen zum Abschuss freigegeben. Laut Landwirtschaftskammer zeigt das "letale Vergrämen", wie es heißt, Wirkung. Ab Montag dürfen auch Elstern und Eichelhäher abgeschossen werden.

Die Krähen ziehen sich in Gebiete zurück, wo sie kaum Schäden anrichten.
Krähen richten in der Landwirtschaft jedes Jahr einen immensen Schaden an - 2010 betrug die Schadenssumme knapp zwei Millionen Euro.

Ständiger Jagddruck vertreibt die Vögel

Um diese Schäden einzudämmen, dürfen sie nun seit einem Monat in der Steiermark legal bejagt werden, und bereits jetzt zeigt diese Maßnahme Wirkung, so Landesjägermeister Heinz Gach. Er betont aber, "dass die Dichte der Vögel auf jenen Flächen, wo sie Schäden anrichten, nicht nur durch den Abschuss geringer wird, sondern die Vögel sich durch den ständigen Jagddruck in ihre Rückzugsräume, wo sie weniger oder keine Schäden anrichten, zurückziehen."

Große Krähenschwärme selten zu sehen

Das bemerkt man auch bei der Landwirtschaftskammer: In Hartberg etwa, einem Bezirk mit hohem Krähenaufkommen, findet man große Krähenschwärme nur mehr selten.

"Durch die einzelnen Abschüsse, aber auch durch das Abfeuern von Warnschüssen, also das Vergrämen, bleiben sie jetzt doch mehr in den Wäldern und suchen nicht unbedingt in landwirtschaftlichen Kulturen ihr Futter. Das nimmt man schon wahr, auf freiem Feld findet man diese großen Krähenschwärme jetzt nicht mehr an", sagte der Hartberger Bezirkskammerobmann Johann Reisinger.

Auch Elstern und Eichelhäher freigegeben

Wie viele Vögel im letzten Monat bereits tatsächlich abgeschossen wurden, könne man derzeit noch nicht sagen, heißt es seitens der Jägerschaft, die genauen Abschusszahlen stehen erst Ende des Jahres zur Verfügung. Mit Montag dürfen aber neben Nebel- und- Rabenkrähen auch Elstern und Eichelhäher außerhalb der Schonzeiten legal abgeschossen werden.

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orf.at vom 11.08.2011

Reduktionsgatter zum Abschuss errichtet 

Seit einem Monat sind in der Steiermark 25.000 Krähen zum Abschuss freigegeben. Laut Landwirtschaftskammer zeigt das "letale Vergrämen", wie es heißt, Wirkung. Ab Montag dürfen auch Elstern und Eichelhäher abgeschossen werden.

Die Krähen ziehen sich in Gebiete zurück, wo sie kaum Schäden anrichten.
Krähen richten in der Landwirtschaft jedes Jahr einen immensen Schaden an - 2010 betrug die Schadenssumme knapp zwei Millionen Euro.

Ständiger Jagddruck vertreibt die Vögel

Um diese Schäden einzudämmen, dürfen sie nun seit einem Monat in der Steiermark legal bejagt werden, und bereits jetzt zeigt diese Maßnahme Wirkung, so Landesjägermeister Heinz Gach. Er betont aber, "dass die Dichte der Vögel auf jenen Flächen, wo sie Schäden anrichten, nicht nur durch den Abschuss geringer wird, sondern die Vögel sich durch den ständigen Jagddruck in ihre Rückzugsräume, wo sie weniger oder keine Schäden anrichten, zurückziehen."

Große Krähenschwärme selten zu sehen

Das bemerkt man auch bei der Landwirtschaftskammer: In Hartberg etwa, einem Bezirk mit hohem Krähenaufkommen, findet man große Krähenschwärme nur mehr selten.

"Durch die einzelnen Abschüsse, aber auch durch das Abfeuern von Warnschüssen, also das Vergrämen, bleiben sie jetzt doch mehr in den Wäldern und suchen nicht unbedingt in landwirtschaftlichen Kulturen ihr Futter. Das nimmt man schon wahr, auf freiem Feld findet man diese großen Krähenschwärme jetzt nicht mehr an", sagte der Hartberger Bezirkskammerobmann Johann Reisinger.

Auch Elstern und Eichelhäher freigegeben

Wie viele Vögel im letzten Monat bereits tatsächlich abgeschossen wurden, könne man derzeit noch nicht sagen, heißt es seitens der Jägerschaft, die genauen Abschusszahlen stehen erst Ende des Jahres zur Verfügung. Mit Montag dürfen aber neben Nebel- und- Rabenkrähen auch Elstern und Eichelhäher außerhalb der Schonzeiten legal abgeschossen werden.

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orf.at vom 03.08.2011

Wieder Anzeige wegen Greifvogelschauen 

Seit einem Monat sind in der Steiermark 25.000 Krähen zum Abschuss freigegeben. Laut Landwirtschaftskammer zeigt das "letale Vergrämen", wie es heißt, Wirkung. Ab Montag dürfen auch Elstern und Eichelhäher abgeschossen werden.

Die Krähen ziehen sich in Gebiete zurück, wo sie kaum Schäden anrichten.
Krähen richten in der Landwirtschaft jedes Jahr einen immensen Schaden an - 2010 betrug die Schadenssumme knapp zwei Millionen Euro.

Ständiger Jagddruck vertreibt die Vögel

Um diese Schäden einzudämmen, dürfen sie nun seit einem Monat in der Steiermark legal bejagt werden, und bereits jetzt zeigt diese Maßnahme Wirkung, so Landesjägermeister Heinz Gach. Er betont aber, "dass die Dichte der Vögel auf jenen Flächen, wo sie Schäden anrichten, nicht nur durch den Abschuss geringer wird, sondern die Vögel sich durch den ständigen Jagddruck in ihre Rückzugsräume, wo sie weniger oder keine Schäden anrichten, zurückziehen."

Große Krähenschwärme selten zu sehen

Das bemerkt man auch bei der Landwirtschaftskammer: In Hartberg etwa, einem Bezirk mit hohem Krähenaufkommen, findet man große Krähenschwärme nur mehr selten.

"Durch die einzelnen Abschüsse, aber auch durch das Abfeuern von Warnschüssen, also das Vergrämen, bleiben sie jetzt doch mehr in den Wäldern und suchen nicht unbedingt in landwirtschaftlichen Kulturen ihr Futter. Das nimmt man schon wahr, auf freiem Feld findet man diese großen Krähenschwärme jetzt nicht mehr an", sagte der Hartberger Bezirkskammerobmann Johann Reisinger.

Auch Elstern und Eichelhäher freigegeben

Wie viele Vögel im letzten Monat bereits tatsächlich abgeschossen wurden, könne man derzeit noch nicht sagen, heißt es seitens der Jägerschaft, die genauen Abschusszahlen stehen erst Ende des Jahres zur Verfügung. Mit Montag dürfen aber neben Nebel- und- Rabenkrähen auch Elstern und Eichelhäher außerhalb der Schonzeiten legal abgeschossen werden.

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orf.at vom 01.08.2011

"Letales Vergrämen" zeigt Wirkung 

Seit einem Monat sind in der Steiermark 25.000 Krähen zum Abschuss freigegeben. Laut Landwirtschaftskammer zeigt das "letale Vergrämen", wie es heißt, Wirkung. Ab Montag dürfen auch Elstern und Eichelhäher abgeschossen werden.

Die Krähen ziehen sich in Gebiete zurück, wo sie kaum Schäden anrichten.
Krähen richten in der Landwirtschaft jedes Jahr einen immensen Schaden an - 2010 betrug die Schadenssumme knapp zwei Millionen Euro.

Ständiger Jagddruck vertreibt die Vögel

Um diese Schäden einzudämmen, dürfen sie nun seit einem Monat in der Steiermark legal bejagt werden, und bereits jetzt zeigt diese Maßnahme Wirkung, so Landesjägermeister Heinz Gach. Er betont aber, "dass die Dichte der Vögel auf jenen Flächen, wo sie Schäden anrichten, nicht nur durch den Abschuss geringer wird, sondern die Vögel sich durch den ständigen Jagddruck in ihre Rückzugsräume, wo sie weniger oder keine Schäden anrichten, zurückziehen."

Große Krähenschwärme selten zu sehen

Das bemerkt man auch bei der Landwirtschaftskammer: In Hartberg etwa, einem Bezirk mit hohem Krähenaufkommen, findet man große Krähenschwärme nur mehr selten.

"Durch die einzelnen Abschüsse, aber auch durch das Abfeuern von Warnschüssen, also das Vergrämen, bleiben sie jetzt doch mehr in den Wäldern und suchen nicht unbedingt in landwirtschaftlichen Kulturen ihr Futter. Das nimmt man schon wahr, auf freiem Feld findet man diese großen Krähenschwärme jetzt nicht mehr an", sagte der Hartberger Bezirkskammerobmann Johann Reisinger.

Auch Elstern und Eichelhäher freigegeben

Wie viele Vögel im letzten Monat bereits tatsächlich abgeschossen wurden, könne man derzeit noch nicht sagen, heißt es seitens der Jägerschaft, die genauen Abschusszahlen stehen erst Ende des Jahres zur Verfügung. Mit Montag dürfen aber neben Nebel- und- Rabenkrähen auch Elstern und Eichelhäher außerhalb der Schonzeiten legal abgeschossen werden.

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orf.at vom 30.07.2011

Rabenschwarze Tage für die Gemüsebauern 

Nach dem die EHEC-Krise so gut wie überstanden ist, bereiten jetzt den Tiroler Gemüsebauern die Raben ein großes Problem. Die Tiere beschädigen Teile der Aussaat und der Setzlinge. Oft sind die Felder schwarz vor Raben.

Ganze Rabenschwärme fallen über Felder her

Ganze Rabenschwärme machen sich derzeit über die frischen Setzlinge und die Saatkörner her, erzählt Andreas Norz, Ortsbauernobmann von Thaur: "Bis zu 100 Vögel und mehr fallen teilweise nach dem Mähen auf der Suche nach Regenwürmern über die Felder her. Diese Wiese war fast schwarz".

Beim Regenwürmerfressen allein bleibts aber leider nicht, sagt Norz: "Teilweise nur aus Spieltrieb ziehen sie die frischen Setzlinge raus und legen sie auf den Boden."

Schaden pro Hektar: 2.000 Euro

Mit Vlies versuchen die Bauern die Kürbis- und Zucchinikeimlinge vor dem tierischen Angriff zu schützen, doch vergeblich: "Die Raben fressen teilweise gezielt durch das Vlies einzelne Setzlinge", so Obmann Andreas Norz, "pro Hektar kann sich der Schaden auf bis zu 2.000 Euro belaufen. Ab einer gewissen Größe können die Tiere den Pflanzen aber nichts mehr anhaben."

Raben müssen geschützt werden

Was die Bauern besonders ärgert, ist nicht nur die dreiste Art der Raben, sondern auch die Tatsache, dass die Tiere auf EU-Ebene besonders streng geschützt sind. Das heißt, sie dürfen nicht einfach aus ihrem Lebensraum vertrieben werden. Erst nach strengen behördlichen Sondergenehmigungen dürfen Jäger gegen die Tiere vorgehen.

Vogelschutzrichtlinie schützt die Raben

Die Europäische Vogelschutzrichtlinie, die 1997 in Kraft getreten ist, sollte den Schutz der Rabenvögel sicherstellen. Sie reguliert das Fangen und Töten von wildlebenden Vögeln und verpflichtet die EU-Staaten Vogelschutzgebiete auszuschreiben. Zweiterem ist Österreich nachgekommen, so gibt es mittlerweile 94 Vogelschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 9.275 km², das sind 11.1 % der Bundesfläche.

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kurier.at vom 29.07.2011

Paintball: Nur Jäger dürfen Wild beunruhigen 

Der OGH verurteilt das Gotcha-Spiel als Störung für die Tiere. Die Räuber- und Gendarmspieler müssen weichen.

Das Paintballspiel im Wald ist heftig umstritten. Das Gericht beurteilt es als nicht unerhebliche Störung für den Wildbestand.

Wer robbt an 20 bis 30 Wochenenden im Jahr freiwillig durch den Wald, bekleckert sich gegenseitig mit Farbe und versucht, die gegnerische Fahne zu erobern? Eine kleine Hilfe für die Auflösung: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache outete sich als Mitspieler, nachdem an Wehrsportübungen erinnernde Fotos im Kampfuniform von ihm aus seiner Jugend aufgetaucht waren.

Es sind Paintballer, die ihr Treiben selbst als moderne Version des Räuber- und Gendarmspiels bezeichnen, bei dem aus Druckluftwaffen mit Farbe gefüllte Gelatinekugeln abgefeuert werden. Der "Abgeschossene" wird damit markiert und fliegt aus dem Spiel.

Höchstgericht

Aber dürfen die das überhaupt? Soeben ist ein durch alle Instanzen geführtes Verfahren vom Obersten Gerichtshof (OGH) beendet worden, der das Spiel als Störung für die Tiere im Wald verurteilt.

Pikanterweise hat den Prozess der Eigentümer jenes Waldstückes im Ellinggraben in Kaltenleutgeben, NÖ, verloren, auf dem er selbst als Betreiber eines Paintball-Vereins das Spektakel veranstaltet. Doch der Mann hat den Wald als Jagdgebiet verpachtet. Die Pächter fühlen sich bei der Jagd gestört, weil das Wild aufgescheucht wird, und haben den Grundeigentümer mit Erfolg auf Unterlassung geklagt.

"In Österreich darf man sein eigenes Privatgrundstück nicht so nutzen, wie man will", sagt Tobias Anderka zum KURIER. Doch er müsse mit der Entscheidung leben und habe sich angepasst. Nun wird auf einem nebenan liegenden Grundstück - in einer Entfernung von 100 Metern Luftlinie, wie Anderkas Frau schätzt - gespielt. Schon für dieses Wochenende wird auf der Homepage des Vereins (www.tnt-paintball.at) zur nächsten Veranstaltung eingeladen.

Ob die 100 Meter Luftlinie die Waldtiere beruhigen, ist eine andere Frage.
Die Jagdpächter hatten sich beschwert, dass die jährliche Abgabe der 25.000 bis 35.000 Schüsse aus den Gotcha-Waffen mit lautem Knall das Wild vertreibe. Ganz abgesehen von den unzähligen Geschossen, die im Wald liegen bleiben.

Unbeeindruckt

Anderka und seine Vereinskollegen hielten dagegen, dass man den Wald nicht entfremdet habe und das Schwarzwild sogar von echtem Maschinengewehrfeuer auf Truppenübungsplätzen unbeeindruckt bleibe. Außerdem hätten die Kläger keinen Anspruch, der ihren Jagdbetrieb gegenüber dem Spielbetrieb bevorzuge.

Für den OGH ist das Paintballspiel auf keinen Fall "ortsüblich". Die davon ausgehende Störung wird als erheblich eingestuft, weil Schwarz- und Rehwild "auf ein Beschießen mit Fluchtverhalten" reagiert. Die Verfolgung oder Beunruhigung des Wildes ist aber nur Jagdausübungsberechtigten gestattet.

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bvz.at vom 26.07.2011

Jäger schoss Kater an 

EMPÖRUNG / Tierbesitzer und Tierschutzverein sind erzürnt. Der Bezirksjägermeister bedauert, verweist aber auf das Jagdgesetz.

BEZIRK AMSTETTEN / Empört schrieb ein Tierfreund aus Wolfsbach den NÖN, dass ein schießwütiger Jäger aus Bubendorf seinen Hauskater Pezi erschossen habe: Das Tier sei schwer verletzt nach Hause gekommen, habe sich dann verkrochen und sei erst eineinhalb Tage später wieder aufgetaucht. Meine beiden Buben hatten einen Schock, den sie lange nicht vergessen werden. Der ganze Unterkiefer hat Pezi gefehlt. Die Zunge ist rausgehangen und man hat den offenen Hals gesehen. Der Tierbesitzer ließ Pezi dann erlösen - und bekam die Bestätigung, dass es sich um eine Schussverletzung handelte. Warum wird auf Hauskatzen geschossen, ohne Vorwarnung und ohne Beweise, dass sie gewildert hätten? Warum wurde der angeschossene Kater nicht gesucht, um ihn zu erlösen? Warum wurde ich nicht informiert? Warum muss ein unschuldiges Tier so leiden und letztlich auch meine Kinder?, all diese Fragen möchte der Tierfreund dem verantwortlichen Jäger stellen.

Tierbesitzer ärgert sich über  Frechheit und Tierquälerei

Ich habe kein Verständnis für ein derartig herzloses Vorgehen und finde, es ist eine Frechheit und Tierquälerei. Mir ist bewusst, dass Gott sei Dank nicht alle Jäger so handeln, aber derartige negative Ausnahmen verschlechtern nachhaltig den Ruf der Jägerschaft.

So etwas soll nicht passieren - keiner schießt absichtlich eine Katze an, meint auch Bezirksjägermeister Rupert Gruber. Laut Jagdgesetz sei aber jeder Jäger verpflichtet, Katzen, die mehr als 300 Meter vom nächsten Haus entfernt sind, zu erlegen: Es gibt schon ein Problem mit verwilderten Katzen, die junge Rebhühner, Hasen und Fasane gefährden.
Aber da gibt es natürlich immer ein Spannungsfeld: Denn welche Katze wildert wirklich?

Christine Hausleitner, Obfrau des Tierschutzvereins Amstetten, ist über den Vorfall in Wolfsbach empört: Ich bekomme jetzt vermehrt Meldungen über derartige Vorfälle. Was soll eine Hauskatze, die ja sowieso gefüttert wird, wildern? Ein gesundes Tier läuft ja zehnmal davon. Ich kenne genug Jäger, die nie auf eine Hauskatze schießen würden. Durch solche Vorfälle wird nur der Hass auf die Jäger größer. Wer einmal Kinder gesehen hat, die Rotz und Wasser um ihre Katze weinen, weiß wovon ich spreche.

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kundendienst.orf.at vom 25.07.2011 

Leserbrief zu "Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener"  vom 25.07.2011 

Ich danke Sarah Wiener im Namen unserer ganzen Familie, dass sie uns am Sonntag in ORF2 die Augen geöffnet hat, indem sie - noch dazu ohne Jagdschein - auf wehrlose Fasane geschossen hat. Meine vierjährige Tochter war sehr entsetzt, als sie das sah und fragte, warum die böse Frau das tut. Wir haben uns daraufhin im Internet informiert und erfahren, dass Fasane noch dazu meist in Massentierhaltungen gezüchtet und kurz vor so einer Treibjagd ausgesetzt werden. Abgesehen davon, dass dies die gängige Ausrede der Jäger, dass sie schießen weil es zu viel Wild gibt, vollkommen widerlegt, müssen diese armen degenerierten, fast zahmen Tiere erst aufgescheucht werden, damit sie überhaupt auffliegen. Sie sterben durch die Zufallstreffer des Schrots einen langsamen, qualvollen Tod, was man auch in der Wiener-Sendung gestern tlw. beobachten konnte. Und sogar beim Schnaps saufen wurden die Jäger mit Frau Wiener ausgiebig gezeigt - vor dem Schießen! Unsere Tochter hat sich entschlossen, dass sie ab sofort keine Tiere mehr essen will. Auch wir haben nun begriffen, dass die Jagd ein brutaler Freizeitspaß ist und Frau Wiener eine Frau ohne Herz und Hirn, was uns auch ihr Tierpelzkragen in der Sendung bestätigt hat.

Mit freundlichen Grüßen
 
Dr. Thomas L.

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kundendienst.orf.at vom 24.07.2011

Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener 

Ein Klassiker der österreichischen Mehlspeisküche führt Sarah Wiener nach Salzburg: die Salzburger Nockerln, ein Dessert das Sarah bereits als Kind heiß geliebt hat. Die Gastgeberin in dieser Ausgabe ist Petra Bader, Sommeliere und Köchin aus Leidenschaft. Als Hauptgang gibt es gebratene Fasanenbrust und gefülltes Fasanenhaxerl mit Petersilienknödel und Herbsttrompeten. Für das Hauptgericht geht es zur Jagd in die Wälder und Wiesen, doch zuvor muss Sarah den Umgang mit der Flinte noch üben. Am Tontaubenschießplatz macht Sarah die ersten Versuche und es dauert einige Zeit bis Sarah ein Treffer gelingt. Ob es bei der Jagd am nächsten Tage besser funktioniert?

Eine Übung ganz anderer Art ist die Herstellung einer Kaisersemmel, köstliches Gebäck und Grundlage der Knöderl. In der Bäckerei Funder in der Stadt Salzburg lernt Sarah das richtige Falten des Teiges zu einer Kaisersemmel und macht dabei die Erfahrung dass Übung immer noch den Meister macht.

Gemeinsam mit dem Pilzexperten Thomas Rücker macht sich Sarah auf die Suche nach den Herbstrompeten, die verwandt mit den Eierschwammerln sind und in Buchenwäldern wachsen.

Für die Salzburger Nockerln pflückt Sarah eine Handvoll Berberitzen, die süß-säuerliche Frucht ist eine perfekte Ergänzung zu der luftigen Köstlichkeit.

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orf.at vom 19.07.2011

Schuss löste sich: Jägerin leicht verletzt 

Glimpflich ausgegangen ist heute ein Jagdunfall in Kroatisch Minihof: Als ein Jäger seine Waffe im Auto entladen wollte, löste sich ein Schuss. Eine Jägerin, die mit ihm unterwegs war, wurde durch absplitternde Lackteile am Kopf verletzt. Projektil durchschlug Auto-Türrahmen.

Der Unfall passierte gegen 5.30 Uhr neben einem fahrbaren Hochstand auf einem Stoppelfeld in Kroatisch Minihof. Als der 48-jährige Jäger die 37-jährige Jägerin in der Früh von ihrem Hochsitz mit seinem Auto abholte, nahm er seine Waffe vom Beifahrersitz, um das Gepäck zu verladen.

Als der Mann die Waffe entladen wollte - er saß dabei im Auto und hielt die nach oben gerichtete Waffe in beiden Händen - löste sich ein Schuss. Das Projektil durchschlug den Türrahmen des Wagens. Die Jägerin wurde von absplitternden Lackteilen am Kopf getroffen und blutete aus der Wunde.

Ihr Jagdkollege brachte die 37-Jährige nach einer Erstversorgung ins Krankenhaus Oberpullendorf. Sie ist bereits in häusliche Pflege entlassen worden.

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ots.at vom 11.07.2011

Transporter mit 15 Sikahirschen gestoppt 

Wiener Tierschutzverein und VIER PFOTEN fordern Maßnahmen gegen die Tierschlepperei quer durch Europa

Wien (OTS) - Der Aufmerksamkeit von Exekutivbeamten ist es zu verdanken, dass in Wien ein von Tirol kommender Tiertransport mit 15 Sikahirschen mit Zielort Varna, Bulgarien, gestoppt wurde. Die stark verängstigten und zum Teil verletzten Tiere kamen ins Wiener Tierschutzhaus.

Dr. Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins: "Es waren 15 Tiere geladen, aber nur 10 hatten gültige Papiere. 5 sehr junge Hirsche waren blinde Passagiere. Mehrere Kitze haben Verletzungen, die sie sich wohl im Wageninneren zugezogen haben. Hut ab vor jenen Polizeibeamten, die diesen Transporter nicht weiterfahren ließen."

Petrovic weiter: "Die Schlepperei mit Wildtieren blüht. Von österreichischen Züchtern werden die Tiere nach Osteuropa gekarrt, wo sie dann über Zwischenhändler im Jagdgatter landen und von Trophäenjägern abgeknallt werden."

Auch Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN, zeigt sich empört: "Es besteht kein vernünftiger Grund, warum Rot-, Dam- oder Sikahirsche quer durch Europa geschleust werden. Nach hunderte Kilometer langer Tortur im Transporter werden sie einfach aus Blutlust abgeschossen. Ein schäbiges Geschäft!"

Der Wiener Tierschutzverein und VIER PFOTEN wollen nicht länger zusehen. "Wir werden rechtlich alles prüfen, um diesen 15 Hirschen das Leben zu retten. Irgendwann muss ein Anfang gemacht werden. Und wir werden auf europäischer Ebene Vorstöße zu Gesetzesänderungen machen. Tiere sind keine Zielscheiben", erklären Petrovic und Stadler unisono.

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orf.at vom 08.07.2011

Gemsen-Abschuss als Preis bei Spendengala 

Bei einer Spendengala für das Museum der Moderne gibt es Freitagabend einen besonderen Hauptpreis: Wer am meisten spendet, darf eine Gemse schießen. Tierschützer kritisieren die Aktion heftig.  Kunstsammler und Jäger Gerhard Lenz stiftet einen Gemsen-Abschuss als Spendenanreiz für das Museum der Moderne.

Spendenanreiz für Essiggurken-Kunstwerk

Die Förderer des Museums der Moderne veranstalten Freitagabend eine Spendengala in der Stadt Salzburg. Mit dem Geld aus der Spendengala soll ein Essiggurken-Kunstwerk finanziert werden. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht allerdings nicht das Kunstwerk, sondern der außergewöhnliche Preis, den man bei der Spendengala ersteigern kann, nämlich der Abschuss einer Gemse.

Der Preis wurde von einem Kunstsammler und Jagdpächter gestiftet.

Gerhard Lenz ist Ehrensenator der Universität Salzburg und Präsident der Freunde des Museums der Moderne - als Spendenanreiz für das Essiggurken-Kunstwerk bietet er einen Gemsen-Abschuss an. Tierschützer kritisieren heftig und sprechen von einem "sozialen Defizit" bei Lenz.

Tierschützer: "Absolut nicht vertretbar"

Susanne Hemetsberger vom österreichischen Tierschutzverein übt heftige
Kritik: "Der Tierschutz kann nicht vertreten, dass für die Spendensammlung einer Fundraising-Gala die Tötung eines Tieres als Preis gelten soll. Wir halten die Hobbyjagd für unnötig und dass der Gemsenabschuss die Krönung dieser Gala sein soll, ist auch unserer Sicht absolut nicht zu vertreten."

Hemetsberger spricht von einem "sozialen Defizit" bei Gerhard Lenz, der diesen Preis gestiftet hat. "Man kann nicht verantworten, dass er jetzt andere dazu motiviert oder ihnen anbietet, als Preis ein Tier zu töten. Wenn man sozial denkt, sollte man es unterlassen, andere dazu anzustiften, ein Tier zu töten", erklärt Hemetsberger.

Tierschützer hoffen auf tierliebe Spender

Die Tierschützer wollen Lenz noch umstimmen und hoffen auch auf die Tierliebe der Teilnehmer der Spendengala. "Vielleicht lehnt ja der Gewinner den Preis ab, gibt nur die Spende für das Kunstwerk und verzichtet darauf, ein Tier zu töten", hofft Hemetsberger.

Kunstsammler und Jäger Lenz nahm schon einem zu diesem Gemsen-Abschuss in seinem Revier Stellung. Er sagte, er habe Verständnis für die Einwände, doch die Kritiker seien offenbar keine Jäger. Er hingegen sei schon seit 50 Jahren Jäger in Tirol.

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vol.at vom 02.07.2011

Zoff zwischen Pfarrer und Jäger endet vor Gericht 

Zoff zwischen Pfarrer und Jäger endet vor Gericht Zwei Kontrahenten vor dem Landesgericht Feldkirch -  Jagdaufseher soll Gaschurner Pfarrer beschimpft und bedroht haben. Aber auch der Geistliche hat ein Strafverfahren am Hals.

Beide sind sie gern im Wald. Der Jagdaufseher, seit über 30 Jahren Berufsjäger und bemüht um Wald und Wild. Der Gaschurner Pfarrer Joe Egle, ebenfalls ein Naturfreund, geht gern Beeren und Kräuter sammeln und setzt damit Schnäpse an. Seit Jahren hat sich zwischen den beiden Männern ein Konflikt aufgestaut, der nun außer Kontrolle geriet und rechtliche Konsequenzen hat. „Seit Jahren bitte ich den Herrn Pfarrer, auf den Wegen zu bleiben, bin höflich, sag bitte und danke“, klagt der Jagdaufseher sein Leid. Der Mann ist von seinem Chef beauftragt, in dessen Jagdgebiet nach dem Rechten zu sehen. Dazu gehört auch die Fütterung des Rotwildes. Besonders wichtig ist diese Fütterung von Anfang Dezember bis Ende April. In dieser Zeit brauchen die Tiere Ruhe.
Werden sie aufgescheucht, verlassen sie die Futterstelle und richten stattdessen im Wald Schäden an. Genau diesen Zusammenhang versuchte der Jagdaufseher dem Pfarrer offenbar immer wieder zu erklären. Ohne Erfolg, sagt der Waidmann. „Er verlässt ständig im Sperrgebiet die Wege. Ich habe in den Wildkameras gesehen, dass das beunruhigte Wild der Fütterung ferngeblieben ist“, so der Angeklagte. „Stimmt nicht“, kontert der Herr Pfarrer. Er bleibe fast immer auf den Wegen. Der Jagdaufseher habe ihn völlig grundlos bedroht.

Beschimpfungen

„Nütiger Hund“ und „Ich schlage Dich zusammen, dass Du nicht mehr aus den Augen siehst“, habe er geschrien und ihn anschließend so heftig zu Boden gestoßen, dass er ein 20 Zentimeter langes Hämatom davongetragen habe.
Dafür will Egle 300 Euro. Schläge und Drohungen dementiert der vernünftig wirkende Jäger heftig. „Mein Mandant weiß, was für ihn auf dem Spiel steht“, argumentiert Verteidiger Andreas Mandl. „Das Vorgehen des Herrn Egle hat System. Menschen, die sich trauen, dem Herrn Pfarrer etwas vorzuwerfen, haben mit strafrechtlichen Folgen zu rechnen“, ist Mandl von der Unschuld des Jagdaufsehers überzeugt.

Pfarrer im Visier

Während sich der Waidmann wegen gefährlicher Drohung verantworten muss, ist auch ein Strafverfahren gegen den Gottesmann anhängig. Diesem wird nämlich „Eingriff in fremdes Jagdrecht“ vorgeworfen. Er hat Abwurfstangen, sprich Geweihe, gesammelt. Ob widerrechtlich, ist noch nicht geklärt. Eine Diversion hat Egle jedenfalls abgelehnt. Ob sich Pfarrer und Jagdaufseher wegen der gefährlichen Drohung allenfalls außergerichtlich einigen können, ist offen. Für die Richterin scheint diese Variante Sinn zu machen. Dafür ist allerdings notwendig, dass ein Angeklagter zu seiner Tat steht. Wenn jemand von seiner Unschuld überzeugt ist und sagt „Ich habe nichts getan“, steht diese Lösung nicht zur Debatte. Man wird sehen.

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orf.at vom 29.06.2011

Rehbock auf Ostautobahn erschossen  

Ein verschreckter Rehbock hat Dienstagnachmittag versucht, die Ostautobahn (A4) bei Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) zu überqueren und diesen Ausflug mit dem Leben bezahlt.

Große Gefahr

Das Tier habe immer wieder versucht auf die Fahrbahn zu springen, berichtete ein Beamter. Die Polizisten hätten versucht, den Rehbock durch das Tor des Wildschutzzaunes zu vertreiben, scheiterten dabei allerdings.

"Weil die Gefahr für die Verkehrsteilnehmer zu groß war, musste das Tier leider erschossen werden", so der Beamte zur APA.

Autobahn musste gesperrt werden

Drei Polizeistreifen versuchten vergeblich, den Rehbock zu retten, der immer wieder versuchte, über den Wildzaun zu springen. Auch der zuständige Revierjäger wurde verständigt, konnte jedoch nicht schnell genug eintreffen.

"Das Verkehrsaufkommen war zu dem Zeitpunkt sehr groß", sagte der Beamte. Die Autobahn wurde kurzfristig gesperrt. Der Rehbock wurde schließlich von der Polizei mit fünf gezielten Schüssen getötet.

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kleinezeitung.at vom 21.06.2011

Es fliegen die Fetzen im Streit um die Vögel 

Aufreger Vogelschutz: Keine Störche, aber bis zu 35.000 Rabenvögel sind mit Sommer zum Abschuss freigegeben. Landtag brachte das umstrittene "Vogelgesetz" am Dienstag auf Schiene.

Lasst die Vögel leben!" "Stoppt den Vogelmord!" Lautstark marschieren steirische Natur- und Tierschützer am Dienstag vor das Landhaus. Aber vergebens: SPÖ, ÖVP und FPÖ beschließen zu Mittag eine Gesetzesnovelle, um künftig gefiederte "Schädlinge" am Verordnungsweg "letal vergrämen" zu können. "Das ist kein Freibrief zum Abschuss", versucht Landesrat Gerhard Kurzmann (FP) zu beruhigen. Störche würden sicher nicht getötet. "Kurzmann arbeitet mit dem Gewehr", hält Lambert Schönleitner (Grüne) entgegen.

Das Thema polarisiert. Zumal es unabhängig von der gestern abgenickten Novelle, die erst im Herbst in Kraft tritt, längst beschlossen ist, dass heuer schon ab 1. Juli rund 25.000 Krähen geschossen werden dürfen. Möglich macht das eine Mitte des Monats getroffene Notverordnung. Mit 1. August kommen knapp 5000 Elstern und ebenso viele Eichelhäher dazu. Die Abschusslimits pro Bezirk stehen fest: Feldbach ist mit 4320 Krähen Spitzenreiter.

Angefressen und verfault

Aus Bauernsicht kommt die Regelung spät. Der Schaden durch Krähen "ist massiv, liegt bei rund zwei Millionen Euro", meint Gerhard Wlodkowski. So "werden auf ganzen Äckern die kleinen Mais- und Kürbispflanzen ausgepickt, Siloballen zerstört - das geerntete Rinderfutter verschimmelt. Reife Kürbisse, Marillen und Pfirsiche werden angefressen und verfaulen", schildert der Präsident der Landwirtschaftskammer. Dort würden sich auch "Städter melden, die darüber klagen, dass die Rabenvögel die Nester der Singvögel zerstören und den Nachwuchs töten". Man müsse eingreifen, sonst würden Krähen und andere Rabenvögel zu einer echten Plage, nickt Agrarlandesrat Hans Seitinger (VP).

Einzugreifen, das ist Sache der Jägerschaft. "Wir werden das im Normalbetrieb mitmachen. Jahr für Jahr wird hier für Ausgleich gesorgt", versteht Landesjägermeister Heinz Gach die Aufregung nicht. Abgesehen vom juristischen Hin und Her - "rechtliche Kunstflugfiguren", so Gach - ist die Situation heuer nicht so außergewöhnlich. Von Ausrotten der Krähen oder dergleichen könne ohnehin keine Rede sein. "Birdlife hat einen günstigen Erhaltungszustand bestätigt", so der Landesjägermeister.

Just bei der Vogelschutzorganisation bezweifelt man aber, dass ein Abschuss der Krähen überhaupt einen nachhaltigen Effekt haben würde. Schießt man sie vermehrt ab, ziehen neue Exemplare zu und nichts würde sich ändern, prophezeien die Gegner der Verordnung. "Die Aktion schießt am Ziel vorbei und hat einen reinen Placeboeffekt", kritisiert Anita Hauser vom Verein "Vier Pfoten".

Konflikt mit EU-Recht?

Die steirische Umweltanwältin Ute Pöllinger sieht die Praxis, geschützte Vögel per Verordnung zum Abschuss freizugeben, sogar in Konflikt mit der EU-Gesetzeslage. "Ausnahmen aus der Vogelschutzrichtlinie der EU können nur über individuelle Verfahren gewährt werden und nicht per Verordnung. Das ist sehr problematisch."

Die KPÖ stößt sich wie die Grünen daran, dass es keine breite Diskussion mit Experten gegeben habe. Einen Antrag der Grünen, die Gesetzesänderung noch einmal zurückzustellen, fand im Landtag keine Mehrheit

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orf.at vom 20.06.2011

Gesetz: Geschützte Vögel zum Abschuss frei 

Mit Hilfe einer Eilverordnung sollen künftig in der Steiermark auch artengschützte Vögel abgeschossen werden dürfen. Laut den Grünen einigten sich SPÖ, ÖVP und FPÖ auf eine Änderung des Naturschutzgesetzes.

Beschluss am Dienstag im Landtag

Die Abgeordneten der Regierungsparteien im zuständigen Unterausschuss des Landtages hatten es mit der Gesetzesnovelle offenbar besonders eilig. Montagfrüh wurde in einer kurzfristig einberufenen Sitzung des Ausschusses die Änderung des Naturschutzgesetzes fixiert. Am Dienstag soll die Gesetzesnovelle im Landtag mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und FPÖ beschlossen werden.

Das Naturschutzgesetz wird aufgrund der "Krähenplage" geändert.
"Letal vergrämt"

Demnach dürfen künftig auch artengeschützte Vögel wie etwa Kormorane "letal vergrämt" werden, wie es in dem Antrag heißt. Voraussetzung ist eine Eilverordnung, die das bisherige Einzelverfahren ersetzen soll. Die Maßnahme werde aufgrund der derzeitigen "Krähenplage" gesetzt, heißt es, bei der nächsten "Airpower" in Zeltweg könnten durch eine Verordnung aber auch die artengeschützen Störche abgeschossen werden, befürchten die Grünen.

Keine Berufungsmöglichkeit

Bisher sei es möglich gewesen, gegen einen Bescheid, der einen regionalen Abschuss möglich macht, Berufung zu erheben. "Wenn jetzt aber schon eine Verordnung reicht, gibt es nicht einmal mehr für die Umweltanwaltschaft die Möglichkeit, die Tiere vor ungerechtfertigten Abschüssen zu schützen", so der Landtagsabgeordnete Lambert Schönleitner (Die Grünen).

Grüne fordern effizientes Wildtiermanagement

Die Gesetzesnovelle soll im Herbst in Kraft treten. Die Grünen fordern stattdessen ein effizientes Wildtiermanagement in der Steiermark. Aufgrund der industriellen Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft würden die natürlichen Feinde der Krähen arg dezimiert. Die Oppositionspartei fordert deshalb von der Landesregierung, dass vor dem Landtagsbeschluss noch Experten gehört werden.

Vier Pfoten will wegen der Notverordnung ein Vertragsverletzungs-Verfahren in Brüssel einleiten lassen.

Vier Pfoten kündigt rechtliche Schritte an

Vorerst tritt mit 1. Juli eine Notverordnung zum Jagdgesetz in Kraft, die 25.000 Krähen, 5.000 Elstern und 5.000 Eichelhäher zum Abschuss freigibt. Die Tierschutz-Stiftung Vier Pfoten kritisiert diese Notverordnung als "nicht gedeckt" und kündigt rechtliche Schritte an.

Rabenvögel würden dem Naturschutzgesetz unterliegen und nicht dem Jagdgesetz. "Wir werden ein Vertragsverletzungsverfahren in Brüssel anstreben, denn es kann nicht angehen, dass in einem Rechtsstaat Gesetze mit Füßen getreten werden, die 35.000 Tieren einen sinnlosen Tod bescheren sollen", so Johanna Stadler, Geschäftsführerin von Vier Pfoten.

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kurier.at vom 16.06.2011

Pensionist starb in engem Schacht 

Ab 1. Juli sind 25.000 Krähen zum Abschuss freigegeben. Mit einer Notverordnung zum Jagdgesetz reagierte die Landesregierung am Donnerstag auf die Krähenplage. Der Schaden beträgt bereits rund zwei Millionen Euro.

Notverordnung zum Jagdgesetz

Ende Mai forderten die heimischen Landwirte eine Änderung der gesetzlichen Vorgaben. Prinzipiell sind die Krähen geschützt, eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss war nicht vorgesehen.

Das Land reagierte auf die Situation der Bauern und beschloss am Donnerstag eine Notverordnung zum Jagdgesetz. Diese erlaubt den Abschuss von rund 25.000 Krähen, 5.000 Elstern und 5.000 Eichelhähern. Die Abschusszahlen sind für die einzelnen Bezirke genau definiert und müssen von den Jägern im Rahmen der Niederwildmeldung erfasst werden.

Seitinger: Mussten schnell handeln

Aus dem Büro des zuständigen Landesrates Johann Seitinger (ÖVP) heißt es, man habe schnell handeln müssen. Durch den Schutz sei die Population der Krähen in den letzten Jahren förmlich "explodiert". Der Schaden bei Obst und Getreide beträgt bereits rund zwei Mio. Euro.

Verordnung gilt bis Jahresende

Die betroffenen Grundeigentümer seien jetzt aufgerufen, mit den Jägern Kontakt aufzunehmen, um die Situation schnellstmöglich zu entschärfen, so Seitinger. Der Abschuss der Krähen startet mit 1. Juli, der Abschuss der Elstern und Eichelhäher ist ab 1. August möglich. Die Verordnung gilt bis 31. Dezember 2011.

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austria.com vom 16.06.2011

Betrunkener Jäger erschoss Freund in der Slowakei 

Ab 1. Juli sind 25.000 Krähen zum Abschuss freigegeben. Mit einer Notverordnung zum Jagdgesetz reagierte die Landesregierung am Donnerstag auf die Krähenplage. Der Schaden beträgt bereits rund zwei Millionen Euro.

Notverordnung zum Jagdgesetz

Ende Mai forderten die heimischen Landwirte eine Änderung der gesetzlichen Vorgaben. Prinzipiell sind die Krähen geschützt, eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss war nicht vorgesehen.

Das Land reagierte auf die Situation der Bauern und beschloss am Donnerstag eine Notverordnung zum Jagdgesetz. Diese erlaubt den Abschuss von rund 25.000 Krähen, 5.000 Elstern und 5.000 Eichelhähern. Die Abschusszahlen sind für die einzelnen Bezirke genau definiert und müssen von den Jägern im Rahmen der Niederwildmeldung erfasst werden.

Seitinger: Mussten schnell handeln

Aus dem Büro des zuständigen Landesrates Johann Seitinger (ÖVP) heißt es, man habe schnell handeln müssen. Durch den Schutz sei die Population der Krähen in den letzten Jahren förmlich "explodiert". Der Schaden bei Obst und Getreide beträgt bereits rund zwei Mio. Euro.

Verordnung gilt bis Jahresende

Die betroffenen Grundeigentümer seien jetzt aufgerufen, mit den Jägern Kontakt aufzunehmen, um die Situation schnellstmöglich zu entschärfen, so Seitinger. Der Abschuss der Krähen startet mit 1. Juli, der Abschuss der Elstern und Eichelhäher ist ab 1. August möglich. Die Verordnung gilt bis 31. Dezember 2011.

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orf.at vom 09.06.2011

Krähenplage: 25.000 Tiere zum Abschuss frei  

Ab 1. Juli sind 25.000 Krähen zum Abschuss freigegeben. Mit einer Notverordnung zum Jagdgesetz reagierte die Landesregierung am Donnerstag auf die Krähenplage. Der Schaden beträgt bereits rund zwei Millionen Euro.

Notverordnung zum Jagdgesetz

Ende Mai forderten die heimischen Landwirte eine Änderung der gesetzlichen Vorgaben. Prinzipiell sind die Krähen geschützt, eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss war nicht vorgesehen.

Das Land reagierte auf die Situation der Bauern und beschloss am Donnerstag eine Notverordnung zum Jagdgesetz. Diese erlaubt den Abschuss von rund 25.000 Krähen, 5.000 Elstern und 5.000 Eichelhähern. Die Abschusszahlen sind für die einzelnen Bezirke genau definiert und müssen von den Jägern im Rahmen der Niederwildmeldung erfasst werden.

Seitinger: Mussten schnell handeln

Aus dem Büro des zuständigen Landesrates Johann Seitinger (ÖVP) heißt es, man habe schnell handeln müssen. Durch den Schutz sei die Population der Krähen in den letzten Jahren förmlich "explodiert". Der Schaden bei Obst und Getreide beträgt bereits rund zwei Mio. Euro.

Verordnung gilt bis Jahresende

Die betroffenen Grundeigentümer seien jetzt aufgerufen, mit den Jägern Kontakt aufzunehmen, um die Situation schnellstmöglich zu entschärfen, so Seitinger. Der Abschuss der Krähen startet mit 1. Juli, der Abschuss der Elstern und Eichelhäher ist ab 1. August möglich. Die Verordnung gilt bis 31. Dezember 2011.

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regionaut.meinbezirk.at vom 08.06.2011

Jagdrebellen wollen eine Reform 

Kritik wird sowohl an der „Wildmastfütterung“ als auch dem Jagdverband und der Forstbehörde laut.

Ungewöhnliche Post erhielten Politiker und Verantwortliche des NÖ-Landesjagdverbandes in den letzten Tagen von einer Gruppe von Jägern. Darin nehmen jene den Jagdverband und die Forstbehörde ins Visier und kritisieren diese heftig.


NÖ. In dem Schreiben wird gegen ungebührliche „Wildmastfütterung“ zwecks leichterer Erlegbarkeit von Hirsch und Reh protestiert. „Durch das Heranzüchten mit Kraftfutter nimmt das Wild überhand und schädigt damit den Wald über Gebühr“, so die Kritiker, die derzeit namentlich noch nicht genannt werden wollen. Sie wenden sich gegen Prestigejagden, wo es „mehr um Geschäfte unter Promis denn um das Weidwerk geht.“ Außerdem kritisieren sie die Wahlen im Landesjagdverband:

„Wahlvorschläge werden von wenigen Verantwortlichen ausgemauschelt, der einzelne Jäger kann den Bezirksjägermeister gar nicht direkt mitbestimmen.

“ In ihrem Visier befindet sich auch die Forstbehörde, die die Jägerschaft eigentlich kontrollieren sollte. Sie sei aber befangen: „Die Forstbehörde ist ja selbst Teil der Jägerschaft und mit den Obersten des Jagdverbands auf Du und Du.“ Nun fordert man „entweder tiefgreifende Reformen oder die Zulassung eines neuen, gleichberechtigten Jagdverbands“. Seitens des Landesjagdverbands kennt Peter Lebersorger die Kritik, kann sie aber nicht nachvollziehen.

„Wer meint, illegale Wildfütterung zu beobachten, muss diese zur Anzeige bringen. Ebenso etwaige durch das Wild verursachte Waldschäden.“ Auch an den Wahlen im Verband und den Mitgliedsbeiträgen sei für Lebersorger nichts auszusetzen: „Jeder, der eine gültige Jagdkarte hat, kann wählen.“

Bezirk Melk: Egger beschwichtigt

Auch im Bezirk Melk wollen sich Kritiker des derzeitigen Systems noch nicht öffentlich äußern. Bezirksjägermeister Bernhard Egger jedenfalls sieht das Thema noch locker: „In Melk ist mir diesbezüglich nichts bekannt, ich habe bisher nur von Vorfällen im Raum Wr. Neustadt gehört.“ Auch die Aufregung um Jäger, die eine Funktion in der Forstbehörde haben, kann er ganz und gar nicht verstehen. „Da hier Gutachten abgegeben werden müssen, kann diese Arbeit auch nicht von irgendwelchen Bürokräften gemacht werden“, stellt sich Egger auf die Seite der Systembewahrer.

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wien-heute.at vom 06.06.2011

Mord und Selbstmord am Bauernhof 

Heute, Montagvormittag, dürfte ein 43-jähriger Landwirt aus derzeit noch unbekannten Grund auf seinem landwirtschaftlichen Anwesen in Schibbs, NÖ, seine 45-jährige Lebensgefährtin - eine deutsche Staatsbürgerin - mit einem Messer getötet haben. Gegen 14.30 Uhr fand der 14-jährige Sohn des Täters die Lebensgefährtin seines Vaters in der Küche in einer Blutlache liegend auf. Die herbeigerufenen Rettungskräfte konnten nur mehr den bereits eingetretenen Tod der Frau feststellen.

Da der vermutliche Täter nicht angetroffen werden konnte, weiters Jäger und im Besitz mehrerer legaler Schusswaffen war, wurde zur Durchsuchung des Anwesens das EKO-Cobra beigezogen.

Schließlich wurde der Mann in einem Schuppen tot aufgefunden. Er dürfte mit einem Messer Selbstmord verübt haben.

Abklärungen zum Motiv sind noch im Gange. Die Angehörigen werden von einem Kriseninterventionsteam betreut.

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noen.at vom 01.06.2011

Jäger knallte Rehbock vor Haus ab 

Ein Jungtier verirrte sich auf ein Grundstück in Klosterneuburg in die Leopoldstraße. Der Jäger erschoss den Bock im Garten.

Klosterneuburg / „Ich bin Hochwassergeschädigte, sogar zwei Mal. So leicht kann man mich nicht aus der Fassung bringen. Dennoch finde ich die ganze Sache schockierend.“ Susanne Hof ist mehrfache Mutter. Auf ihr Grundstück in der Leopoldstraße verirrte sich am Sonntag in der Früh ein junger Rehbock. Nach rund vier Stunden, in denen das verängstigte Tier im Garten auf und ab lief, informierte die Familie die Polizei Klosterneuburg. Die Beamten setzten sich daraufhin mit dem Jäger Martin Steingruber in Verbindung, der sich des Problems annehmen sollte.

Kurze Zeit später traf Steingruber in der Leopoldsstraße ein. Susanne Hof ging daraufhin in ihr Haus, um ihren aufgeregten Sohn zu beruhigen.
„Er hatte schon geglaubt, wir bekommen ein neues Haustier“, erzählt die Mutter.

„Wir hörten nur ein  irrsinnig lautes Krachen“

Dann zerstörte ein lautes Krachen die Familienidylle. „Es war irrsinnig laut, wir konnten uns zunächst nicht erklären, was da passiert war“, schildert Nachbar Dr. Franz Burgemeister die Situation vom angrenzenden Grundstück aus. Nach nur zehn Minuten hatte der Jäger den jungen Rehbock erlegt. Ohne Vorwarnung. Mitten im Garten der Familie Hof.

„Ich wusste nicht, was passiert. Es gab keine Ansage, dass wir im Haus bleiben sollen. Und auch nicht, dass geschossen wird“, gibt Hof an.
Ebenso wenig Kommunikation widerfuhr angeblich den Nachbarn. Lange wurde gerätselt, bis schließlich Susanne Hof bei einem „Zaungespräch“ von dem Vorfall erzählte.

Der verantwortliche Jäger Martin Steingruber schildert aus seiner Sicht, warum er mit dem Wild „kurzen Prozess“ gemacht hatte: „Der Bock konnte nicht mehr aus dem Garten. Hätte ich noch länger gewartet, wäre das Tier noch umgekommen vor Angst.“ Steingruber lasse sich außerdem nicht auf lange Diskussionen ein, bei denen die Leute nur herumüberlegen.

„Rehe gab es auch hier und da in unserem Garten. Die wurden jedoch eingefangen und nicht einfach abgeschossen“, bemerkt Burgemeister.

„Tiere sind nach ihrer  Freilassung verendet“

Dem widerspricht Steingruber nicht. Auch er habe schon oft Rehe eingefangen und im Wald laufen lassen. Diese wären jedoch nach wenigen Metern qualvoll verendet. „Sie sind an einem Herzinfarkt gestorben, weil sie sich so sehr aufgeregt hatten“, erinnert sich Steingruber zurück.
Aufgrund dieser Erfahrungen sei für Steingruber das Fangen von Wildtieren keine Option mehr. „Die Leute glauben immer, wir narkotisieren die Tiere, lassen sie frei und alles ist gut,“ kritisiert der Jäger. Für Burgemeister ist die Vorgangsweise des Jägers dennoch nicht nachvollziehbar: „Der ’Förster‘ schoss dieses Reh mitten im bebauten Gebiet, zwischen Einfamilienhäusern ab. Aufgrund der damit verbundenen Gefährdung der Bewohner, darunter auch mehrere Kinder, erscheint diese Vorgangsweise völlig unverständlich und eventuell auch rechtswidrig!“

„Überall kann man das natürlich nicht machen. Ich habe aber die Sachlage geprüft. Die Dame war im Haus und auf der Straße wenig Menschen unterwegs“, verteidigt sich der Jäger.

„Wollte nicht, dass Jäger  den jungen Bock schießt“

Dem widerspricht Bezirkshauptmann Mag. Wolfgang Straub: „Laut dem Jagdgesetz ist es untersagt, im bebauten Gebiet zu schießen. Es sei denn, das Wild ist angeschossen oder krank.“

Zurück bleibt eine verstörte Hausherrin. Die sagt nachdenklich: „Hätte ich gewusst, dass der Jäger den Bock tötet, hätte ich die Polizei wahrscheinlich nicht angerufen.“

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orf.at vom 27.05.2011

Landwirte kämpfen mit Krähenplage   

Die heimischen Landwirte haben wieder mit einer Krähenplage zu kämpfen. Die Vögel sind geschützt, und heuer gibt es auch keine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss. Der Schaden ist schon jetzt enorm.

Sogar Lämmer tödlich verletzt

300.000 Euro Schaden richteten die Krähen allein im Bezirk Graz Umgebung bisher an. Sogar auf Jungtiere haben sie es abgesehen: Die Schafbäuerin Karina Neuhold erzählt, dass die Krähen im Vorjahr mehr als zehn Lämmer tödlich verletzten, "und seither schauen wir noch mehr, dass wir unsere Mütter, wenn sie hochträchtig sind, in Stallnähe haben, und versuchen, dass sie im Stall ablammen und erst nach der Geburt wieder auf die Weide dürfen".

Bauern fordern Erlaubnis zur Bejagung

Die Maisbauern können ihre Äcker nicht schützen - der Landwirt Josef Degen etwa muss deshalb schon zum dritten Mal nachsetzen. In Schwärmen stürzen sich die Krähen auf die jungen Pflanzen und fressen die Keime. "Ich hab' eh Mais gesät, ein wenig eine Ablenkfütterung gemacht, aber es hilft nichts. Ich will nicht entschädigt werden, ich will nur, dass etwas geschieht, dass man die Krähen jagen darf", so Degen.

"Ernte wird auf Bürokratietisch geopfert"

War der Schaden groß, erteilte die Naturschutzbehörde bisher eine landesweite Ausnahmegenehmigung zur Bejagung - obwohl das nach EU-Recht gar nicht möglich ist.

Heuer will die Behörde genau vorgehen, sagt der Präsident der Landwirtschaftskammer, Gerhard Wlodkowski: "Im heurigen Jahr sagt die Behörde, das geht nicht, es müssen Einzelbescheide gemacht werden, das wären allein in der Steiermark 20.000 Bescheide, was unmöglich ist".

Josef Herzog von der steirischen Landwirtschaftskammer geht in seinem Urteil noch weiter: "Da muss man einfach sagen, bis das Ganze verzogen ist, ist die Ernte auf dem Bürokratietisch geopfert."

Vorgaben sollen geändert werden

Die Bauern fordern eine Änderung der gesetzlichen Vorgaben. Ob die Behörde schon vorher Ausnahmegenehmigungen erteilen wird, ist derzeit noch offen.

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nachrichten.at vom 24.05.2011

Jagdhund biss Katze zu Tode: Oberste Jäger verurteilen Verhalten des Waidmanns scharf 

Große Empörung unter der OÖN-Leserschaft erregte der Bericht über einen Jäger, dessen Jagdhund eine Katze im Beisein des Waidmanns tot biss. Das Verfahren läuft noch. Jagdrechtsexperte Friedrich Reisinger spricht von einem schweren Verschulden des Jägers.

Der Jäger aus dem Bezirk Grieskirchen war mit seinem nicht angeleinten Jagdhund im Revier unterwegs. Der Hund jagte die Katze und biss sie tot. Laut einer Zeugenaussage hätte der Jäger nicht eingegriffen, sondern den Hund regelrecht auf die Samtpfote gehetzt. Und das weniger als 300 Meter vom nächsten Wohnhaus entfernt. Dann ließ er die tote Katze einfach liegen.

Bei der Bezirkshauptmannschaft in Grieskirchen wird noch ermittelt. Jagdrechtsexperte Friedrich Reisinger von der Abteilung Land- und Forstwirtschaft beim Land OÖ verurteilt das Verhalten des Jägers scharf. „Ein Jäger muss seinen Hund im Griff haben, ich will mir nicht ausmalen, was wäre, wenn der Hund das nächste Mal einem Kind nachläuft.“ Das schlimmste sei, so Reisinger, dass der Jäger den Hund noch dazu ermunterte, die Katze zu töten, anstatt sich um die verletzte Katze zu kümmern und sie dann einfach liegen ließ. „Vorausgesetzt, dass es so war, sind das mehrere Verwaltungs-Übertretungen, über die die Behörde urteilen muss“, sagt Reisinger. Auch Landesjägermeister Sepp Brandmayr kritisiert scharf. „Das kann man nicht gutheißen.“

Katzen, die mehr als 300 Meter vom nächsten Haus entfernt sind, dürften von Jägern getötet, sprich erschossen werden. Die Betonung liegt auf dem Konjunktiv. „Wir sagen den angehenden Jägern bei den Prüfungen immer, das nicht zu tun und den Kontakt mit den Tierhaltern zu suchen“, sagt Reisinger.

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orf.at vom 21.05.2011

Jäger mit Seil auf der Petzen geborgen 

Ein 27 Jahre alter Jäger musste am Samstag auf der Petzen vom Hubschrauber aus mittels Seil geborgen werden. Der Mann war im unwegsamen Gelände ausgerutscht und erlitt eine Verletzung an einem Fuß.

Schwerer Rucksack verstärkte Sturz

Der Jäger wollte am Samstagvormittag eine Jagdhütte mit Material versorgen. Auf dem Wanderweg zur Hütte kam er mit seinem schweren Rucksack zu Sturz.Der Jäger konnte noch mit seinem Handy Kontakt mit dem Liftpersonal auf der Petzen aufnehmen. Das Liftpersonal leitere die Alarmkette ein.

Am Seil aus Gelände ausgeflogen

Wegen des sehr unwegsamen Geländes musste das Team des Christophorus 11 Hubschraubers den Mann mit dem Seil bergen. Er wurde am Seil aus dem Gelände ausgeflogen. Nach der medizinischen Versorgung auf der Bergstation wurde der Verletzte ins UKH Klagenfurt gebracht.

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orf.at vom 18.05.2011

Wieder Bärenschäden im Gail- und Rosental 

In den vergangenen Tagen hat ein Braunbär südlich von Egg (Bezirk Hermagor) acht Bienenstöcke geplündert, ausgeschleckt und zerstört. Auch in St. Oswald bei Maria Elend (Bezirk Villach-Land) hat ein Bär zwei Bienenstöcke demoliert.

Hungriger Bär im Hochwald auf Futtersuche

Im Gailtal schlug der Braunbär vermutlich schon in der Nacht auf Sonntag zu. Er zerstörte drei von insgesamt acht Bienenstöcken eines 61 Jahre alten Pensionisten aus dem Bezirk Hermagor. Der Hobbyimker schätzt den Schaden auf 500 Euro.

Der zerstörte Bienenstand, der nicht abgesichert war, befindet sich im Hochwald südlich von Egg, weit von der nächsten Ortschaft entfernt.

Auch Carnica-Bienenstöcke lockten Bären an

In der Zeit zwischen vergangenem Samstag und Dienstag wurden auch auf der Frohnwiese in St. Oswald bei Maria Elend zwei Bienenstöcke der Carnica-Zucht von einem Bären umgeworfen und beschädigt.

Der Bär fraß etwa sechs Waben und verstreute die Überreste im Umfeld von rund 30 Metern. Die Schadenshöhe beträgt 250 Euro. Die Bienenstöcke waren auch in diesem Fall nicht durch einen Elektrozaun gesichert.

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bild.de vom 17.05.2011

Beim Jagdausflug - Ösi-Jäger erstickt in seinem Hochsitz

Fischbach – Tragisches Ende eines Jagdausflugs: Eigentlich wollte Michael E. (24) mit einem Freund nachts Wildschweine schießen.

Doch dann fand man den Österreicher tot in seinem Hochsitz! Bei einem Stolpener Jagdpächter hatten der Sägewerk-Besitzer aus Schwoich (Tirol) und sein Freund die Hochstände mit geschlossenen Kabinen gemietet.  Michael E. schlief in der Kanzel ein – mit der Zigarette in der Hand! Als sein Freund ihn nachts suchte, entdeckte er ihn reglos auf dem Boden liegend – tot! Ein Polizeiermittler vermutet: „Vielleicht entzündete die Kippe einen Schwelbrand.“ Vermutet wird eine Kohlenmonoxidvergiftung, an der Michael E. erstickte.

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orf.at vom 16.05.2011

16-Jährige sollen Jagdprüfung machen dürfen 

Künftig sollen bereits 16-Jährige die Jagdprüfung ablegen und auf die Jagd gehen dürfen. Das will die Salzburger Jägerschaft. Landesrat Sepp Eisl (ÖVP) stimmt der Forderung zu - eine Neufassung des Jagdgesetzes sei bereits in Arbeit.

Jagen nur in Salzburg und Tirol erst ab 18

Bisher muss ein Jungjäger in Salzburg mindestens 18 Jahre alt sein, um die Jagdprüfung ablegen zu können. Nur in Einzelfällen gibt es Ausnahmen - zum Beispiel bei Lehrlingen eines anerkannten Jagdbetriebes.

Geht es nach Landesjägermeister Sepp Eder, soll sich das jetzt ändern: "In allen anderen Bundesländern gibt es am 16 Jahren die Jagdprüfung, ausgenommen in Tirol und Salzburg. Und wir glauben, dass ein junger Mensch mit 16 die Jagdprüfung machen kann - mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten. Wir haben gesagt, wenn einer mit 16 Jahren wählen gehen kann, soll er auch die Möglichkeit haben, die Jagdprüfung zu machen."

"Sollen richtigen Umgang mit Waffe lernen."
Kurse in Landwirtschaftsschulen abhalten

Vor allem eine Gruppe von potenziellen Jungjägern hat Sepp Eder im Visier: die Kinder von Bauern und Grundbesitzern, die die Landwirtschaftsschule absolvieren. Sie sollen unkompliziert neben der Schule die Jagdprüfung machen können.

"Wir wollen in Zukunft unsere Kurse in den Landwirtschaftsschulen abhalten, damit die Schüler die Abendkurse besuchen können. Denn wir glauben, dass der Bauer die Möglichkeit haben soll, dass er jagern gehen kann und die Prüfung ablegen kann - wo natürlich das Schießen dabei ist und der richtige Umgang mit der Waffe", so Eder.

Noch gibt es nur einen Grundsatzbeschluss der Jägerschaft, für diese Gesetzesänderung einzutreten. Einen genauen Zeitplan und Details zur Umsetzung gebe es noch nicht, ergänzt der Landesjägermeister.

Land gibt grünes Licht für Forderung

Das Land Salzburg gibt zu dieser Forderung der Jägerschaft grundsätzlich grünes Licht. Eine Neufassung des Jagdgesetzes sei gerade in Arbeit. Darin soll auch das Mindestalter für Jagdprüfung auf 16 gesenkt werden, sagt der zuständige Agrarlandesrat Sepp Eisl.

"In Kürze wird das in Begutachtung gehen und nach der Begutachtungsfrist dem Landtag zugeleitet wird. Ich gehe davon aus, dass bis Jahresende diese Jagdgesetznovelle den Landtag passiert haben wird. Die Gespräche mit dem Koalitionspartner sind diesbezüglich noch zu führen, aber ich sehe hier derzeit keine großen kontroversiellen Themen, weil das Themen sind, die eigentlich in allen Bereichen akkordiert sind", meint Eisl.

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orf.at vom 16.05.2011

Gelände des Safariparks öffnet wieder 

Auf dem Gelände des ehemaligen Safariparks in Gänserndorf ist ein Familienerlebnispark entstanden. Vom ehemaligen Tierbestand sind nur noch 44 Schimpansen und Kleinaffen übrig. In zwei Wochen wird aufgesperrt.

Neues Außengehege


Immer wieder wurde seit dem Konkurs 2004 über das Schicksal der Affen diskutiert. Sie sind außerhalb des neuen Erlebnisparks untergebracht. Seit zwei Jahren werden sie in Gänserndorf vom Gut Aiderbichl betreut.

Zurzeit wird gerade ein Außengehege für die Tiere gebaut. Es wird nicht ausgeschlossen, dass das Gehege später in den Erlebnispark integriert werden könnte.

Virtuelle Safari im Erlebnispark

Das einzige Großwild, das künftig auf dem ehemaligen Gelände des Safariparks zu finden sein wird, ist virtuell: Auf einer 3D-Leinwand können die Familien auf Bogensafari gehen.
Die Tiger und Löwen, die sich früher im Safaripark Gänserndorf tummelten, befinden sich größtenteils in Südafrika.

Ein Teil lebt auch im Zoo Hagenbeck in Deutschland, ein Nashorn wurde nach Ungarn gebracht. Die meisten anderen Tiere wurden von der österreichischen Tierschutzorganisation übernommen.

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orf.at vom 12.05.2011

"Pinselohr" als neuer Nationalpark- Bewohner  

Im Nationalpark Kalkalpen sollen Luchse wieder heimisch werden. Zwei Exemplare, möglichst ein Pärchen dieser Raubkatzen, werden in der Schweiz gefangen und im Nationalpark ausgesetzt. Das haben Wildtier-Experten, Naturschützer und Jäger im Jänner bei einem "Luchs-Gipfel" beschlossen. Inzwischen ist das erste Pinselohr, ein Luchsweibchen, im Nationalpark angekommen und freigelassen worden.

Möglicherweise Nachwuchs


Sie heißt Freya - wie die nordgermanische Göttin der Liebe - und ist blitzschnell. Knapp fünf Sekunden braucht sie, um aus der Transportkiste zu springen und im nächsten Unterholz zu verschwinden.

Die junge Schweizerin ist möglicherweise Trägerin eines süßen Geheimnisses. Andreas Ryser, Luchsexperte aus der Schweiz, sagt: "Normalerweise kriegen die Luchsweibchen ihre Jungen Ende Mai, Anfang Juni."

200 Luchse in der Schweiz

In der Schweiz gibt es rund 200 Luchse, das Nebeneinander mit den Menschen funktioniert recht gut, heißt es. Freilich: bei den Eidgenossen sind die Pinselohren seit Jahrzehnten fixer Bestandteil der Natur.

In Österreich hingegen sind die Luchse nach ihrer Ausrottung erst seit wenigen Jahren wieder zurück. Erich Mayrhofer, Direktor vom Nationalpark-Kalkalpen: "1998 ist dann der erste Luchs wieder in den Nationalpark zurückgekehrt. Das ist jetzt eben die erste Freilassung."

Sehen wird man sie selten

Mit Freya gibt es zwei bis drei Luchse im Nationalpark. Sehen wird man die für Menschen ungefährlichen Raubkatzen selten, so Ryser: "Man kriegt sie schon ab und zu zu Gesicht, aber man sicher nicht rausgehen und sagen, dass man einen Luchs sehen will."

Freya trägt übrigens einen Sender um den Hals. Sie kann daher jederzeit geortet werden, um festzustellen, ob sie lebt, wie es ihr geht, wie groß ihr Revier ist - und wie sie sich verhält.

Und ein geändertes Verhalten sowie ein anderer Tagesablauf wäre für Experten ein erster Hinweis darauf, dass Freya Nachwuchs bekommen hat.

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krone.at vom 15.05.2011

Gailtaler Zottel tappt in Fotofalle der "Krone" 

Braunbären fühlen sich in Kärnten immer wohler! Prompt tappte jetzt auch noch ein ausgewachsener, wohl knapp 200 Kilogramm schwerer Zottel im Unteren Gailtal in eine Fotofalle der "Kärntner Krone". Redakteur Hannes Wallner hatte sie für Testzwecke in den Karnischen Alpen aufgestellt. Mehr als 30 Bienenstöcke haben heuer schon zwei Bären im Rosental und im Oberen Gailtal geplündert.

Erst in der Nacht auf Freitag konnten bei einem Bienenstock in Kötschach-Mauthen Kratzspuren sichergestellt werden. Experten gehen davon aus, dass es sich um zwei verschiedene Tiere handelt. Und kürzlich tappte dann auch noch ein dritter, heimlicher und unauffälliger Braunbär im Unteren Gailtal in eine Fotofalle der "Kronen Zeitung".

Zwischen acht und zehn Braunbären auf Tour

Alles Bestätigungen dafür, dass "Meister Petz" in Kärntens Wäldern immer heimischer wird, was Kärntens Bärenanwalt Bernhard Gutleb seit Jahren schon prognostiziert. Gutleb: "Ich rechne damit, dass bei uns zwischen acht und zehn Braunbären unterwegs sind. Fast täglich gehen bei mir derzeit neue Meldungen und Sichtungen sowie Schäden von Braunbären ein. Und diese stammen allesamt aus den Karawanken sowie den Karnischen und Gailtaler Alpen, wie etwa dem Gebiet um den Reißkofel."

90 Schafe fielen zum Opfer

Alleine im Vorjahr fielen etwa auf dem Kirchbacher Wipfel mehr als 90 Schafe dem Bären zum Opfer. Gutleb: "Die Schäden sind inzwischen abgegolten. Ich gehe aber davon aus, dass hier zeitweise auch der Wolf unterwegs gewesen ist." Der Schaden durch Bär und Wolf im Vorjahr: stolze 50.000 Euro. Für heuer wurde deshalb sogar ein eigenes Budget im Naturschutzreferat bereitgestellt.

Faktum ist: Bär und Wolf, aber auch der Luchs, werden wieder heimisch.
Und weder Politiker, Bauern noch Jäger können die Tiere davon abhalten.
Wichtig wäre ein Großwild- Management, wie es etwa Italien und die Schweiz erfolgreich betreiben. Unverständlich ist daher für viele, warum das Land Kärnten ein geplantes Monitoring nach einem erfolgreichen Pilot- Projekt einfach auf Eis gelegt hat.

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salzi.at vom 09.05.2011

Trennungsstreit endete mit Griff zum Gewehr - Schussabgabe im Garten 

Nach einem Beziehungsstreit in Bad Goisern griff ein 43-jähriger alkoholisierter Mann am frühen Sonntagabend zu einem Gewehr und schoss. Zwischen dem Mann und seiner 47-jährigen Ex-Freundin sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen, wodurch der 43-Jährige plötzlich völlig ausrastete.

Cobra am Weg ins Salzkammergut

"Er habe daraufhin gedroht, sein Jagdgewehr zu holen und den Hund zu erschießen.", bestätigte die Polizei:"Er habe auch im Garten schließlich einen Schuss abgefeuert. Seine Ex-Freundin schlug per Handy Alarm."
Sämtliche eingetroffene Polizeibeamte aus dem Bezirk Gmunden konnten den Gefahrenbereich absichern und eine Gefährdung Unbeteiligter minimieren.

Routinemäßig wurde auch die Einsatzgruppe Cobra nach Bad Goisern gerufen. Einheimische Polizisten konnten den Mann schließlich noch vor Eintreffen der Cobra im Garten unbewaffnet antreffen, wo er sich schließlich auch widerstandslos festnehmen ließ.

Waffen und Munition sichergestellt

Seine Waffen und die Munition wurden sichergestellt. Außerdem verhängte die Polizei eine Wegweisung aus dem Haus, sowie ein Betretungs- sowie ein Waffenverbot. Der 43-Jährige wurde noch am Abend in die Psychiatrische Abteilung des Landeskrankenhauses Vöcklabruck gebracht.

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orf.at vom 06.05.2011

Konflikt Forst gegen Jagd weitet sich aus 

Im Zuge der Jagdgesetznovelle fordert der Forstverein revierübergreifende Abschusspläne. Die Wildfütterung soll eine reine Überlebenshilfe im Winter sein. Dies werde alles längst diskutiert, kontert die Jägerschaft.

Kein Kraftfutter während der Jagdzeit


Der Tiroler Forstverein fordert einen Vorrang für die Bäume: Nicht tierzüchterische Kriterien oder besonders beeindruckende Trophäen sollen Vorrang haben, sondern die dringend nötige Verjüngung der Tiroler Wälder. Die Wildfütterung solle sich im Wesentlichen auf reine Überlebenshilfe im Winter beschränken und schon gar nicht mit Kraftfutter noch während der Jagdzeit durchgeführt werden.

"Unnötige Einmischung"

Die Tiroler Jägerschaft bezeichnet diese Forderungen als völlig unnötig. Landesjägermeister Karl Berktold gibt sich verwundert, dass sich der Forstverein in die laufenden Verhandlungen zur Jagdgesetznovelle einmische. "Der Zeitpunkt ist nicht nachvollziehbar", so Berktold gegenüber dem ORF Tirol:

"Wir drängen bereits auf revierübergreifende Steuerungsmaßnahmen, besonders bei der Erstellung der Abschusspläne. Der Forstverein soll das den Fachleuten überlassen, wir haben beste Ansätze. Es wird sich auch bei der Fütterung, speziell beim Rotwild, einiges ändern."

Außerdem habe die Tiroler Jägerschaft im abgelaufenen Jagdjahr den Abschussauftrag mehr als planmäßig erfüllt, so Berktold. Das Thema müsse sachlich angegangen werden, zumal die Jagd in Tirol auch ein Wirtschaftsfaktor sei.

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orf.at vom 05.05.2011

Jogger entdeckte tödlich verunglückten Jäger 

Einen grausigen Fund hat Donnerstagfrüh ein Jogger in einem Waldstück bei Dürnstein gemacht. Auf einem Waldweg fand er in einem Autowrack einen Toten. Die Polizei geht von einem Unfalltod aus.

Toten bei einem Forstweg entdeckt

Kurz nach acht Uhr lief der Jogger auf einem Forstweg im Gemeindegebiet von Dürnstein an einem Jeep vorbei, der gegen einen Baum geprallt war.

Hinter dem Lenkrad saß noch das Unfallopfer, ein 76-jähriger Jäger aus dem Bezirk Krems. Der Jogger verständigte mit dem Handy des Toten, weil er selbst keines hatte, die Rettungskräfte. Der Mann dürfte schon in den Nachtstunden verstorben sein.

Unfallursache war ein Reifenplatzer

Nach ersten Erhebungen dürfte der Jäger mit seinem Fahrzeug bei der Talfahrt mit dem Vorderrad gegen einen Stein geprallt sein.

Der Reifen platzte, das Fahrzeug rollte noch rund 100 Meter bergab und prallte dann mit großer Wucht gegen einen Baum. Die Polizei geht von einem Unfalltod aus, eine Obduktion wurde nicht angeordnet.

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"Konsument" vom Mai 2011

Wegefreiheit - Was darf man im Wald? 

Manchmal sehen Erholungsuchende den Wald vor lauter Verbotsschildern nicht. Immer mehr Naturraum wird für die Öffentlichkeit gesperrt. Wir sagen Ihnen, welche Verbote zu beachten sind und welche Sie getrost ignorieren können.

Der Zugang zur Natur wird von zwei Seiten bedroht: Einerseits wird der Naturraum immer starker durch Autobahnen, Golfplatze, Skipisten oder riesige Hotelkomplexe zurückgedrängt. Auf der anderen Seite gibt es eine kapitalkräftige Lobby, die offenbar am liebsten ale Erholungsuchenden aus den verblie­benen Naturraumen aussperren lassen wurde, um ungestört ihrer Jagdlust frönen zu können. Man stellt sich die bange Frage: Was darf man im Wald eigentlich noch?
Wobei es nicht nur um den Wald geht. Als Erholungsraum kommt in Österreich neben dem Wald auch das Alm- und Ödland oberhalb der Baumgrenze infrage. Diese Grenze ist auch rechtlich relevant. Denn die Rechte im Wald und im Bergland sind zum Teil sehr unterschiedlich geregelt.
In jedem Fall gilt allerdings der Grundsatz: Jeder Mensch hat ein Anrecht darauf, die Natur aus Erholungsgründen zu betreten. Auch private Eigentümer dürfen dieses Recht nicht infrage stellen. Der Erholungsuchende ist kein Bittsteller, auch wenn diese Vorstellung in vielen Köpfen noch herumgeistern mag.

Im Wald und darüber

Laut Paragraf 33 des Forstgesetzes aus dem Jahre 1975 gilt im Wald die sogenannte "Wegefreiheit". Das bedeutet, dass sich jedermann dort aufhalten kann; er kann gehen, wandern, laufen - auch abseits der Wege. Das schließt auch Skilaufen (Tourenskilauf und Langlauf) und natürlich auch Schneeschuhwandern ein. Für andere Betätigungen gibt es allerdings Einschränkungen. Wer reiten, Rad fahren, rodeln oder zelten will, braucht dazu die Zustimmung des Grundeigentümers. Für markierte Mountainbike­Routen gibt es in der Regel eine generelle Vereinbarung, die vom Land, von der Gemeinde oder Tourismusverbanden mit dem Eigentümer ausgehandelt wurde. Ähnliches gilt für Reitwege oder Rodelstrecken. Überdies bedürfen kommerzielle Veranstaltungen und das Betreten des Waldes zu anderen als Erholungszwecken der ausdrücklichen Zustimmung durch den Grundeigentümer. Im Bereich von Skiliften ist das Abfahren nur auf markierten Pisten oder Skirouten erlaubt (ca. 500 Meter rechts und links des Lifts). Sofern nicht erwerbsmäßig, ist das Sammeln von Mineralien unbeschränkt, das Sammeln von Schwammerln, Beeren und Kräutern bis zu maximal zwei Kilo pro Tag gestattet. Darüber hinaus beschränken zum Teil die Naturschutzgesetze der Länder die Sammelleidenschaft. Die Verwendung von Rechen beim Beerensammeln ist jedenfalls verboten.

Oberhalb der Waldgrenze ist einerseits alles komplizierter, weil hier die Wegefreiheit nicht einheitlich geregelt ist, sondern jedes Bundes­land sein eigenes Süppchen kocht. Anderer­seits sind die Freiheiten generell größer als im Wald. Das Bergland ist "für den Touristenverkehr frei", was so interpretiert wird, dass auch das Reiten, Radfahren, Rodeln oder Zelten grundsätzlich ohne Genehmigung erlaubt ist. Mit zwei Ausnahmen: In Oberosterreich und Vorarlberg gilt Reiten und Radfahren oberhalb der Baumgrenze als generell verboten.

Nutzungsverbote und Sperren

Sowohl unterhalb als auch oberhalb der Baumgrenze können Beschränkungen für bestimmte Gebiete vorgesehen werden. Zu unterscheiden sind Nutzungsverbote und Sperren. Nutzungsverbote bestehen vor allem für Waldflächen, dazu zählen:

* Aufforstungsflächen - Jungwald bis drei Meter Höhe darf nicht
   betreten werden.
* Bannwald - er soll Siedlungen vor Lawinen und Muren schützen.
* Naturschutzreservate - sie bezwecken, dass Wald wieder zum vom
   Menschen unbeeinflussten Urwald werden kann oder beispielsweise
   Moore erhalten bleiben.
* Wasserschutzgebiete - zum Schutz der allgemeinen.
   Wasserversorgung. Sie können auf den Quellbereich beschränkt sein,
   aber auch großräumig abgesperrte Gebiete umfassen.

Nutzungsverbote untersagen in der Regel jegliches Betreten des Gebietes, sie gelten längerfristig oder unbefristet, Hinweistafeln an Wegen zur Kennzeichnung des Betretungsverbots sind nicht erforderlich. Demgegenüber gelten Waldsperren meist befristet und nur abseits von Wegen. Sie sind mit amtlichen Hinweistafeln zu kennzeichnen. Absolute Betretungsverbote sind bei Sperr­gebieten eher die Ausnahme: Befristet gilt das etwa für Holzfällungen oder bei Treibjagden, unbefristet für Christbaumkulturen und Alpengärten sowie bei Eigenbedarf des Eigentümers bis zu maximal 15 Hektar (150,000 m2) rund um sein Haus.

Von Wildwuchs bis Urkundenfälschung

Es gibt aber daneben einen regelrechten Wildwuchs von nicht selten willkürlichen Verfügungen, die von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Das können Naturschutz- oder Wildschutzgebiete oder jagdliche Sperrgebiete sein. Gerade Letztere sind stark im Zunehmen begriffen; oft handelt es sich um sehr große Flachen, ganze Gebirgszüge oder Täler, von denen die Allgemeinheit ausgesperrt wird. Gerne werden rein jagdlich motivierte Sperren auch als Wildschutz- oder Naturschutzgebiet getarnt.
Am schlimmsten ist laut dem österreichischen Alpenverein die Situation in der Steiermark und in Vorarlberg, vergleichsweise liberal geht es in Niederosterreich oder Tirol zu. Der Stellenwert des Tourismus und die Größe der Waldbesitzungen spielen dabei offenbar eine große Rolle. Wo das Geschäft mit den Touristen blüht, scheint man an Jägern weniger interessiert zu sein; Großgrundbesitzer neigen wiederum mehr den Jagdgästen zu ­ nicht unverständlich, wenn man bedenkt, dass man mit einem einzigen Abschuss 10.000 Euro und mehr verdienen kann. Zu den größten privaten Waldeigentümern gehören die Familien Esterhazy, Habsburg-Lothringen und Liechtenstein oder Industrielle wie Mayr­Melnhof; nicht zu unterschätzen sind auch kirchliche Institutionen (wie die Stifte Lilienfeld oder Klosterneuburg, ... ). Nur 19 Prozent des österreichischen Waldes sind in öffentlicher Hand; 81 Prozent sind privat, das ist europaweit fast unerreicht (nur Portugal hat einen noch höheren Privatanteil). Unbefristete jagdliche Sperrgebiete dürfte es seit 1987 eigentlich nicht mehr geben. Auch aus anderen Gründen (etwa wegen Holzfällungen) darf eine Sperre für mehr als vier Monate nur mit behördlicher Genehmigung verfügt werden. Es müssen ganz bestimmte Hinweistafeln benutzt werden, die Zeitdauer der Sperre ist eindeutig anzugeben, nach Beendigung der Sperre sind die Tafeln zu entfernen. Ungeachtet der eindeutigen Gesetzeslage in allen Bundesländern halten sich selbst gebastelte Verbotstafeln, die streng genommen als Urkundenfälschung anzusehen sind, hartnackig über Jahrzehnte hinweg. Noch dazu wird häufig die missverständliche Formel "Jagdliches Sperrgebiet - Betreten verboten" gebraucht. Jeder Uneingeweihte wird das wohl so interpretieren, dass dies auch für den Weg gilt. Man darf Sperrgebiete aber auf Wegen oder Straßen meist durchqueren (Ausnahmen siehe oben). Peter Kapelari, Leiter des Referats Hütten und Wege im Alpenverein, weiß ein Lied davon zu singen. Auf den Hinweis, dass es längst neue Tafeln gibt, die den Besucher lediglich dazu anhalten, die Wege nicht zu verlassen, bekam er von einem steirischen Behördenvertreter zur Antwort: "Wir haben noch so viele alte Tafeln im Keller."
Man sollte sich nicht einschüchtern lassen. Wer auf dem Weg bleibt, braucht vor den meisten Sperrgebieten nicht haltzumachen. Ungesetzliche oder veraltete Tafeln dürfte man eigentlich entsorgen, denn rechtlich sind sie als "Abfall" zu qualifizieren.

Gewohnheitsrecht

Nach der Rechtsprechung kann durch die langjährige Benutzung eines Weges oder einer Skiabfahrt durch Gemeindemitglieder, Touristenvereinsangehörige oder durch die Allgemeinheit ein Benutzungsrecht auch ersessen werden. Die Berechtigten können dieses Recht gegen Eingriffe des Grundeigentümers verteidigen und sogar im Grundbuch eintragen lassen. Voraussetzung einer solchen Dienstbarkeit ist der Ablauf einer Ersitzungszeit von 30 Jahren; wenn es sich um einen öffentlichen Grundeigentümer oder eine juristische Person als Grundeigentümer handelt, betragt die Frist 40 Jahre.

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krone.at vom 05.05.2011

Bauern können aufatmen: Für Bär und Wolf zahlt Land 

Entschädigung. Hungrige Bären und Wölfe zieht es immer öfter in Kärntens Wälder. Doch die großen Räuber richten auch großen Schaden an. Allein in den vergangenen Wochen hat ein Bär, wie berichtet, entlang der Karawanken mehrere Bienenstöcke geplündert. Jetzt wurde ein österreichweit einzigartiges Entschädigungsmodell entwickelt.

Schon jetzt graut es einigen Bauern, wenn sie an den Almauftrieb ihrer Kühe und Schafe denken. Denn im Vorjahr verursachten Bär und Wolf 50.000 Euro Schaden, der nur zu einem geringen Teil von der Versicherung der Kärntner Jägerschäft abgedeckt wurde. Die Versicherung, die übrigens seit 1971 besteht, zahlt nämlich nur Schäden, die eindeutig Großraubwild zuzuordnen sind.

50.000 Euro Budget

"Mit unserem Modell werden künftig der Fehlbetrag zwischen Fleischwert und Zuchtwert eines Tieres sowie der Wert vermisster Ziegen und Schafe nach einem nachgewiesenen Angriff von Bär, Luchs und Wolf im Umkreis von fünf Kilometern abgegolten", so Kärntens Naturschutzreferent Uwe Scheuch und Landesjägermeister Ferdinand Gorton. Das Budget für die Ausgleichszahlungen wird mit 50.000 Euro dotiert.

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kleinezeitung.at vom 03.05.2011

Jäger rettete Rehbock aus Abflussrohr 

Bei einem Revierkampf blieb ein Rehbock in einem Betonrohr hängen. Michael Scherling den Rehbock: "Ich glaube, er hat irgendwie gespürt, dass ihm geholfen wird."

Die Geschichte hat alles was zu einem filmreifen Plot dazugehört:
maskulines Kräftemessen, Blutspuren, bange Momente, eine spektakuläre Rettungsaktion und ein Happy End. Schauplatz Reifnitz, Gemeinde Maria Wörth, Samstagmittag. "Zwei Rehböcke haben auf der Wiese vor unserem Haus gekämpft", erzählt Elfriede Tanke, "aber plötzlich war eines der Tiere nicht mehr da." Gemeinsam mit ihrem Sohn hielt Tanke Nachschau.
"Schließlich haben wir den Rehbock im Betonrohr bei einem Wasserablaufgerinne entdeckt. Das Tier steckte drei Meter weit drinnen und konnte sich nicht mehr bewegen."

Tanke rief Michael Scherling, Leiter der Jagdgesellschaft Maria Wörth, zu Hilfe. "Ich hatte nur zwei Möglichkeiten: Den Rehbock erlegen oder versuchen ihn rauszubekommen." Der Jäger entschied sich für die Lebensrettung und kroch in das Rohr, das nicht einmal 50 Zentimeter Durchmesser hat. "Ich habe ein Abschleppseil um den Hinterlauf des geschockten Rehbocks gelegt und dann versucht ihn herauszuziehen." Keine leichte Aufgabe, weil der Jäger sich selbst kaum mehr bewegen konnte.
"Nach fast einer Stunde und mehreren Anläufen konnte ich das Tier doch ohne gröbere Verletzungen retten." Der Rehbock erholte sich rasch von dem Schock, schlich sich von dannen und hat schon bald wieder in der Wiese geäst.

"Wir waren so froh, als die Rettung gelungen ist. Es gehört sehr viel Mut dazu, in so ein enges Rohr zu kriechen", bedankt sich Tanke bei dem Lebensretter. Jagdleiter Scherling muss öfters zu Rettungsaktionen ausrücken, "einmal hatte sich ein Reh in einem Brückengeländer verfangen".

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krone.at vom 30.04.2011

Experte zeigt, wie man Bienen vor Bären schützt 

Nach dem Winterschlaf haben Kärntens Bären Lust auf Süßes gehabt und plünderten 20 Bienenstöcke, zum Leid der Imker – die "Krone" berichtete. Damit ist Schluss, denn das Land stellte den Imkern nicht nur Elektrozäune zur Verfügung, sondern Experte Bernhard Gutleb zeigte auch, wie man sich vor "Meister Petz" schützt.

Ein Elektrozaun allein hält keinen 200-Kilogramm-Braunbären ab. "Dafür bedarf es mehr. Die Bienenstöcke müssen mindestens doppelt eingezäunt sein", so Bärenanwalt Bernhard Gutleb, denn im nächsten Jahr wird’s der Braunbär sicherlich wieder versuchen. Sieben Elektrozäune stellte Landes-Vize Uwe Scheuch den Imkern aus dem Naturschutzbudget zur Verfügung.
Gerade im Frühjahr stehen die eiweißhaltigen Bienenlarven ganz oben auf dem Speiseplan. Die Bilanz: 6.000 Euro Schaden bei Imkern zwischen Fürnitz und dem Bärental. "Einen Stock gestehe ich den Bären jährlich zu. Doch dann sollte es genug sein", erklärt Carnica-Züchter Erich Mak: "Wir müssen damit leben, dass der Bär bei uns ist und immerhin ist er auch im Logo unseres Zuchtverbandes. Doch bei uns im Bärental, das übrigens Bienensperrgebiet ist, züchten wir die autochtone Carnica- Biene. Und da könnte der Schaden groß werden, wenn der Bär unsere Zucht schädigt."

Bären haben großen Hunger

Mittlerweile ist aber ohnehin Ruhe eingekehrt. Gutleb: "Die Bären ernähren sich derzeit von frischem Gras, das im Frühjahr einen hohen Nährwert hat." Und Bären haben großen Hunger. "Sie brauchen mindestens fünf Kilogramm hochwertige Nahrung täglich und von Gras sogar bis zu 15 Kilogramm." Die Bärenschäden werden übrigens refundiert.

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diepresse.com vom 23.04.2011

Tierpräparator: Der Herr der toten Tiere 

Helmut Raith (59) ist Tierpräparator. Nicht irgendwo auf dem Land, sondern mitten in Wien. Um 2800 Euro kann man sich von ihm einen ganzen Eisbären ausstopfen lassen.

Jäger erinnern sich gerne an ihre Abenteuer. Besonders dann, wenn diese in Afrika oder Nordamerika stattgefunden haben. Einer, der solche Erinnerungen in Form von Jagdtrophäen konserviert, ist der Wiener Helmut Raith. Er ist einer der größten Tierpräparatoren Österreichs.

Das Haus, in dem die vielen Tiere wohnen, ist grün und unscheinbar. Nur wer genauer hinsieht, bemerkt das lange Horn eines Mufflonschafs, das anstatt eines Knaufs an der Eingangstür angebracht wurde. Vielleicht soll es den Besucher ein wenig darauf vorbereiten, was sich hinter der Tür befindet. Eine Welt, fast so bunt und exotisch wie ein Besuch im Schönbrunner Tiergarten: Elefanten, Nashörner, Giraffen und Eisbären sind hier zu finden, ebenso wie Streifengnus, Thomsongazellen und Warzenschweine. Mit einem Unterschied: Die Tiere in der Diehlgasse Nummer 36 im fünften Wiener Gemeindebezirk sind alle tot.

Der Mann, unter dessen Schutzherrschaft die toten Lebewesen stehen, ist klein, hat weiße Haare und steht freundlich lächelnd neben einem Ständer mit Fuchsfellen: Tierpräparator Helmut Raith. Seit 30 Jahren ist Raith schon im Geschäft und hat es in dieser Zeit geschafft, zu einem der drei größten Präparatoren in ganz Österreich zu werden. Auch weil er sich auf etwas Besonderes spezialisiert hat: Raith präpariert kaum Stücke fürs Museum, sondern fast ausschließlich Jagdtrophäen. Und nicht nur heimisches Wild wie Füchse, Murmeltiere oder Hirsche, sondern auch Großwild aus der ganzen Welt: Löwen, Giraffen, Elche und Krokodile.

Kunden aus der ganzen Welt

Kein Wunder, dass sein Geschäft jedes (Großwild-)Jägerherz höher schlagen lässt. Auf 800 Quadratmetern tummeln sich fast 5000 Trophäen. Alle so eng aneinandergereiht, dass ein Durchqueren der acht Räume kaum möglich ist, ohne sich irgendwo anzustoßen. Köpfe und Felle von Bären stapeln sich in der Ecke, Antilopen, Büffel und Moschusrinder stehen mitten im Raum, und die Wände sind so dicht mit den Köpfen von Gämsen, Wildschweinen, Zebras und Seelöwen behangen, dass sie sich unter deren Gewicht fast zu biegen scheinen. Ein seltsamer Geruch nach totem Tier und Chemikalien liegt in der Luft. Und gleich im Raum neben dem Eingang liegt der Kopf einer toten Giraffe.

Raith selbst ist 59 Jahre alt und ein schweigsamer Mann. Er spricht nicht immer gerne über seine Arbeit, weil sie oft auf Ablehnung trifft. Trophäen von Jägern präparieren, wer macht denn so etwas? Seine Kunden danken es ihm, denn Raith ist schon längst bis über die Grenzen von Österreich hinaus bekannt: Viele seiner 1200 Kunden kommen aus Kanada, China, Saudi-Arabien oder Russland. Wenn sie in der ganzen Welt nach dem Großwild gejagt haben, schicken sie Raith das Tier nach Österreich, um den Oberkörper des Wildes (Kopf-Brust-Montage) oder den ganzen Körper (Vollmontage) ausstopfen zu lassen. „Am Zoll wird auch die Abschussgenehmigung überprüft“, sagt Raith, der behauptet, kein einziges illegal geschossenes Tier zu präparieren.

Rund 20 Tiere wandern so jede Woche über seinen Ladentisch. Nicht alles Großwild, aber vieles davon. Denn die Größe der Tiere nimmt in seinem Geschäft zu, die Anzahl aber ab: „Haben wir früher 300 Murmeltiere im Herbst ausgestopft, sind es jetzt nur mehr dreißig. Dafür präparieren wir zwölf Bären“, sagt er.

Gewissenskonflikte hat er deswegen nicht. Der 59-Jährige, der erstaunlich fit zu sein scheint, ist selbst Jäger und hat in seinem Leben schon drei Elefanten und mehrere Bären erlegt. Immer wieder begleitet er auch Kunden bei der Jagd. Konflikte mit Tierschützern nimmt er dafür in Kauf: „Du Tiermörder“, schimpfen sie ihn am Telefon. Er ignoriert die Anrufe.

Zu seiner Arbeit fühlte sich Raith bereits mit zwölf Jahren berufen: „In der Nähe gab es einen Wirten, dem habe ich immer beim Ausstopfen der Jagdtrophäen geholfen“, erzählt der 59-Jährige, der aus einem kleinen Ort in der Nähe von Kleinhaugsdorf (NÖ) kommt. Danach folgte die Lehre gegen den Willen der Eltern. „Die wollten, dass ich die Telegrafenschule besuche.“ Es folgten die Meisterprüfung und schließlich der Weg in die Selbstständigkeit – auch aus Langeweile, denn das Größte, was er bis dahin präpariert hatte, war ein Rehbock.

Mittlerweile ist sein Wunsch nach größeren oder ungewöhnlicheren Tieren aber schon längst in Vergessenheit geraten. Es gibt kaum ein Lebewesen, das Raith in seinem Berufsleben noch nicht präpariert hat. Seine Preisliste liest sich daher schon fast wie ein Tierlexikon: 820 Euro kosten die Brust- und Kopfmontage eines Wasserbocks, 750 Euro die einer afrikanischen Antilope und 2800 Euro ein ganzer Eisbär. Sie steht im starken Widerspruch zu den Tieren, die Raith am liebsten bearbeitet, denn das sind gewöhnliche Katzen. „Das sind so geschmeidige Tiere“, erklärt er.

Wegen mangelnder Aufträge braucht er sich jedenfalls nicht beschweren. Das Kühlhaus im Keller quillt beinahe über. Berge von Plastiksäcken und Kisten lagern darin, so voll, dass er über die Plastiksäcke mit den toten Tieren klettern muss, wenn er in den hinteren Teil des Raumes gelangen will. Sieben Mitarbeiter helfen ihm, die Aufträge abzuarbeiten. Für einen Fuchs benötigt Raith circa zwölf Stunden, für eine ganze Giraffe – übrigens das größte Tier, das er jemals ausgestopft hat – fast ganze drei Wochen. Reich werde er mit seiner Arbeit trotzdem nicht, behauptet er. Weil das Verhältnis „Preis-Arbeitsaufwand“ nicht stimme. Eine Aussage, die angesichts der Fülle an Trophäen, die in seinem Geschäft zu finden sind, kaum zu glauben ist: „Davon gehört ja ein Großteil mir“, erklärt er fast entschuldigend. Ein bis eineinhalb Jahre liegen die Trophäen im Durchschnitt bei ihm. Manchmal sogar für immer: „Dann will die Ehefrau das Präparat nicht in der Wohnung haben“, sagt er.

Gefühl für Kreativität

Dabei sind ausgerechnet Frauen seine Kunden der Zukunft. „In den vergangenen drei, vier Jahren hat die Anzahl der Jägerinnen stark zugenommen“, sagt Raith. Allerdings sind Frauen weniger in der Großwildjagd als in heimischen Gefilden anzutreffen.

Auch unter dem Tierpräparatornachwuchs gibt es immer mehr Mädchen. „Die haben meistens gute Hände für die Arbeit“, sagt Raith. Denn dafür braucht es Geduld, ein Gefühl für Bildhauerei und Kreativität. Letzteres vor allem, weil die Wünsche der Kunden immer ausgefallener werden: „Viele Kunden wollen, dass ihre Trophäen aussehen, als würden sie sich gerade bewegen“, erzählt Raith. Szenen aus der Natur seien besonders beliebt. Ein Löwe, der eine Antilope reißt, ein Bär, der einen Steinbock erlegt. Ganze Trophäenhallen – das sind künstliche Landschaften, auf denen die ausgestopften Tiere stehen – werden so gefüllt. Gerade errichtet er wieder eine dieser Hallen in Deutschland, sagt er. Für einen Maler.

Namen von Kunden nennt Raith nicht. Jagen, insbesondere von Großwildtieren, sei nicht gerne gesehen. Wer nicht Mitglied dieser Welt ist, soll als Außenstehender auch nicht zu viele Details erfahren. Vielleicht hat Raith aus diesem Grund die Schaufenster inmitten von Wien fast leer gelassen. Nur manchmal findet sich ein Geweih. Ohne das Schild könnte sein Geschäft fast übersehen werden. Es reicht, wenn das Horn an der Tür auf die exotische Welt dahinter aufmerksam macht.

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orf.at vom 18.04.2011

TBC-Alarm: Abschüsse durch Spezialkräfte

Drastische Maßnahmen erfordert die Bekämpfung der Rotwild-TBC im Außerfern. Im ersten Schritt wird die Jägerschaft so viel Rotwild wie möglich erlegen. Im Dezember soll dann die Tötung der Tiere nach dem Seuchengesetz erfolgen.

Krankheit vom Wild auf Rind übertragen


Seit Jahren ist Tuberkulose beim Wild vor allem im Oberen Lechtal ein Thema. Das Problem ist, dass sich diese Krankheit vom Wild auf das Rind überträgt und damit schlimmstenfalls auch in die Nahrungskette des Menschen gerät.

Konkrete Maßnahmen beschlossen

Jetzt wurden konkrete Maßnahmen beschlossen, sagte Landesjägermeister Karl Berktold: "Bis Ende November wird die Jagd noch intensiver durch die Jägerschaft ausgeübt. Ab 1. Dezember beginnen dann die Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung. Das hat dann mit der Jagd nichts mehr zu tun, in dieser Zeit ruht das Tiroler Jagdgesetz. Die Tötung der Tiere, wie es dann heißt, erfolgt durch Spezialkräfte."

Veterinär hofft auf genügend Abschüsse

Wer die gezielten Tötungen übernehmen muss, stehe noch nicht fest, heißt es aus der Landesveterinärabteilung. Hier hofft man, dass bereits die verstärkten Abschüsse durch die Jägerschaft Wirkung zeigen wird.

Auflagen für die Winterfütterung

Auflagen gibt es für die Winterfütterung: So sind in der Überwachungszone keine Maissilage und kein Kraftfutter mehr erlaubt, sondern nur Heu und Silage.

Für die Landwirtschaft im Außerfern ist die Bekämpfung der TBC eine Existenzfrage. Teilweise mussten ganze Rinderbestände von Bauern gekeult werden, weil TBC-Verdacht bestand.

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nachrichten.at vom 13.04.2011

Jagdhund biss eine Katze zu Tode:

Eine Zeugin zeigte den Jäger an

BEZIRK GRIESKIRCHEN. Mit Entsetzen beobachtete eine Spaziergängerin wie ein Jagdhund eine Katze tot biss. Der Jäger hätte nicht eingegriffen, sondern den Hund sogar auf die Katze gehetzt, so die Aussage der Zeugin.
Bei der Bezirkshauptmannschaft läuft ein Verfahren gegen den Jäger.

Der Jäger aus dem Bezirk Grieskirchen war mit seinem nicht angeleinten Jagdhund im Revier unterwegs. Laut seiner Stellungnahme bei der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen habe er den Hund nicht zurückpfeifen können, als dieser die Katze erblickte. Er hätte sie beim ersten Angriff bereits schwer verletzt. Um die Katze nicht leiden zu lassen, hätte er den Jagdhund dann auch nicht mehr gestoppt.

Anders hat die Szene die Spaziergängerin erlebt, die davon spricht, dass der Jäger den Hund regelrecht auf die Samtpfote gehetzt habe. Die Katze hat übrigens nicht gewildert.

Die Bezirkshauptmannschaft muss jetzt überprüfen, ob dem Waidmann die jagdliche Verlässlichkeit abgesprochen werden muss.

„Bei schweren Verstößen droht der Entzug des Jagdscheins“, sagt Jagdreferent Josef Öberseder von der BH Grieskirchen. Der Fall werde genau geprüft, wenngleich er schwierig sei, da Aussage gegen Aussage stünde. Der Jäger, ein Pädagoge, hat bisher einen tadellosen Ruf und engagiert sich im Bezirksjagdverband. Konfrontiert mit den Vorwürfen wollte der Jäger gegenüber den OÖNachrichten keinen Kommentar abgeben.

Grieskirchens Bezirksjägermeister Rudolf Kapsammer sagt zum Fall: „Auch wenn Jagdhunde gut ausgebildet und gehorsam sind, brennt ihnen beim Raubzug manchmal die Sicherung durch.“

Als Katzenbesitzer sollte man wissen, dass Katzen, die mehr als 300 Meter vom nächsten Haus entfernt sind, von Jägern getötet werden dürfen.
Auch wenn das selten vorkommt. Wenn der Haustiger wildert, ist es sogar Jägers-Pflicht, die Katze zu erschießen.

Ob bei dem Verfahren gegen den Jäger etwas herauskommt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

„Generell schätzen wir es, wenn engagierte Bürger Vorfälle melden“ , sagt Josef Öberseder.

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krone.at vom 13.04.2011

Jäger erschießt Hündin - und hilft dann bei Suche

Schütze als "Helfer"

Zu so einer Kaltschnäuzigkeit muss man erst einmal fähig sein: In Feldkirchen bei Graz hat ein Jäger einer Hundebesitzerin bei ihrer verzweifelten Suche nach der verschwundenen "Lucy"  (Bild) geholfen. Der "Helfer" durchforstete mit der Frau einen Wald und wetterte dabei noch heuchlerisch gegen "Wilderer". Dabei hatte der Jäger den Hund selbst abgeknallt und im Mühlgang entsorgt!

Lisa R. war mit ihrer geliebten Hündin Anfang April in den Mur- Auen bei Feldkirchen unterwegs - einem beliebten, recht bevölkerten Naherholungsgebiet. Lucy, die mittelgroße Hundedame, trug vorschriftsmäßig einen Beißkorb. "Dann ist sie kurz durch ein Loch im Zaun", so die junge Frau - die gleich darauf Schüsse hörte: "Ich hab sofort gespürt, da ist jetzt was mit Lucy passiert..."

Tagelang verzweifelt nach Hündin gesucht

Tatsächlich kam die treue Hündin nicht zurück: "Ich hab sie verzweifelt gesucht, tagelang, viele haben geholfen." Auch ein Jäger. "Er ist mit mir durchs Gelände gefahren und hat auf 'Wilderer' geschimpft, die sicher meinen Hund abgeknallt hätten." Dabei war er es selbst - das kam nach der Anzeige bei der Polizei heraus, und das bestätigte der Verdächtige auch gegenüber der "Krone".

"Habe gezielt geschossen"

"Ich habe zuerst einen Warnschuss abgegeben und dann gezielt geschossen", so der Waidmann ungerührt, "und den toten Hund dann entsorgt." Und das - schwerst verboten - "im Mühlgang". Ob sogar im Wasserschongebiet, wird noch ermittelt. Warum der Mann zudem noch heuchlerisch bei der Suche geholfen hatte: "Das Hemd ist mir näher als die Hose." Was das heißt, versteht vielleicht die Jägerschaft...

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kurier.at vom 12.04.2011

Russe steckt 25 Millionen Euro in Jagdgebiet 

Gut Brunntal: Rashid Sardarov ist Milliardär und Trophäenjäger. Die Behörde verfolgt genau, was in seinem Domizil geschieht.

Die in Gold geschlagenen Initialen "RS" am Einfahrtstor lassen erahnen, dass hier mitten in der Einschicht noch mehr zu sehen ist als Berge und Wald. Mit Rashid Sardarov hat sich einer der vermögendsten Männer Russlands in Rohr im Gebirge im südlichen NÖ ein Jagdrefugium geschaffen, wie es in Österreich seinesgleichen sucht. 25 Millionen Euro hat der russische Industrielle in das "Gut Brunntal" investiert. Nach dem mehrjährigen Genehmigungsmarathon wird seit dieser Woche erstmals im Internet um finanzstarke Trophäenjäger aus aller Welt geworben.

Dabei war es lange Zeit fraglich, ob auf "Gut Brunntal" jemals legal Wild erlegt werden darf. Sardarov nutzte geschickt ein juristisches Schlupfloch und ließ das 500 Hektar große Gebiet nach dem Tierhaltegesetz zwei Meter hoch umzäunen. Der Abrissbescheid der Bezirkshauptmannschaft (BH) Wr. Neustadt kam zu spät, da Sardarov zu diesem Zeitpunkt bereits um eine "eingefriedete Eigenjagd" nach dem Jagdgesetz angesucht hatte und die Bewilligung erhielt. Daher gilt das Gebiet nun umgangssprachlich als Jagdgatter.

Kaum war die Genehmigung erteilt, gab es neuerlich Aufregung. Ein Insider hatte der BH eine veröffentlichte Abschuss-Preisliste zugespielt, auf der sich auch das "Himalaya Tahr" fand. Die Bejagung dieser Steinbock-Art ist in Österreich jedoch strengstens untersagt. Dies nahm die Forstbehörde vor wenigen Tagen für eine behördliche Überprüfung zum Anlass. Der Fehler konnte rasch aufgeklärt werden. "Das Himalaya-Tahr kam irrtümlich durch den Fehler eines Mitarbeiters auf die Preisliste", konnte Sardarovs Verwalter, der Wiener Otto Schreier, die Anschuldigungen entkräften.

Vorschrift

Sonst stellte die BH der Forstverwaltung auf "Gut Brunntal" ein sehr gutes Zeugnis aus. Alle eingesetzten Tiere und bisherigen Abschüsse sind im Gehegebuch nachzuvollziehen. Einen strengen Auftrag musste die BH dennoch erteilen. Da auch Steinwild gehalten wird und die Tiere als ausgezeichnete Kletterer gelten, muss die gesamte Umzäunung auf 2,6 Meter erhöht werden - eine 400.000 Euro teure Angelegenheit. Für den KURIER machte Schreier eine Ausnahme und gewährte erstmals Einblicke in das Refugium: Auf einer Anhöhe thront Sardarovs Jagdschloss samt Hallenbad mit Blick auf den 6500 großen Naturteich und das Gästehaus.

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kurier.at vom 11.04.2011 

Leserbrief zu "Wildschweine pflügen Gärten um"  vom 27.03.2011 

Leider ist es immer noch so, dass die Verantwortlichen selber Jäger sind. Dabei ist schon längst bekannt, dass intensive Jagd auf Wildschweine kontraproduktiv ist. Offensichtlich wollen das die Jäger nicht wissen. Warum wohl!?

Hier eines von vielen möglichen Zitaten zur Wildschweinproblematik:

Norbert Happ, der bekannteste deutsche Wildschweinkenner - selber Jäger - prangert an: "Die Nachwuchsschwemme ist hausgemacht". Für die explosionsartige Vermehrung der Wildschweine seien die Jäger selbst verantwortlich: "Ungeordnete Sozialverhältnisse im Schwarzwildbestand mit unkoordiniertem Frischen und Rauschen und unkontrollierbarer Kindervermehrung sind ausschließlich der Jagdausübung anzulasten", so Happ in der Jägerzeitung. Das bedeutet: Jagd löst keine ökologischen Probleme, sondern schafft sie erst.
("Wild und Hund" 23/2002)

Christian Nittmann
Wien

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krone.at vom 10.04.2011

Jäger erschießt Katze mitten im Ortsgebiet

Bürger fassungslos.

Erneut Aufregung um einen Tierhasser: Mitten im Ortsgebiet von Kittsee im Burgenland hat ein schießwütiger Jäger mit seinem Gewehr auf eine Hauskatze gefeuert und das Tier getötet. Aufgrund von Zeugenaussagen - ein Passant hatte die grausame Tat gesehen - und einer Anzeige ermittelte die Polizei. Jetzt wurde der Verdächtige ausgeforscht. Der Fall wird von der Bezirksbehörde in Neusiedl geprüft.

"Wie kann man nur so herzlos sein?" Das fragen sich viele entsetzte Einwohner in Kittsee. Sie sind nach der schrecklichen Tat, die knapp zwei Wochen zurückliegt, noch immer fassungslos. Am helllichten Tag soll sich der beschuldigte Waidmann ein Gewehr geholt und die Katze vor dem Haus des Besitzers erschossen haben.

"Ihm gehört schon seit langem die Lizenz entzogen!"

"Als der Schütze merkte, dass er beobachtet wurde, machte er sich schnell aus dem Staub. Wer weiß, ob sonst nicht noch andere freilaufende Tiere Opfer des Täters geworden wären", erklärt der betroffene Hausherr. Währenddessen meldeten sich schockierte Tierfreunde aus Kittsee in der "Krone"- Redaktion: "Diesem schießwütigen Jäger gehört schon seit langem die Lizenz entzogen!"

Erst vor wenigen Tagen hatte ein "Möchtegern- Waidmann" in Oberrabnitz für heftige Reaktionen gesorgt.

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vier-pfoten.at vom 06.04.2011

Fuchs in dunklen Kerker gesperrt

VIER PFOTEN zeigt Jäger wegen Tierquälerei an



Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat von einem engagierten Tierschützer eindeutiges Beweismaterial erhalten, dass ein Jäger aus Oberrabnitz (Bezirk Oberpullendorf) einen Jungfuchs in einem winzigen Verschlag gefangen hält. Auf Fotos sieht man diesen verängstigt in einer Kiste kauernd, inmitten seiner Fäkalien und verwesenden Geflügelteilen, die ihm - neben billigem Hundefutter - hineingeworfen wurden.

„Uns wurde mitgeteilt, dass der Jäger schon seit Jahren Jagdhunde an Füchsen scharf macht. Dieses grausame Ritual kann nur mit dem Tod des Fuchses enden, weil dieser – vor allem nach der Einzelhaft in Dunkelheit – keine Chance hat, dem Jagdhund zu entkommen“, so Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. Füchse sind Wildtiere, die sicher nicht in Menschenhand gehören. Sie mit Lebendfallen zu fangen und für Jagdhundeabrichtung zu missbrauchen ist aufs Schärfste zu kritisieren. Die damit einhergehende Angst, der Stress und die Panik verursachen unnötige Qualen, was auch schon ohne die darauf folgende mutwillige Tötung eindeutig gerichtlich strafbar ist. VIER PFOTEN wird daher in diesem Fall auch strafrechtliche Anzeige gegen den Tierquäler erstatten, dem damit bis zu einem Jahr Gefängnis droht.

Die Tierschutzorganisation bedankt sich bei engagierten und aufmerksamen Bürgern für Meldungen und Informationen dieser Art. „Darüber hinaus werden wir in einem offenen Brief diverse Jagdverbände und –funktionäre um Stellungnahme ersuchen, wie sie zu solch grausamen Methoden stehen“, so Stadler abschließend.

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orf.at vom 03.04.2011

Wildschweine sorgen in Döbling für Unmut

Wildschweine werden zusehends zur Plage - und machen auch vor dem Nobelbezirk Döbling nicht Halt. Vor allem dort machen sich die unerwünschten Eindringlinge über Privatgärten her.

Tiere verlassen nun Wienerwald auch


"Ja es sind mehr Wildschweine geworden", bestätigte Andreas Januskovecz, Forstdirektor der Stadt.

Für die Zunahme der Borstentiere gibt es mehrere Gründe: Da es viele Eicheln und Bucheckern gab, war das Nahrungsangebot reichhaltig. Und "weiters haben die milden Winter dazu geführt, dass die Sterblichkeit bei den Jungtieren zurückgegangen ist", sagte Alois Gansterer vom NÖ-Landesjagdverband gegenüber dem "Kurier".

Die Tiere wagen sich nun zum Missfallen der Gartenbesitzer zur Futtersuche auch aus dem Wienerwald heraus.

"Wir werden massiv weiterschießen"

"Es ist so, dass wir in den letzten Jahren in der Ostregion wesentlich mehr Wildschweine geschossen haben. Vor drei Jahren waren es im Burgenbland, Niederösterreich und Wien 17.000 Tiere, zuletzt waren es 28.000", so Januskovecz.

Und laut Januskovecz soll weiter geschossen werden: "Wildschweine sind nachtaktiv, weshalb man sie nur in der Nacht bejagen kann. In der Nacht ist Vorsicht geboten, das ist nicht so einfach. Wir werden aber massiv weiterschießen und die Zahl der Jäger auch erhöhen".

Derzeit sind 30 Jäger von Amts wegen in Wien mit dem Schießen von Wildschweinen beschäftigt.

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kurier.at vom 28.03.2011

Wildschweine pflügen Gärten um

Gefräßige Wildschweine richten in Wiener und Niederösterreichischen Gärten große Schäden an. Die Bewohner sind frustriert.

Ungeliebtes Borstenvieh: Wildschweine in Siedlungen


Vergangenes Jahr haben sie in Klosterneuburg gewütet, jetzt sind sie noch tiefer in den großstädtischen Ballungsraum vorgedrungen: In Gärten des Wiener Nobelbezirks Döbling häufen sich von Wildschweinen verursachte Schäden: "Jedes Jahr müssen wir unseren Rasen drei Mal neu anpflanzen. Blumen setzen wir erst gar keine mehr an", sagt Pensionistin Katharina Moser resignierend.

Bewohner der Döblinger Krapfenwaldgasse bekommen regelmäßig unliebsamen Besuch auf vier Beinen: Wildschweine dringen nächtens in den Garten ein und durchwühlen auf der Suche nach schmackhaften Würmern den Rasen. Erst vor wenigen Wochen sorgten die hungrigen Borstentiere wieder einmal für eine riesen Sauerei: "Es hat ausgesehen, als ob hier jemand Kanalrohre verlegen würde. Man müsste viel mehr Wildschweine abschießen."
Bei Weitem kein Einzelfall: Die Wiese unterhalb des beliebten Ausflugsziels am Himmel sieht aus, als ob sie von einem ungeübten Pflüger bearbeitet wurde. Trittspuren verraten, dass auch hier Schwarzwild am Werk war.

Beim Wiener Forstamt kennt man das Problem: "Seit Herbst sind die Wildschweine ein großes Thema geworden", sagt Direktor Andreas Januskovecz. In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Tiere stetig angestiegen.

Abschüsse

Das bundesweite Wachsen der Wildschwein-Population lässt sich am besten an den Abschuss-Zahlen ablesen. Beispiel Klosterneuburg: 2008 wurden 211 Tiere erlegt, im Vorjahr waren es bereits 345.

Es gibt mehrere Gründe, warum sich die Wildschweine in Österreich wieder so sauwohl fühlen. Eine Rolle spielt das Nahrungsangebot: In den vergangenen Jahren waren sehr viele Eicheln vorhanden, die zu den Lieblingsspeisen der Borstentiere zählen. "Weiters haben die milden Winter dazu geführt, dass die Sterblichkeit bei den Jungtieren zurückgegangen ist", sagt Alois Gansterer vom NÖ Landesjagdverband.

Für Wien und Umgebung spielt auch die Ausbreitung des Bio-Weinbaus eine Rolle: Zwischen den einzelnen Gärten wird der Boden nicht mehr gepflügt. So entstehen ideale Rückzugsgebiete für Muttertiere und ihre Frischlinge.
Seitens der Jägerschaft reagiere man mit einer intensiveren Bejagung der Tiere. "Im vergangenen Jahr haben wir in Döbling 52 Sauen geschossen. Das ist das Dreifache verglichen mit früheren Jahren", sagt Wiens Landesjägermeister Günther Sallaberger.

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orf.at vom 27.03.2011

Jagd auf Wildschweine

Im Burgenland sind im Vorjahr von Jägern besonders viele Wildschweine erlegt worden. Allein im Bezirk Neusiedl wurden mehr als 600 Wildschweine geschossen - das sind um 42 Prozent mehr als 2009.

70 Jagdreviere

Im Bezirk Neusiedl am See gab es auch bei allen anderen Wildarten gab es mehr Abschüsse. So wurden im Vorjahr 20.600 Feldhasen, 19.900 Fasane, 16.500 Enten, 76 Hirsche und 4.500 Rehe geschossen.

Im Bezirk Neusiedl am See gibt es 70 Jagdreviere und etwa 1.300 Jagdkartenbesitzer.

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krone.at vom 21.03.2011

Katze musste neun Stunden in Falle leiden und starb 

Unfassbare Tierquälerei im Innviertel: Dort ist eine Samtpfote in eine verbotene Falle getappt. "Roberta"  (Bild) wurde eingeklemmt und musste neun Stunden lang Höllenqualen erleiden. Zwar überlebte sie dieses Martyrium, doch musste sie kurz danach beim Tierarzt eingeschläfert werden. Und beim Linzer Pleschingersee sollen mehrere Hunde Opfer von Giftködern geworden sein, einer starb.

Vor zwei Jahren war die schwarze Katze den Leuten zugelaufen und wurde herzlich aufgenommen: "Sie war für uns schon wie ein Familienmitglied, sie hat uns sehr viel bedeutet", trauert Doris K. aus Eberschwang über den tragischen Verlust vor wenigen Tagen.

Roberta war zu einer 100 Meter vom Haus ihres Frauchens entfernten Hütte gelaufen, in der eine heimtückische Conibear- Falle, die für die Jagd auf Füchse, Dachse und Waschbären verwendet wird, aufgestellt war. Der Stubentiger tappte in das Gerät und wurde im Bauchbereich eingeklemmt.
"Als sie gefunden wurde, hat sie zwar neun lange Stunden elendig gelitten, aber noch gelebt", so die Besitzerin. Die Verletzungen waren aber so arg, dass das Tier eingeschläfert werden musste.

Vorm Gassigehen mit Vierbeinern am Pleschingersee warnt derzeit das Tierheim Linz: Dort sollen zuletzt immer wieder Fälle von vergifteten Hunden aufgetreten sein. Insgsamt soll es vier tierische Opfer geben, einer davon starb.

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kurier.at vom 02.03.2011

Verbotene Jagd: Milliardär angezeigt 

Der Russe Rashid Sardarov verkauft im südlichen NÖ teure Wildabschüsse. Auch geschützte Tiere sollen darunter sein.

Rashid Sardarov ist russischer Milliardär und das, was man einen Vollblut-Trophäenjäger nennt. Der Abschuss des ersten Spitzmaulnashorns in Namibia soll dem Industriellen 1,5 Millionen Namibia-Dollar, das sind etwa 160.000 Euro, Wert gewesen sein.

Seit kurzem hat Sardarov die Liebe zum jagdlichen Treiben in Österreich entdeckt. Seine Millionen-Investitionen in Rohr im Gebirge im südlichen NÖ haben allerdings Kritiker auf den Plan gerufen. Nachdem der Milliardär aus gut informierter Quelle bei der Bezirkshauptmannschaft Wr. Neustadt angezeigt wurde, laufen bereits Untersuchungen wegen illegaler Abschüsse von geschützten Tieren.

Sardarov, seine Frau und seine beiden Kinder gelten mittlerweile als die berühmtesten Bewohner des entlegenen 500-Einwohner-Dorfes. Dort hat der Russe innerhalb eines Jahres mehr als zehn Millionen Euro investiert und das "Gut Brunntal" samt dazu gehörigem Berg und insgesamt 500 Hektar Wald erworben.

Der Investor ließ eine herrschaftliche Villa samt Gästehaus, Hallenbad, Biomasseheizwerk und Landschaftsteich errichten. Während die Gemeinde begrüßt, dass bei den Arbeiten ausschließlich für die Betriebe aus der Region der Rubel rollte, verfolgen der Landesjagdverband sowie die Forstaufsicht das Treiben mit wachsender Sorge.

Der Russe hat nämlich seinen gesamten Besitz drei Meter hoch einzäunen lassen und daraus zwei Jagdgatter (umfriedete Eigenjagden) gemacht. Seit kurzem läuft ein florierendes Geschäft mit teuren Wildabschüssen für Jagdreisende aus aller Welt.

Allerdings wird über die Internetseite
http://besthunteurope.com/ourstory.html auch der Abschuss des "Himalaya Tahr" angepriesen. Der Steinbock aus dem Himalaya darf in Österreich jedoch nicht bejagt werden. "Ein Abschuss wäre absolut illegal", erklärt der Forstaufseher der Bezirkshauptmannschaft Wr. Neustadt, Helmut Wagner.

Die Behörde hat auf die Vorwürfe sofort reagiert und eine Überprüfung des Jagdgatters angekündigt. "Außerdem wollen wir eine genaue Aufstellung welche Tiere im Gatter ausgesetzt und erlegt wurden", so Wagner. Die rechtliche Handhabe dazu bietet eine Novelle des Jagdgesetzes aus dem Vorjahr, die nicht zuletzt wegen Sardarovs Gatter beschlossen wurde.

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tt.com vom 27.02.2011

Qualvoller Tod einer Katze 

Grausliche Szenen am Freitag in Mayrhofen: Ein Jagdhund zerfetzte eine in einem Fangeisen gefangene Katze.
Jamie wurde unter mysteriösen Umständen von einem Hund zerfetzt. Die Polizei ermittelt.


Mayrhofen – Es waren herzzerreißende Schreie, die Bewohner eines Wohnhauses in Mayrhofen am Freitag aufschreckten. Von den Fenstern aus wurden sie Zeuge grässlicher Szenen im eigenen Garten.

„Jamie, die Katze meiner Schwester, lag in einem Fangeisen eingeklemmt auf deren Terrasse. Meine Frau, mein Sohn und eine Nachbarin mussten mitansehen, wie das verletzte und wehrlose Tier von einem frei laufenden Jagdhund zerfetzt wurde“, schildert Wohnungseigentümer Hannes Pramstraller. Der Hundebesitzer sowie Nachbar F., mit dem die gesamte Hausgemeinschaft zerstritten sei, hätten nur daneben gestanden, gibt er die Aussagen der Zeugen wieder. Pramstraller eilte nach dem Vorfall zurück nach Hause. Dort sei weder das Fangeisen noch die tote Katze auffindbar gewesen. „Wir haben die Polizei verständigt“, so Pramstraller weiter, der alles mit Fotoapparat und Diktafon dokumentierte. Die tote Katze wurde nach längerer Suche in Müllsäcken im Kofferraum des Nachbarn gefunden.

Das bestätigt auch die Polizei Mayrhofen. Die Ermittlungen gegen Unbekannt laufen, die Vernehmungen seien noch nicht ganz abgeschlossen.

Es sei noch nicht geklärt, wer die verbotene Falle aufgestellt habe und woher sie kommt. Der Jagdhundbesitzer ist Jäger Hermann Eberl. Er beteuert, er habe mit dem Fangeisen nichts zu tun. Nachbar F. sei zu ihm gekommen und habe ihn als Jäger um Nachschau gebeten. „Er sagte mir, dort sei ein verletztes Tier. Er habe Blutspuren im Schnee gesehen“, schildert Eberl gegenüber der TT. In der Annahme, dass es sich um verletztes Wild handle, sei er mit seinem abgerichteten Deutsch-Drahthaar-Hund in den Garten gegangen. „Der Hund suchte eine Weile. Dann stellte er ein Tier in Hausnähe. Erst als ich hinging, sah ich die Katze. Da war sie schon halbtot. Da war nichts mehr zu machen“, behauptet Eberl. Das Fangeisen habe er dann in seinen Stall gebracht.

„Das ist meine Pflicht als Jäger, damit sich niemand mehr daran verletzen kann.“ Es wurde von der Polizei konfisziert. Die Katzenbesitzerin sowie Pramstraller sind überzeugt, dass Nachbar F. in dem Fall eine wichtige Rolle spielt. „Er wurde beobachtet, wie er sich vergewissert hat, was in der Falle war, bevor er den Jäger rief“, sagt Pramstraller. Jetzt sollen auch Staatsanwalt und Tierschutzverein alarmiert werden. Der beschuldigte Nachbar war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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volksblatt.at vom 25.02.2011

Katze in Fangeisen: Fallenjagd lässt Jäger schlecht dastehen 

Nachdem Katze „Momo“ Opfer einer illegal aufgestellten Falle wurde, herrscht nun wieder Rätselraten

VÖCKLABRUCK — Das Schicksal von Kater „Momo“ berührt die Tierliebhaber:
Wie berichtet, war der sechs Monate alte Stubentiger in Rutzenmoos in eine Falle getappt. Das Vorderbein wurde dabei zertrümmert und musste abgenommen werden. Vermutet wird, dass „Momo“ in eine Springfalle im nahen Waldstück getreten war. Der Wald wurde daraufhin nach Fallen abgesucht, finden konnte man jedoch nichts. Somit konnte bis jetzt auch niemand verantwortlich gemacht werden

Springfallen im Handel frei erhältlich

Das Jagen mit Lebendfallen ist nach wie vor für speziell ausgebildete Jäger erlaubt. Schlageisen, sogenannte Totschlagfallen, sind in Oberösterreich jedoch nach einigen Vorfällen, bei denen Menschen und Tiere zu Schaden kamen, seit 2009 verboten. Bei Seuchengefahr können Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. Solche Fallen sind aber im Handel, nicht nur für Jäger, frei erhältlich und können so leicht erworben werden.

„Das Auslegen von Schlageisen ist immer noch ein aktuelles Problem. Dadurch werden immer wieder Jäger werden in ein falsches Licht gerückt“, sagt Christopher Böck, Wildbiologe des Landesjagdverbandes. Man könne schwer nachweisen, von wem derartige Fallen ausgelegt wurden und welche Absichten dahinter stecken.

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nachrichten.at vom 23.02.2011

Katze geriet mit Pfote in Fangeisen
Auch Kinder im betroffenen Wald 

REGAU. Neuerlich wurde im Bezirk Vöcklabruck eine Katze das Opfer einer illegal aufgestellten Falle. Das sechs Monate alte Haustier konnte sich schwer verletzt heimschleppen, sein Vorderbein musste aber amputiert werden.

In einer Vöcklabrucker Tierarztpraxis musste am Montag dem Kätzchen Momo das rechte Vorderbein abgenommen werden. Aus Sicht der behandelnden Medizinerin stammte die Verletzung von einer Springfalle. Das Aufstellen dieser Fallen ist seit einigen Jahren verboten.

Die Katze war in der Nacht auf Montag in die Falle getappt. Mit einer zertrümmerten und teilweise abgetrennten Vorderpfote schleppte sich das Tier nach Hause. Momos Besitzer, der Elektroniker Rainer Schmid (40), brachte sein sechs Monate altes Kätzchen in die Veterinärpraxis.

Auch Kinder gefährdet

Schmid erstattete Anzeige bei der Polizei. „Es geht mir nicht nur um meine Katze“, sagt er. „In unmittelbarer Nähe dieses Waldstücks leben mehrere Familien mit Kindern. Was passiert, wenn eines der Kinder in die Falle gerät?“ Aus Sicherheitsgründen wurde der Wald bereits nach Fallen abgesucht. Gefunden wurde bislang aber nichts.

Friedrich Huemer, der Jagdleiter in Regau und auch der verantwortliche Jäger im betroffenen Revier, reagiert mit Betroffenheit auf den Zwischenfall. Er versichert, keinen Gebrauch von Fallen zu machen. Er habe aus früheren Zeiten einige Fallen angemeldet, sie würden aber alle zuhause liegen und seien schon lange nicht mehr in Gebrauch. Auch seine Revierkollegen würden keine Fallen aufstellen. Im OÖN-Interview sagt Huemer: „Ich kenne die Jäger in unserer Gemeinde, ich traue das keinem zu. Aber wenn ich einen dabei erwische, würde ich ihn sofort anzeigen.“

Huemer weist aber darauf hin, dass Springfallen frei im Handel erhältlich sind – nicht nur für Jäger. „Wenn irgendwer solche Fallen aufstellen will, bekommt er sie ohne weiteres im Handel.“

Fangeisen sind in Oberösterreich seit zwei Jahren verboten. Speziell ausgebildete Jäger dürfen Füchse, Marder, Iltisse oder Dachse nur noch mit Kastenfallen fangen. Ausnahmegenehmigungen werden laut Landesgesetz nur bei Seuchengefahr erteilt.

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OÖ Landesregierung (ris.bka.gv.at) vom 22.02.2011

Verordnung der Oö. Landesregierung, mit der die Oö. Schonzeitenverordnung 2007 geändert wird 

"Die Oö. Schonzeitenverordnung 2007, LGBl. Nr. 72, in der Fassung der Verordnung LGBl. Nr. 61/2010, wird wie folgt geändert:

1. Im § 1 Abs. 1 lautet die Bestimmung über die Schonzeiten für Auerwild:

Auerwild ganzjährig.

2. Im § 1 Abs. 1 lautet die Bestimmung über die Schonzeiten für Birkwild:

Birkwild ganzjährig."

Hiermit dürfen Auerwild und Birkwild in Oberösterreich nicht mehr bejagt werden.

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Offener Brief vom 19.02.2011 vom Tierschutzverein Klosterneuburg Wien Umgebung

Bejagung von Krähenvögel 

Sehr geehrter Herr Dr. Lebersorger!

Da internationale Fachleute in Studien darauf hinweisen, dass die von Ihren Bejagungsgesetzen verfolgten Rabenvögel keine Bedrohung in der Tierwelt darstellen, darf vermutet werden, dass die Rabenvögel nur die Jäger stören, da sie Jagdkonkurrenten sind.

Jäger sind nur geringe 1,6 % der Bevölkerung und es nicht einzusehen, warum die restliche Bevölkerung die Bejagung dieser Vögel hinnehmen muss.

Minderheiten darf es nicht gestattet sein, Studien der Fachleute zu ignorieren und eine Tierwelt zu schaffen die nicht naturgemäß ist, sondern ein reich gedeckter Tisch für Interessensgruppen – sprich Jäger.

Wir werden daher eine Kampagne starten um diesen Vogelmord Einhalt zu gebieten.

Abgesehen davon dürften einige Jäger nicht den Unterschied zwischen Aaskrähen und Saatkrähen kennen, da es immer wieder zum Abschuss von streng geschützten Saatkrähen kommt.
Im Anhang sende ich Ihnen daher eine genau Beschreibung zur gefälligen Bedienung.

Wir Tierfreunde würden uns freuen, wenn die Jagdgesetze die Umwelt und Natur respektieren. Wald und Wiese darf nicht zu einem Schlaraffenland für Jäger verkommen.

Diese Welt gehört uns allen und nicht nur 1,6%.

Marianne Jellasitz
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tierschutzverein Klosterneuburg Wien Umgebung

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krone.at vom 19.02.2011

Jäger tötet Hund - Entschuldigung nur unter Druck 

Wer zur Hintersteinalm zwischen Liezen und Spital am Pyhrn will, trifft auf einen Schilderwald, der alles verbietet. Ein Blick hinter die Kulissen.

Der "Krone"-Bericht über einen tragischen Jagdvorfall in Tirol ließ in dem Ort Rum die Wogen hochgehen. Ein Jäger schoss auf den Hund eines Bauern - mitten auf dessen eigenem Grundstück. Der tödlich verletzte Vierbeiner schleppte sich noch ein paar Meter weiter und starb dann qualvoll. Auf öffentlichen Druck folgte nun die Entschuldigung.

Der am Dienstag in der "Krone" veröffentliche Bericht über den erschossenen "Grisu" am Garzanhof in Rum sorgte für Empörung. Das Telefon des Besitzers Heinz Mair lief heiß. Viele Nachbarn, Freunde, Spaziergänger oder einfach nur Tierfreunde konnten es nicht fassen: Der gutmütige Labrador- Bernhardiner- Mischling wurde auf dem Grund und Boden seines Herrchens erschossen und einfach liegen gelassen. Damit nicht genug, fand es jener Jäger, der den Abzug betätigte, nicht einmal für nötig, sich zu entschuldigen.

Doch der öffentliche Druck zeigte Wirkung. Die anderen Jäger fühlten sich unschuldig an den Pranger gestellt, und selbst Bürgermeister Edgar Kopp versuchte zu vermitteln. Allen war klar: Auch wenn es "Grisu" nicht mehr lebendig macht - eine Entschuldigung muss her.
Diese folgte noch am Dienstagnachmittag. Heinz Mair dazu: "Der Schütze sagte, es täte ihm leid. Er hätte den Hund mit einem Fuchs verwechselt."
Mair nahm die etwas erzwungene Entschuldigung aber an und will es damit gut sein lassen.

Staatsanwalt untersucht den Fall

Für den Schützen ist die Sache jedoch noch nicht vorbei. Denn die Polizei übermittelt ihren Bericht in den nächsten Tagen dem Staatsanwalt. Dieser entscheidet dann, ob es für ihn strafrechtliche Konsequenzen geben könnte oder nicht.

Signalwirkung wird der Vorfall sicherlich haben. Die Jäger werden in Zukunft wohl drei Mal kontrollieren, bevor sie schießen. Und Bürgermeister Kopp sucht bereits nach einer Lösung, den Garzanhof aus dem "Schussfeld" zu nehmen: "Die Hochstände sind an dieser Stelle sehr knapp am Hof und an beliebten Wanderwegen. Vielleicht können wir sie ein Stück versetzen."

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kleinezeitung.at vom 16.02.2011

Frostiges Klima zwischen Jägern und Tourengehern 

Wer zur Hintersteinalm zwischen Liezen und Spital am Pyhrn will, trifft auf einen Schilderwald, der alles verbietet. Ein Blick hinter die Kulissen.

Jäger und Tourengeher - beide lieben die freie Natur, gegenseitig hält sich die Zuneigung aber in Grenzen. Das kann mitunter seltsame Blüten treiben. Derzeit ist das etwa in Liezen zu beobachten. Auf der Zufahrtsstraße zur Hintersteinalm hat man sich gegenseitig so ziemlich alles verboten, was man in der freien Natur machen kann: Rodeln, Schifahren, Tourengehen und andererseits eben auch das Jagen. Wobei: Die Verbotstafel für Tourengeher kommt gar nicht, so wie einige vermuten, von den Jägern.

Ägidius Exenberger, Bürgermeister von Spital am Pyhrn, wo die Straße bereits liegt, klärt auf: "Wir haben eine Beschwerde von einem Liezener Grundstückseigentümer auf der Alm bekommen. Seit in dieser Gegend kein Gips abgebaut wird, wurde auch der Winterdienst eingestellt. Es gab Sicherheitsbedenken, wenn der Weg trotzdem von vielen Freizeitsportlern benützt wird."

Verhaltenskodex

Die Gemeinde habe mit der Landesregierung Kontakt aufgenommen. "Dort wurde uns geraten, eine Verbotstafel anzubringen, um Haftungsansprüche auszuschließen. Das haben wir gemacht." Bei den Freizeitsportlern ärgerte man sich hingegen über die - vermeintlich von Jägern - aufgestellte Tafel. "Schließlich gibt es so etwas wie die Wegefreiheit, und wenn es wirklich die Gemeinde war, dann hätte man statt Verbot auch Benützung auf eigene Gefahr schreiben können." Die Tafel mit "Jagen verboten" dürfte eine Art Retourkutsche der Sportler sein.

Abgesehen von dem Anlassfall hat die Steirischen Jägerschaft einen Verhaltenskodex für Schitourengeher aufgelegt, weil es immer wieder zu Zwischenfällen kommt. "In der kalten Jahreszeit geht es nicht ums Jagen, sondern darum, die Tiere trotz schwieriger Bedingungen über den Winter zu bringen", so der Liezener Bezirksjägermeister Alfred Stadler, der vor allem darum bittet, Fütterungsstellen und Ruhezonen der Wildtiere zu meiden.

Das Problem hat man auch bei der Wintertagung der Jäger in Aigen im Ennstal behandelt, die gestern zu Ende gegangen ist. Rund 1000 Waidmänner haben sich dort dem Thema "Wildtiere unter Druck" gewidmet.

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noen.at vom 08.02.2011

Hat Rex gewildert oder nicht? 

STREITFRAGE / Leibener Hundebesitzer ist erbost, weil ein Jagdaufsichtsorgan sein Haustier abends am Waldrand erschoss. Der Fall liegt derzeit bei der Bezirksbehörde.

LEIBEN / Sonntagabend vor einer Woche, 18.45 Uhr. Auf einem Feldweg am Waldrand im Gebiet von Losau spaziert ein Mann aus dem Gemeindegebiet von Leiben. Einen Hund führt er an der Leine, der andere läuft frei. Als der Rüde um die Kurve biegt, verliert ihn der Besitzer kurz aus den Augen. Ein Pkw kommt ihm entgegen, blendet den Mann und schwenkt um die Kurve. Plötzlich fällt ganz in der Nähe ein Schuss.

Der Spaziergänger erschrickt. Er läuft seinem Hund nach und sieht den Jäger, der den leblosen Hundekörper bereits in den Kofferraum seines Wagens hievt. Es kommt zu einem Wortwechsel. „Der Jäger hat meinen Hund Rex, der noch nie verhaltensauffällig war, geschweige denn gewildert hat, einfach erschossen!“ So die Sicht des Hundebesitzers.

Anderes erzählt der Jäger: „Ich bin seit 30 Jahren Jagdaufsichtsorgan und es ist meine Verpflichtung, wildernde Hunde zu erlegen.“ Denn er ist überzeugt, dass Rex hinter dem Wild her war. Er hat mehrere Rehe an diesem Abend flüchten sehen, kurz bevor er den freilaufenden Hund sah. Seinen Besitzer konnte er zu dem Zeitpunkt nirgends sehen. Darum habe er geschossen: „Es war stockdunkel. Erst etwa zehn Minuten nach dem Schuss ist der Mann bei mir gewesen.“

Dann erst habe dieser seine Stirnlampe eingeschaltet, sagt der Jäger. Generell gebe es ein Problem mit freilaufenden Hunden im Revier bei Losau: „Die Tiere in diesem Revier sind deswegen sehr unruhig, und wir haben die Hundebesitzer immer wieder darauf angesprochen. Geändert hat sich nichts - die Hunde liefen weiterhin frei herum“, erklärt der besagte Jäger. Hegeringleiter Christian Hölzl pflichtet diesen Aussagen bei: „Mir ist bekannt, dass in diesem Gebiet mehrere Hunde frei herumliefen, und dass es Gespräche mit den Hundehaltern gegeben hat.“

Bezirkshauptmannschaft prüft den Sachverhalt

Den Abschuss hat der Jäger am nächsten Tag bei der Bezirkshauptmannschaft Melk gemeldet, wo der Sachverhalt geprüft wird: „Gegebenenfalls werden auch rechtliche Schritte erhoben“, erklärt Bezirkshauptmann Elfriede Mayrhofer.

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orf.at vom 31.01.2011

Landesrat: Wölfe und Bären abschießen 

In Kärnten soll es wieder bis zu acht Bären und ca. sechs Wölfe geben. 250 gerissene Schafe wurden 2010 gemeldet. Die Bauern wollen die Raubtiere loswerden. Landesrat Josef Martinz (ÖVP) fordert nun den Abschuss und Stopp von Ansiedelungen.

Wilde Zuwanderer sorgen für Schlagzeilen

Wolf und Bär machen den Naturschützern Freude, doch die Bauern haben Probleme mit den "wilden" Zuwanderern in Kärnten. Josef Martinz stellt sich jetzt hinter die Almbauern und damit ganz klar gegen Wolf und Bär. Er schätzt den Schaden, den die neuen Wildtiere im Vorjahr angerichtet haben, auf 50.000 Euro. Er fordert Konsequenzen bis hin zum Abschuss.

"Brauchen weder Wolf noch Bär"

250 gerissene Schafe wurden im Vorjahr gemeldet. Den Schaden bekommen die Bauern von Jägerschaft und Agrarreferat nur dann ersetzt, wenn das gerissene Tier von einem Gutachter tatsächlich als Wolfs- oder Bärenopfer bestätigt wird.

Rund 50.000 Euro Schaden für die Almbauern sei entschieden zuviel, so Martinz: "Ich als Agrarreferent sagte deutlich, wir brauchen in Kärnten weder Wolf noch Bär. Daher der klare Plan, die weiteren Ansiedelungsversuchen zu stoppen. Das hat keinen Sinn, wozu brauchen wir Wölfe und Bären?"

"Dezimierung der Tiere die da sind"

Pläne der Naturschützer, drei Bärinnen hierzulande anzusiedeln, wischte Martinz vom Tisch. Nicht nur Schafe, auch eine trächtige Kälbin sei gerissen worden, hält er dem entgegen und befürchtet noch Schlimmeres.

Martinz: "Ich möchte nicht denken, was passiert, wenn Menschen mit Wölfen und Bären in Berührung kommen. Stopp der Ansiedelung und Dezimierung der Tiere, die da sind."

"Zum Abschuss frei geben"

Auf die Frage, wie die Wölfe und Bären dezimiert werden sollen, sagte Martinz: "Man könnte sie zum Abschuss frei geben und das Problem lösen. Die Bauern wollen ihre Almen nicht mehr bewirtschaften, denn Bär und Wolf fressen alles weg. Stoppt Wölfe und Bären in Kärnten."

Damit eröffnet Martinz eine Diskussion, die wohl länger dauern dürfte.

Biologe Gutleb "entsetzt"

Landes-Wildbiologe Bernhard Gutleb zeigte sich am Sonntag entsetzt über den Abschuss-Vorstoß. Die Zahl der gerissenen Tiere relativierte er.

Gutleb: "Wir haben ca. 170 oder 180 Schafe an Bär und Wolf verloren. Wir verlieren aber auch sehr viele Schafe an wildernde Haushunde. Wir haben Aufzeichnungen, die zeigen, dass es in manchen Jahren locker 500 Schafe waren."

Man könne den Bauern den Ärger nicht abnehmen, aber bisher seien die Schäden ersetzt worden. Zu sagen, man schieße sie ab, sei kein gangbarer Weg. Es spreche Vieles dagegen, wie die Landesgesetze, die das nicht möglich machen würden. Derzeit laufe ja etwa der Prozess gegen den Schützen, der den Bären Roznik erschossen habe. Auch die EU habe Bär, Luchs und Wolf in der höchsten Schutzkategorie aufgelistet.

"Nicht jedes Problem mit der Flinte lösen"

Der Wolf mache laut Gutleb mehr Probleme, weil er ein reiner Fleischfresser sei. Der Bär fresse hingegen zu drei Viertel Pflanzen. Der Wolf lebe auch gerne im Rudel. Derzeit gebe es kein Rudel in Kärnten, das könne aber noch kommen. Man arbeite an einem Wolfsmanagement-Plan.

Man könne nicht jedes Problem mit der Flinte lösen, das machen andere Länder auch nicht, so Gutleb und nannte den Tiger, der in Indien sogar Dutzende Menschenleben fordere und dennoch geschützt sind.

Gutleb: "Wir als reiches Kärnten sollen nicht in der Lage sein, diese 150 Schafe abzugelten?" Ein Eliminieren sei gesetzlich und moralisch nicht möglich.

SPÖ: Aussagen "Verzweiflungstat"

SPÖ-Agrarsprecher Siegmund Astner wertet Martinz' Aussagen als "Verzweiflungstat, angesichts der zunehmenden politischen Bedeutungslosigkeit der Kärntner ÖVP". In einer Aussendung wies Astner darauf hin, dass diese Tiere unter Naturschutz stehen. Angesichts der Gräueltaten eines Wilderers im Lavanttal sollte man aufpassen, dass solche Taten keine politische Legitimation bekämen, so Astner. Kadenbach:

Überleben sichern

Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach erwartet sich vom Land Kärnten ein moderneres Tierschutzmanagement. Den Abschuss von Bären und Wölfen zu fordern sei sicher nicht die richtige Antwort. Das Land Kärnten müsse sich vielmehr darum kümmern, Bedingungen zu schaffen, die für Schafe, Wölfe und Bären gleichermaßen ein Überleben sichern, so Kadenbach, Mitglied im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments, am Sonntag in einer Aussendung.

Auch Koalitionspartner gegen Abschüsse

Der für Jagdfragen zuständige LHStv. Uwe Scheuch (FPK) stehe den Plänen seines Koalitionspartners Martinz "völlig ablehnend" gegenüber, hieß es in einer Aussendung der FPK.

"Die Aussagen von Martinz beweisen nicht unbedingt Sachkenntnis", erklärte Scheuch. Man könne nicht einfach alles ausrotten, was einem in der Natur nicht passe. "Schon gar nicht, um es der schwarzen Agrarlobby recht zu machen", so Scheuch. Zudem sei der Schaden, der für die Bauern durch gerissene Tiere entstehe, gedeckt.

Ergebnis Internetumfrage: 
Was meinen Sie? Abschießen oder hegen?

19,89% Bin für den Abschuss
38,24% Tiere, die schon da sind, in Ruhe lassen
41,87% Bin zusätzlich für Ansiedelung

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"investor" vom 28.01.2011

"Finger krumm machen ist nur ein Bruchteil des Ganzen"

JAGDREISEN. Waffenhändler Christian Springer bietet Großwild-Jagden in Afrika an. Dem Balzen des Auerhahns lauscht er aber ohne Gewehr.

INVESTOR: Sie handeln mit Jagdwaffen. Sind Sie selbst auch Jäger? CHRISTIAN JOHANN SPRINGER: Ja, sonst würde das nicht funktionieren.

Wenn man in Österreich Jäger werden will, mit welchen Kosten muss man da ungefähr rechnen?
Wenn wir bei Jagdprüfung, Anmeldegebühr und Jagdkarte beginnen, dann kostet das rund 1000 €. Für die Jagdpacht muss man im Schnitt mit 20 bis 40 € pro Hektar und Jahr rechnen. Es kommt darauf an, ob es sich um Bundesforste oder Privatbesitz handelt, ob es eine reine Niederwildjagd ist, welche Region es betrifft etc. Es gibt auch Jäger, die nur im Zuge einer Genossenschaftsjagd eine Jagdberechtigung haben.

Gewehr und Jagdbekleidung braucht man aber auch noch ...
Für Schrot- und Kugelgewehr muss man in Summe mit 5000 bis 7000 € rechnen. Inklusive Bekleidung kommt man für eine Grundausstattung im mittleren bis gehobenen Qualitätssegment auf cirka 10.000 €.

Sie bieten auch Jagdreisen nach Afrika und andere ferne Länder an ...
Afrika ist ein relativ stark frequentiertes Jagdland. Eine Jagdsafari in Afrika, wo ich ein oder zwei Stück bejagen kann, gibt es ohne Flugkosten bereits um 2000 bis 3000 €. Wir bieten diesen günstigen Jagdtourismus allerdings nicht an, sondern nur hochwertige Reisen in Fünf-Sterne ­Lodges. Meist ist es so, dass unsere Kunden nicht rein zur Jagd dorthin fahren, sondern mit Ehefrau oder Jagd-Kollegen, um zwei Wochen Entspannungs-Urlaub zu verbringen.

Wie hoch ist Ihr Umsatz und wie viel davon entfallen auf Jagdreisen?
Im Vorjahr haben wir 4,7 Millionen € umgesetzt, davon stammen knapp 700.000 € von Jagdreisen. Rund 70 Prozent davon entfallen auf ausländische Jagdtouristen, die nach Österreich oder ins umliegende Ausland fahren - etwa nach Tschechien und Ungarn. Die restlichen 30 Prozent stammen von Österreichern, die ins nahe oder ferne Ausland reisen.

Arbeiten Sie mit Reiseveranstaltern zusammen?
Nein, wir wählen die Lodges und Anbieter selbst aus.

Reist der Jäger alleine oder ist von Ihrem Haus auch jemand zugegen?
In Tschechien und Ungarn ist meistens jemand dabei. Bei Fernreisen in der Regel nicht, weil die Kosten sehr hoch sind. Wir hatten aber auch schon eine Gruppe aus Osteuropa, die wollten unbedingt, dass unser Berufsjäger nach Südafrika mitfährt.

Ich nehme an, lokale Betreuer und Jagdgehilfen sind immer vor Ort?
Es ist eine ganze Mannschaft. Die erhalten von uns vorab ein vollständiges Profil der Gäste. Die wissen, was sie für Vorlieben haben, was sie gerne essen und wie lange sie schlafen.

Ihrer Preisliste zufolge sind gewisse Abschüsse im Preis inkludiert. Gibt es eine Garantie für einen Treffer?
Eine hundertprozentige Garantie gibt es bei der Jagd nicht - und das ist auch gut so. Das wird vorher auch so kommuniziert. Es sind aber Einheimische vor Ort, die die Gegend gut kennen.

Wenn man nun ein Tier erlegt hat, was kann man damit machen? Vor Ort verspeisen? Ausstopfen lassen?
Das Wildbret kommt - in Afrika genauso wie in Österreich - in den Nahrungsmittelzyklus. Meist gibt es am Abend irgendein Grillfleisch. Oryx und Impala (Anm. Antilopen) haben ein perfektes Fleisch.

Löwen oder Elefanten stehen aber nicht auf dem Speiseplan ...
Bei der Elefanten-Jagd ist es so, dass umliegende Dörfer schon zwei Wo­chen im Vorhinein von der Jagd wissen. Die stehen bereit, um das Fleisch zu verwerten. Es ist äußerst selten, dass Wildbret nicht verwertet wird.

Es gibt Leute, die beim Wort Elefanten-Jagd zusammenzucken. Sind die Tiere nicht geschützt? Gibt es eine Überpopulation?
Die Jagd ist genauso wie in Österreich durch Abschussquoten reglementiert. Man entnimmt der Natur nur, was nachwächst. Es muss ökologischen Einklang im Biotop geben.

Sie schreiben auf Ihrer Homepage, dass in Australien Krokodile zwar gefangen werden dürfen, aber nicht bejagt. Wo liegt da der Reiz?
Jeder Australier ist zwar froh, wenn in seinem Gebiet ein Krokodil weniger ist, man darf sie aber nicht jagen. Populärstes Jagdziel in Australien ist ohnehin der Wasserbüffel.

Sie bieten Reisen nach Südafrika an, um auf Felsentauben zu schießen, die mit mehr als 100 km/h unterwegs sind. Wie erwischt man die?
Einfach schnell bewegen.

Braucht man für Löwen ein anderes Gewehr als für Büffel?
(Lacht) Ich kann Ihnen zu jeder Reise und jeder Wildart ein anderes Gewehr empfehlen. Wir leben ja davon.

Haben Sie ein Lieblingsgewehr?
Wir haben 1888 für Kaiser Franz­ Joseph ein Gewehr gebaut, das er seinem Sohn, Kronprinz Rudolf, geschenkt hat. Der gab es dann seinem Jagdfreund Franz von Oranien-Nassau. Später landete es irgendwann in Amerika, wo ich es wiedergefunden habe. Das Gewehr habe ich auch schon dem Kar! Habsburg gezeigt. Es ist unverkäuflich.

Ist es schon passiert, dass ein Jäger auf Jagdreise nicht abgedrückt hat, weil ihm das Tierleid getan hat bzw. haben Sie irgendwelche ungewöhnliche Jagdgeschichten auf Lager?
Mir ist so etwas ehrlich gesagt noch nicht passiert, meiner Mutter schon. Die hat zum Husten angefangen, als sie mit meinem Großvater auf der Jagd war. Im Grund gibt es Bände füllende Geschichten. Das Ungewöhnliche - oder sagen wir besser das ungewöhnlich Schöne - ist aber, wenn ich um drei Uhr Früh aufstehe und ohne Gewehr in den Wald gehe, um zu hören, wie der Auerhahn balzt. Das ist herrlich. Finger krumm machen ist mitunter essenziell und aufregend, aber eben nur ein Bruchteil des Ganzen.

ANGEBOTE
Weites Feld. Die Palette an Jagdrei­sen ist bei Springer's Erben ein weites Feld. Angefangen von Ungarn-Specials um eher wohlfeile 1120 €, bis zur 24-tägigen Großwildjagd auf Elefant, Löwe, Leopard und Büffel in Mozambique um 74.380 € ist alles möglich. Im Paketpreis inkludiert sind meist neben Vollpension und Vollbetreuung vor Ort auch eine gewisse Anzahl von Abschüssen. Der Flugpreis ist aber in der Regel noch extra zu bezahlen.

ZUR PERSON
Christian Johann Springer, Geschäftsführer, Johann Springer's Erben
Österreichs zweitgrößter Jagdwaffenhändler bietet seit 2008 exklusive Jagdreisen im In- und Ausland an. Er hat in Wien drei Niederlassungen und eine in Mariazell. Die Geschichte des Unternehmens reicht bis ins Jahr 1836 zurück.

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kurier.at vom 28.01.2011

Anzeige nach Katzen-Martyrium  

Zehn Minuten soll ein Jäger gebraucht haben, um eine verletzte Katze zu erlösen. Er gibt zu: "Das ist schiefgegangen." Er wurde angezeigt.

Diesen Spaziergang am vergangenen Wochenende wird eine Frau aus Gars, Bezirk Horn, nicht so schnell vergessen: Sie fand eine offenbar von einem Auto angefahrene, verletzte Katze, die zusammengekrümmt auf der Fahrbahn saß und jämmerlich schrie. Als sie beim nächstgelegenen Haus um Hilfe bat, begann ein Albtraum. "Der Mann, ein Jäger, ist wortlos zur Katze gegangen, hat sie gepackt und mit einem Messer mehrmals auf das Genick des Tieres geschlagen. Die Katze lief dann etwa 20 Meter davon.
Er packte sie erneut und schlug sie wieder mehrmals ins Genick. Dann ließ er das Tier fallen", erzählt die Tierliebhaberin.

"Die Katze röchelte und nieste. Auf meinen Hinweis, dass sie nicht tot sei, schlug er erneut mehrmals auf sie ein, packte sie am Schwanz, ging zum nahen Misthaufen und ließ sie darauf fallen", berichtet sie weiter.
Die Frau hatte den Eindruck, dass das Herz des Tieres noch schlägt und wies den Mann darauf hin. "Die ist hin, schleich dich", soll der geantwortet haben. Nach weiteren Protesten schnitt er dem Tier die Kehle durch. "Das ganze Martyrium dauerte mindestens zehn Minuten", sagt die Frau. Es könne doch nicht sein, dass ein Jäger nicht imstande sei, ein Tier schnell zu töten. "Als ich ihn fragte, warum er die Katze nicht erschossen hat, erklärte er, seinen Jagdschein nicht verlieren zu wollen", berichtet die Zeugin, die den Vorfall dokumentierte und den Bezirksjägermeister informierte: "Die Katze habe ich eingefroren, damit man sie untersuchen kann. Den Besitzer habe ich nicht gefunden."

Bezirksjägermeister Johann Dietrich bestätigt, die Information erhalten zu haben. "Als ich das gelesen habe, haben sich mir die Haare aufgestellt", sagt er. Er gibt allerdings zu bedenken, dass ein Jäger im bewohnten Gebiet nur auf Anweisung der Behörde schießen dürfe. "Ich war nicht dabei und kann den Fall nicht beurteilen. Ich habe die Sache jedenfalls dem Bezirksjagdbeirat angezeigt. Es gibt allerdings auch eine Verantwortung des Autolenkers, der die Katze angefahren hat." Die Tierärztin Sabine Schroll aus Krems sagt dazu: "Das ist keine tierschutzgerechte Tötung. Außerdem gibt es für solche Fälle den Tierschutzverein, der sicher gekommen wäre. Ein Tier so auf dem Misthaufen zu entsorgen, ist abgrundtief respektlos."

Der KURIER erreichte den beschuldigten Jäger persönlich. Der bestätigt den Vorfall und wirkt am Telefon reuig: "Ich wollte nur helfen, aber manchmal geht etwas schief. Das ist mir passiert, das gebe ich zu. Aber der Autofahrer und die Frau, die die Katze gefunden hat, haben gar nichts getan." "Ich habe dieses Erlebnis noch immer nicht verkraftet.
Dieses Gemetzel war unwürdig", sagt die Zeugin.

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orf.at vom 21.01.2011

Zeitung: "Schussattentat" war ein Unfall 

Der vermeintliche Schussattentat auf ein Wohnhaus in Brückl am Mittwoch ist ein Unfall gewesen, berichtet die "Kleine Zeitung". Einem in der Nähe befindlichen Jäger soll das Gewehr umgefallen sein, so dass sich ein Schuss löste.

Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Die Bewohner des Zweifamilienhauses waren in der Nacht auf Donnerstag gegen 2.00 Uhr durch einen lauten Knall geweckt worden. Ein Projektil hatte bei der Wohnung einer 34 Jahre alten Angestellten im 1. Stock Rollladen und Doppelverglasung des Fensters durchschlagen und den Wohnzimmerschrank getroffen.

Wie die "Kleine Zeitung" in ihrer Freitag-Ausgabe berichtet, handelte es sich dabei um einen Unfall. Einem Jäger soll bei der nahegelegenen Kirche das Gewehr umgefallen sein. Ein Schuss habe sich gelöst, der dann das Fenster durschlug. Der Schütze soll sich bei der Familie bereits entschuldigt haben. Die Ermittlungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen.

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ots.at vom 14.01.2011

VIER PFOTEN fordert Einstellung der Massentötung von Füchsen 

56.000 grundlos getötete Füchse - angebliche Gefahr für Menschen leicht durchschaubare und widerlegbare Ausrede

Wien (OTS) - Vielerorts findet in den kommenden Tagen die so genannte "Nacht des Fuchses" statt, wobei Füchsen über mehrere Jagdreviere hinweg mit allen verfügbaren Mitteln nachgestellt wird.
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN fordert das Landwirtschaftsministerium und die zuständigen Landesräte auf, Fuchswochen schon während der Paarungszeit im Jänner und Februar zu unterbinden.

Die zynischerweise als "Nacht des Fuchses" bezeichneten Massenvernichtungsaktionen, bei denen unter Zuhilfenahme von Jagdgästen revierübergreifend oft Dutzende von Füchsen getötet werden, finden hauptsächlich im Jänner und Februar statt. In der winterlichen Paarungszeit sind die Füchse weitaus weniger vorsichtig als sonst, und der Schnee macht sie und ihre Spuren leichter sichtbar. Allein im letzten Winter wurden laut Statistik Austria rund 56.000 Füchse getötet. Diese werden größtenteils verscharrt oder in der Tierkörperbeseitigung entsorgt - kritische Jäger sprechen bereits vom Rotfuchs als "Wegwerfartikel Nummer eins" in unseren Wäldern (http://www.oejv-saar.de/seite400.html).

Als Begründung für die Veranstaltung solcher Fuchsmassaker wird meist angeführt, man müsse die Fuchspopulation "regulieren", etwa, um der Ausbreitung von Seuchen (Tollwut) und Fuchsbandwurm Einhalt zu gebieten. Tatsächlich kann man die Fuchsdichte mit jagdlichen Mitteln jedoch keineswegs kontrollieren: Je mehr Füchse durch Jagd oder Unfälle sterben, desto stärker steigt die Geburtenrate. Andersherum führt eine sinkende Sterblichkeit durch soziale Regulationsmechanismen zu weniger Nachwuchs. Von einer wie auch immer gearteten Notwendigkeit, Füchse zur vermeintlichen Bestandsreduktion zu bejagen, kann also keine Rede sein.

Dabei verursachen gerade die "Nächte des Fuchses" viel unnötiges Tierleid. Zum einen sorgt die intensive Jagd gerade jetzt im Winter, wo Wildtiere mit ihrer Kraft haushalten müssen und nicht unnötig beunruhigt werden sollten, für massive Störungen in Wald und Feld.
Darüber hinaus können die zahllosen Fuchsrüden, die nach der erfolgreichen Paarung mit einer Füchsin getötet werden, ihre wichtige Rolle bei der Aufzucht des Nachwuchses nicht mehr erfüllen. Wie Forschungsarbeiten jedoch unmissverständlich zeigen, sinken Überlebenschancen und Kondition der Welpen deutlich, wenn der Fuchsvater die Familie nicht mit Nahrung versorgen und vor Konkurrenten schützen kann.

Der Fuchs ist ein hübscher und intelligenter, mit unseren Haushunden verwandter Beutegreifer, der als Gesundheitspolizist und Mäusejäger wichtige Dienste leistet. Umso unverständlicher ist, warum er wie ein Schädling verfolgt und ihm nicht einmal eine Schonzeit zugestanden wird.

VIER PFOTEN fordert Bund und Länder auf eine Schonzeit von Anfang Jänner bis Ende September zu erlassen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass auch der Fuchs seinen Nachwuchs ungestört von menschlichen Nachstellungen großziehen kann. Die Hauptforderung ist allerdings die Streichung der tierschutzrechtlich äußerst bedenklichen Ausnahme der Jagd aus dem Tierschutzgesetz, wobei gleichzeitig darauf hingewiesen wird, dass die Organisation jede entdeckte jagdliche Tierquälerei strafrechtlich zur Anzeige bringt.

Umfassende Infos zum Rotfuchs (Vulpes vulpes): www.fuechse.info

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orf.at vom 13.01.2011

Autoabsturz: Jäger in Rissbach gefangen 

Ein 63-Jähriger ist am Donnerstag in Eben am Achensee mit seinem Auto von der Fahrbahn abgekommen und in einen Hochwasser führenden Bach gestürzt. Der Mann konnte laut Polizei die Fahrzeugtüre nur zum Teil öffnen.

Auf dem Weg zur Wildfütterung

Der Jäger aus Tegernsee war auf dem Weg zu einer Wildfütterung gewesen, als er aus unbekannter Ursache von der Fahrbahn abkam. Dabei überschlug sich der Wagen und landete mitten im hochwasserführenden Bach.

Jäger entdeckten das Auto im Bach

Ein vorbeifahrender Jäger entdeckte das Auto im Bach. Nachdem ein weiterer Berufskollege eintraf, leiteten die Männer sofort Hilfsmaßnahmen ein und verständigten die Einsatzkräfte. Ein 37-jähriger Jäger stieg an ein Seil gebunden in den Rissbach und sicherte den 63-Jährigen behelfsmäßig mit einer Hundeleine.

Unfallopfer und Helfer an Land gezogen

Mit der Hilfe des Berufskollegen und weiteren inzwischen eingetroffenen Helfern gelang es, den 37-Jährigen und den Verunglückten aus dem reißenden Bach zu ziehen. Das Unfallauto wurde unterdessen weiter abgetrieben.
Als die Freiwillige Feuerwehr und der Notarzthubschrauber eintrafen, befand sich der Deutsche bereits am Ufer.

Unterkühlt und Abschürfungen

Der Mann wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus in Murnau geflogen. Er war unterkühlt und hatte Abschürfungen an den Unterarmen erlitten. Das Fahrzeug wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Achenkirch aus den Fluten geborgen.

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"NÖ Nachrichten" vom 11.01.2011

Neulengbacherin besorgt: Arme Krähen im Käfig 

Neulengbacherin sorgt sich um gefangene Krähen. Jäger bekämpfen damit die steigende Krähenpopulation.

NEULENGBACH  Am Kleebühel zwischen Umsee und Laa werden Krähen gefangen  ist eine Neulengbacherin entsetzt,  die Vögel werden mit Frischfleisch angelockt und sind dann gefangen.  Sie sei dort öfters unterwegs und hätte sogar blutige und schwer verletzte Tiere im Käfig beobachtet. Sie versteht nicht, warum man so etwas macht.

Die Jagdgilde Neulengbach hat dafür eine Erklärung: Leopold Göschelbauer von der Jagdgilde Neulengbach:  Der dort aufgestellte Krähenfang ist ein völlig legales Mittel nach dem Niederösterreichischen Jagdgesetz, da die Krähenpopulation seit Jahren stark zunimmt.

Und Hegeringleiter Josef Hinterkirchner ergänzt:  Der Krähenfang ist speziell auf den Fang von Aaskrähen ausgerichtet: Rabenkrähen und Nebelkrähen sind an ihrem schwächeren dunklen Schnabel erkennbar und sind nach dem Niederösterreichischen Jagdgesetz zu bejagen.  Aaskrähen werden vor allem den Bodenbrütern zum Feind, sie ernähren sich von den Eiern der Fasane, Rebhühner, Kiebitze und Wachteln und deren Jungen. Aber auch durch Eiraub aus Nestern der zahlreichen heimischen Singvögel beziehen sie ihre Nahrung. Zusätzlich stehen auch noch Hasenbabys auf ihrem Speiseplan.

Die Aaskrähen sind durch das reichliche Futterangebot aus  unserer Wegwerfgesellschaft  wohlgenährt und sie vermehren sich aus diesem Grund mehr als sonst üblich. Außerdem gibt es für sie keine natürlichen Feinde.

Ganz im Gegenteil zur Saatkrähe: Sie ist an ihrem hellen, kräftigen Schnabel zu erkennen. Die Tiere ernähren sich vor allem von Samen und Körnern, sie sind bei uns vor allem als Zugvogel bekannt, und halten sich als Wintergast schon immer in unserer Gegend auf. Diese Krähenart ist ganzjährig geschützt. Da sie sich von Samen und Körnern ernähren, bedeutet der Fangkäfig mit der Locknahrung kaum Gefahr für die Saatkrähe.

Der Fangkäfig wurde nach genauen Richtlinien gebaut und wird täglich von unseren Jägern kontrolliert , bekräftigt Josef Hinterkirchner im Gespräch,  außerdem wird für Wasser und Futter im Käfig gesorgt.

Es wäre aus diesem Grund unmöglich, dass sich darin schwer verletzte Tiere befänden, meint der Hegeringleiter und fügt hinzu:  Menschen, die das Fangen der Tiere stören, machen sich auf jeden Fall strafbar.

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"Kronen Zeitung" vom 09.01.2011

LK-Präsident Hechenberger kontert:
"Die Jäger können nicht richtig zählen" 

"Zoo-Haltung" für Wald gefährlich. Dinkhauser gegen die "Abknallerei". Dinkhauser vermisst Gefühl.
LK-Präsident Hechenberger: "Ganze Waldteile kahl gefressen!"


Verwundert über die Aussagen des Tiroler Jägerverbandes rund um die Einhaltung der Abschusspläne ist Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger. Wie berichtet, soll der Rotwildbestand in den Tiroler Wäldern von derzeit - offiziell - 30.000 auf 20.000 reduziert werden. Die Abschusszahlen wurden deswegen erhöht, in den letzten zwei Jagdjahren wurden mehr als 22.000 Tiere erlegt. Landesjägermeister Karl Berktold zweifelt aber die Bestandszahlen an.

"Ich frage mich, ob die Jäger richtig zählen können", sagte Hechenberger zur "Krone". Der zu hohe Rotwildbestand sei sehr wohl ein Problem für Tirol.
"Es gibt Gegenden, wo wir Gefahr laufen, die Förderungen für Schutzwaldprojekte zurückzuzahlen. Weil alles kahl gefressen ist", zeigt der LK-Präsident auf. Probleme gebe es vor allem dort, wo Jagdpächter eine regelrechte "Zoo-Haltung" betreiben: "Das muss rasch abgestellt werden!"

Erfreut ist der LK-Präsident über die Entscheidung des Landesagrarsenates zu den Jagdpachten - diese sind demnach kein Substanzwert und gehören den Agrargemeinschaften. Hechenberger geht davon aus, dass der Entscheid von Pflach künftig auch bei allen anderen Agrargemeinschaften angewandt wird.
"Ich hoffe, dass dies nun auch von den Agrargemeinschaftsgegnern akzeptiert wird. Bei denen habe ich nämlich das Gefühl, dass sie, wenn nicht für sie entschieden wird, sofort immer alles in Frage stellen", sagte Hechenberger.

Auch LA Fritz Dinkhauser schaltete sich gestern in die hitzige Wald-Diskussion ein. Wie gewohnt mit kräftigen Worten. "Der Forst ist gesund, krank sind die Jäger", sagte er zur "Krone". "Wenn jetzt von einigen zu einer Hexenjagd auf das Rotwild geblasen wird, dann zeigt das nur, dass die Menschen leider das Gefühl für das Tier verloren haben."

Dinkhauser behauptet auch: "Es gibt kein Waldsterben, wie man uns das vor Jahren einreden hatte wollen. Der Wald ist meiner Meinung nach kerngesund!"
Er mahnt, dass der Mensch das Gefühl für die Kreatur behalten müsse. "Das Rotwild muss dem Menschen nahe bleiben. Muttertiere in eine Koppel einzusperren und dann abzuknallen, wäre pervers. Der Profit darf nicht zur Maxime erhoben werden!"

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ots.at vom 08.01.2011

Vergiftete Stimmung im Tiroler Wald 

Leitartikel der Tiroler Tageszeitung von MARIO ZENHÄUSERN
"Ausgabe vom 8. Jänner 2011"


Innsbruck (OTS) - Die Probleme in einzelnen Jagdrevieren müssen von Förstern und Jägern gemeinsam gelöst werden.

Der Streit zwischen Jägern und Förstern hat in Tirol eine lange Tradition. Vor zwei Jahrzehnten lieferten sich die Spitzenvertreter beider Berufsgruppen heiße Duelle. Doch die Zeit schien die Wunden zu heilen - jene an den Bäumen ebenso wie jene im Verhältnis zwischen Waidmännern und Forstleuten.

Jetzt glauben Tirols Jäger plötzlich, in die Offensive gehen zu müssen.
Weil sie sich durch die Forstleute in die Defensive gedrängt fühlen. Und weil sie überhaupt unzufrieden sind. Vor allem mit der Tatsache, dass sie den Rotwildbestand aufgrund - ihrer Meinung nach - falscher Bestandszahlen reduzieren sollen.

Ganz abgesehen davon, dass sie diese Zahlen ja selber liefern, lassen die Waidmänner dabei tunlichst außer Acht, dass die nun geforderte massive Reduktion nur deshalb notwendig ist, weil beim Wildbestand getrickst wurde. Während der überwiegende Teil der Tiroler Jägerschaft sich bei den Tierzählungen redlich bemühte, hat eine Handvoll regelmäßig falsche Angaben gemacht. Folge: Der Rotwildbestand in den betroffenen Revieren explodierte, die Schäden in den Wäldern und bei der Nutztierhaltung (Rinder-Tbc!) nahmen zu. Die Verantwortlichen im Jägerverband haben das jahrzehntelang toleriert. Jetzt müssen alle ausbaden, was einige wenige angerichtet haben.

Es ist eine Tatsache, dass es in Tirol einzelne Jagdreviere gibt, die Probleme bereiten. Diese Probleme können nur gemeinsam gelöst werden. Da hilft es wenig, sich hinter den eigenen Standpunkten einzumauern und die Fehler ausschließlich bei den anderen zu suchen. Schuldzuweisungen vergiften die Stimmung und sorgen auf lange Sicht lediglich dafür, dass Jäger und Förster sich im Wald wieder als Feinde gegenüberstehen. Davon hat niemand etwas.

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orf.at vom 08.01.2011

Wildschweinseuche für Jagdhunde gefährlich 

Eine Wildschweinseuche sorgt derzeit vor allem unter den nö. Jagdhundebesitzern für Unruhe. Vier Jagdhunde sind bereits an der Seuche gestorben. Für den Menschen ist die Wildschweinseuche allerdings völlig ungefährlich.

Vier Jagdhunde sind bereits gestorben

Zwei Hunde sind im Bezirk Korneuburg, jeweils einer in den Bezirken Bruck an der Leitha und Krems verendet. Die Jagdhunde können sich nur bei unmittelbarem, direktem Kontakt mit infizierten Wildschweinen anstecken, heißt es.

"Wir wussten, dass in den angrenzenden Ländern Slowakai, Ungarn und auch Tschechien die Wildschweinpopulation Träger dieses Virus ist und wir hören aus Ungarn auch, dass ein Drittel der Wildschweine Kontakt mit diesem Virus hatte. Wir müssen annehmen, dass auch etwa 10 Prozent unserer Wildschweine Träger dieses Virus sind", sagt Landesveterinärdirektor Franz Karner.

Bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten gefährlich

Auch Haushunde oder Katzen können die Krankheit nur bekommen, wenn sie mit Körperflüssigkeiten infizierter Wildschweine in Kontakt kommen, wird betont.

"Wenn dieses Virus durch direkten Kontakt an einen Hund kommt, sei es, dass der Hund am erlegten Schwein herumschnüffelt, es abschleckt oder dass ihm rohes Wildschweinefleisch zu fressen gegeben wird, besteht eine Gefahr für diese Hunde", sagt Karner.
Experten raten daher Jagdhunde aber auch andere Hunde stets unter Kontrolle zu halten.

Mensch ist nicht gefährdet

Bei Erkrankung verstirbt das Tier innerhalb von drei Tagen, einen Impfstoff gibt es nämlich nicht. Eine Übertragung der Krankheit von Hund zu Hund oder von Hund zu Mensch ist nicht möglich.

Für den Menschen besteht keine Gefahr, betont Peter Lebersorger vom Landesjagdverband: "Der Verzehr von Wildschweinfleisch ist überhaupt nicht schädlich. Es besteht keine Gefahr, selbst wenn man die Tiere roh verspeisen würde."

Wie weit die Wildschweinseuche in Niederösterreich tatsächlich verbreitet ist, sollen nun Untersuchungen zeigen.

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orf.at vom 07.01.2011

Tirols Jäger fühlen sich unter Druck gesetzt 

Zwischen den 16.000 Tiroler Jägern und der Forstwirtschaft gärt es schon länger. Die Jäger sollen für wildfreie Waldflächen sorgen und die vorgegebenen Abschusszahlen einhalten. Noch dazu soll das Jagdgesetz novelliert werden.

Landesjägermeister geht in die Offensive

Für Landesjägermeister Karl Berktold ist jetzt ein Punkt erreicht, der eine Stellungnahme der Jäger erfordert. Der Hintergrund: Die geplante Novellierung des Tiroler Jagdgesetzes, die derzeit in einer Arbeitsgruppe vorbereitet wird. "Wir haben 2009 rund 11.000 Stück Rotwild geschossen und werden im Jahr 2010 eine ähnlich hohe Abschussrate haben. Das ist die bisher höchste Abschussquote, die wir jemals getätigt haben", sagt der Landesjägermeister gegenüber ORF Tirol.

Bestandzahlen können nicht stimmen

In einem für die Novellierung des Tiroler Jagdgesetzes eingeholten Wildgutachtens ist die Rede von 30.000 Stück Rotwild. Dieser Bestand sei zu hoch, meint der Gutachter. Karl Berktold hingegen zweifelt diese Zahlen massiv an. "Diese Bestandszahlen können einfach nicht stimmen. Wir haben noch nie so viel geschossen wie in den letzten zwei Jahren. Wir konnten nicht mehr Rotwild schießen, weil nicht mehr da war."

Jäger fühlen sich vom Forst hintergangen

Während die Jäger die in der Arbeitsgruppe gemachten Vorschläge noch besprechen und in Ruhe dazu Stellung nehmen wollten, haben sich offenbar - so ihr Verdacht - die Landesforstdienste schon vor Monaten mit der Landwirtschaftskammer und Großgrundbesitzern abgesprochen und schon konkrete Änderungen im Jagdgesetz gefordert, ohne sich, wie anfangs ausgemacht, mit den Jägern zu besprechen. Das stößt Landesjägermeister Berktold sauer auf.

Jäger bezweifeln Bestandszahlen des Wildes

Berktold will jetzt den Standpunkt der Jäger klar machen, die sich einerseits über die hohen Abschusszahlen beklagen und andereseits über die Bestandszahlen des Wildes, die sie mittlerweile anzweifeln. Genug Konfliktstoff also zwischen Jägern und Forstwirtschaft, die ein novelliertes Jagdgesetz eigentlich ausräumen wollte.

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die Grünen vom 06.01.2011

Pressemeldung d. Grünen Haslau-Maria Elend: 
»Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit«

Was die Jagd wirklich ist, formulierte der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Theodor Heuss, vor fast 50 Jahren treffend: „Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.“ Und vor einer Diplomatenjagd auf Hasen äußerte der große Staatsmann: „Ich hoffe für die Hasen!“

Der Neurologe und mehrfach ausgezeichnete Psychoanalytiker und Schriftsteller Paul Parin erklärte in seinem vielbeachteten Buch »Die Leidenschaft des Jägers« (Europäische Verlagsanstalt, 2003):

»Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt... Und weil es sich bei der Jagd um Leidenschaft, Gier, Wollust handelt - um ein Fieber eben -, geht es ... um sex and crime, um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art, um Mord und Lustmord.«

Die Grünen Haslau-Maria Ellend können diesen Aussagen einiges abgewinnen, meint
GR Alfred Höllrigl.

Die Zitate dieser Art ließen sich endlos fortsetzen. Wie kommt es, dass man die Jagd trotzdem noch immer als „Brauch“ bezeichnet und munter weiter ausübt, obwohl Wildtiere durch den Straßenverkehr und Umwelteinflüsse ohnehin so dezimiert wurden, dass man kaum noch welche zu Gesicht bekommt – moniert Höllrigl.

So geschehen auch am 29.Dezember 2010 in Maria Ellend. In der nächsten Umgebung von Wohnhäusern veranstaltete die Jägerschaft eine Treibjagd. Das Ergebnis war eher lächerlich. Die Anzahl der erlegten Tiere unterschritt die Mannstärke der Treibjagd um ein Vielfaches.
 
Dafür wurde mit dem Beschuss von Wildtieren in nächster Nähe einer Ortschaft und von Wohn- und Wirtschaftgebäuden eindeutig gegen den § 96 Absatz 2 des NÖ Jagdgesetzes 1974 verstoßen – so Höllrigl.

Die Frau Bürgermeister meint dazu lediglich, dass ihr der Jagdleiter versichert habe, dass bestehende Gesetze eingehalten werden und man eben dagegen nichts machen könne. „Das war schon immer so“, meinte sie zu einer Gemeindebürgerin.

Richtig ist, dass vor einigen Jahren ebenfalls an dieser Stelle gejagt wurde und die Schrotkugeln auf Häuserdächer niederprasselten. Sogar die Scheibe einer Terrassentür musste ausgetauscht werden. Der Schaden wurde damals leider erst zu spät bemerkt und daher gab es deshalb auch keine Anzeige. Trotzdem konnte schon damals mittels Beschwerden erreicht werden, dass die Jagd an dieser Stelle nicht mehr durchgeführt wurde.

Mit der „neuen Bürgermeisterin“ hat dieser Unsinn nun wieder begonnen. Scheinbar konnte die Jagdgesellschaft die neue Bürgermeisterin dazu überreden. Traurig dabei ist nur, dass man seitens der Politik auf taube Ohren stößt. Gesetzesbrüche werden in diesen Angelegenheiten scheinbar zur Kenntnis genommen.

Daher kann man in dieser Sache nur die Worte des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Theodor Heuss wiederholen:
 

»Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit«


§ 96 NÖ Jagdgesetz 1974 (aktuelle Fassung)

Örtliche Beschränkungen bei der Ausübung der Jagd

(1) An Orten, an denen die Jagd die öffentliche Ruhe, Ordnung oder Sicherheit stören oder das Leben von Menschen gefährden würde, darf nicht gejagt werden.

(2) In der nächsten Umgebung von Ortschaften, von Heil- und Erholungsstätten und von einzelnen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden darf das Wild zwar aufgesucht und getrieben, aber nicht beschossen werden.


Rückfragehinweis:
Grüne Haslau-Maria Ellend

Tel: 0650/5035614

Download der Original Pressemeldung

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